Ausgabe 
12.12.1876
 
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1876.

Dienstag den 12. Dezember.

147.

5 Die Petitzeil wird mit 14 Pfennig berechnet.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

5 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

14 Deutsches Reich.

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rich, 6 Olm, Hofmann aus Weinheim zum Friedensge

Darmstadt. ungsblatt Nr. 50 enthält:

I. Verordnung, die Vollziehung der Rechnungsabschlüsse der Oberrechnungskammer betreffend.

II. Anweisung für die Markscheider und Geometer zur Anfertigung der Situationsrisse für Muthungen und Consolidationen.

III. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.

IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Gtoßderzog haben Allergnädigst geruht: Am 11. Novbr.

dem evang. Pfarrer Ellenberger zu Hain-Gründau die

Pfarrstelle zu Ortenberg, dem evang. Pfarrer Dr. Müller zu Watzenborn die Pfarrstelle zu Peiterweil, dem evang. Pfarrer Weitzel zu Gimbsbeim die Pfarrstelle zu Stock stadt zu übertragen; am 15. Nov. den auf die 3. Schul⸗ stelle zu Reichelsheim präsent. Schullehrer Arras zu Gras- Ellenbach zu bestätigen; am 20. Nov. dem Schullehrer Kaiser zu Lörzweiler eine Lehrerstelle in Ober-Ingelheim, dem Schulverw. Kumpf aus Heppenbeim die 1. Schulstelle zu Hausen zu übertragenz am 21. Nov. den Georg Mey

wald von Viernheim und Müller II. von Essenheim zu

Telegraphisten bei der Main⸗Neckar⸗Eisenvahn zu ernennen. V. Concurrenz⸗Eröffnungen. Erledigt sind: Eine Lehrerflelle zu Undenheim, Gehalt 771 M. 43 Pf., die Schulstelle zu Climbach. Gebalt 685 M. 71 Pf. Darmstadt. Am 21. v. M. wurde der Friedensrichter Knaus zum Ergänzungsrichter beim Bezirksgerichte Alzey ernannt; ferner wurden am 25. v. M. die Friedensgerichtsaktuare Göttelmann

von Wörrstadt nach Mainz I, Sauer von Nieder-

Olm nach Wörrstadt, Page von Wöllstein nach Alzey versetzt, und die Aktuariatsaspiranten Klein aus Mainz zum Friedensgerichtsaktuar in Nieder-

richtsaktuar in Wöllstein ernannt.

7. Dec. In der heutigen zweiten Sitzung der Landessynode veranlaßten die Ausgaben des Consistoriums eine längere Debatte. Eine welt

iche Rathsstelle ist erledigt, sie soll jedoch nicht wieder besetzt werden, eine jüngere Kraft angestellt werden und eine

wenn aber doch nöthig,

Secretärstelle in Wegfall kommen. Dagegen drang ein Antrag durch, die Stellen im Consistorium

besser zu dotiren, um tüchtige Kräfte zu gewinnen, bezw. zu behalten. Punkt war, wie die Einbuße, da die Mittel nicht

Ein zweiter sehr wichtiger

reichen, den Pfarrern das gesetzlich versprochene Gehalt zu gewähren, auf die einzelnen Klassen

dertheilt werden sollen. Hierin siegte schließlich die Vorlage des Consistoriums, mit Abwerfung des

weitergehenden Antrags Schröder, die höchsten Gehalte überbaupt um 400 Mark zu veringern. Ein dritter wichtiger Punkt war der Antrag Müller, schon im Jahre 1877 eine neue Revision

der Besoldungs⸗Noten, d. h. des jährlichen Ertrags

der einzelnen Stellen, vorzunehmen, der aber, mit Rücksicht auf die große Mißlichkeit und Schwierig⸗ leit einer solchen Revision schon nach 1 Jahre (statt nach 5), mit allen gegen 2 Stimmen ab- gelehnt wurdr. 8. Dec. In der heutigen dritten Sitzung der Landessynode wurde die Ver handlung über die Ausgaben des Budgets fort- gesetzt. Anlaß zu einer ernsten Debatte gab eine Anfrage von Schröder über die Verhältnisse des zeistlichen Land- Kastens. Wernher vertheidigte dessen Eigenthum und Verwendung nach den Stift- ungs Zwecken. Schlagend wies Schröder darauf zin, daß die Einkünfte solcher Pfarrstellen, welche über den Classifications-Betrag hinausgehen, dem

Das Großherzogliche Regier⸗

die an den Staat zurückzuzahlende Summe folgte ein Antrag Draudt's auf Wahrung der Rechte der Kirche wegen der in der vom Staate ge währten Pauschal⸗ Summe enthaltenen Rechtstitel. Dieser Punkt wurde von Königer dahin erledigt, daß es sich nicht darum handeln könne, die gegen- seitigen Ansprüche klar zu stellen, daß aber Niemand daran gedacht habe oder denke, die Rechte der Kirche auf die ihr rechtlich zustehenden Einnahmen irgendwie zu beeinträchtigen, was von Schröder bekräftigt wurde. Dann folgte die Vorlage der Regierung wegen Zusammenlegung der Gemeinden zur Ersparniß von 40,000 M., von dem Consi storium motivirt als Ergebniß des Nothstandes, daß es die Pfarreien nicht besetzen könne, unter Rücksicht auf alle Verhältnisse, Rechte und Wünsche der Gemeinden. Ein Antrag von Müller(Alsfeld) ging auf Zusammenlegung bis zur Ersparniß von 50,000 M., wurde aber abgelehnt. Nach einer minder wichtigen Verhandlung über die Pfingstcollecte wurde die Einnahme im Ganzen angenommen.

8. Dec. Ministerial⸗Präsident Kempff ist gestern ebenfalls zur Theilnahme an den Berath- ungen des Bundesraths über die Justizgesetze nach Berlin abgereist.

Wie dieDarmstädter Zeitung vernimmt, ist seitens der obersten Schulbehörde der Beschluß gefaßt worden, zu Ostern des nächsten Jahres am hiesigen Orte eine Lehrerinnen ⸗Bildungsanstalt ins Leben treten zu lassen und dieselbe mit der hiesigen höheren Mädchenschule zu verbinden.

In den Anklagesachen gegen den Bischof von Mainz wegen gesetzwidriger Uebertragung von Pfarrämtern ist auf den 15. Januar Termin vor dem Cassationshof anberaumt. Zunächst handelt es sich um die Competenzfrage.

Worms. Aus der kleinen protestantischen Kirchengemeinde Hohen-Sülzen sind nun auch 33 Familien aus- und der Religionsgemeinschaft Freie Protestanten beigetreten.

Berlin, 9. Dec. Der Reichstag setzte heute die zweite Berathung des Elsaß⸗Lothringen'schen Etats fort, genehmigte Capitel 19 43 unver- ändert und nahm die vom Berichterstatter bean tragte Resolution an, den Reichskanzler um eine Aenderung des Gesctzes zu ersuchen, nach welcher das Reich die an die Grundeigenthümer für die Grabstätten gefallener Krieger zu zahlende Ent schädigung übernimmt. Die vom Abgeordneten Gerber beantragte Resolution, den Neichskanzler zum Erwägung zu ersuchen, inwieweit die Gemein den bei der Schulaufsicht betheiligt werden können, wird abgelehnt. Bei der sodann eingeschobenen zweiten Lesung der an die Commission zurückver⸗ wiesenen Positionen des deutschen Reichshaushalts- Etats wurde der Commissions- Antrag, die zum Neubau des Casernements für zwei Escadrons des sächsischen Garde-Reiter- Regiments geforderte Viertel⸗Million Mark zu streichen, angenommen. Hierauf wird auch noch der Abschnitt des elsaß lothringen'schen Etats über Handel, Gewerbe und Landwirthschaft in zweiter Lesung unverändert genehmigt.

Schwerin. 27 Ständemitglieder, darunter 21 von der Ritterschaft und 6 von der Landschaft brachten gestern im Landtage einen Antrag ein

Central- Fonds überwiesen werden, ohne e des Reichs-Civilehegesetzes dahin,

dem Stiftungs Zwecke entfremdet zu werden. Sonst wurden die Ausgabe- Posten von minderer

Bedeutung rasch erledigt, und nun zu der Ein-

zahme übergegangen. Nach einer Debatte über

daß die obligatorische Civilehe beseitigt werde und

die facultative Civilehe an deren Stelle trete. Bonn. Die hiesigeBonner Ztg. bringt

die Nachricht, daß Bischof Reinkene und Pro-

fessor Knoodt ihren mit dem verstorbenen Canonicus Emanuel Veith in Wien geführten Brief⸗Wechsel demnächst veröffentlichen wollen.

Limburg. Seitdem vor 6 Wochen an den Bischof die Aufforderung ergangen war, sein Amt niederzulegen, hatte man von dieser Angelegenheit nichts mehr gehört. Dieser Tage indeß erschien an der bischöflichen Wohnung ein Gerichtsbote, um den Bischof vor den von dem Gerichtshof für geistliche Angelegenheiten mit der Voruntersuchung beauftragten Untersuchungsrichter, Kreis-Gerichts⸗ Rath Exner dahier, vorzuladen. Da die bischöf⸗ liche Wohnung geschlossen war und Niemand über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Bischofs Auskunft gab, mußte der Gerichtsbote unverrichteter Dinge weggehen.

Saarbrücken, 1. Dec. Der Pastor Neu- reuter von Marpingen und Pastor Schneider von

Alsweiler wurden heute aus dem Gefängniß entlassen. Ausland. Oesterrech- Ungarn. Wien, 7. Dec.

Ia der heutigen Abend⸗Sitzung nahm das Abge ordnetenhaus mit allen gegen sieben Stimmen den Budget⸗Entwurf des Ausschusses als Grundlage für die Special-Debatte an,.

9. Dec.(Abgeordnetenhans.) Der volks- wirthschaftliche Ausschuß nahm eine Verlängerung des austro-französischen Handels Vertrages an.

9. Dec. Anläßlich des Georgs Orden- festes sandte der Kaiser Franz Joseph dem russi schen Kaiser ein Glückwunschschreiben.

9. Dec. Die Meldung deutscher Blätter von Versuchen, ein Cabinet im Sinne der Rechten zu bilden, begegnet in parlamentarischen und sonstigen competenten Kreisen dem entschiedensten Widerspruch. Von irgend welchem derartigen Ver suche ist nichts wahrnehmbar gewesen. Gut unter- richtete Correspondenzen aus Constantinopel con- statiren die entgegenkommende versöhnliche Haltung Rußlands bei den derzeitigen Vorbesprechungen über das Programm der Conferenz.

Prag, 7. Dec. Heute fand kein Studenten Exceß statt. Wegen der früheren Excesse wurden sechs Maler-Academiker und acht Studenten polizeilich bestraft und einer dem Landesgericht überwiesen.

Frankreich. Versailles, 8 Dec. Bei der Discussion über das Budget der Einnahmen in der Deputirtenkammer erklärte der Finanzminister, es sei unmöglich, daß die Steuern herabgesetzt würden; zu einer Besteuerung der französischen Rente werde er niemals seine Zustimmung geben.

9. Dec. Ueber den gegenwärtigen Stand der Ministerkrisis verlautet in Parlamentskreisen: Alle Minister bleiben, außer Marcère, welcher durch Jules Simon ersetzt würde. Es heißt, Mae Mahon wäre mit dieser Combination ein verstanden. f

9. Dec. Die Deputirtenkammer setzte heute die Berathung des Einnahme ⸗Budgets fort. Die äußerste Linke sprach sich gegen das Verbleiben Dufaure's und Berthaut's im Ministerium aus.

Großbritannien. London. Nachrichten aus Calcutta melden, daß für den Fall eines Krieges zwischen Rußland und der Türkei eine Masse eingeborner Truppen von Indien durch den Suez- Canal nach Aegypten gesandt werden sollen, um einen Theil dieses Landes provisorisch zu be setzen. In England find für den ersten Truppen⸗ Transport nach dem Orient 21 Bataillone Infan- terie, 7 Regimenter Cavaltrie und 80 Geschütze

Oberhessischer Anzeiger.

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