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Deschlüssen
Valt gezwungen, die Durchführung des Resorm⸗ Irade Na, 91 653 5 N
— Vom 18. dis 21. Januar fanden an- haltende Kämpfe auf der Straße nach Trebinje statt, welche nach der Versicherung von Augen- zeugen zu Ungunsten und mit großen Verlusten für die Türken geendigt hätten. Die Straße ven Ragusa nach Trebinse befindet sich augen; blicklich in der Gewalt der Insurgenten.
— Man beschästigt iich gegenwärtig in Cettinje, die Insurrettions⸗Stteiktäste in der Herzegowina in 15 Legionen zu theilen, von welchen jede zur
Haͤͤlfte aus Montenegrinern bestehen und von einem montenegrinischen Serdar befehligt sein wird. Der obeeste Kriegstath, von welchem alle
Operationen geleitet sein werden, soll nach wie vor am Hofe dee Fürsten Niklta b seinen Sitz haben. Amerika. Wasbington. Der Regierung der Vereinigten Staaten sind bereits auf die in der Angelegenheit der Insel Cuba erlassen Circu- lar Note Antwortschreiben mehrerer Mächte von durchaus befriedigender Natur zugegangen.
— Die letzten Depeschen, welche zwischen dem Staats Sekletär Fish und dem Untons-Gesandten in Madrid, Caleb Cushing, über die cubanische Frage gewechselt wurden, sind jetzt veröffentlicht worden. Eine Depesche von Fish an Cushing, d. d. 5. November v. J., besagt: Amerika wünsche eine befriedigende Lösung der zwischen ihm und
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. verhält eg sich damit folgendermaßen. Als der glück liche Gewinner des 120,000 fl.⸗Preises, H. Bendbeim von Zwingenberg, denselben bei der Haupistaasskasse erhob, nachdem ahsängliche Bedenken wegen der 2 pCt. Hisconte— Abzug glücklich beseitigt waren, schob derselde in der Freude seines Herzens dem Finanzrath L., welcher ihm die 120,000 fl.(abzüztich der 2 pat. Disconto für ½ Jahr Zinsen) ausgezahlt balte, eine 100 Mark⸗Nose zu. Finanz⸗ tath L. nahm die 100 Mart⸗Nese klüglich auch als milde Gabe an und sandte dieselbe sosort an Bürgermeister Ohly zum Besien der biesigen Stadlacmen. Auch sonft zeigte sich der Gewinner nobel, indem er cinem der au det Haupfstaatekasse Angestellien 20 Mark offericte. Darmstad t, 22. Januar. Heute wurde das Urtheil des Bezirkestrafgerichts in der Anklage gegen Hossänger Mays wegen Körperverletzung an Dr. Wilk verkündigt. Daeselbe lautete auf 75 Mark Gelostrase, eventuell 12 Tage Gesängniß, sowie Tragung dec Kosten. Als siraf— erschwerend nahm der Gerichtshof namentlich den Umstand an, daß die Thal auf öffentlicher Straße, am hellen Tag verübt worden, wäbrend als strafmildernd wesentlich die große Aufregung, in welcher Beschuldigter sich in Folge der schweren, ihm vom Ankläger zugefügten Beleidigungen befand, in Betracht gezogen wurde.
Allerlei.
Wiesbaden, 20. Jau. Die Berufekammer des kal. Appellaliensgerichts verhandelte beute gegen den katholischen Pfarrer Hungart und Mathilde Geloschmidt, beide von Rödelheim, wegen beschimpfenden Unfugs in einer Kirche. Die Sache wurde
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Spanien schwebenden Fragen und sei in Erwartung derselben geduldig bis zur äußersten Grenze, müsse aber auf den Fortgang des Processes der Burriel⸗ schen Angelegenheit gemäß der getroffenen proto- kollarischen Berabredung bestehen. Die guten Beziehungen zwischen Spanien und Amerika seien von der raschen und definitiven Erledigung der schwebenden Fragen abhängig. Cusoing zeigte unterm 16. November an, Spanien habe von Neuem seine bestimmte Absicht ausgesprochen, die Burriel'sche Angelegenheit im Wege des Prozesses zum Austrage zu bringen.
Ostindien. Penang. Gouverneur Jervois meldete an das Colonialamt in London, er sei nach Singapore am Donnecstag zurückgekehrt; er babe mil Hülfe freundlicher Eingeborenen Esmail zu überraschen gesucht, dieser sei aber mit geringem Verlust entkommen. Der eigentliche Mörder Birch's und einer der mächtigsten Rajahs seien getödtet worden.
1 Aus Stadt und Land. Ortenberg, 12. Jan. Heute erhängte sich hier ein 16jäbriges Mädchen, wie man sagt, aus Furcht vor Strafe wegen eines unbedeutenden Diebstahls. Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober- vessen bat in den bis zum 17. d. weitec verhandelten Anklagesachen erkannt, und zwar am 15. Januar gegen Thristian Geisel von Steinfurth wegen Urkundenfälschung, Diebstahls und Betrugs, Gefängnißstrafe von 6 Wochen; wenselben gegen Georg Adam Schad von Laubach, früher Brieflräget, wegen Vergehen im Amte, eine Zufatzstrafe von 1 Monat, zu der ihm im October v. J. zuerkannten Zuchlbausstrafe von 2 Jahren; sodann endete die letzte um 17. Januar verhandelte Anklage gegen Valentin Rüffer don Wallersdorf wegen schwerer Körperverletzung, nach— deim die Geschwotenen in dieser Beziehung ein Nichtschuldig zusgesprochen hatten, mit Freisprechung. Darmstad t. Die Hess. Volksblätter erzählen: Unsere Sladtarmen haben eine ganz unerwartete Spende erhalten
densssenen Gifte erlag.
Linsen(50 Kilo)— M.— Pf.; 30 Pf.; Kartoffeln(50 Kilo)— M.— Pf.
89 Pf., 2.
war gut besucht. Buer kesiete per
bis 4 M. Hahne per Stück 1 M. 30 bis 80 Pf. Hühner per Stück 80 bis 100 Pf.
Menz, 22. Imuar. Broducten⸗Markt. Walzen pet März, 20.—, per Mal 20.35. Roggen per Marz 14.95. pet Mai 15.—. Hafer pet Mäc 17.25, ber Mal 7.40. Rsüüböl per März—.—, per Ni 34.75, per October 34.70.
Verloos ungen.
Preußische 100 Tolr.⸗Loose von 1833. Bei der am 15. Jan. begonnenen Prämien-⸗Ziehung zu den am 15. Sept. o. J. gezogenen S. wurden nachstehende höbere Gewinne gezogen: 3½%ßP00 Mk. sielen auf Nr. 15343, 600 Mk, auf Nr. 12848, 3000 Mk. auf Nr. 46097 85926 10247 1200 Mt. auf Nr. 46067 32471, 825 Mk. auf Nr. 58727 98197 600 Mk. auf Nr. 46007 113909. Auszahlung am l. April.
Preußische 3½proc. Staats Peämien⸗An⸗ leihe von 1855. Bei der beute beendigten Prämien⸗ Vetloosung fiel der Haupigewinn von 240 000 M. auf Ni. 12327 und der zwelle Gewinn von 75,00 M. auf Nr. 330 5.
Ausz u g aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg, 5 Geboren:
30. Dez. 1875. Dem Oeconomen Johann Heinrich
Waas IV. ein Sohn.
1. Jan. 1876. Dem Lohnfuhrmann Johannes Thomas eine Tochter.
bis zur Publikauon des Urtbeile der Jan örmacher 8 j N
geschlossenen Tyüren verheindell. Das vom Borsitzenden 0 2 Dem 3. un 3 publicitte Urtheil geht dahin, daß die Berufung der An- 6. Jan 3 ache Hus 2 geklagten gegen das von hilsiger kal. Strafkammer t erlossene 8 ane Swasurthei zurückzuwersen sa mit Berurthetlung detfeldens Jan. Kapbenmacher 185 Kalbfleisch ei in die Kosten auch dieser Instanz. ö 7 Tochter l 8
Marsellle. Auch die dritte Schlange, die sich bel 7 Jan Taglöhner Jacob Henkel ein Sohn dem Ausladen eines mit Zucker betrachteten Schisfes 14. Jan a Na ufmann Johann Heinzich 8 neulich verkrochen batie, während die beiden anderen N zu, Räer ein 0 ben durch vergiftete Tauben unschädlich gemacht wurden, ist z 15. Jan Taglöhner Gerhard Holler ein Sohn jetzt glücktich todi. Wan beschloß nach verschiedenen frucht⸗ 16 Jan f Taglößner Heinrich Frank 10 Sehe losen Versuchen, auf die Vorliebe der Schlangen für Mich 18. Jan„— 1 3— 18 8 5 rechnend, am Fuße des großen Mastes eine riesige Schüssel N. 4 3 15 3 mit vergifteter Much binzustellen. Dies geschav, die 5 f Weeert 17 1 Mannschaft brachte sich in den Masikörben in Sicherbeit 7. Jan. Ein todtgeborenes Töchterchen des Schuh⸗ une nach längerer Zeit verrieth ein von der Luke ces 5 Wilen Kunze. Sieuerbordes herkommendes Zischen, daß das Thier duch! 7. Jean Julie Riel, Töchterchen des den Duft der Mich angelockt worden sei. Nachdem die ichmiedmelsßers Friedrich Christian Nigel, Schlange sich überzeugt dalle, daß Niemand auf dem alt 1% Jahre. Verdecke sei, kroch sie an den Haupimast heran und fiel 11. Jan. Katbar ter, geb. Falck, Shefrau
glerig über die Schüssel mii Much ber. Sie trank etwa einen halben Liter des vethängnißvollen Trankes und
wollle danach eden durch die Luke wieder in ibren Versteck
im Kieltaume zurückkehren, als sie plötzlich sich krampfhaft
zu winden begann und nach kurzem Todeskampfe gem Die Mannschaft, welche von den Nasiköcben aus das ganze Drama verfolgt halte, kam un betab, und nachdem nian sich überzeugt hatle, daß
das Reptil lodt sei, rollte man es wie ein Tau zusammen
und schiffte es in einem Boot ans Land, wo es dem Naturalien-Cabinete von Marseille gescheukt wurde, Handel und Verkehr. Grünberg, 22. Januar. Die Preise auf unserem
beuligen Fruchtmarkie betragen: Waizen(50 Kiso) 10 M.
50 Pf.; Korn(50 Kile) 8 M. 28 Pi.; Gerste(50 Kilo)
8 M. 47 Pf.; Hafer(50 Kile) 8 M. 41 Pi.; M (50 Kilo)— M.— Pf.; Erbsen(50 Kilo) 10 M. 75 Pf.; Samen(50 Ko) 14 M.
Frankfurt, 22. Jan. markt weir zie nlich befabren. per Ceniner Ink. 3.43—5. Snoh per Ceniner Mk. 3.60 bis 4.40. Butter im Großhandel 1. Qual. das Pfund Qual, 83 Pi., 1. Qual, im Kleinhandel das Pfund M. 1.3, 2. Qual. 97 Pf. Taselbuster M. 1.12. Eier, italienische, das Hundert M. 8.20, frische M. 7.20, Kalk⸗Eier M 6—.
Marburg, 22. Januar. Der heutige Wochenmarkt fund 85 bis 95 Pf. Eser per Stück 7—9 Pf. Hasen per Stück 3 M. 50 Pf.
beulige Heu- und Stroh Heu kostete je nach Qual.
Det
Lolter
5.
eisters Wilhelm Kreuter II.,
Wie uns von glaubwürdiger Seite mitgetheilt wurde, sind auch Bewohner Friedberg's und dessen Umgebung dereit, den Konrad Seibel von bier, dessen Häuschen am 9. d. M. niederbrannte, und der einer Unterstützung sehr bedürftig ist, hilfreiche Hand zum Aufbaue eines neuen zu reichen. An diese ergeb: daher unsere ergebenste Bitte, etwaige Gaben für genannten Zweck der Expedition dieses Blattes gütigst übermitteln zu wollen Ober ⸗
—
1
Rosbach den 17. Januar 1876. Olecher, Bürgermeister. Weber, Pfarrer.
— 4 2 + 2 Aufragen von auswärts, um Auskunft über eine Annonce zu erhalten, können nur Beantwortung finden, wenn dem Briefe eine Marke zur Rückfrankirung beige schlossen ist. Am einfachsten geschieht eine derartige Anfrage auf einer Correspondenzkarte mit Rückantwort. ö Die Expedition des Oberh. Anzeigers.
Oeffentliche Aufforderung. 0 Nachdem Karl Treut von Assenheim seine Ueber— chuldung angezeigt und um Zusammenberufung seiner Jläubiger zum Zwecke eines Nachlaß⸗ und Stundungs— ertrags gebeten hat, werden dessen sämmtliche Gläubiger nter dem Rechtsnachtheil, daß die Ausbleibenden den der Majorität der Erschlenenen beitretend ungesehen werden, auf Donnerstag den 10. Februar 1876, Nachmittags 3 Uhr, um Zwecke des Abschlusses eines Arrangements vor- Großherzogliches Landgericht Friedberg Pistor, Follenius, Landrichter. Landgexrichts-Assessor
laden. Friedberg den 8. Januar 1876.
Eine Kuh,
delche für den Besitzer unbrauchbar zeworden ist, wird
Plenstag den 20, d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, in dem ofe des Gräflichen Oberfoͤrsters Schallas in Wick stadt meistbtetend verkauft. 289
Bekanut machung Zum Eintrag Nr. 164 des Firmen⸗Registers.
Arbeits- Vergebung.
8 5 5 8 288 Die Lieferung eines Postamentsteins von reinem
303 Gustav Gohr, Theilhaber der Firma Lugwigfeinkörnigem, feblerfreiem, rothem Sandstein aus den Seibert& Comp. zu Friedberg, ist aus solcher aus-[Brüchen bei Mark-Heidenfelden in Bayer eitea 3,00 getreten. Der Mitinhaber Ludwig Seibert daselbst[Kudikmeter umfassend, nach der Zeichnung sauber zu führt solche unter Uebernahme aller Aetiven und Passiven fertigen und auf die Baustelle zu' beschaffen, oll im seit dem 1. d. Mts. für seine alleinige Rechnung weiter] Submissionswege vergeben werden. Plan und B ding⸗ fort. ungen liegen auf unserem Büreau zur Einsicht offen. Friedberg am 11. Januar 1876. Die Submittenten wollen ihre Offerten mit dem
Großherzogliches Landgericht Friedberg Pistor, Follenius, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Steinkohle bester Ouglität
la. mel. stückreiche Flammkohle per Ctr.
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Angebot bis zum 5. Februar l. J. reichen Vilbel den 19. Januar 1876 Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Steinacker.
Für Branntweinbrenner
portofrei dahier ein—
Gefleb. Stückkohle per Ctr. M. 1 4 Nuß⸗ und Knabbelkohle per Ctr. à M. 1. 25 257 empfiehlt Untergährhefe per Liter 5 Pfennig Gesteb. Schmiedekohle per Etr. We Windecker's Brauerei. Bei vorheriger Bestellung ab Bahnhof hier—**
Ia, mel, stückreiche Flammkohle pr. Ctr. à M 95 H 0 t 9 offerirt Fried. Avenarius,* Osen rag er 72 Bad⸗Nauheim, Hauptstraße Nr. 308. 21 und Strumpfbänder billigst bei K. Friedrich.


