Ausgabe 
13.6.1876
 
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münzen der Thalerwährung betreffend.

Ziele der Communalumlagen der Gemeinde Klein-Krotzenburg

Telegraphen-Amt in Darmstadt.

1876.

Dienstag den 13. Juni.

. 69.

Oberhessischer Anzeiger.

b Die Petitzeile wird mit 11 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Großherzogliche Regier ungsblatt Nr. 29 enthält: I. Bekanntmachung, den Bau einer festen Brücke über Rheim bei Horchheim betreffend. II. Bekanntmachung, die Umführung der in Mainz inmündenden Linien der Hessischen Ludwigs ⸗Eisenbabn um die Stadt Mainz, sowie die Verlegung des Mainzer, Bahnhofs auf die Landseite det Stadt Mainz betreffend. III. Bekanntmachung, die Außercurssetzung der Scheide⸗

den

IV. Bekanntmachung, die Nichterhebung der 3 ersten

ür 1876 beiteffend.

V. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Amlagen von Communalbedürfnissen in den Gemeinden ves Kreises Darmstadt.

VI. und VII. Uedbersichten der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der zsraelitischen Religionsgemeinden der Kreise Erbach und Worms.

VIII. Ordensverleitzungen.

IX. Dienstnachricht.

X. Miliärdiensinachricht. Seine Königliche Hoheit ver Großberzog haben Allergnädigst geruht: am 28. Mai ven Oberst und 2. Inhaber des 3. Inf.-Regts.(Leib⸗ Regis.) Ne. 117 Prinzen Wilhelm von Hessen und bet Rhein, Großh. Hoheit, zum Generalmajor zu ernennen.

XI. Dienstenslassung.

XII. Concurtrenz- Eröffnungen. Erledigt sind: die Schulstelle zu Betzented, Gehalt 685 M. 71 Pf.; die mit inem evang. Lehrer zu besetzende 3. Schulstelle zu Fürfeld, Sehalt 771 M. 43 Pf.; die 1. Knabenschulstelle zu Groß⸗ Derau, Gehalt 1114 M. 28 Pf.; die evang. Pfarrstelle u Octenberg, Gehalt 1132 M. Pf. Das Präsentat ions echt steht dem Grafen von Stolberg-Roßla zu, welcher für diesesmal hierauf verzichtet hat; die 3. Schulstelle u Dietzenbach, Gehalt 865 M. 71 Pf.; die 6. evang.

Schulstelle zu Lampertheim, Gehalt 942 M. 86 Pf., vom vergangenen Jahre. welcher sich von 5 zu 5 Jahren bis zu 1371 M. 43 Pf. wurde der Vors thöht; die 1. Schulstelle zu Freien⸗Sieinau, Gehalt 357 M. 14 Pf.; die evang. Pfarrstelle zu Wirberg, Gehalt

822 M. Pf.; die Schulstelle zu Kettenheim, Gehalt

357 M. 14 Pf

XIII. Sierbefälle. Gestorben find: am 29. December 875 der Districtseinnehmer Vowinkel zu Offenbach; am

J. Mai 1876 der Domanialforsiwart Funk zu Zellhausen; um 5. Mai der Oberst Scriba zu Darmstadt. u. Post⸗Personalnach⸗ selbstverständlich auch die Verlobung eines Geist

Darmstadt, 4. Juni. vichten.

Harting von Düsseldorf als Telegraphist an das Angestellt sind: die Post-Assistenten Flohe in Bingen, Büdingen, Sassenfeld in Osthofen und Pathun in Grünberg.

12. Juni. Der Landesausschuß des Pro- sestanten Vereins wird heute bier in Darmstadt zu einer Sitzung zusammentreten, um in der stirchensteuerfrage sich zu besprechen.

Sicherem Vernehmen nach wird der Kaiser von Rußland in diesem Jahre nicht mehr nach Jugenheim kommen, sondern sich von Ems direct nach St. Petersburg zurückbegeben. In Jugen- geim sind die für das Gefolge gemietheten Logis ubbestellt worden. 5

Berlin. DieKreuz⸗Ztg. bringt überein- limmend mit demDresdener Journal folgendes

bschube. 11 LE Teese P. 4

Wiener Telegramm: Keine Wiederholung der Kanzler Conferenzen. Verständigung der Groß nächte einschließlich Englands in der Orient- Frage wahrscheinlich. Bedingungelose Anerkennung Murad's Seitens der sechs Mächte bevorstehend. Die diplomatisch-militärische Action gegen Ehina, in welcher die deutsche Regierung die Ini⸗ native ergriffen, hat jetzt schon eine bedeutende Bewegung von Kriegeschi Hewässern bervorgerufen, ver Hand Hongkong ist. Es befinden sich bereits 20 Kriegsschisse im dortigen Hafen, und zwar

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12 englische, 2 deutsche: die CorvetteHertha und das KanonenbootCyclop, 3 amerikanische, 1 Corvette und 2 Kanonenboote, die französische Panzer- CorvetteAtalante und eine andere Corvette, endlich ein chinesisches Kanonenboot. Unter den 12 englischen Schiffen ist das aus Indien angekommene fliegende Geschwader, aus 4 Schiffen bestehend, mit inbegriffen. Die russische Flagge ist noch nicht vertreten.

Ems, 7. Juni. Der bisherige italienische Gesandte in Paris, fortan in St. Petersburg, Ritter Nigra, ist heute dahier angekommen und im HotelKaiser Alexander abgestiegen.

Nach demRh. K. steht es jetzt fest, daß die Ankunft des Kaisers Wilhelm den 15. Juni erfolgen wird.

Bonn, 8. Juni. Die dritte Synode der Altkatholiken des deutschen Reiches wurde gestern durch Bischof Reinkens mit einer Ansprache er öffnet, in welcher er die Pflicht hervorhob, allseitig an die zu Recht bestehende Ordnung und Verfassung gewissenhaft sich zu binden und bei vorkommenden Differenzen stets aller Erregung sich zu enthalten. Hierauf fand die Constituirung der Synode statt. Zu derselben hatten sich 31 Geistliche und 76 De legirte von Gemeinden eingefunden. Zum stell-

schen Presse sehr unangenehm berühren. Andrassy soll nach dem Beispiele

festgesetzt, also um 201,474 Mark erhöht. Der Präsident constatirte ausdrücklich, daß dieser Be schluß einstimmig gefaßt sei.

Ausland.

Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Wie die Wehr-Zeitung meldet, werde der Kaiser Alexan der von Rußland auf seiner Rückreise als Gast nach Wien kommen.

In gut unterrichteten Kreisen erzählt man, daß der russische Gesandte Novikoff in den letzten Tagen dem Grafen Andrassy gegenüber geäußert, es müsse ihn die auffallend russen- feindliche Hal⸗ tung des größten Theiles der österreichisch-ungari⸗ Graf des Fürsten Bismarck jedwede Verbindung mit der Presse in Abrede gestellt und betont haben, daß die Re- gierung blos für das officielle Organ verant- wortlich sei.

Frankreich. Versailles, 9. Juni. Der Senat berieth heute die Geschäftsordnung. Der Oberst Andlau stellte einen Antrag auf Beschleu- nigung der Militär-Reorganisatson. Der Antrag wurde angenommen und zugleich für zulässig er⸗ klärt, daß die Commisstonen zur Berathung von

vertretenden Vorsitzenden wurde der General-Vikar Reusch ernannt, zu Schriftfübrern Bankrath Reusch, Dr. Zirngibl und Pfarrer Hochstein. Geh.-Rath

v. Schulte erstattete Bericht über die Ereignisse

Versetzt sind: der Obertelegraphist Ziesel don Mainz nach Olpe und der Bureau Assistent an

Graeff in abgeschlossen habe, nicht zu beaustanden

und den Zustand der altkatholischen Bewegung

chlag der Repräsentanz, über alle die Cölibats-Frage betreffenden Anträge zur Tages- Ordnung überzugehen, mit allen gegen 8 Stimmen angenommen. Ebenso mit großer Majorität, daß es der Repräsentanz überlassen werde, wann die Frage wieder auf die Tages- Ordnung gesetzt werde, und daß ebeuso wie die Verheirathung

lichen unstatthaft sei. Dagegen wurde der Antrag genommen: daß die kirchliche Einsegnung einer Ehe, welche ein Geistlicher nach Aufgebung seiner geistlichen Thätigkeit vor dem Standes- Beamten sei. Ferner wurden die durch die preußischen Kirchengesetze vom 9. Novbr. und vom 20. Juni 1875 nöthig

Functionen der Kirchen- Vorstände, gemäß den provisorischen Anträgen der Repräsentanz festgestellt. Ein Antrag bezüglich der Form der Gemeinde Wahlen wurde abgelehnt. Ebenso andere Anträge, betreffend die Bildung einer Synodal-Casse. Des- gleichen der Antrag, die einleitenden Schritte zu thun zur Wahl von noch zwei Bischöfen.

8. Juni. In der heutigen vierten Sitzung der altkatholischen Synode wurde die Vorlage der Repräsentanz, betr. die Bildung kirchlicher Bezirks- Vereine, angenommen; dagegen ein von Heidel- berg ausgegangener Antrag bezüglich desselben Gegenstandes der Erwägung der Repräsentanz dringend empfohlen. Nach verschiedenen Neuwahlen schloß alsdann der Bischof die Synode, indem er der Freude Ausdruck gab über die Eintracht, mit welcher die Beschlüsse, selbst solche über die

ffen in den chinesischen deren Sammelplatz vor kammer hat den Etat des königlichen Hauses und scheidun

schwierigsten Fragen, gefaßt wurden. München, 9 Juni. Die Abgeordneten

Hofes gemäß den Ausschuß-Anträgen genehmigt; danach wird die Civilliste auf 4,231,044 Mark

In der dritten Sitzung

gewordenen Abweichungen von der Spynodal- und Gemeinde Ordnung, betreffend die Bildung und

Militär⸗Angelegenheiten oder Commissionen, welche zu ihren Arbeiten ministerieller Schriftstücke be⸗ dürfen, in Paris tagen können. Belgien. Brüssel. Seit einigen Tagen ist in Brüssel und in den Provinzen das heilige Sacrament ausgestellt, und es finden alltäglich öffentliche Gebete in allen Kirchen statt, am von der Gottesmutter und der Schaar ihrer Ober- und Unter- Heiligen den Sieg der klerikalen Can; didaten bei den Wahlen am 13. Juni zu erflehen. Großbritannien. London, 10. Juni. Im Unterhause erklärte Disraeli auf eine Anfrage Hartington's, die englische Regierung wolle keine unnöthige Zurückhaltung beobachten und sei nicht gegen die Mittheilung der auf die orientalische Frage bezüglichen Attenstücke; es seien aber In- teressen vorhanden, welche höher reichten als die erklärlichen Wünsche des Hauses und des Mini- steriums, und da es sich bei diesen Interessen um die Aufrechterhaltung des Friedens handle, so hoffe er, werde das Haus nicht auf Vorlegung der Actenstücke besteben; er sei indessen bereit, jede mögliche Auskunst zu geben. Vor kurzem habe er die Hoffnung ausgesprochen, das Berliner Memorandum werde der Pforte nicht mitgetheilt werden, heute glaube er vollkommen in der Lage zu sein, zu erklären, daß das Memorandum zurück gezogen sei, da es nach seiner Meinung vertagt sei. Unzweifelhaft ließen die jüngsten eingreifenden Ereignisse zu Constantinopel hauptsächlich die Zu- rücknahme des Memorandums als erklärlich er- scheinen, da die Pforte Schritte gethan habe, durch welche mehr als einer der wichtigsten Punkte des Memorandums anticipirt werde. Die Pforte habe freiwillig Waffenstillstand ange boten, was allein schon ein hinreichender Grund für den Ausschub hinsichtlich Ueberreichung der Nole wäre. Die Weigerung Englands, dieses diplomatische Actenstück zu sanctioniren, sei von keiner Macht in feindlichem Sinne aufgefaßt, im Gegen- theil hätten die Mächte mit ihrem Bedauern den Wunsch ausgesprochen, England möchte seine Ent- g nochmals erwägen. Es gäbe mebr als einen Punkt, worin England gemeinsam mit den übrigen Großmächten handele, und wie er hoffe,