Ausgabe 
24.2.1876
 
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Stiftungs- Raths den Dekan zur urtheilt werden. Hierauf wurde der geforderte Rede gestellt. Die Sache liegt jetzt der Ober- Credit obne förmliche Abstimmung bewilligt. Kirchen. Bebörde Dieses Gebah cht

rchen⸗Bebörde vor. iese ebahren ma 2 g. 1 5 5. Spanien. Madrid 21. Februar. Die im ganzen Lande das größte Aufsehen und wird Armeen machen weitere Forischritte. Der König wobl auch auf dem bevorstehenden Landtag zur sist in Aztoitia eingezogen. Primo de Rivera hat Sprache kommen. ale festen Plätze in Navarra besetzt. Die Artillerie Karlé ruhe, 21. Februar. In der zweiten der Carlisten in Estella ist zum größten Theile Kammer, welche heute ihre Sitzungen wiederauf in die Hände der Regierungs- Truppen gefallen; nahm, wurden von Seiten der ultramontanen ein Theil der Geschütze ist von den Carlisten in Partei drei Interpellationen eingebracht, und zwar Abgründe gestürzt worden. 1) betr. die Angelegenheit des Priesters Glatt⸗ 22. Feb: 7. N ö

5 n g NFebr. König Alfons ist gestern in

selter in Balg; 2) über die Stebung o Amer Tolosa, dem letzten Bollwerk des darliemus, ung zu dem Plane der Erwerbung der Eisenbahnen eingezogen. Die Sache der Carlisten gilt nun⸗ durch das Reich und 3) betr. das Petitions-Recht mehr als definitiv verloren. Dorregarray ist nach der niederen Angestellten. Der Finanzminister Frankreich gefloben brachte das außerordentliche Budget zur Vorlage. 9 ö

Sitzung des

Italien. Rom. Die Nachricht, daß

uns 8 General Menabrea mit dem Range als Bot

Oest N 4 W 21. Fel schafter für den Londoner Gesandtschaftsposten esterreich⸗ Ungarn. ien, 21. Feb. pestimmt sei, wird von verschiedenen Zeitungen,

Im Abgeordnetenhause brachte heute der Abge- ordnete Fux eine Resolution ein, wonach das Haus in Anerkennung der Nothwendigkeit einer

wieDiritto,Popolo Romano undOpi⸗ nione bestätigt. Sir Paget wird als britischer

8 5 Heeres-Reduction die Regierung ersuche, entsprechende Veischafter 10 seiner Stellung zu Rom verbleiben. Maßnahmen zu ergreifen und diesen Beschluß des Rumänien. Bukarest, 22. Febr. Die Hauses dem gemeinsamen Ministerium des Aus- Kammer hat das diesjährige Rekruten-Contingent wärtigen mitzutheilen. Demnächst wurde das Kloster- von 15,000 Mann bewilligt. In Folge einer Geses nach längerer Debatte in der Fassung des Interpellation, welche sich auf das gegenwärtige Herrenhauses angenommen. Berbältniß der Kammer zur Regierung bezog,

22. Februar. Der Budgetausschuß des btantragten mehrere Abgeordnete ein Mißtrauens- Abgeordnetensauses hat die Vorlage betr. die Botum gegen die Regierung. Daeselbe wurde

jedoch mit 64 gegen 25 Stimmen verworfen.

Aufnahme der Goldrentenanleihe und die Be⸗ Türkei Constantinopel. Die Mächte

willigung eines Credits zur Hebung des galizischen

Nothstandes bewilligt.

22. Februar. Cardinal Ledochowski ist gestern in Wien eingetroffen; zum Empfang am Bahnhöfe waren nur wenige feudale Reichsraths Abgeordnete und einige Theologen nebst dem Jesuiten⸗Provincial erschienen, dagegen bielt sich der Erzbischof von Wien, der päpstliche Nuntius, überhaupt das Gros des Klerus und des Feudal Adels fern.

DieWiener Abendpost und diePo- litische Corr. veröffentlichen den Wortlaut der Note des Ministers des Auswärtigen, Raschid Pascha, an den österreichischen Botschafter Grafen Zichr rom 13. Febr. c., in welcher davon Anzeige gem icht wird, daß von den in der Note And rassy's vorgeschlagenen fünf Reform- Punkten vier sofort durchgeführt werden sollen; ferner wird in obigen Blättern der Wortlaut der an die Vertreter der Türkei bei den Großmächten hierüber gerichteten Weisungen mitgetheilt.

Schweiz. Bern, 21. Febr. Die Mehr- zahl der hiesigen Schriftsetzer hat heute die Arbeit eingestellt. Die ZeitungenBund undTages-

Post erscheinen zeitweilig in gemeinsamer Ausgabe.

Frankreich. Paris, 22. Febr. Bekannt sind bis heute folgende Wahlresultatk: 28 Con- servative, 20 Conservativ Constitutionelle, 75 con- servative Republikaner, 25 Legitimisten, 62 Bona partisten, 17 Radikale, 198 Republikaner, 108 engere Wahlen.

Nach einem Pariser Telegramm derIn- dependance ist Buffet bei den Wahlen überall geschlagen worden, selbst in Castel Sarrazin. In Folge davon hat Buffet dem Marschall Mac Mahon sein Entlassungs-Gesuch übergeben; man vermuthet jedoch, der Marschall werde Buffet ersuchen, bis zum Zusammentreten der Kammern im Ministerium zu verbleiben.

Großbritannien. London, 22. Febr. In der Sitzung des Unterhauses wurde die Debatte über den Ankauf der Suezeanal-Actien wieder aufgenommen. das Entschiedenste gegen einzelne Bestimmungen der Vereinbarung und hoben namentlich hervor daß die Bedingungen, unter denen dem Hause Rothschild die Zahlung des Kaufpreises übertragen sei, außerordentlich ungünstig wären; auch ge⸗ winne Englaur nur einen geringen Einfluß auf die Verwaltung des Canals. Von Seiten der Regierung vertheidigte Discaeli den Ankauf der Actien: derselbe dürfe nicht als Finanzoperation, sondern als eine Maßregel der Politik zur Be festigung und Stärkung der britischen Macht be

Lowe und Gladstone sprachen auf

unterhandeln mit der Pforte um Sicherheitsgaran lien, daß die zurückkehrenden flüchtig gewordenen Familien Angesichts der vollkommenen Entblößung von allem Nölhigen und der Gefahr, von den türkischen Soldaten niedergehauen zu werden, Schutz und Hilfe erhalten.

Rußland. Petersburg, 21. Februar. Die Großfürstin Maria Nicolajewna, Schwester

des Kaisers, ist heute früh um 1 Uhr ihren Leiden

erlegen.

Persien. Teberan. Nach derPoliti⸗ tischen Correspondenz beabsichtigt der Schah von Persien seinen präsumpkiven Thronfolger, den Prinzen Muzeffer Eddin, zu seiner Ausbildung nach Europa zu schicken. Prinz Muzeffer wird ohne allen Pomp und großes Gefolge incognito als einfacher Perser reisen, um die gehörige Muse zum Lernen zu gewinnen.

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Aus Stadt und Land.

125 Offenbach, 21. Febr. Das Wasser des Mains sieg am Samstag Mitlag in einer Weise, daß der Pegel zwei Zoll mehr wie im Jahre 1862 zeigte und zwar er, reichte es seinen höchsten Stand vergangene Nacht um 12 Uhr, mii 5,70.

lertelocalitäten zu räumen. Die Schloßstraße stand und siebl noch bis über die Vorngasse berauf unier Wasser, der Veikehr in der Saudgasse, im kleinen Biergrund und in der Kirch- und Herrnustraße ist unterbrochen, der Schlosser⸗ sche Garten bildet bis zur Hälfte des Hofes einen See, das Wasser lief zu den Souterrainfenstern hinein und überschwemmte die Weinkeller und die Küche unter dem neuen Saalgebäude, so daß beide Räumlichkeiten, soweit dies noch möglich war, geräumt werden mußten. In Folge dessen mußte auch der auf gestern Abend festgesetzte Maskenball des VeteinsPolyyymnia, sowie die für heute Abend in Aussicht genommene Theatervorsteklung abgesagt werden.

Mainz, 21. Febr. Die befürchtele Ueberschwemmung ist sein gestern Morgen in unserer Slabt zur Wirklichkeit geworden. Wir haben bereits das Wasser in der Rhein- straße, sowie überhaupt in dem unteren Sladitheile, theil weise üder 2 Fuß hoch. Der Verkebt ist in diesem über schwemmten Siadtiheile nur miltelst Nachen oder über auf Böcke gelegte Diele möglich. Die Parterre Geschosse mußten geräumt werden. Auch das Fahrgeleise der Lud wigebahn ist tbeilweise überschwemmt, am Eisernen Thor fährt man bereits in Nachen über die Bahnschwellen weg. Dabei it das Wasser immer noch im Wachsen begriffen. Heute früh war zwar ein Anschwellen nicht mehr bemerk⸗ lich, allein das Wasser fing heute Vormittag 9 Uhr wieder

Nicht bei Ginsheim ein Dammbruch erfolgt sein, wo durch es hier den Anschein gewonnen hätte, als sei das Wasser um Fallen. In Bingen fleht das Rheinwasser bereus in der Vorstad:; die Nahe ist über das Ufer ge treten, so daß die Eichanflalt ganz im Wasser sleht und die Straße unpassirbar ist.

Die Bewohner der in nächster Nähe des Mains und sonst tief gelegener Stadlheile waren gezwungen, nicht nur ihre Keller sondern auch ihre Par⸗

langsam zu sieigen an. Wie wir vernehmen, soll heute.

Allerlei.

Frankfurt, 21. Febr. des Mains in langsamem Sinken begriffen. Die Abnahme beträgt seit diesem Morgen etwa 25 Cenlim. und es ist Aussicht vorhanden, daß die gewallige Wassermenge, die der Fluß einherwälzt, sich nach und nach, ohne weiteren Schaden anzurichten, verlaufen wirb, namentlich, falls

das Wetter sich aufklärt. Oer slädlische Fuhrpark hat

Frankfurt, 21. Febr. beute einen Verlust erlitten. In der Nähe der neuen Main Seite, fuhren ein

Bilder Galerie, auf der linken siädtischer Zweispäuner und ein Einspänner, als unter den Füßen der Pferde plötzlich die Erde wich, so daß dieselben in den eindringenden Wassermassen versanken. Zwei Pferbe ertranken, eines wurde gerettet.

Nürnberg. Der Magistrat der Stadt Nürnberg hat beschlossen, einen Stadi⸗Chemiker anzustellen, da mit bloßen Gelegenheits-Untersuchungen nicht mehr auszu⸗ kommen sei, indem die Fälschung der allernothwendigsten Lebensmiltel immer mehr um sich greife. Zugleich soll ein solcher sländig angestellter Chemiker die Aufgabe haben, verschiedene Eiablissements zu überwachen, in denen ge⸗ sundheits⸗ und lebensgefährliche Beschäftigungen vorkommen.

Neapel. Der Vesuv liegt voll Schnee, eine täglich majestälischere Dampfwolke schwebt über seinem glänzenden Haupte, das Feuer steigt im Krater langsam, aber sicher und ist von der Oberfläche nur noch 250 Meier enisernt. Es gilt bier als Ersahrungssatz, daß Eruptionen, die sich langsam vorbereiten, die größten und verheerendsten zu sein pflegen.

Ueber den Kleebau.

Nach Mittheilungen des Saamenhändler W. Goekus zu Friedberg.

II. Kleekrankheit und Kleeseide.

Guter Futterklee ist ein Segen für den Land- wirth, et bringt Fleisch und Fett und Milch, wie keine andere Nährpflanze und wird daher mit viel Sorgfalt behandelt. Landmann immer in großen Schaden. Es kann daher nicht gleichgültig bleiben, wenn die Klee⸗ pflanzungen an Gebrechen leiden, von denen man vor noch nicht langer Zeit kaum eine Ahnung hatte.

Der eingetretene leichtere und weniger kost⸗ spielige Verkehr mit dem Auslande brachte uns auch bald dessen Produkte, die theils weit billiger als unsere eigenen Erzeugnisse sind. Auch der Kleesamen blieb hierven nicht verschent, Jeder wollte billig kaufen; Concurrenz ist ja die Seele des Handels. Unter wärmeren Zonen gedeihen Kleearten, der unseren ähnlich, ganz vorzüglich und bringen überreiche Erndte an Samen, die dann anderwärts Absatz finden.

Nach Deutschland werden nun Kleesaaten haupt- sächlich aus Italien und Amerika eingeführt. Erstere war und ist fast immer die Billigste und wird aus Unkenntniß gekauft. Die Aussaat be rechtigt auch Anfangs zu den besten Hoffnungen, weil sich die Pflanzen ungemein rascher, stuffiger und viel kräftiger entwickeln, als unsere deutsche Saat, allein sehr bald bleiben sie im Erzeugen von Blättern im Rückstand und bleibt fast nur der blose rauhe Stengel zum Futter übrig. Der Klee wird möglicherweise in seinem Fortgange ge hemmt, er kann unser rauheres Klima nicht ver⸗ tragen. Ohnehin ist der Italiener trotz des Reifens

in südlicher Sonne ein wildes Kraut, das das

Vieh nur höchst ungerne frißt.

Eine andere Eigenthümlichkeit dieser Kleeart macht sie sehr leicht kenntlich, dieselbe ist an Stengel und Blättern ganz behaart, und breitet auch die Letzteren(wohl aus Unbehagen) nie so auseinander, wie unser glatter, weicher, deutscher Klee.

Der amerikanische Klee, eine Sorte, die dem deutschen ebenfalls sehr ähnlich ist(der Saamen ist sogar meistens viel schöner und leichter ver⸗ käuflich), bat uns, das kann man dreist behaupten, die so überhand nehmende Ausbreitung der Klee⸗ seide gebracht. Wenn früher auch vereinzelt Fälle von Seide vorgekommen sein mögen, so ist dies Uebel seit Einführung amerikanischen Samens zum größten Schaden der Landwirthschaft allgemeiner geworden.

In Amerika ist der Ackerbau noch nicht so in dem Maße beschränkt, wie bei uns und wird der Kleeseide sicher nicht die Beachtung zu Theil wie hier.

Die Kleeseide ist ein ächter Schmarotzer, kommt nur auf anderen Pflanzen, vornehmlich auf dem Klee fort und vermag allein gar nicht zu leben. Bei näherer Betrachtung ist dieser Kleemörder ein wahres Wunder der Natur,

Seit heute ist die Hochfluih

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