Ausgabe 
17.6.1876
 
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nach den Ausschußanträgen einstimmig genehmigt.

sicht, und die Aspiranten aus Rheinhessen, welche

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diesem Zweck geforderten 36,000 Mark.

ber Abfahrt waren Prinz Friedrich Karl, Erb⸗ Großherzog von Mecklenburg Schwerin, Prinz Friedrich von Hohenzollern, die General- und

dem Bahnhofe anwesend.

Samstag den 17. Juni.

. 71.

berhessischer Anzeig

f Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden

Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Nr. 13.

Amtlicher Theil.

Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden:

Erlaß, betreffend das oberste Militärgericht für Marinesachen. Seite 165. Bekannimachung, betteffend die Erweiterung von Festungsanlagen.

Seite 165

Betreffende Statistit des Kemeinde-Armen- und Krank

enwesens.

Friedberg den 14. Juni 1876.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

8 Es ist nöthig, daß Diejenigen von Ihnen, welche unfere Auflage vom 29. April laufenden Jahres in Nr. 52 des Kreisblattes noch nicht erledigt haben, dies ohne Aufschub thun, aber auch Diejenigen, in deren Gemeinden keine Armenvereine besteben, uns dies binnen 8 Tagen bericht⸗

lich anzeigen.

L a p p.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 14. Juni. In ihrer heutigen 14. Sitzung erledigte die 2. Kammer der Land- staͤnde in der 3. Hauptabtheilung des Voranschlags der Staatsausgaben für die Finanzperiode 1876 bis 1878 zunächst den TitelPensionen. Die von der Regierung geforderte Summe wurde mit 23 gegen 20 Stimmen verwilligt. Es wurde so dann zur Berathung der Anforderung der Gr. Regierung geschritten, zur Aufbesserung der Pen- sionen der vor dem Erlaß der neuen Pensions gesetze in den Ruhestand versetzten Staatsdiener 50,000 Mk. zu verwilligen. Der Ausschußantrag geht auf Ablehnung der Regierungsvorlage. Die Regterungs⸗Vorlage wurde aber einstimmig ange mommen. Die folgenden Hauptabtheilungen: IV. Be- dürfnisse des Gr. Hauses und Hofsstaats, V. Landstände und VI. Matricularbeiträge, wurden ohne Debatte

Die Berathung über die Hauptabtheilungen VIIa. und VIIIa, wurde ausgesetzt. In Hauptabtheilung IX. Geschäftszweige des Ministeriums des Innern, wurde die Pos. 1 Ministerium selbst, entsprechend dem Antrag des Ausschusses nach langer Debatte, angenommen. Die Pos. 2 4 Provinzialdirektion und Kreisämter, wurde gleichfalls nach dem An trag dee Ausschusses angenommen.

Alzey. Die Errichtung einer Präparanden Anstalt in unserer Provinz steht in nächster Aus-

in der Anstalt zu Lindenfels keine Aufnahme finden konnten, sind ausdrücklich auf die demnächstige Er- öffnung der Anstalt in Flohnheim verwiesen worden. Ebenso sind für die Errichtung des Schullehrer⸗ Seminars zu Alzey die nöthigen Vorarbeiten im Gange. Als Local soll das dermalen dem Kreis- Gebäude hergerichtet werden; die Verlegung des Bezirks-Gerichts nach Mainz dürfte aus diesem Grunde noch vor Eintritt der allge- meinen Reichs-Gerichts-Organisation erfolgen. Die Erweiterung der Gebäulichkeiten des Seminars zu Bensheim, namentlich der gegenwärtig in einem Mansarden Stock befindlichen Wohn Räume c., st übrigens ebenfalls als dringlich anerkannt, und ver Finanz- Ausschuß der zweiten Kammer bean- ragt die Bewilligung der von der Regierung zu

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In einem Art. über die Reise des e nach Ems und die vorausgegangenen Phasen der orientalischen Frage äußert sich dieProv.-Corr. folgendermaßen: Dem Ernste und der Macht des

Friedens-Gedankens in dem Bunde der drei Kaiser wählt.

Zeit im Dorfe Dietershahn bei Fulda verborgen aufhielt, eingezogen worden.

Speyer. Das hiesige Dom⸗Capitel hat den Dom Propst Busch zum Bisthums Verweser ge

ist ee vor Allem zuzuschreiben, daß auch bei der zum dritten Male.

unerwartet veränderten Lage in kurzer Zeit eine Verständigung über die weitere Haltung der Mächte und damit eine neue Stärkung der Friedens

Hoffnungen erreicht werden konnte, sonach auch

Derselbe bekleidet diese Würde bertits Ausland. Oesterreich Ungarn. Wien. Die

Politische Correspondenz bringt ebenfalls die Meldung, bei Gelegenheit der Rückreise des Kaisers

in diesem Falle die Speculation auf Differenzen Alexander von Jugenheim nach Warschau sei eine zwischen den leitenden Mächten vereitelt wurde. Zusammenkunst mit dem Kaiser von Oesterreich in Zwischen den Berliner Berathungen und der Aussicht genommen.

Emser Kaiserbegegnung liegt ein bedeutsamer Mo- Pest, 14. Juni. Auf eine in der heutigen ment der Zeitgeschichte, aber wiederum hat sich in Sitzung des Abgꝛordnetenhauses an die Regierung entscheidender Stunde die hochherzige Gesinnung gerichtete Interpellation über die Haltung derselben

Berlin, 14. Juni. Der Kaiser ist gestern Abend gegen 10 Uhr nach Ems abgereist. Bei

resp. Zwangsverkäufe gegen dort ansässige Deutsche

Flügel- Adjutanten und sämmtliche Minister auf Der Kaiser ist nach iner glücklichen Reise heute Vormittag 10 Uhr n Eus eingetroffen und vom Kaiser von Rußland verzlich begrüßt worden.

14, Juni. Fürst Bismarck ist heute früh

bewährt, in welcher Kaiser Alexander mit Kaiser Wilhelm so vollkommen eins ist. Nach Mittheilung desSprudel soll Graf Arnim an den Kaiser das Ersuchen gerichtet haben, daß er unbehindert eine mehrwöchige Kur in Karlsbad gebrauchen dürfe; die Bitte sei in dieser Form abgewiesen, jedoch dem Grasen auf privatem Wege mitgetbeilt worden, daß die preußische Regierung von seiner Anwesenheit in Karlsbad keine Notiz nehmen werde, in gleicher Weise, wie dies während der Anwesenheit des Grafen in Berlin zur Zeit der Erkrankung seines Sohnes geschah. In ähnlicher Weise werde auch von Bülow dem österreichischen Gesandten Mittheilung machen.

Bezüglich der Kriegssteuern und außer- gewöhnlichen Lasten, welche den auf Cuba ansässigen und etablirten zahlreichen Deutschen auferlegt worden sind, theilt derReichs- Anzeiger mit, daß die deuische Regierung zum Zwecke der Befreiung der Deutschen von den gedachten Abgaben Verhandlungen mit Spanien angeknüpft habe. Die Auslegung der bezüglichen Vertragsbestimmungen sei allerdings bestritten, auch seien der Anerkennung der von deutscher Seite aus diesen Bestimmungen abge letteten Ansprüche eine Reihe von Schwierigkeiten sowie überhaupt die ganze dortige politische Lage hindernd entgegengetreten. Nunmehr hätten aber die diesseitigen Bemühungen den Erfolg herbei⸗ geführt, daß der General- Gouverneur von Cuba auf Grund eines von Madrid aus erlassenen Befehles die executorische Beitreibung von Kriegsabgaben

einstweilen und bis zur Verständigung unter den beiderseitigen Regierungen aussetzen ließ.

Köln, 11. Juni. DerKöln Volks-31g. zufolge wurde gestern dem Erzbischof Melchers die Aufforderung zugestellt, am 28. d. M. vor dem

k. Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten in Berlin zu erscheinen, Fulda, 14. Juni. Gestern ist der Dom

Caplan Weber, der, ungeachtet er zu den ausge

ach Kissingen abgereist

wiesenen Geistlichen gehört, sich seit langer

Silber Geld.

in der orientalischen Frage antwortete Minister Präsident Tisza, daß die ungarische Regierung sich stets mit dem gemeinsamen Ministerium des Aeußeren in Verbindung gehalten habe; letzteres werde nach wie vor bemüht sein, in friedlichem Sinne zu wirken. Das Haus nahm diese Ant wort zur Kenntniß.

Frankreich. Paris, 13. Juni. Der Senat berieth heute über den Antrag Parieu's, betreffend die Einhaltung der Ausprägung von Der Finanz ⸗Minister erklärte, er habe die Absicht, die weitere Ausprägung zu sistiren, wenn die Ursachen der Silber-Entwerthung andauerten. In der heutigen Sitzung der Budget- Commission gab der Herzog von Decazes Ausklärungen über die französische Politik bezüglich der neuesten Ereignisse. Er sagte, er habe große Zurückhaltung beobachtet, dabei aber für die Auf rechthaltung des guten Einvernehmens zwischen den Großmächten im Sinne der Erhaltung des Friedens gewürkt. Das Werk der inneren Restau⸗ ration müsse das hauptsächlichste Bestreben Frank- reichs bleiben.

88 14. Juni. DemTemps zufolge würde das Ministerium, welches heute bei Dufaure ver sammelt war, seine Entlassung einreichen, wenn bezüglich der Candidatur Buffet's zum Senat, welcher das Ministerium abgeneigt ist, Differenzen mit Marschall Mac Mahon entstehen sollten

Belgien. Brüssel, 13. Juni Anläßlich der Depuurten-Wahlen fanden heute Abend ge räuschvolle Kundgebungen von großen Volksmassen vor mehreren katholischen Institulen statt, die in Folge dessen unter den Schutz der Bürgergarde gestellt werden mußten; mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Auch in Antwerpen kam es Abends zu starken Zusammenrottungen an vielen Stellen und zu thätlichen Zusammenstößen zwischen den gegnerischen Parteien; die Bürgergarde wurde aufgeboten und nahm mehrere Verhaftungen vor.

14. Juni. Die Aufregung dauert heute Abend noch fort, ist jedoch geringer als gestern. Alle katholischen Institute werden bewacht. Die Straßen