Ausgabe 
26.10.1876
 
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Köln, 22. Oct. Die verwegenen une

Stockung. Vor zwei Tagen schlugen Diebe am Abende gegen 7 Uhr in der Höhle das Schaufenster eines Goldschmiedes ein, um auf⸗ zuräumen, und in der letzten Nacht brachen in der stets lebhaften Minoriten-Straße Spitzbuben in ein Minu- factur-Geschäft und stahlen 1000 Mark und werthvolle Stoffe. Für das Morgen beginnende letzte Assisen⸗Quartal siehen schon heute 38 Sachen auf der Rolle, das Zuchl⸗ polizei⸗ Gericht hält stait 4 jetzt 5 Sitzungen ab und die Sachen des Handels- Gerichtes sind kaum zu bewältigen.

Lübden. Das hiesige kgl. Kreisgericht hat die Ehe⸗ frau eines wohlhabenden Bauern aus Schlepzig wegen Fälschung von Butter, die sie mit geriebenen Kartoffeln gemengt und in die Stadt verkauft batte, zu drei Monaten Gefängniß, dreihundert Mark Geldbuße, Verlust der bürger⸗ lichen Ehrenrechle auf ein Jahr und Tragung der Kosten verurtheilt.(So sollte es allen Lebensmittel-Fälschern ergehen!)

Berlin, 21. October. Der Versuch mit der Flug⸗ Maschine Stott's wird nun wirklich angestellt werden. Am Donnerstag bat im Kriegs ⸗Ministerium eine Confetenz zwischen dem Major Meyer und dem Erfinder stattgefun⸗ den, in welcher festgestellt wurde, daß am 4. November um 12 Uhr Mittags in Weißensee eine Privat-Vorstellung vor Vertretern der Regierung stattfinden solle. Der Termin wurde soweit hinausgeschoben, weil es als wünschens werth betrachtet wird, daß Scott gleichzeitig einige Proben von der Nutzbarmachung der Flug-Maschine für Kriegs⸗ zwecke ablege, wozu noch umfassende Vorbereitungen noth⸗ wendig sind. Die Maschine ist z. B. jetzt noch nicht darauf eingerichtet, von mitgenommenen schweren Wurf-Geschossen plötzlich entlastet zu werden, ohne schnell in die Hoͤhe zu gehen.

Wien, 19. Oct. Gestern Nachmittags scheuten im Sternthiergarten bei Prag die vier jungen Pferde der fürstlich Hanau'schen Equipage, in der sich die Fürstin be⸗ fand. Das Vordertheil des Wagens wurde umgedreht und in den hinteren Theil sestgerannt, die Deichsel gebrochen und der Kutscher vom Bock geschleudert. Es bedurfte langer Arbeit, um den Wagen zur Rückfahrt halbwegs wieder tauglich zu machen.

Moskau, 22. Oct. Im Fortgange des Proeesses Strousberg erwiederte Poly sky auf die gestrigen Aus⸗ führungen des Angeklagten Strousberg und wendete sich dabei namentlich gegen Landau. Strousberg setzte aus⸗ einander, daß in der Bank⸗Verwaltung Mißhelligkeiten ge⸗

herrscht hätten; er habe Zuschriften dona fide an die Bank abressirt, damit Alle erführen, was die Bank angehe; von den N habe er sich keine Vorstellung machen können. 23. Oct. Heute wurden nur Sachverständige und Zeugen vernommen über den Stand der Strousberg⸗ schen Rechnung bei der Bank nnd seine Credit- Fähigkeit. Die Verhandlung bot kein besonderes Interesse.

San Francisco, 22. Oct. Der Wallfisch⸗Fahrer Florence ist mit 190 Mann Besatzung hier eingetroffen, welche der nach der Behringsstraße abgegangenen Wall fischfahrts⸗Flotte angehören. Dieselben geben an, daß von den 14 Schiffen, woraus die Floite bestanden hat, 12 ver⸗ loren gegangen sind. Ein Theil der Mannschaften ist auf den Schiffen geblieben, ein anderer bei dem Versuche, sich zu retten, umgekommen. Nur ein kleiner Theil erreichte nach großen Mühseligkeiten den Bord derFlorence und eines anderen Schiffes. Für die Rettung der verunglückten Mannschaften und Schiffe sei keine Aussichl.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 25. Oct. Walzen M. 24.50. Korn M. 18.. Gerste M. 18.. Hafer M. 15 20. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.

Frankfurt, 23. Oct.( Viehmarkt.) Der heutige Markt war gut befahren. Angetrieben waren: 400 Ochsen, 365 Kühe und Rinder, 270 Kälber und 985 Hämmel. Die Preise stellten sich per Ceutner: Ochsen 1. Qual. M. 6365., 2. Qual M. 5258. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 51-56, 2. Qual. M. 4549. Kälber 1. Qual. M. 6062., 2. Qual. M. 5457. Hämmel 1. Qual. M. 5456., 2. Qual. M. 40 48.

Frankfurt, 23. Oct. Fruchibericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23. Roggenmehl%%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. bies. M. 25.., fremder je nach Qualität M. 1922., Korn M. 17.75 bis 18.75., Gerste M. 17.5019., Hafer M. 16.50 19.50. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 2124., Wicken M. 20 bis 21., Linsen M. 2130., Rüböl M. 78. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht 100 Kilo.

Mainz, 23. Oct. Producten-Markt. Waizen per Nov. 21.25, per März 22.10. Korn per Nov. 15.95, per März 17.. Haser per Nov. 17.50, per März 17.90. Rüböl per Oct. 37.90, per Mai 37.95.

pb. Frankfurt a. M., 25. October. Die Böͤrse verharrte heute im Großen und Ganzen in ihrer bereits gestern stark prononcirten Zurückhaltung, während die Tendenz als eine schwächere bezeichnet werden muß. Die Reserve der Speculation wird in erster Linie durch den Mangel an entscheidenden Meldungen motivirt, serner ist

Ignalleff's in Konstantinopel, deren Resultaten man mit Spannung entgegensieht, vor deren Bekanntwerden man aber sede größere Thätigkeit zu vermeiden geneigt erscheint. Als Ursache der matteren Tendenz wurden übrigens die beabsichtigten tückenfreunblichen Demonstrationen in Pest angeführt. Von Speculationswerthen blieben Crebitactien relauiv fest, Staatsbahnactien lagen jedoch auf die gestern gemeldete Mindereinnahme von 41.000 fl. matter. Credit⸗ actien bewegten sich zwischen 117117½ und 117. Staatsbahnactien zwischen 216215½ 216 ½ u. 215%, Lombarden nahe 60½. Von ausländischen Fonds stellten sich Oesterr. Renten je /% höher, hingegen Ungarische Schatzbous und Ostbahnanleihe matter. Russen von 1871 besser. Amerikaner anziehend. Deutsche Fonds fest. Neue Bayern niedriger. Oesterr. Bahnen waren behauptet, Elisabeth und Albrecht matter. Prioritäten sest, 3% Lom⸗ und Staalsbahn höher. Von Banken Meininger, Darm⸗ städter und Oesterr. Nationalbank höher. Loose unverändert. Von Wechseln Wien 35 Pf. billiger, Amsterdam theurer.

Geld⸗Cours. Frankfurt am 24. October 1876.

20⸗Frankenstücke Mk. 16 2226 Englische Sovereignss. 20 33-38 Russische Imperiales 16 7378 Lolländische fl. 10⸗ Stücke 16 65 G. Ducaten te. t. leß,, me Ducaten al mare 9 6267 Dollars in Gold. 5 41619

Für die Paul⸗Gerhardt⸗Stiftung sind bei dem Unterzeichneten ferner eingegangen: Von dem Herrn Pfarrer Luft zu Münster 2 M. Den Empfang mit bestem Danke bescheinigend und mit dem Bemerken, daß heute die dritte und letzte Sendung im Betrage von 62 M. an das Comité der Stistung abgegangen ist, er⸗ klärt hiermit die Sammlung für geschlossen

Friedberg, 23. October 1876. Dr. Schwabe.

Immobiliar-Versteigerung. 3425 Freitag den 27. October d. Jahres, Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachbeschriebenen Grundstücke der Ambros Oberländers Erben ver⸗ steigert werden, nämlich:

Gemarkung Friedberg.

Flur. Nr. Klftr.

5. 44. 70. Grabgarten am kleinen Wildkauts⸗

graben,

6. 54. 40. Grabgarten vor dem Mainzerthor,

6. 59. 115. daselbst,

7. 114. 307. Acker im kleinen Wartfeld,

8. 30. 424.

8. 31. 155. Acker im Großwartfeld,

8. 104. 181.

11. 405. 408.

11. 174. 329. Acker im Lachenfeld, 271

1. 2 1. Acker im Kleingalgenfeld,

7 77 255 Acker im Großgalgenfeld,

14. 121. 154.

14. 189. 147. Acker im Großgalgenfeld,

14. 188. 147.

7. 73. 1122. Acker im Kleinwartfeld.

Gemarkung Fauerbach b. Fr.

Flr. Nr. Meter.

2. 106. 181. Wiese in der Elach,

2. 142. 3231. Acker in der Elach,

3. 60. 481.] Acker rechter Hand dem Mainzer⸗ 290. thorweg,

5. 13 105 Acker an der Schlockergaß,

5. 1. 2200. Acker an der Wingertsgaß,

5. 99. 1412. Acker in der Wüstung,

2. 154. 1019. Acker in der Elach.

Friedberg den 20. October 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar.

Faselochs-Versteigerung.

3450 Montag den 30. Oktober, Morgens 11 Uhr, soll

ein der Gemeinde Ostheim gehöriger, zum Schlachten geeigneter Faselochse auf hiesigem Gemesndehause meist bietend versteigert werden. Ostheim am 24. Oktober 1876. Großherzogliche Bürgermeisterel Ostheim. Schimpf.

Feinster Dorsch-Leberthran

1557 fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit gestempeltem Metallverschluss à 60 Pfg. und à 1 Mark echt zu haben bei

J. A. Windecker, Hoflieferant in Friedberg.

Ph. J. Weiss in Bad- Nauheim.

3372 Mein Lager von Weinflaschen, Bierflaschen, Bordeauxrflaschen

ist wieder reichlich assortirt. Wilhelm Fertsch.

3366 Einem hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich am Heutigen in meinem elter⸗

Geschäft eröffnet habe. Es wird stets mein eifrlgstes Bestreben sein, das Publikum mit guter und billiger Waare zu bedienen. 5 Melbach den 16. Oktober 1876. Philipp Ifland.

Feinst Schweineschmalz,

3373 pr. Pfund 74 Pfennig, für Wiederverkäufer in Fässel von eirea 1 Centner wesentlich billiger.

Wilhelm Fertsch. Bei Carl Bindernagel in Friedberg ist vorräthig: Neuster

Caschel-Kahrplun

J

Mittel⸗Rhein gegend, Hessen, Nassau, Frankfurt, Rhein-⸗Preußen. Preis 20 Pf.

Billards,

3368 überspielte, billig zu verkaufen. Reflektanten wollen sich schriftlich unter Chiffre A. Nr. 420 an die Exped. des Anzeigers wenden.(6283.)

3382 Ein braves

Dienstmädchen

wird in ein Geschäftshaus auf dem Lande zur Verrichtung von Küchen- und Hausarbeit zur Stütze der Hausfrau gegen guten Lohn sofort gesucht. Näheres bei der Expe⸗ dition des Anzeigers.

2 Schuhmachergesellen

3451 finden dauernde Beschäftigung bei Assenheim. B. Meininger.

lichen Hause ein Colonial- und Materialwaaren⸗

Zu haben bei Carl Binder⸗ Vagel in Friedberg.

Chinesische Thee's

eines Theehauses in London⸗Honkong

3443 in unverfälschter Waare, mit Schutzmarke C. H. L. versehen, zu festgesetzten Preisen in J und ½ĩ0 Pfund⸗ Originalpaketen

bel Dr. Uloth, Hof-Apotheke, hier.

Apotheker Kranz in Bad⸗Nauheim.

1 Dr. O. Vogt in Butzbach.

3448 Ein schweres

Zugpferd

steht zu verkaufen bei J. Fin zur alten Post in Vilbel.

3449 6 Zu verkaufen: a. das Triebwerk nebst innerer Einrichtung von der Schloßmühle zu Ockstadt; b. das Gewächshaus im Schloßgarten daselbst.

Kaufliebhaber wollen sich an das Freiherrlich von Franckenstein'sche Rentamt in Ockstadt wenden.

3446 Zwei Tausend veredelte

Rosen⸗ Bäumchen,

das Stück 60 Pfennig, hat zu verkaufen Bad-Nauheim. Konrad Klinkerfuß, vis-z-vis dem Rathhaus.

Eine Grube Dung

3458 hat in Auftrag zu verkaufen P. Döll.

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es die angeblich heute beginnende diplomatische Thätigkeit

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