Ausgabe 
16.3.1876
 
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Oberhessischer Anzeiger.

1876. Donnerstag den 16. März.* A. 33.

Die Petitzeile

a g Erscheint jeden wird mit 11 Pfennig berechnet.

Artisblatt für den Kreis Friedberg. Oienstag, Donnlerstag und Samstag.

Jelteffend: Die Ausführung des Reichs militär: pensionsgesetzes.

Friedberg den 13. März 1876.

1 9 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Da wir in Erfahrung gebracht haben, daß von Ihnen die Vorschriften der in Nr. 14. des Regierungeblatts von 1875 publicirten Bekannt- nachung des Deutschen Reichskanzlers über die Ausführung des Militärpenstonsgesetzes vom 27. Juni 1871 und des bezüglichen Gesetzes vom 1 8 April 1874 nicht immer genau befolgt worden sind, verweisen wir Sse in Folge Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom

26. vorigen Monats zu Nr. M. d. J. 2854 nochmals auf deren Inhalt, besonders unter II. C. 1 und empfehlen Ihnen die Beachtung der dort rtheilten Anweisungen bei allen Verwendungen von Invaliden im Gemeindedienste. na g p.

1 Petrefsend: Anzeige gegen Michael Nobalschek aus Galaeki in Oslipreußen und Consorten wegen verweigerten Diensteintritts resp. vertagswidrigen Dienstaustritts.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großheczoglichen Bürgermeistereien und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises.

Nach abgeschlossenem Dienftvertrag hatten Michael Robatschek J. und II., beide aus Golaski in Ostpreußen, ersterer bei dem Großh. eigeordneten Ewald zu Assenheim, letzterer bei P. Schmidt Ww. von da, Johann Schmolka von dort bei Großh. Bürgermeister Best von Assen heim, Johann Marizynski aus Stargart und Stanislaus Berkomp von da bei Ph. Best J. von Bruchenbrücken am 14. dieses Monate als Dienstknechte einzutreten, waren auch bei ihten bezüglichen Dienstherrn erschienen, verweigerten aber, weil Ihnen nicht 3045 Mark nehr Lohn zugestanden wurde, als vertragsmäßig festgesetzt worden war, den Diensteintritt.

Weiter waren bei Gemeindecinnehmer Möser in Nieder-Erlenbach Franz Chelminiak aue Schubin in Ospreußen und Johann Jablonski von da bereits schon als Dienstknechte eingetreten, sind aber heimlich entwichen.

Der Aufenthalt der genannten 7 Dienstboten, welche von den erwähnten Dienstherrn Reise- und Miethgeld sich haben bestreiten lassen, ohne sen Rückersatz geleistet zu haben, ist unbekannt und ziehen dieselben vermuthlich umher, um anderen Dienstherrschaften ihre Dienste anzubieten und kelleicht in ähnlicher Weise zu übervortheilen.

un Wir warnen daher hierdurch, im Interesse der öffentlichen Ordnung, mit den genannten Dienstboten anderweitige Dienstverträge abzuschließen, 0 ind beauftragen Sie, nach deren Aufenthalt zu recherchiren und uns solchen schleunigst zur Kenntniß zu bringen. Trap p. 1

Friedberg den 14. März 1876.

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7. 2 *

Bekanntmachung. In Gemäßbheit der Instruction vom 2. September 1875 zur Ausführung des Reichsgesetzes über die Naturalleistungen für die bewaffnete Nacht wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Durchschnittspreise der nachbemerkten Artikel für die Monate Januar und Februar 3876 sich folgendermoßen und zwar für je 100 Kilogramm berechnen:

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Hafer. Heu. Stroh Januar: M. 16.30. M. 9. M. 6. Februar: M. 17.20. M. 9. M. 6.30

Friedberg den 13. März 1876. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.

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Bekanntmachung,

den Obstbaumwärter⸗Cursus an der Ackerbauschule zu Friedberg für 1876 betreffend. In Gemäßbeit eines Beschlusses des landwirthschastlichen Vereins Wöchentlich findet eine Excursion nach benachbarten größeren N ir die Provinz Oberhessen soll im laufenden Jahre wieder an der Acker-[ Baumanlagen statt. atis. Huschule zu Friedberg ein Obstbaumwärter-Cursus abgehalten werden. Der Unterricht wird unentgeltlich ertheilt, und ist für die E Der Cursus umfaßt die Zeit vom 3. April bis 13. Mai[Zulassung der Besuch der Volksschule genügend, auch ein Zeugniß über 2 Hufenden Jahres unter achttägiger Avssetzung des Unterrichts während seitherige gute Aufführung erforderlich, während eine Altersgrenze nicht ter Osterfeiertage, sowie in diesem Herbste vom 28. August bis festgesetzt ist. 0 September. Für Kost und Logis haben die Schüler selbst zu sorgen, sowie die 1 ö Der Unterricht wird von tüchtigen Lehrkräften ertheilt und umfaßt:[nöthigen Geräthschaften und Bücher auf eigne Kosten anzuschaffen. 1) Deutsche Sprache und Geschäftsaufsätze, wöchentlich 2 Stunden. Anmeldungen sind möglichst bald und längstens bis zum 2) Rechnen und Feldmessen 10 4 25. März laufenden Jahres an das unterzeichnete Curatorium, 3) Bodenkunde und Düngerlebre 7 2 das zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit ist, einzureichen, da der Cursus 4) Bau und Erpährung der Pflanzen 2 nur im Falle einer größeren Betheiligung abgehalten werden soll, und 5) Obstbaulehre 1 4 wird vor dem Beginn desselben jedem sich Meldenden schriftliche Mittheil- 6) Obstkunde 3 ung gemacht. b 7) Praltische Uebungen 1 17 Friedberg im März 1876. Abt. Der Unterricht wird durch eine Sammlung der besten Lehrmittel f b b ind Instrumente unterstützt. Das Curatorium der Ackerbauschule zu Friedberg. Die praktischen Uebungen werden nach einem bestimmten Plane Trapp. Dr. G uu s er. Klieisch. . n dem zu diesem Zwecke angelegten Obstgarten vorgenommen, und können[ Geh. Regierungsratb. Dirigent der Ackerbauschule. Kreis-Assessor. ußzerdem mehrere hiesigen größeren Obstbaumschulen benutzt werden. 1

1 Einladung.

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1 Die Mitglieder der landwirihschastlichen Section Butzbach und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden auf Samstag den 18. März, ttags 3 Uhr, zu einer Besprechung im Rathhaussaale hier ergebenst eingeladen. 1

Herr Dr. Heuser, Dirigent der Acker bauschule zu Friedberg, wird einen Vortrag über Ertrag und Oualität der Runkelrüben nach den e schiedenen Arten der Anpflanzung und den verschledenen Rübensorten halten; ferner wird ein zur Vertilgung der Kleeseide in Anwendung zu

Hech ler.

sungendes Reglement in Berathung gezogen werden. Butzbach den 13. März 1876.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. August Breidenbach von Dorheim wurde als Wiesenvorstands Mitglied der Gemarkung Dorbeim ernannt und verpflichtet. . Konrad Lemp von Melbach wurde als Feldschütze der Gemarkung Melbach ernannt und verpflichtet. 3 Georg Geck II., Wilh. Keil und Ph. Hahn III. wurden als Wicsenvorstands-Mitglieder der Gemarkung Melbach ernannt und verpflichtet.