Ausgabe 
23.11.1876
 
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Uleichslein, Nov. Vorgestern wurde die Frau eines Arbeiters vom Remontedepot im Wilde in der Nähe

Baabe im Betrage von 14 Mark sowie einiger Effecten

beraubt und in ohnmächtigem Zustande liegen gelassen. Man ist den Thätern noch nicht auf der Spur.

Darmstadt. Francis Liernur, Sohn eines Ingenieurs n Frankfurt, noch vor Jahren Schüler des hiesigen Polyiechnikums und nach seinem Austritt Volontär in met Maschinen⸗ Fabrik in Laufaune, ist für ein an die Welt⸗Ausstellung in Philadelphia eingeschicktes Album von verschiedenen Brücken⸗Bauten nach eigenem System von der dortigen Jury einstimmig prämlirt worden. Als be⸗ ondere Anerkennung decretirte ihm der Canton Waadt ein Ehren⸗Geschenk.

Mainz. Bei den Kanal Bauten auf dem Schiller⸗ Platz stieß man dieser Tage in der Nähe jener Stelle, wo sich seiner Zeit der große Sandalenfund ergab, aber⸗ mals auf die Moor- Schichte, die etw Meter unter her heutigen Straßen zöhe liegt und mit römischen Resten so reichhaltig versetzt ist. Wiederum fanden sich böchst be⸗ seutende Vorrähe von Lederzeug, ganze Sandalen, ver⸗ schiedene Theile von solchen, große Lippen, die offenbar zu kederwämsen gehörten, und zahlreiche sonstige Stöcke. Das Leder ist vollkommen erhalten, von der Feuchligkeit schwammig aufgetrieben und ganz biegsam. Das biesige Museum ist in Besitz des größten Theiles der Fundstücke zekommen, leider wurden auß diesmal einige der besseren Stücke verschleppt.

Mainz. Das königl. preußische Obertrihunal hat hurch Erkenniniß vom 18. October die Nichligkeitsbeschwerde des Domcapitular Dr. Haffner, Dompräbendat Dr. Reich und Caplan Landvogt gegen das Urtheil der Strafkammer des k. Kreisgericht zu Wiesbaden vom 3. April 1876 zurückzewiesen. Es ist somit die Verurtbeilung rechtskcäftig geworden und werden Dr. Haffner mit 250 M., die beiden anderen mit je 50 M. das Vergehen büßen, welches sie urch die in der Pfarrer Rödelheim geleistete Aushilfe begangen haben.

Allerlei.

Frankfurt. Dieser Tage kam hier ein Kind todt zur Welt, welches an Stelle der Hände Füße hatte.

Frankfurt. Die Diebe, welche auf der Strecke wischen Heidelderg und Karlsruhe aus einem Eisenbahn⸗ Zuge zwei von einem biesigen Bankler abgesandie Fäßchen mit 20,000 M. gestohlen, ein badischer Conducteur und ein Verwandter desselben, sind bereiss ermittelt und in Heidelberg verhaftet worden. Das gestohlene Geld ist bei senselben noch gefunden worden.

Würzburg, 17. Nod. Heute Mittag 12 Uhr hat sich in einjährig Freiwilliger(v. Lutzenberger) ein hoffnungs⸗ voller 18jähriger Jüngling, nachdem er vom Exerciren beimgekehrt war, in seiner Privatwohnung erschossen.

Köln, 19. Nov. Gestern stand ein Mann vor dem

Schwurgericht, der Blut⸗ Schande angeklagt. Haupt ⸗Be⸗ lastungs⸗Zeugin war seine eigene erst 15 Jubre alte Tochter,

die bereits Mutter ist. Der viehische Vater wurde leider

b nur in eine Zuchthaus⸗Strafe von 2 Jahren verurtheilt. Windhausen von 4 Steolchen überfallen und ihrer

Berlin. In dem Prospect einer Berliner Firma, worinSacharin(Ersatz für Hopfen und Malz) empfohlen wird, heißt es u. A.:Der Consum des Sacharins in Bierbrauereien ist so bedeutend, daß wir in den Monaten Juli und August häufig nicht im Stande sind, sämmtliche Aufträge rechtzeitig zu effectuiren wir bedienen uns als Declaration im Frachibriefe der Bezeichnung: Glasur oder auf Wunsch Holzlack, Faßlack, Maschinenöl ꝛc., und bewahren strengste Verschwiegenheit. DieseVerschwiegen heit charakterisirt die Ehrlichkeit des Handels. Daß das Berliner Bier recht oft schlecht schmeckt, mag von solchen Manipulationen herrühren. Wenn es dabei bliebe, so könnte man sich mit Herrn Reuleaux trösten, daß der deutsche Geschmack überhaupt ein schlechter ist, wenn er solche Dinge alsBier anerkennt.

St. Gallen, 19. Nov. In einer Felsschlucht un⸗ weit Stein(im Toggenburg), duch welche hart an der Thur die Lamndstraße sich hinzieht, wurde letzten Sonntag die Morgenpost von einer Lawine überrascht und ganz im Schnee begraben. Dem Postillon gelang es mit großer Mühe, die Pferde herauszuziehen und sie so vor dem Er sticken zu retten. Er eilte dann schnell nach Stein und der Hilfe einiger Männer gelang es, auch den Wagen bald wieder flott zu machen und den darin befindlichen Passigier aus seiner unheimlichen Situation zu befkceien.

Plymouth, 20. Nov. Nach einer Meldung des DampfersFlaminger erlitt der DampferWindsorcastle bei der Dassen-Insel, 40 Meilen von Capelown, am 19. October Schiffbruch, doch wurden Passagiere, Mann⸗ schaft und die Post gerettet.

New⸗Mork. Der bereits früher von uns erwähnte Wirbelsturm am 4. und 5. October hat große Verheerungen auf dem Festlande und den Juseln von Mittel Amerika angerichtet. Die Stadt Managug in Nicaragua wurde am 4. d. M. überschwemmt; an 400 Häuser wurden von dem Ockin niedergeworfen, und nur mit größter Noth entgingen die Einwohner der Gefahr, von den Fluthen weggespült zu werden. Viele, die sich auf die Häuser⸗ Dächer geflüchtet hatten, ertranken bei dem Einsturz der Häuser. Der angerichtete Schaden wird auf 2 Million Dollars geschätzt. Die Stadt Blewfield an der Mosquilo⸗ Küste in Nicaragua wurde ebenfalls von dem Orkan heim⸗ gesucht und mehr als 300 Häuser niedergeworfen. Der Sturm fuhr auch über den Nicaragun-See und richtete auf demselben große Verheerungen an. Der Schaden an der Kaffee⸗Ernte wird auf 3 Million Dollars geschätzt; der ganze umliegende District stand unter Wasser und ungefähr 20 Menschen verloren ihr Leben. Auch auf den Inseln St. Martin, St. Barts und Aguilla ist großer Schaden geschehen. Viele Schiffe sind gestrandet und auf St. Martin 215 Häuser eingestürzt. Desgleichen meldet man aus Havannah vom 30. October, daß die allmählig aus dem Junern eintreffenden Berichte die Wirkungen des Orkans als sehr unheilvoll darstellen. Die Zucker Ernte, welche ausnahmsweise gut zu werden versprach, wird dadurch bedeutend verringert.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 22. Nov. Waizen M. 24.. Korn M. 20.. Gerste M. 18.. Hafer M. 15 20. Kar⸗ toffeln M. 3.. Alle Preise verssehen sich auf 100 Kilo 200 Zollpfund.

Frankfurt, 20. Nov.(Viehmarkt.) Der heutige Markt war gut befahren. In Kälbern ist ein erheblicher Preisrückgang zu noliren. Angetrieben waren 395 Ochsen, 305 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 930 Hämmel. Die Preise stellten sich per Centner: Ochsen 1. Qual. M. 6567., 2. Qual. M. 5562. Kühe und Rinder 1. Qual. M. 57-60, 2. Qual. M. 4854. Kälber 1. Qual. M. 4850., 2. Qual. M. 4245. Hämmel 1. Qual. M. 4850., 2. Qual. M. 36 40. Schweine⸗ fleisch das Pfund 5862 Pf.

Frankfurt, 20. Nov. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 40., Nr. 2 M. 36., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 22. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 26., do. II.(Berliner Marke) M. 21., Weizen eff. bies. M. 24.75., fremder je nach Qualität M. 1922., Korn M. 17.25 bis 20.., Gerste M. 1819., Hafer M. 1619. Kohlsamen M. 36., Erbsen M. 2124., Wicken M. 19., Linsen M. 2130., Rüböl M. 78. Die Preise verstehen sich sämmilich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo.

Mainz, 20. Nov. Producten⸗Markt. Waizen per Nov. 22.15, per März 23.. Korn per Nov. 17., per März 17.70. Hafer per Nov. 17.60, per März 18.20. Rüböl per Mai 37.70.

Geld Cours.

Frankfurt am 21. November

1876.

20⸗Frankenstücke 1 Mk. 16 2428 Englische Sovereigns 5 20 33.38 Russische Imperiales 16 70-75 Holländische fl. 10-Stücke 16 65 G. Ducnten z, M. een. 9 71-76 Dyroden al wanes 8 9 6772 Dollars in Gold 50 4 16 19

Bitte.

Zu der diesjährigen Christbescheerung der hiesigen fortwährend sehr stark besuchten Klein- kinderschule bitten wir die Bewohner unserer Stadt uns durch Geld und sonstige Gaben gütigst unterstützen zu wollen. Zum Empfang erklärt sich jede der Unterzeichneten gern bereit.

K. Baur. J. Klipstein. H. Dieffenbach. E. Trapp. W. Diegel. Chr. Werner.

Seidene Umknöpftücher& Foulards

2035 in den schönsten Farben billigst bei K. Friedrich.

Immobiliar-Versteigerung.

3615 Freitag den 22. Dezember l. J., Vormittags 11 Uhr, soll in hiesigem Rathhause das nachbeschriebene,

an den Meistbietenden versteigert werden. Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftr. 2. 105. 106. Grabgarten, Liebfrauengärten. Friedberg den 6. November 1876. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fou car.

Güter Versteigerung.

710 Montag den 27. November, Vormittags 10½ Uhr,

sollen nachstehende Grundstücke, welche bei der Zusammen⸗

legung der Grundstücke im Großwartfeld als Massenstücke reservirt worden sind, auf dem hiesigen Rathhause an die Meistbietenden versteigert werden: 0 Flur VIII. M.= 3283 ◻UMeter Acker im Großwart⸗ feld neben dem Weg und Heinrich Dietz, = 3814[Meter Acker daselbst neben Heinrich Salz⸗ mann III. u. Jacob Glockengieser, auf die Wiesen. erg den 17. November 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. F o

Flur VIII. M.

Friedb

u c a r.

Verkauf alter Juventarien und Materialien.

3708 Freitag den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden im Badehause 1 dahiex abgängige Materialien und Inventarstücke, darunter eine größere Parthie altes Zeinen, meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. Bad⸗ Nauheim am 18. November 1876. Großherzogliche Badedirektion Nauheim.

Billards, 368 überspielte, billig zu verkaufen. Reflektanten wollen

sch schriftlich unter Chitkre A. Nr. 420 an die Exped. ses Anzeigers wenden.(6283.)

3724 Ansprüche aller Art aus dem angeblich in Verlust gerathenen Kaufbriefe vom 27. Juli 1866 zwischen der Stadt Bad-Nauheim und Friedrich Schier von da über die in Gemarkung Bad-Nauheim belegene Parzelle

20 Pmb. 1274. Ansprü di ll dem Heinrich Wind 1. gehörende Grundstück öffentlich f. f e ee

selbst sind binnen 4 Wochen, vom ersten Einrücken in die

Darmstädter Zeitung an, dahier geltend zu machen, an⸗

sonst der aus diesem Kaufbriefe noch offen stehende Eigen⸗

thumsvorbehalt gelöscht, die neue Erwerbsurkunde be⸗

stätigt und dem jetzigen Käufer die gedachte Parzelle

unbeschränkt überschrieben werden wird.

Bad Nauheim den 15. November 1876. Großherzogliches Landgericht Bad⸗Nauheim. Hempel.

Die kaiserliche

Hof-Chocoladen-Fabrik:

Gebrüder Stollwerck, Cöln,

übergab den Verkauf ihrer anerkannt vorzüglichen Tafel- u. Dessert-Chocoladen, sowie Puder-Cacao's, welehen in Philadelphia neuerdings die Preis- Medaille zuerkannt wurde, in Friedberg den Herren: Wilh. Bernbeck und Wilh. Fertsch; in Butzbach: Condit. Küchel; in Nauheim: Apotheker K. Kranz; in Reichels- heim: Chr. Langheinz; in Rockenberg: Apo- theker F. Sames. 3715

ee ee Poliklinik für Hautkrauke.

3555 Für unbemittelte Haulkranke bin ich täg⸗ lich(Sonntags ausgenommen) von 12½ unent⸗ geltlich zu sprechen: Friedberger Landstraße 57, 1 St. Meine übrigen Sprechstunden wie bisher von 89 und 23, Jahnstraße 42.

Frankfurt a. Main, November. 1876.

(8143) Dr. Herxheimer.

Als Hausknecht

findet ein militärfreier, mit guten Zeugnissen versehener Bursche dauernde Stellung vom 1. Dezember J. J. an in einer Wirthschaft in einer größeren Stadt. Näheres

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3721 bei Wilhelm Fertsch. . 8 8 8 f

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europäischen Zaunschlüpfer. Von W. Thienemann. Mit Orginalzeichnung von F. Specht: Zaunkönige am Nest und Heckenbraunelle. Ein katholischer Dichter. Am Familientische: Malerstudien. Mit dem Bilde von Laup⸗ heimer: Malers Studienreise. In Sachen der Bler⸗ verfälschung. Bücherschau. XXXII. Mit 3 Illu⸗ strationen. Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg.

3728 Unterzeichneter beabsichtigt eine ihm zu Rodheim vor der Höhe gehörende Hofreithe verbunden mit Wirth⸗ schaft, Kegelbahn, sowie vollständiger Backerei- Einrichtung aus freier Hand zu verkaufen. Näheres bei Gerichts⸗ mann Herrn Vorbach daselbst zu erfragen. Friedrichsdorf den 21. November 1876. Wilh. Islaub,

bei der Exped. des Anzeigers. 3698

Brauereibesitzer.