Ausgabe 
29.6.1876
 
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Schröder

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1876.

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Donnerstag den 29. Juni.

M. 76.

Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Das Gemeinderechnungswesen, hier Einsendung der Tage- und Handbuchs⸗Auszüge für 1876. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf die früheren Ausschreiben sehen wir der Einsendung der Handbuchsauszüge(§ 39 der Rechner- Instruction) nebst

Rechnungsabschluß für 1875, sowie Tagebuchs⸗Abschluß und Kassesturzprotokoll bis Ende Juli dieses Jahres entgegen.

Instruction vorgeschriebenen Quartalsabschlüsse unterbleiben hierdurch nicht.

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Betreffend: Das Papierformat bei den Großherzoglichen Behörden.

ö Da die bestehende Vorschrift, wornach zu den Eingaben bei den Behörden, wenn Stempelpapier nicht zu verwenden ist, beschnittenes haltbares Papier von vorgeschriebenem Format, 33,25 Centim. lang und 20,05 Centim. breit, verwendet werden soll, nicht überall befolgt wird, so beingen wir dies in Erinnerung und erwarten Befolgung, da dies der Aktenordnung wegen erforderlich erscheint.

Friedberg am 26. Juni 1876.

Friedberg am 27. Juni 1876.

Die nach§ 35 der Rechner⸗ Tit a p p.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. ae

An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir ersuchen Sie, diejenigen von Ihren Ortsangebörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, gefälligst zu benachrichtigen, daß unser Rechner, Herr Stadtrechner Vogt dahier, die Pfleggelder für das 1. Semester 1876 gegen Beibringung der vorschriftsmäßigen Bescheinig

ungen Montag den 3. Juli 1876 auszahlen wird.

einfinden, da der Rechner nicht verpflichtet ist, an Friedberg den 26. Juni 1876.

einem anderen Tage die Zahlungen zu leisten.

Bekanntmachung,

Es liegt im Interesse der Pflegeeltern, daß sie sich alle an dem hier veröffentlichten Tage

Für den Vorstand: Meyer.

betreffend den Remonte⸗Ankauf pro 1876 im Großherzogthum Hessen.

Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren sind im Bereich des Großherzog thums Hessen für dieses Jahr nachstehende Morgens um 8 Uhr beginnende

Märkte anberaumt worden, und zwar am: 6. Juli Alsfeld,

Unkosten zurückzunehmen,

Die von der Militär-Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt. Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises und der sämmtlichen

auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen.

17. Nidda, Die Verkäufer sind ferner verpflichtet jedem verkauften Pferde eine neue 19. Nieder-Wöllstadt, starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und Ringen versehen, eine 22. Groß⸗Umstadt, starke Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens zwei Meter 25 Bickenbach, langen, starken Hansstricken ohne besendere Vergütung mitzugeben. 5 Groß-Gerau, lin den 6. 7 26. 1 0 N in 4 1 17 10. 27. Gernsheim. Kriegs Ministerium, Abtheilung für das Remonte-Wesen. Ein Nachmittags 2 Uhr beginnender Markt am 22. Juli in Groß-Bieberau. gez. von Rauch. gez. von Uslar.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗ ungsblatt Nr. 32 enthält:

I. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in den letzten sechs Monaten des Jahres 1876 betreffend.

II. Bekanntmachung, Abänderungen der Statuten der Bank für Sübdeutschland betreffend.

III. Oeffentliche Anerkengung einer edlen That.

IV., V. und VI. Bekanntmachungen, die Erhebung einer nachträglichen Umlage der israelitischen Religions- gemeinde Angenrod für 1876, die Nichterhebung der Um⸗ lagen der israelitischen Religionsgemeinde zu Ober⸗Ramstadt für 1875, und die für das Jahr 1876 in der Gemeinde Frei⸗Laubersheim zu erhebenden Umlagen betreffend.

VII. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten

Umlagen der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises

Darmstadt.

VIII. Erhebung in den Adelstand.

IX. Ordensverleihungen.

X. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 18. Mai dem Schulverwalter Spitz aus Eppenrod die Lehrerstelle an der Stabtmädchenschule zu Gießen, am 22. Mai dem Schul⸗ lehrer Hof zu Burg⸗Gemünden die 1. Schulstelle zu Messel, dem Schullehrer Meiß zu Assenheim die 1. evang. Schul stelle zu Bechtheim, am 26. Mai dem Schulverwalter Schmin zu Gadern die 3. Schulstelle zu Wald⸗Michelbach, der Schulamtsaspfrantin Metzler aus Darmstadt eine Lehrerinstelle zu Groß-Gerau, dem Pfarrer Strack zu Groß Buseck die Pfarrstelle zu Lang-Göns zu übertragen; an demselben Tage den auf die Pfarrstelle zu Höchst a. d. N. präsentirten Pfarrer Bernbeck von Altenschlirf zu bestätigen; am 29. Mai dem Schulverwalter Hipp aus Gensingen die Schulstelle zu Ludwigshöhe, am 30. Mai dem Schul

lehrer Seib zu Ober-Ingelheim die 4. Schulstelle zu

Biblis zu übertragen; am 1. Juni den Lehrer zu Heidel berg, Werner, zum Lehrer an der Realschule zu Gießen zu ernennen; am 3. Juni dem Schulverwalter Keil aus Fürth eine Lehrerstelle zu Mainz zu übertragen; am 6. Juni den auf die Schulstelle zu Hausen präsenlirten Schulver walter Becker aus Gleimenhain zu bestätigen; am 10. Juni den auf die Schulstelle zu Grüningen präsentirten Schullehrer Eckel zu Inheiden und den auf die Schulstelle zu Hemmen präsentirten Schulverwalter Eurich aus Uellershausen zu bestäigen. Am 5. Mai wurde dem Dr. Klcyer aus Darm stadt das Patent als Geometer 1. Klasse für den Kreis Darmstadt, am 26. Mai dem Geometer Jochim aus Einartshausen das Patent als Gesmeter 1. Klasse für! den Kreis Schotten ertheilt.

XI. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 23. Mai den Rechnungsrath Kehr auf sein Nachsuchen, unter An erkennung seiner Dienste, am 26. Mai den Landgerichts diener zu Ulrichstein, Amend, auf sein Nachfuchen, unter Anerkennung seiner Dienste, am 29. Mai den Schullehrer zu Klein⸗Krotzenburg, Kempf, auf sein Nachsuchen, am 10. Juni den Schullehrer zu Lorsch, Metz, auf sein Nach suchen, unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhe stand zu versetzen.

XII. Concurrenz⸗Eröffnungen. Erledigt sind; die ev. Pfarrstelle zu Ulfa, Gehalt 2535 M., das Präsentations recht sieht der Familie Schenk zu Echweinsberg zu; die Schulstelle zu Rohrbach, Gehalt 688 M. 71 Pf.; die Schulstelle zu Ober-Schmitten, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die Schulstelle zu Gronau, Gehalt 771 M. 43 Pf.; dem Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentationsrecht zu; die Schulstelle zu Burg-Gemünden, Gehalt 685 M. 71 Pf.

XIII. Sterbefälle. Gestorben sind; am 6. Mai der Registratur-Gehülfse Göbeler zu Mainzz am 8. Mai der Stabsqusrtiermeister Kressel zu Darmstadt; am 9. Mai der Gendarm Holz zu Mainzz am 14. Mai der Schul⸗

die laufende

lehrer Beetz zu Wisselsheim; am 18. Mai der Kreisdiener Bindewald zu Lauterbach; an demselben Tage der Pfarrer Jochem zu Stockstadt; am 22. Mai der Rechnungsrath Ruland zu Wiesbaden; am 26. Mai der Chausseegeld⸗ erheber Haas zu Mainz; am 28. Mai der Hauptmann Fuhr zu Biedenkepf; am 4. Juni der Landrichter Ulrich zu Bad⸗Nauheim; am 9. Juni der Forstwart Tann zu Eichelsdorf; am 15. Juni der Geheimeraih Muͤller zu Darmstadt.

Darmstadt, 26. Juni. Die zweite Kammer der Lendstände erledigte in heutiger Sitzung den in der letzten Sitzung auf heute vertagten Abschnitt Außerordentliche Ausgaben: I. Im Ressort des Ministeriums des Innern: 1) Universitätsgebäude zu Gießen Verlangt waren von der Regierung 520,000 Mk., von welchen auf dem 20. Landtag bewilligt waren 301,715 Mark. Es sind also noch erforderlich 218,285 Mark. Der Ausschuß hatte beantragt: Die Kammer wolle vorläufig: 1) Die Uebertragung der von dem 20. Landtag zu dem Zwecke der Erbauung eines neuen Univer sitätsgebäudes zu Gießen bewilligten, aber nicht zur Verwendung gekommenen 301,715 Mark in Finanzperiode nicht genehmigen; 2) die weiter zu diesem Zwecke in das Budget pro 1876 bis 1878 eingestellte Forderung von 218,285 M. nicht bewilligen. Der Abg. Hirsch horn hatte den Antrag gestellt auf Uebernahme der von dem 20. Landtag bereits bewilligten Summe von 301,715 Mark in das Budget für die diesmalige Finanzperiode. Nach sehr lebhafter