Ausgabe 
27.1.1876
 
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Artillerie- Brigade commandirt.

spricht diesen Anträgen.

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1876.

Donnerstag den 27. Januar.

M. 12.

Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzetle wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Artis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

der Strafgesetz-Novelle fortgesetzt.

Für die Monate Februar und März kann auf den

Oberhessischen der Verlags-Expedition mit 67 Pf., bei den Poststellen mit 1 Mark abonnirt werden.

Anzeiger bei

Amtlicher Theil.

An die Großherzoglichen Bürgermeistereien

in den Großherzoglichen Districtseinnehmereien Friedberg und

Nieder-Wöllstadt.

Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Fotst- und Feld strafen für dit 6. Periode 1875 bis zum 15. Februar dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann.

Friedberg den 24. Januar 1876. Großberzogl'che Districtsein

Weigel.

nehmereien Friedberg und Nieder- Wöllstadt. Nie ß.

Deutsches Reich. der verlesenen incriminirten Artikel selbst verabfaßt Darmstadt. Militärnachricht. Kehrer, Pr.- und alle vor der Veröffentlichung gelesen und Lt. vom Großh. Feld-Art.⸗Reg. Nr. 25(Großh. zum Druck gegeben zu baben. ö Art.- Corps) wurde als Adjut. zur 10. Feld- lesenen protokollatischen Erklärung des commissarisch vernommenen Heßling in München bekannte sich Berlin, 24. Januar. Reichstag. In der Letzerer als, Verfasser der incriminirten Zeitungs- heutigen Sitzung wurde die zweite Berathung des Artikel. Geblsen bestritt, einen Cerrecturabzug von der Commission vorberathenen Paragraphen] des ersten veröffentlichten Artikels an den Director Nach einer der rumänischen Eisenbahn-Gesellschaft, Otterberg, fünfstündigen Debatte, in welcher die Amendementsgesendet zu baben. der Abgg. Wolffsobn, Banks und Windthorst ab- Auf eine an die Kaiserin gerichtete Petition gelehnt wurden, hat das Haus den Paragraphen um deren Intervention zu Gunsten der mit Auf Duchesne nach einem im Principe mit dem An- lösung bedrobten Niederlassung derSchwestern trage der Commis on übereinstimmenden, venselben vom armen Kinde Jesu ist, wie dieElbf. Ztg. aber bestimmter präcistrenten Antrag der Abgg. erfährt, folgende Antwort an den Verstand des Klöppel-Marquardsen mit 141 gegen 133 Stimmen] Waisendauses eingegangen:Ich babe mit der angenommen. In dem Verlaufe der Debatte hob innigsten Tbeilnahme Ihr Schreiben in Empfang Staats Secretär Bülow hervor, daß es sich bei genommen und bin dankbar für das darin aus- dem gedachten Paragraphen durchaus nicht um gesprochene Vertrauen, daß ich Ihren Kummer den einzelnen Fall Duchesne handle, sondern um verstehe und würdige. Ich babe das Einzige die Verallgemeinerung vieler Fälle, die unter ähn gethan, wos ich zu tbun vermochte, indem ich liche straftechtliche Gesichtspunkte fallen. Justiz- Ihr Schreiben mit meiner Empfeblung an des minister Leonhard hat sich in ähnlichem Sinne Kaisers Majestät richtete. Sie werden im Gott ausgesprochen. vertrauen stets den nöthigen Trost finden. Berlin, 25. Jan. Heute hatte der Prezeß des 17. Januar 1876. Augusta. Redacteurs derEisenbahn- Zeitung, Gehlsen,. Cassel. In Angelegenheit des Ober- wegen Verleumdung des AussichtsRathes der Präsidiume für Hessen Nassau ist nachträglich aue Rumänischen Eifenbahn- Gecsellschaft, begonnen.] bester Quelle mitzutheilen, daß Prinz Reuß that Nach Verlesung der bereits bekannten Anklage, sächlich bereite ernannt war, aber unter Angabe sowie einer zweiten wegen Beleidigung des Reichs. a Gründe abgelehnt hat. Der König hat dies ö

kanzlers Fürsten Biemarck theilte der Präsident lürzlich einem in Audienz empfangenen böberen mit, daß heute nur die Verlesung der incriminirten Beamten ausrrücklich erklart und sein Bedauern Zeitungs- Artikel ersolgen und Donnerstag die über die Nichtannahme ausgesprochen, aber auch Vernehmung der Zeugen beginnen werde. Der erwähnt, daß er die Gründe, welche den Prinzen Angeklagte gibt zu, die fraglichen, von Heßling] zur Ablehnung bestimmt haben, durchaus als be⸗ versaßen Artitel vor deren Veröffentlichung gelesen rechtigt anerkennen müsse. Dit Nachricht, daß zu haben. Der Vertheidiger beantragt die Aus. Regierunge Präsident v. Hardenberg in Folge setzung des Prozesses dis zur Wiederherstellung der Ernennung von Ende's sein Entlassungs: Hetzling's, ferner die Vorladung Lasker's und des] Gesuch eingereicht habe, bestätigt sich. Eln Gleiches Procuristen der Disconto-Gesellschast, Beyer, als ist Seitens eines anderen höheren Reglerungs Entlastungezeugen. Ersterer babe bei Uebernahme] Beamten gescheben.

der Bahnen durch die Rumänische Eisenbahn München. In Eichstätt baben am 18. d. M. Gesellschaft ein Gutachten dahin abgegeben, daß fünf neugeweihte Priester aus der Diocese Pader⸗ Scitens Strousberg's Uebervortheilung der Ge- born, sern von der Heimath, ibr erstes Meßopser sellschaft vorgekommen sei, welche verfolgt werden abgehalten. Man glaubt, daß sie ihre Priester- müsse. Dies Gutachten sei nicht beachtet worden. weihe vom päpstlichen Nuntius empfangen haben. Beyer würde über die gezahlten Provisionen Aus funft ertheilen können. Der Staatsanwalt wider- Der Gerichtshof beschließt nach längerer Berathung, es bei dem einmal be schlossenen modus procedendi zu belassen, da nicht abzusehen sei, wann Hetzling vernehmungsfähig sein werte. Dagegen sollen Lasker und Beyer ols Zeugen vorgeladen werden. Es folgt nunmehr Verlesung der Zeitungs- Artikel. Gegen 2 Uhr wurben die Verhandlungen auf Pennerstag vertagt. Im Ir quisitoctum gab Gehlsen zu, einen Theil

Ausland.

Oesterreich Ungarn. Wien. Pester Telegramme melden, daß Franz Deak mit den Slerb-Sacramenten versehen worden ist. Wie demVolksfr. aus Rom geschrieben wird, wurde die vom Kalser bereits erfolgte Ernennung des Weihbischofs Dr. Kutschker zum Erzbischose von, Wien vom Papste sosort bestätigt,

Die in hiesigen und auswärtigen Blättern signalisitrten Gerüchte über Veränderungen im Ca

Nach der ver⸗

binet Auersberg erweisen sich als thatsächlich un begründet.

24. Januar. DieNeue freie Presse schreibt: Am letzten Freitag wurde in einer Ver sammlung von Herrenhaus Mitgliedern bezüglich der ungarischen Verhandlungen beschlossen, keiner weiteren Lockerung des Einbeitsbandes der Mo narchie zuzustimmen, weil dies einer Mehrbelastung der diesseitigen Reichsbälfte oder einer Schädigung sibrer Credit-Verhältnisse gleichkäme. Ferner wurde beschlossen, diese Ansicht als diejenige des gesammten Herrenhauses dem Ministerlum kundzugeben. Mit dieser Mission wurden zwei Mitglieder betraut, welche sich derselben bereits entledigten.

Schweiz Bern. Der Eintritt Britisch⸗

Indiens und ber französischen Colonien in den Weltpostverein ist gesichert. Brasilien meldete ebenfalls seinen Beittitt. Frankreich. Paris. DieAgence Havas ersäbrt, daß die aus den französischen Kriegsbhäfen gemeldeten Schiffs-Bewegungen einzig den Zweck baben, die bestehenden Geschwader durch Ersetzung der außer Dienst gestellten Schiffe wieder auf die etatsmäßige Stärke zu bringen.

24. Januar.Frangais dementirt die Mittheilung von der demnächstigen Einberufung der Reservisten; dieselben würden erst im Herbst 1876 zu den gewöbnlichen Manövern einberufen werden. Dasselbe Blatt dementirt die Nachricht von der Mobilisirung der Territorial Armee. Die Mannschaften der Territorial-Armte würden in den Hauplorten der Departements zur Vornahme des Control-Geschäftes versammelt werden, aber keinen Dienst thun.Frangçais fügt binzu, daß das Journal officiel diese berichtigenden Aufschlüsse morgen bestätigen werde.

25. Jan. DasJournal officiel bestätigt die gestern nach demFrancais gemachten telegraph ischen Mittheilungen, welche auf die Einberufung der Reservisten und die Mobilifirung der Territorial Armee Bezug baben.

Spanien. Madrid. Die Cortes-Waghlen sind beendigt. Auf 406 Deputirte kommen 30 Sagastisten, 10 Klerikale, 1 Cantonalist und ein gemäßigter Republikaner(Castelar). Alle Anderen sind ministeriell. Canovas de Castillo ist in Madrid mit großer Majorität gewäblt worden.

Serbien. Belgrad, 23. Januar. Die Skupschtina soll übermorgen geschlossen werden. Dem Protokoll der gestrigen Sitzung zufolge ist

die Interpellation über die zu doch befundene Penston Ristic's zurückgewiesen, die erweiterte Anklage gegen die Cabinette Marknovies und

Stephanovies jedoch dem Untersuchungs-Ausschuß zugewiesen worden. Der frübere Kriegsmintster Protits ist gestern vom Ausschuß vernommen

worden.