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Dienstag den 17. October.

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Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Betreffend: Die aus dem evang. Centralkirchenfonds an

Amtlicher Theil.

Geistliche zu leistenden Zulagen.

Friedberg am 13. October 1876.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 23. Mai dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 63, wollen Sie die Gemeinde-Einnehmer anwelsen,

die erhobenen Kirchensteuern ungesäumt an den Rechner des Central-Kirchenfonds zu Darmstadt abzusenden.

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Betreffend: Die von den Gemeinden für die 1876er Holzsamensendungen zu leistenden Ersatzzablungen. 1 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Wald besitzenden Gemeinden und die Markvorstände.

5 Ueber den aus dem Großberzoglichen Holzsamen- Magazin für 1876 für Ihre Waldungen bezogenen Holzsamen gehen Ihnen die Auszüge gleichzeitig unter Couvert mit der Weisung zu, sofort für die Auszahlung der Beträge zu sorgen.

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Trapp.

Friedberg den 16. October 1876.

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Die Amtstage des unterzeichneten Landgerichts werden Dienstag und Mittwoch, in den Stunden von 812 Uhr Vormittags und von

25 Uhr Nachmittags abgehalten. Altenstadt am 12. October 1876.

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Großherzogliches Landgericht Altenstadt. May.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Militärnachrichten. v. Bötticher, Oberst vom 3. Gr. Hess. Inf.⸗Regt.(Leib-Regt.) Nr. 117 zum Commandeur des 2. Nass. Inf. Regts. Nr. 88 ernannt. von Schmid, Major, aggr. dem Hannover. Füs.⸗Regt. Nr. 73 in das Gr. Hess. Inf.-Regt.(Leib-Regt.) Nr. 117 ver⸗ setzt. vom 2. Bat.(Friedberg) 1. Gr. Hess. Landw. Regts. Nr. 115, Dr. Ried, Assist. Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat.(Darmstadt I) 1. Gr. Hess. Landwehr-Regts. Nr. 115, zu Assistenz⸗Aerzten 1. Klasse der Reserve befördert.

Am 7. Oct. wurde der Ober-Appellations- un? Cassationsgerichtsrath Geheimerath Dr. Dern⸗ burg, unter Anerkennung seiner Dienste, auf Nach- suchen in den Ruhestand versetzt. Am 12. Oct. wurde der Obersteuerrath Müller zum vortragen- den Rath bei dem Ministerium der Finanzen mit dem TitelGeheimer Finanzrath, und der Oberdomänensekretär Grünewald zum Rath' und Mitglied der Ober-Forst- und Domänendirektion mit dem TitelOberdomänenrath ernannt.

Für Eisenbahnen ist der Voranschlag der Stagtsausgaben mit sehr ansehnlichen Summen belastet. In dem ordentlichen Budget sind für die Oberhessischen Bahnen 1,695,303 Mark, für die Zinsen- Garantie der Hessischen Ludwigsbahn 704,697 Mark eingestellt. Auf das außerordent- liche Budget, das als einzigen Einnahme- Posten die bis Ende 1875 entstandenen Ueberschüsse von mehr als 12 Millionen Mk. zeigt, ist angewiesen für die drei Jahre der Finanz Periode wer ver⸗ tragsmäßige Zuschuß für den Bau der Main- Neckar-Bahn mit je 1,071,428 Mark, zusammen 3,385,714 Mark 29 Pf.(Nach dem 22. Art. des Vertrags mit Baden ist dieser Zuschuß, auf Millionen Gulden 83,928571 Mark, 14. Pf. efigesetzt) Sodann für die Bauten der Main Weser Bahn(statt 1 Million) 800,000 Mark, wovon 560,000 Mark bereits verwendet sind. Für Umbauten der Main-Neckar Bahn sind 53,500 Mk. bewilligt, und endlich ist noch be⸗ willigt die erste Rate mit 171,428 Mk. 57 Pf. der der Hessischen Ludwigs Bahn für den Bau der Bahn Erbach-Eberbach zu leistenden Subvention von 500,000 fl. im Ganzen(deren Zurückzahlung beginnen soll, sobald die Bahnstrecken Erbach⸗ Eberbach und Babenhausen Hanau Rein-Exträg-

Meile liefern).

und 2,300,000 Mk. Zinsen-Garantien.

Budget mit einer Hauptsumme von fast

nur

Dr. Bausch, Assist.-Arzt 2. Kl. der Reserve lich. Wie es indessen scheint, wird dieses Ver-

hältniß sich noch insoweit ändern, als dem Ver nehmen nach sich bei den Oberhessischen Bahnen bereits das Bedürfniß nicht unbedeutender bau- licher Verbesserungen immer dringender herausstellt.

Die Regierung hat den Ständen einen Gesetz- Entwurf zugehen lassen, wonach die im Besitz des Staats befindlichen Eisenhahnen der Besteuerung nicht unterliegen sollen. Bezüglich der oberhessischen Bahnen soll diese Bestimmung erst mit dem nächsten Jahr in Kraft treten, und dermalen sind auch diese Bahnen die einzigen, be züglich deren das Gesetz eine praktische finanzielle Bedeutung haben wird, da die übrigen im Staats- Besitz befindlichen Bahnen durch Special-Gesetze, Staats⸗Verträge ꝛc. bereits steuerfrei sind.

Gießen. Im Gegensatz zu der Darmstädter

Handels-Kammer hat sich die Gießener gegen das Reichs⸗Eisenbahn-Project ausgesprochen. Der Kanzler der Universität Gießen, Geheime Justiz- Rath Prof. Dr. Wasserschleben, hat sein Mandat als Abgeordneter der hessischen Landes- Synode niedergelegt. Das Wiederzu sammentreten der Landes⸗Synode dürfte dem Ver nehmen nach schwerlich vor der zweiten Hälfte des November, vielleicht erst im December, zu er warten sein.

Mainz, 13. Oct. Das Ober-Gericht sollte heute in den Appell⸗Sachen gegen Bischof Ketteler wegen gesetzwidriger Besetzung der Pfarrei Castel und Ernennung des Decans zu Heppenheim ver handeln. Der Vertheidiger des Bischofs, Dr. Du mont, erhob indessen nachträglich den Einwand der Rechts⸗Unzuständigkeit der ersten Instanz(Be- zirks-Gericht), indem er sich auf ein älteres fran: zösisches Ausnahme ⸗Gesetz vom 20. April 1810 stützte, nach welchem die Aburtheilung höherer Beamten, Bischöfe 1c., die wegen Vergehen gegen die Staats Gesetze angeklagt sind, vor dem Gerichte zweiter Instanz zu geschehen habe. Das Ober gericht hat das Urtheil über den bei beiden Pro- ceduren gleichen Einwand auf den 27. l. Mts.

nisse von mehr als 45,000 fl. auf die geographische

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vertagt.

Unser Eisenbahn Ausgabe-Etat ist demnach auf 6,710,642 Mk. 76 Pf. gestiegen. die Lage als ernst. Hiervon sind 4,239,214 Mark 19. Pf. gute, den Süd Grenzen Rußlands bestätigt sich. Das 171,428 Mk. 57 Pf. zweifelhafte Capital- Anlagen Gerücht von der Abdankung Kaiser Alexanders Für ein tritt wiederholt auf.

1 18 Millionen Mark ist dieses gewiß recht ausehn- heute aufgelöst worden. der 20., bezw. 27. Oet.

Berlin, 14. Oct. Die Diplomatie betrachtet Die Truppen-Häufung an

14. Oet. Das Abgeordneten-Haus ist Die Wahl-Termine sind Die Landräthe sind als Wahl-Commissäre bestellt.

Dienstag den 17. Oct. tritt die Reichs⸗ justiz-Commission wieder zusammen. Um dieselbe Zeit werden auch die Justiz-Minister der dem Justiz⸗Ausschuß des Bundesraths angehörigen Staaten in Berathung über die Justizgesetze treten. In der letzteren Berathung liegt der Schwerpunkt der Entschließungen des Bundesraths und es wird sonach wohl schon in den nächsten zwei Wochen das Schicksal dieser Gesetze mit einiger Sicherheit zu übersehen sein.

Posen. DerPos. Zig. schreibt man: Die Kähmer Tumultuanten, welche sich an den König um Begnadigung gewendet haben, sind abschlägig beschieden worden.

Dresden. Der Synode ist ein vom Landes- Consistorium bearbeiteter General-Bericht über die Zustände der evangelisch-lutberischen Kirche Sachsens am Schlusse des Jahres 1875 zugegangen. Dem selben ist zu entnehmen, daß in den letzten 5 Jahren 74 Pecsonen von der evangelischlutherischen Kirche zur katholischen, von dieser zur evangelischen aber 130, und zu den Dissidenten 1727 übergetreten sind; dem Judenthum hat sich eine Person zuge: wandt. Sehr wird vom Consistorium über die geringe Sonntags-Heiligung geklagt namentlich in den eigentlichen Fabrik- und Kohlen- Bergbau⸗ Distrieten. Als Hülfsmittel dagegen schlägt man strengere Handhabung der Sonntags-Polizei, Be- schränkung des Eisenbahn-Verkebrs, bessere Controle der Fabriken ꝛc. vor. Auch wird die wachsende Zahl der Wirthshäuser, das Ueberhandnehmen des Vereins- Wesens mit seinen Auszügen und Festlichkeiten u. dgl. mit getadelt. Der Kirchen- Besuch ist in den eigentlichen Bauern-Dörfern am zufriedenstellendsten. In den Städten sinkt er mehr und mehr; am seltensten besuchen die Dienstboten und die heranwachsende männliche Jugend die Kirchen, und prinzipiell halten sich die Socialdemo: kraten denselben fern.

Bayreuth. Das hiesige Schwurgericht ver

urtheilte den Kaplan Hopfenmüller von Bamberg

Oberhessischer Anzeiger.