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1876.
Vonnerstag den 12. October.
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M. 121.
Oberhessischer Anzeiger.
s Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Betreffend: Instruction für die Polizeidiener.
Wir erinnern wiederholt von Ihnen, die bis zum
Amtlicher Theil.
Tur a pp.
Friedberg am 9. October 1876.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
t an die Erledigung unserer Verfügung vom 24. August diefes Jahres, Kreisblatt Nr. 20. dieses Monats den geforderten Bericht nicht erstattet haben,
101, und werden Deujenigen
Wartboten auf Ihre Kosten zu deren Abholung zusenden.
Deutsches Reich.
Dar.mstadt, 8. Oct. Der Zusammentritt der zweiten Kammer wird gutem Vernehmen nach am 19. d. M. erfolgen. Die Session wird etwa 14 Tage dauern.
— Die Eingabe des Landes-Lehrer-Vereins um einen besonderen Central Schul- Fonds, aus welchem die Lehrer-Besoldungen, wie alle Ausgaben für das Volks⸗Schulwesen bestritten werden sollen, hat in dem Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer keinen Anklang gefunden.
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— Nach einer ganz neuerlich an die Stände
7 gelangten Vorlage ist die Provinzial-Hauptstadt Gießen zum Amts Sitz der Bergmeisterei für
Oberhessen ausersehen; eines der fiscalischen Wacht— Häuser am Selters-Thor soll zu diesem Behufe
die ensprechende Einrichtung erhalten.
— Die„Darmst. Ztg.“ schreibt: Die zweite Kammer beschloß bei der Budget-⸗Berathung das Ersuchen an die Regierung, die Staatsschulden—
Tilgungs⸗Casse mit Ablauf des Jahres 1876 als
besondere Behörde aufzuheben und, unter geeigneter Verringerung des Beamten-Personals, mit der Haupt⸗Staats-Casse, sei es auch als besondere Abtheilung, jedenfalls aber unter gemeinschaftlicher Oberleitung, nnbeschadet der Controle der Stände, zu vereinigen. Die erste Kammer ist diesem Er- suchen nicht beigetreten, weil ihrer Ansicht nach auch nach der im Jahre 1876 erfolgenden Rück— zahlung des letzten Restes des Rothschild'schen
0 Anlehens keine wesentliche Arbeits Verminderung ttattfinden werde, weil mittlerweile die Oberhessischen
Bahnen vom Staate übernommen worden seien,
peil ferner nach dem Gesetze vom 29. Juni 1821
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diese Behörde zur Verwaltung der Staats Schuld
gestellt sei, weil es zu Anständen und Collisionen übren könnte, wenn eine ständische Controle be. züglich der Staats⸗Schuld bei einer Casse geführt
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werden sollte, deren Haupt-Beschäftigung einer peciellen ständischen Controle nicht unterläge, weil is im Interesse der Staats- Gläubiger und des Staats-Credits liege, diese besondere Casse bestehen u lassen, um Erstere darüber zu beruhigen, daß
eine zur Staats Schulden-Tilgung bestimmten
Helder diesem Zweck entfremdet und zu laufenden Staats- Bedürfnissen verwendet werden, und weil s endlich dem Director der Haupt⸗Staats⸗Casse icht möglich sein werde, außer seinen jetzigen Geschäften auch die Geschäfte der Staats-Schulden—
Tilgungs⸗Casse zu versehen, auch eine Ersparniß durch die Vereinigung nicht erzielt werden könnte. Mit Berücksichtigung der vom Finanz⸗Ministerium i der gemeinschaftlichen Sitzung mit dem Finanz; Nusschusse der zweiten Kammer geltend gemachten Gründe, welche sich auf den Umtausch der Actien der Oberhessischen Eisenbahnen gegen Staats- Obligatlonen und auf die Abwicklung des Roth- schild'schen Anlehens in diesem Jahre beziehen, brantragt der Ausschuß nunmehr, das Ersuchen dahin zu modificiren, daß die Staats Schulden-
2 Aulgungs Casse mit Ablauf des Jahres 1877 als
„sondere Behörde aufgehoben werden möge.
Offenbach. In dem Wahlkreise Offenbach— Dieburg wird der seitherige Abgeordnete des Kreises, Dr. Dernburg, Chef-Redacteur der „National-Zeitung“ in Berlin, als Candidat der Liberalen aufgestellt werden. Der Candidat der Social- Demokraten ist Liebknecht in Leipzig; der Candidat der nicht zahlreichen Ultramontanen Dr. Moufang in Mainz. Da die hiesigen Social— Demokraten für die Reichstags Wahl schon ge— raume Zeit rüsten, fleißig Wahl Versammlungen balten und in verschiedenen Orten der Umgebung Offen bachs großen Anhang haben, so dürfte vor—
aussichtlich der Wahlkampf in unserem Kreise ein
sehr hitziger werden.
Berlin. Der„Reichs⸗Anzeiger“ meldet die Ernennung der Geh. Ober-Regierungs-Räthe Jebens und Dahrenstädt zu Mitgliedern des Ober— Verwaltungs-Gerichts.— Der„Reichs- Anzeiger“ enthält ferner folgende Mittheilung: Nach Berichten, welche über Constantinopel hier eingetroffen sind, hälte sich unter der mohamedanischen Bevölkerung von Salonichi in letzter Zeit eine erneuerte Erregung bemerkbar gemacht und die Besorgniß vor Exeessen, namentlich für die Tage des Bairam-⸗ Festes, hervorgerufen. Unter diesen Umständen erhielt das Panzerschiff„Friedrich Karl“ den Befehl, nach Salonichi zurückzukehren, wohin das selbe am 5. c. abgesegelt ist.
Hildesheim, 2. Oct. Nach Mittheilung der katholischen„Hildh. Ztg.“ hat der Bischof gestern gegen die verfügte Räumung seiner Curie unter Wahrung aller Rechts⸗Zuständigkeit bei der Regierung Protest erhoben; derselbe wird demnächst, der bevorstehenden Gewalt weichend, in den Räumen, in welchen sich bis vorigen Herbst die Schule der Ursulinerinnen befand, eine Mieth- Wohnung beziehen.
Frankfurt. Der König von Griechenland ist unter dem Namen eines Grafen von Morea mit großem Gefolge hier eingetroffen und im „Englischen Hofe“ abgestiegen.
München. Graf Arco lehnt den Eintritt in das ultramontane Wahl-Comite ab, wünscht jedoch das Zusammenengehen aller Ultramontanen bei der Reichstags⸗Wahl.
Karlsruhe, 6. October. In der heutigen Sitzuug der General-Synode wurden die beiden Candidaten der freien Richtung ins Präsidium ge— wählt, und zwar Geheime-Rath Bluntschli von Heidelberg zum Präsidenten, Ober-Hof⸗Prediger Doll von hier zum Vice⸗Präsidenten. Die Can— didaten der strengen Richtung waren Fabrikant Metz von Freiburg und Ober Kirchen Rath Dr. Mühlhäußer von Wilferdingen. Der neue Präsident des Ministeriums des Innern, Stößer, hat sein Mandat in der Synode niedergelegt. Die General-Synode hat die Vorlage betreffend die Tage-Gelder und Reise-Kosten ihrer Mitglieder angenommen.
— Es war allgemein erwartet worden, der neue badische Justizminister Dr. Grimm werde gleichfalls zum Vertreter Badens im Bundesrathe ernannt werden. Daß dies nicht geschehen, hat,
wie man erfährt, seinen Grund darin, daß Dr. Grimm Reichstags Abgeordneter zu bleiben wünscht. Auch ist seine Wiederwahl im 13. badischen Reichs⸗Wahlkreise(Bretten-Eppingen⸗ Sinsheim⸗Mosbach) gesichert.
Constanz. Nach einer Mittheilung der „Const. Ztg.“ sollen Agenten die hiesige Gegend bereisen, um namentlich ausgediente Militärs für die serbische Armee anzuwerben, und wirklich auch in Constanz schon mehrere Leute geködert haben, die ein Handgeld von je 100 Mark und freie Fahrt bis Triest erhielten.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Eine Circular-Adresse Andrassy's anläßlich der Mission Sumarokoff's ist sehr kurz gefaßt und enthält keinerlei Andeutung über den Inhalt des Hand— schreibens des Kaisers von Rußland an den Kaiser Franz Joseph; es wurde nur einfach die Ueber gabe des Handschreibens notificirt.
— 8. Oct. Die für heute zu Gunsten der Aufständischen in der Türkei beabsichtigte tschechische Versammlung in Julienfeld bei Brünn ist, wie die Morgenblätter melden, polizeilich untersagt.— In Prag sind eine Anzahl Kisten, welche Hinter— lader, Pistolen und Feldflaschen enthielten, eon— fiscirt worden.
— Ein Schreiben der„Pol. Corr.“ aus Petersburg betont die Nothwendigkeit gemeinsamen Handelns Seitens Rußlands und Oesterreichs in der Orient-Frage und bemerkt hinsichtlich der Conferenz⸗ Vorschläge, daß Rußland vor wenigen Wochen einer europäischen Conferenz mit großer Genugthuung beigetreten sein würde, jetzt aber der Ansicht sei, daß die Situation durch lang— wierige Verhandlungen nur verworrener werden müßte. Eine Conferenz sei erst nöthig, sobald eine thatkräfstige Action mit Erfolg gekrönt sei, und zur Bestätigung und Ordnung des Geschehenen.
Pest, 9. Oet. Sitzung des Abgeordneten— Hauses. Der Bericht des Immunitäts-Ausschusses in der Affaire Miletie wurde mit großer Majorität angenommen, nachdem der Minister-Präsident Tisza nochmals das Vorgehen der Regierung mit der Last der auf ihr ruhenden Verantwortlichkeit vertheidigt hatte. Das bekannte Separat-Votum Simon Fay's und der Beschluß-Antrag Simonyi's auf Vernehmung des verhafteten Miletic durch den Immunitäts⸗Ausschuß und Beauftragung des Letzteren mit der Ausarbeitung eines Immunitäts— Gesetzes wurden ahgelehnt. Minister-Präsident Tisza beantwortete die Interpellation Szalap's dahin, daß die Regierung bei Militär- Excessen auf strenge Bestrafung der Schuldigen dringen werde. Die Abschaffung des Waffentragens außer Dienst sei jedoch gegenwärtig unthunlich. Die Sitzung wurde hierauf bis Mitte November vertagt.
Frankreich. Paris. Die Budget Com- mission der Deputirtenkammer hat den von Gam— betta erstatteten Bericht entgegengenommen, welcher im Prineip die Einführung der Einkommensteuer fordert; danach würden sämmtliche Werthe, selbst


