Ausgabe 
15.6.1876
 
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1876.

Donnerstag den 15. Juni.

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Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Artis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publiciren:

Nr. 29. sub 3. Bekanntmachung, die Außercourssetzung der Scheidemünze der Thalexwährung bettessend.

Friedberg den 12. Juni 1876.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp.

Betreffend: Den Aufenthalt der Anna Kaut von Endbach.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

Falls die Dienstmagd Anna Kaut aus Endbach, Kreis Biedenkopf, in einer Ihrer Gemeinden sich aufhält, wollen Sie uns hiervon alsbald

berichtliche Anzeige erstatten.

Betreffend: Die für die Industrieschulen aus dem Mathildenstifte zu Vilbel für 1875 bewilligten Unterstützungen. g 5 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 2 an die Großherzoglichen Bürgermeistereien derjenigen Gemeinden des früheren Kreises Vilbel, in welchen im Jahre 1875 Industrie

schulen bestanden haben.

Friedberg am 12. Juni 1876.

Trapp. Friedberg den 13. Juni 1876.

Aus dem nachstehenden Verzeichnisse wollen Sie ersehen, welche Beiträge den einzelnen Gemeinden, nach deren Seelenzahl berechnet, als

19ð, 1 worden sind. 394 ten Bedürfnissen. A0 l 6 4040 Stag eim 24 M. 63 pf. Burg- Oräfenzod 13 M. 38 P. 520 en 22 M. 30 Pf. Kaichen 14 M. 77 Pf. 2100 2 N Ischbach 17 M. 81 Pf. Ober-Erlenbach 3 im 43 M. 68 Pf. Stammheim 21 M. 83 Pf.

Verzeichniß

Dortelweil 14 M. 66 Pf. Klein⸗Karben 20 M. 8 Pf. 25 M. 55 Pf. Ober⸗Eschbach 16 M. 65 Pf. Vilbel 96 M. 81 Pf.

Kloppenheim 6 M. 58 Pf. Okarben 14 M.

ung zu den Kosten der Industrieschulen, insbesondert zur Arschaffung von Arbeits-Material für die Kinder, aus dem Mathildenstifte Vilbel Decretiren Sie dieselben in Einnahme und verwenden Sie solche nach Conttolirunz nach den von den Schulvorständen Ihnen

Trapp.

der den nachstehenden Gemeinden aus dem Mathildenstifte Vilbel zu den Kosten der Industrieschulen zuerkannten Unterstützungen. Groß⸗-Karben 26 M. 45 Pf.

Harheim 24 M. 49 Pf. Oeldenbergen 42 M. Massenheim 8 M. 58 Pf. Nieder Erlenbach 20 M. 52 Pf. Petterweil 17 M. 73 Pfl. Rendel 20 M.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Johann Weil IV. von Rockenberg ist als Feldschütze der Gemarkung Rockenberg ernannt und verpflichtet worden. Heinrich Lang III. von Bruchenbrücken wurde als Feldschütze für die Gemarkung Bruchenbrücken ernannt und verpflichtet.

Deutsches Reich.

Friedberg. Die Regierung verlangt für den Neubau einer Turnhalle im hiesigen Schul lehrerseminar 26,000 Mark und beantragt der Finanzausschuß dafür 25,000 Mk. zu bewilligen, indem er den Abbruch eines Stückes der Burg- mauer und Ersetzung desselben durch eine Staketen wand mit einem Kostenaufswand von 800 Mark für zweckwidrig erklärt.

Darmstadt, 12. Juni. Die zweite Kammer der Landstände trat heute zu ihrer 12. Sitzung zusammen. Der Präsident widmete zuerst dem verstorbenen Abg. Mühlberger dem üblichen Nachruf. Sodann wurde eine Reihe neuer Eingaben ver- lesen und trat hierauf die Kammer in die Be rathung des Antrags des Abg. Schröder ein: die Aufhebung der den Standesherrn und der Ritterschaft des Großberzogthums, sowie den Frei herrn Riedesel zu Eisenbach zustehenden Patronats- und Präsentationsrechte bei Besetzung von Pfarr- und Schulstellen, sowie der Stellen der Verwalter von Kirchenkasten, Schulfonds und milden Stift- ungen. Der Abg. Küchler stellte den Antrag auf Aufhebung der Patronatsrechte getzen volle Ent- schävigung ohne Rücksicht auf den Erwerbsgrund, der mit allen gegen 4 Stimmen abgelehnt wurde. Der Antrag des Ausschusses wurde sodann ange nommen und zwar Pos. 1 und II gegen 6, Pos. Ill und IV gegen 7 Stimmen. Es solgte die Berathung über die Gesuche des Stadlvorstandes zu Ortenberg, wegen Erbauung einer Zweigbahn von Stockheim nach Ortenberg betr. Der Abg. Jöckel beantragte Gewährung des Gesuches, während Abg. Ellenberger eine anderweite Entschädigung beantragte. Bei der Abstimmung verwarf die Kammer den Antrag Jöckel gegen acht Stimmen und nahm den Antrag des Ausschusses au. Der Antrag Ellenberger wurde gegen 16 Stimmen

angenommen. Vor der Berathung der beiden oben genannten Gegenstände war die Prolongation des Finanzgesetzes 18721875 auf weitere sechs Monate gemäß dem Antrag des Ausschusses ohne alle Debatte einstimmig genehmigt worden.

13. Juni. Die zweite Kammer der Land stände trat heute zur 13. Sitzung zusammen, in welcher zunächst Ministerpräsident von Starck, des Ausscheidens seines Vorgängers gedachte und für sich die Unterstützung der Kammer erbat. Nach dem Präsident Görz Namens der Kammer die Hoffnung ausgesprochen, daß die Kammer, wie seither, im Einvernehmen mit der Staatsregierung verbleiben werde, wurde die Berathung über den Gesetzesentwurf, die Sterbequartale der Volks- schullehrer betr. eröffnet. Ohne weitere Diskusston wurde der Entwurf in der vom Ausschuß vorge schlagenen Fassung einstimmig genehmigt. Nach Erledigung einiger Gesuche trat die Kammer in die Berathung des Budgets für die Finanzperiode 1876 bis 1878 und zwar zunächst in die der Ausgaben ein. In der Hauptabtbetlung JLasten und Abgänge, wurde die Pos. J, Lasten auf den Kameral- Domänen, nach den Ausschußanträgen einstimmig angenommen, ebenso vie Pos. IV, V, VI, VII, VIII, und IX. Auch Pos. X, 1 wurde ein stimmig, dagegen 2 gegen eine Stimme angenommen, ebenso Pos. XI.. Bei Pos. XII sprechen Ministe rial-Präsident Schleiermacher, Kugler und Osann Schließlich wird die Pos. angenommen, ebenso die Pos. XIII. XIV. und XV. Bei der Be rathung über die Ausgaben für die Main⸗Weser bahn interpelllrt Abg. Edinger die Regierung über ihre Stellung zum Projekt des Ankauss der Bahnen durch das Reich und würde die Beantwortung für später aufgeschoben.

Der von der Mehrheit des Finanz⸗Aus- trägt. schusses gestellse Antrag:an die Regierung bas! Wohnung etwa 4000 Mark.

Ersuchen zu richten, zu erwägen, wie der, die Steuer-Kräfte des Landes naturgemäß in immer wachsendem Maßze belastende Aufwand für die beiden Hochschulen(Universität und Polytechnikum) vermindert werden könne, nöthigenfalls selbst durch Aufhebung des Polylechnikums, hat insbesondere in unserer Stadt eine keineswegs zu unterschätzende Gegen- Agitation bervorgerusen. Es darf schon jetzt als sehr zweifelhaft angesehen werden, ob die Mehrheit des Plenums jenem Antrag bei stimmen werde.

Da noch vor Ende dieses Monats die Prorogation des Finanz Gesetzes von beiden Kammern gutgeheißen werden muß, so ist jetzt auch die Einberufung der ersten Kammer, und zwar für den 17. d. M. ersolgt. Eine gleich- falls noch in diesem Monat definitiv zu erledigende Angelegenheit ist der Gesetzentwurf über die Be sleuerung der Bergwerke, indem die desfallsige finanzielle Gesetzgebung gleichzeitig mit dem nächsten Monat in Kraft tretenden Berg-Gesetz in Wirk samleit gesetzt werden muß.

Aus sicherer Quelle hört man, daß die Regierung dle Gesetz-Entwürfe wegen ander weiter Regulirung der Einkommen Steuer und die Ein- fübrung einer Capftal- Steuer mindestens sür diese Finanz⸗Periode zurückziehen werde.

Michelstadt. Auch in dem Odenwald ist man mit der Kirchen-Steuer sehr unzufrieden, und in König ist mit dem Austritt sämmtlicher Bürger aus der evangelischen Landes-Kirche bereits der Ansang gemacht. Die dortige Gemeinde besitzt für 60,000 Mark Staats- Papiere, welche als Pfarr-Besoldungs Fonds in der Gemeinde Rechnung vorkemmen, ebenso ein kleinesPfarr- Besoldungs Gut, welches etwa 1000 Mk., ein-: Der Pfarter bekommt jährlich neben freier Dieser Pfarr