Ausgabe 
30.3.1876
 
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Im Verlage von Carl Bindernagel in

Der Standesbeamte im

Großhetzogthum Hessen

nach dem Reichsgesetz vom 6. Febrüar 1875. Dargestellt von Otto Pistor, Landrichter zu Friedberg. Preis: 1 Mark 20 Pfennig. Das Werkchen ist eine praktische Erläuterung und Anleitung zur Standesbuchführung und

bat, außer für die Standesbeamten selbst und deren ö Amt oder Beruf in irgend eine Beziehung zu dem Standesbeamten bringt. Gegen directe frankirte Einsendung des Betrages erfolgt directe frankirte Uebersendung des

Friehber g erschien sonben:

Stellvertreter, Interesse für Jeden, den sein

Werkchens. Außerdem kann dasselbe durch jede Buchhandlung bezogen werden, 1019 Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen:

Geschichte der Fortschritte und Unterdrückung der Reformation in Italien.

Aus dem Englischen des Thomas M'Crie, Dr. d. G. Herausgegeben von Dr. G. Friedrich, ev. Stadtpfarrer an der Weißfrauenkirche in Frankfurt. F. Steinkopff, Stuttgart. Preis 3 Mark.

Kaum war in Deutschland die reformatorische Bewegung 5 vor sich gegangen, so sehen wir auch schon in Italien und erschlug sie mit Fackeln,

die neue Lehre sich verbreiten. Trotz des Befehls, welchen der Papst Paul III. dem Bischof von Modena gegeben, für die Bestrafung der Ketzer Sorge zu tragen, gewann die Reformation in den verschiedenen Staaten Italiens neue Anhänger, die unter Paul IV. systematischen Ver folgungen ausgesetzt waren. Durch die von ihm ein geführte Inquisition wurden alle der Ketzerei Verdächtigen ohne Unterschied des Ranges und Standes eingekerkert und ihres Eigenthums beraubt. Die Verfolgungen wurden noch blutiger als Julius III. den päpstlichen Stuhl be stieg. Während er sich in Wollüsten wälzte, unterzeichnete er die grausamsten Befehle, die ihm von den Vollstreckern seines Willens vorgelegt wurden. Um das Volk gegen die Ketzer aufzureizen, erklärte einer der Ingquisitoren öffentlich, daß der eingetretene Mißwachs und die Seuchen nur wegen der Ketzerei über sie hereingebrochen seien und forderte es auf, jene zu steinigen. Schon begnügte man sich nicht mehr mit der Folter und dem Tode auf dem Scheiterhaufen, sondern peitschte die entkleideten Unglüͤck⸗

Gräuel⸗ und Blutseenen

Zuͤge von Felsenmuth und

geblieben.

lichen mit eisernen Ruthen, schleifte sie durch die Straßen oder ließ sie, mit Pech bei lebendigem Leibe braten. Eine Reihe von wird uns vorgeführt, wie sie nur noch Spanien in den Schreckenstagen der Inquisition sah. Aber zwischen diesen Schlächkerseenen blitzen einzelne

Glaubenstreue der Märtyrer hindurch, welche die hoͤchste Bewunderung erregen und das Gefühl der Wehmuth und des tiefsten Abscheus für Augenblicke besiegen. Wenn man bedenkt, daß die furcht⸗ baren Gräuel, die Hunderttausende von gottesfürchtigen Evangelischen in den verschiedenen Ländern Europa's zu erdulden hatten, besonders auf Betreiben der römischen Päpste und Jesuiten verübt worden sind, so ist es wahr⸗ lich eine schreckliche Blasphemie, wenn diese sich als Nach⸗ folger und Jünger Christi betrachten, der uns lehrt, unsere Feinde zu lieben, und der noch am Kreuze für seine Moͤrder betete. Die römischen Päpste sind für ihre Behauptung, Nachfolger Petri und Christi zu sein, den Beweis aus der heiligen Schrift noch bis heute schuldig

überzogen,

Vorschuß-& Ctedit-Verein zu Wohnbach.

(Eingetragene Geuosseuschaft) Geschüfts⸗Bericht für das Jahr 1875(II. Geschäftsjahr.)

I. Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben pro 1875 Einnahme. 8 Aus gabe.

* Mark. Pf. 5 Mark. Pf.

3225 68 Kassenvorrath 2416 21

96 Eintrittsgelder 1

3212. 49 Stammantheile iin

49631 1 Kapitaleinlagen 12339 18

1419 60 Spareinlagen 231 58

25590 30 Vorschüsse 34774 43

4576 31 Werthpapiere 7936 53

4380 46 Güterkaufschillinge 34526 82

883 15 Provisionen 39 80

5 Verwaltungskosten 657 13

1722 Deponirte Beträge 1

Dividende pro 1874. 265 45.

93187 13 93187 13

II. Bilanz am 31. December 1875. Activa. Passiva. 5 M. Pf. M. Pf. Vorschüsse 20765 29 Kapitaleinlagen 55157 14 Werthpapiere 5738 80 Spareinlagen 2564 71 Güterkaufschillinge 38040 5 Stammantheile 7870 7 Kassenvorrath 2416 21 Reservefonds 301 82 Ausstände 4241 Reingewinn 936 48 1 Deponirte Beträge n

67002 35 67002 35

Mitgliederzahl 100.

Wohnbach den 23. März 1876. Der Vorsitzende des Ausschusses:

1023 Philipp Pfeifer vi.

Georg Herget.

Der Vorstand:

Johs. Klein. Görlach.

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1039 Wir machen hiermit die schmerzliche Mit⸗ theilung von dem am 25. d. M. erfolgten Tode unseres geliebten Bruders und Vetters Jean Schneider in seinem 21. Lebensjahre. Zugleich sagen wir für die vielen Beweise der Theilnahme während seiner Krankheit und Beerdigung unseren innigsten Dank.

Friedberg.

jorisä lattionet

Die trauernden Hinterbliebenen.

Todes⸗Anzeige. 1049 Dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Schwägerin und Tante 8 Maria Katharina Spitzfaden

am 28. l. M, Nachmittags 3 Uhr, nach kurzem Krankenlager in einem Alter von 75 Jahren in ein besseres Leben abzurufen.

Friedberg den 28. März 1876. Die trauernden Hinterbliebenen.

Die Beerdigung findet Donnerstag den 30. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, statt.

K. Friedrich, neben der Post,