Ausgabe 
24.10.1876
 
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21. Oct. Dem Vernehmen derAgence Havas zufolge hätte England erklärt, es könne, nachdem es den sechs monatlichen Waffenstillstand angenommen, gegenwärtig nicht die sechswöchent⸗ liche Frist befürworten, doch habe es gegen letzteren Termin nichts einzuwenden. Somit schwebe die Frage zwischen der Türkei und Rußland, welche sich jetzt von Angesicht zu Angesicht gegenüber ständen, und werde in Constantinopel durch den Sultan und Ignatieff gelöst werden.

Spanien. Madrid. Die Cortes sind auf den 6. November einberufen.

Türkei. Constantinopel, 20. October. Ein Artikel derTimes und die Nachrichten, deren zufolge England es verweigert, der Pforte militärischen Beistand zu leisten, machen hier er heblichen Eindruck. Die Stimmung ist in den Kreisen, welche die bisherigen Regierungsbeschlüsse förderten, resp. daran theilnahmen, mehr oder weniger gedrückt. Jedenfalls findet nach dem be vorstehenden Empfange des russischen Botschafters eine nochmalige Erörterung im Divan statt.

20. Oct. Die Türken haben gestern bei Alexinatz die Offenstve ergriffen und dreizehn be festigte Positionen der Serben besetzt, die voll ständig geschlagen wurden.

20. Oct. General Ignatieff überreicht seine neuen Ereditive erst am 24. October. Heute findet bei demselben eine Berathung der Vertreter der Mächte statt. Die Conferenz will eine Ueber einstimmung zum gemeinsamen Agiren für eine Verständigung über den Waffenstillstand und die Friedensbedingungen herbeiführen.

Varna. Von hier wird derPol. Corr. berichtet:Den Truppensendungen aus Constan- tinopel wurde seit einigen Tagen eine geänderte Richtung gegeben. Anstatt nach der unteren Donau wird Alles donauaufwärts dirigirt. Von Sulina bis Rustschuk wird ein starker Truppencordon ge zogen. Ganz besondere Aufmerksamkeit wird den befestigten Punften Tultscha, Isaktscha und Sili stria gewidmet. Was die letztgenannte Festung betrifft, die schon so oft eine wichtige Rolle ge spielt, so wird seit einigen Wochen an deren Aus rüstung gearbeitet. Dieselbe hat in der letzten Zeit neue detachirte Forts und Erdwerke erhalten, die deren Widerstandsfähigkeit bedeutend erhöhen. Auch auf Schumla concentrirt sich die Sorge der Kriegs ⸗Verwaltung. Daselbst ist ein befestigtes Lager für 40,000 Mann errichtet worden. Schumla soll zu einem Pivot für eventuelle Operationen gemacht werden, und es werden daher hier große Waffen und Munitions- Vorräthe aufgehäuft.

Auch ein Artillerie-Park wird diefer Tage aus Constantinopel erwartet.

Montenegro. Cettinje, 21. October. Die türkische Festung Medun hat capitulirt; die Besatzung in der Stärke von 400 Mann wurde gefangen, den Montenegrinern fielen auch Geschütze und Munition in die Hände.

Serbien. Belgrad, 20. October. Die Türken überfielen gestern mit großer Macht Veliki⸗ Schlegowatz bei Kruschewatz, wurden aber von Horvatovic zurückgeschlagen. Novoseloff überfiel die Türken am Javor, nahm viele türkische Ver⸗ schanzungen und besetzte den Berg Wasstlino.

umänien. Bukarest, 20. Oct. Der rumänische Agent Rosetti in Paris erklärt in einer von den Zeitungen veröffentlichten Zuschrift, ihm sei von einem angeblichen Vertrage zwischen der russischen und rumänischen Regierung absolut Nichts bekannt und er glaube nicht an dessen Existenz. Alle anderen Nachrichten des JournalsLa France in Betreff des angeblichen Vertrages seien unbe gründet.

Griechenland. Athen. DiePol. Corr. meldet: Die griechische Regierung richtete außer einem Memorandum an die Pforte wegen der fort gesetzten Ansiedlung von Tscherkessen in Macedonien und Thessalien auch eine Denkschrift an die Garantie- Mächte, welche von den Anrechten der griechischen Nation auf die Bevölkerung in den türkischen Grenz Provinzen handelt, jede einseitige Lösung der Orient · Frage perhorrescirt, sich auf die zahlreichen griech⸗ ischen Meetings als unumwundenenen Ausdruck des

Volkswillens und seine Rechte mit allen Opfern

schützen zu wollen beruft, schließlich bekennt, daß jede griechische Regierung deute unfähig sei, sich gegen den Strom des Volkswillens zu stemmen und endlich Europa für alle weiteren Eventuali⸗ täten verantwortlich macht.

Rufiland. Petersburg, 20. October. DerPol. Corr. wird von hier gemeldet, daß keinerlei Grund zu der angeblichen zweiten Mission des Grafen Sumarokoff nach Wien vorhanden sei. Das Einvernehmen Rußlands und Oesterreichs habe eine derartige Grundlage gewonnen, daß ein gemeinsames Vorgehen beider Staaten auch ohne neue Verständigung als gesichert zu betrachten sei. Es sei nicht unwahrscheinlich, daß General Ignatieff, indem er dem Sultan neue Beglaubigungsschreiben präsentire, gleichzeitig auch eine Sommation über bringe, deren Folgen Entscheidung in die Situation bringen dürfte.

21. Oct. In gut unterrichteten Kreisen ist von einer Reise des Geoßfürst-Thronfolgers nach Wien, London und Berlin und von neuen Friedens-Vermittelungen absolut Nichts bekannt. Die Rüstungen werden mit Eifer, namentlich die der Flotte, betrieben. Die Situation ist eine

ernste und man hält die Unterbandlungen für abgebrochen. 21. Oct. Lord Loftus ist heute nach

Nalta abgereist.

Aus Stadt und Land.

Friedberg, 23. Oetbr. Heute Morgen wurde der Pferde- und Fohlenmarkt begünstigt von dem herrlichsten Wetter eröffnet. Ungefähr 500 600 Thiere waren seitens der Landbewohner und Händler zu Markt gebracht. Am Vormittag zeigte sich noch keine rechte Kauflust, doch ent wickelte sich gegen Mittag das Geschäft etwas lebhafter. Dem Comité wurden eine Menge schöner Fohlen zum Ankauf für die Verloosung vorgeführt, nur waren die Ver käufer etwas hoch in ihren Preisen. Die Verloosung findet morgen Nachmittag statt und ist die officielle Verloosungs liste am Mittwoch Nachmittag sowohl bei dem Comité als auch in der Expedition des Anzeigers zu haben. Auch erscheint dieselbe in der am Mittwoch Abend ausgegeben werdenden Nummer des Anzeigers.

Darmstadt. Der mechanischen Werkstätte für mathe⸗ malische und physicalische Instrumente von Karl Traiser dahier ist für die auf der Wellausstellung zu Philadelphia ausgestellten Gravirmaschinen für Lithographie die große Preismedaille zuerkaunt worden..

Allerlei.

Landshut. Seit ungefähr 14 Tagen neibt hier ein geheimnißvoller Hundemörder sein Unwesen, indem er auf den Stroßen mit Strychnin vergiftete Fleisch- und Wurst⸗ brocken umherstreut, welche die Hunde sodann auffressen, um daran in wenig Minuten zu verenden. Bereits an 15 bis 16 Hunde, darunter sehr werthvolle Jagdhunde, sind dem erbitterten Hundeseind, der trotz der ausgesetzten Belohnung von 50 M. nicht zu ermitteln ist, zum Opser gefallen.

Straßburg. Baden ein Erdstoß bemerkt. Rhein gemeldet.

St. Gallen Von einem Arbeiter, einem Steinhauer, ist hier am 16. October auf den Bischof Greith, als der selbe sich im Ornat nach der St. Gallus-Capelle begab,

Am 14. d. wurde im Elsaß und in Dasselbe wird vom Nieder

in einem Gange des Klosters ein Attentat ausgeübt worden,

das in Folge Dazwischenkunst eines Geistlichen und des Meßners glücklicherweise ohne weitere Folgen blieb. Der Attentäter ist verhaftet. g 5 Lyon, 20. Oktober. In ganz Südfrankreich sind in den letzten Tagen sehr hestige Regengüsse gefallen. Der Präfect der Ost-Pyrenäen meldet beute über den Wasser⸗ stand:Das Hochwasser hat um 4 Uhr Morgens seinen Gipfelpuntt erreicht; seitdem sind die Flüsse im Fallen begriffen. Die Felder, Brücken, Straßen haben sehr ge litten; der Regen hält unausgesetzt an. Aus Foix wird telegraphirt:Seit Dienstag Abends sind heftige Regen güsse eingetrelen. Die Aridge ist plötzlich gestiegen und erreichte 1 Meter 40. Im Gebirge schneit es. Moskau, 21. October. Im weiteren Fortgange des Strousberg'schen Prozesses gab der Angeklagte in mehr stündiger Rede eine Darlegung seiner Geschäftsverbindung mit der Bank, welche in der Auklageschrift entstellt seiz der Procureur habe die entlastenden Umstände nicht be rücksichtigt und, mit den ausländischen Verhältnissen nicht vertraut, da Verbrechen gesehen, wo keine seien. Strous berg beklagt es auch lebhaft, daß er in Moskau festge halten wurde. f. New⸗Mork. Eine Depesche von hier meldet, daß die zuletzt von England übersahrenden Dampfer im Atlantischen Ocean auf eine ungewöhnlich große Menge von Eisbergen gestoßen sind. Ein einziger Dampfer traf deren nicht weniger als 68 an. f Chicago. Im Geschäftslokal eines hiesigen Blattes erschien kürzlich ein Mann, der solgende Anzeige einzurücken wünschte:Heirathsgesuch. Der Einsender wünscht die Bekannischaft einer gebildeten und ansehnlichen Dame zu machen, welche der folgenden Beschreibung entspricht: Größe: 5 Fuß Zoll; Gewicht: 136 Pfund; Brust⸗

weite: 39 Zoll; Taillenweite: 28/ Zoll; Schuhnummer? ; Hanbschuhnummer: 5. Brünette mit dunkelblauen Augen. Man adressire: W. 1798, Tribune Office. Der Clerk, dem die betreffende Anzeige eingehändigt wurbe, las sie mit Verwunderung.Sie scheinen's aber sehr genau zu nehmen mit den Eigenschaften, die Ihre zu⸗ künftige Frau besitzen soll, sagte er kopsschüttelnd.Mag sein, aber sehen Sie, ich war mit meiner ersten Frau eben nicht lange verheirathet. Ihre Eltern hatten sie hinsichtlich ihrer Garderobe überreich ausgestattet, und nun konnte sie die schönen Sachen doch fast gar nicht benutzen. Ich habe einen ungeheuren Vorrath davon, und da es bei diesen harten Zeiten doch Schabe wäre, die Sachen umkommen zu lassen, will ich mir wieder eine Frau nehmen, die in ihrer Figur genau meiner Seligen entspricht, um Alles hübsch auftragen zu können. Man muß eben sparen, wo man kann.

Handel und Verkehr.

Grünberg, 21. Oct. Die Preise auf unserem heutigen Fruchtmarkte betragen: Waizen M 11.90, Korn M. 10.30, Gerste M. 8.57, Hafer M. 7.88, Erbsen M. 8.90, Samen M. 16.70, Kartoffeln M. 2.62. Die Preise verstehen sich sämmtlich pr. 50 Kilo= 100 Pfund.

Frankfurt, 20. Oct. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 28., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. hies. M. 24. 50., fremder je nach Qualität M. 1822., Korn M. 17.75 bis 18.50., Gerste M. 17.5019., Hafer M. 17.25 18.50. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 2124., Wicken M. 21 bis 23., Linsen M. 2130., Rübzl M. 78. Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht 100 Kilo.

Frankfurt, 21. Oct. Der heutige Heu- und Stroh⸗ markt war gut befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualisät M. 4.506., Stroh per Centner M. 45.50. Butter 1. Oual. im Großhandel das Pfund M. 1.50. 2. Qual. M. 1.40. im Kleinhandel 1. Qual. M. 1.80. 2. Qual. M. 1.70. Eier das Hundert M. 5.50. Kartoffeln per 200 Zoll-Pfund M. 5.. Aepfel das Malter 1012 M.

Mainz, 21. Oct. Producten-Markt. Nov. 21.20, per März 22.. Korn per Nov. 16., per März 16.95. Hater per Nov. 17.55, per Mäcz 17.90. Rüböl per Oct. 37.65, per Mai 37.50.

Marburg, 21. Oct. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfund M. 1.4050. Eier pr. Stück 8 bis 9 Pf. Käse pr. Stück 810 Pf. Tauben das Paar 5060 Pf. Hähnchen pr. Stück 5060 Pf. Hühner pr. Stück 70 Pf. bis 90 Pf. Hasen pr. Stück M. 2.80 3.50. Gänse pr. Stück M. 2.504.. Weiskraut pr. Kopf 56 Pf., das Hundert M. 56. Aepfel 6 bis 10 Stück 10 Pf. Zwetschen 30 bis 35 Stück 10 Pf., getrocknete pr. Pfund 20 Pf. Nüsse 100 Stück 40 Pf. Kartoffeln 2 Liter 18 Pf., 170 Pfund M. 3.50 3.80.

Das Reichs-Eisenbahnamt hat sämmtliche Bahnver⸗ wallungen angewiesen, sorgfältig darüber zu wachen, daß die Wagencoupé's in ordnungsmäßigem, sauberem Zustand gebalten werden.

Waizen per

Verloosungen.

Die vollständige Ziehungsliste der Badischen fl. 35 Loose von 1845, Gewinn⸗Ziehung vom 30. Seplem⸗ ber 1876, Heimzahlung am 31. April 1877, kann auf dem Bureau der Redaction eingesehen werden.

Hessische Ludwigsbahn⸗Anlehen. Mainz. 20. Sptember. Prioritäten der ehem. Frankfurk⸗ Hanauer Eisenbahn von 1854. Lit. A. Nr. 10 57 118 154 162 196 228 249. Lit. B. Nr. 13 59 84 96 98 124 180. Lit. C. Nr. 26 82 101 201 218 249 307 331 349.

Stadt Augsburg 4proc. Anlehen von 1872. Augsburg, 2. October. Lit. A. Nr. 9 56 117 247 420 483 556 1027 1142 1368. Lit. B. Nr. 37 103 501 574 728 939 1026 1144 1150. Lit. C. Nr. 503 712 856 966 1180 1940 1969. Zahlbar 2. October.

Geld Cours. Frankfurt am 21. October 1876.

20-Frankenstücke Mk. 16 2125 Englische Sovereigns 20 3338 Russische Imperiales. 16 74-79 Holländische fl. 10-Stücken. 16 65 G.

Duücgt en. 9 70-76 Ducaten al maro 9 6267

Doll ars in Gold. 4 1619

Aus zug aus dem Civilstands⸗Register der Stadt Friedberg. Getraut: Heinrich Karl Schäfer, Messerschmied von Friedberg und Maria Magdalena Koch von Frledberg. Geboren: Dem Schneidermeister Johann Metz ein Sohn. Dem Taglöhner Konrad Hartmann ein Sohn. Dem Tagloͤhner Karl von der Lehr ein Sohn. Gestorben;: Karl Staubt, Schuhmacher, 60 Jahre alt.

22 Det,

9. Oct. 11. Oet. 15. Oet.

14. Oet.

Wollene Hemden, dußerst billig bei

Unterjacken& Unterhosen

K. Friedrich.