Ausgabe 
10.10.1876
 
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1876.

Dienslag den 10. October.

er Anzeiger.

Die Petitzeil wird mit 11 Pfennig berechnet.

Areisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Winler-Ackerbauschule des land wirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhessen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.

f Nach Mittheilung des Curatoriums rubr. Schule sind für den beginnenden Wintercursus noch eine Anzahl Plätze an hiesiger Ackerbauschule frei und sollen sich auch im Vergleich der Anmeldungen zu solchen Schulen anderer Gegenden unverhältnißmäßig wenig junge Leute aus der Wetterau, ins besondere aus dem Kreise Friedberg, für die hiesige Schule angemeldet haben. Da wir sehr wohl wissen, daß auch unter den Landwirthen unseres Kreises ein ernstes Streben sich bekundet, ihren Söhnen, die sich der Landwirthschaft zu widmen gedenken, eine tüchtige theorctische Durchbildung, ohne welche ja beutzutage den hohen Ansordtrungen, welche an den Landwirth gestellt werden, durchaus nicht genügt werden kann, geben zu lassen und hierfür auch die an sich geringen Opfer zu bringen nicht scheuen, so richten wir au Sie angelegentlichst die dringendste Aufforderung den Eintritt von Söhnen der Landwirthe Ihrer Gemeinden in den am 2. November laufenden Jahres beginnenden Wintercursus genannter Anstalt durch Ihren gewichtigen Einfluß zu veranlassen, und uns binnen 8 Tagen den hoffentlich günstigen Erfolg Ihrer Thätigkeit einzuberichten.

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Betreffend: Das Papierformat bei den Großherzoglichen Behörden. Ungeachtet unserer Bekanntmachung vom 26 Juni dieses Jahres, Kreisblatt Nr. 76, laufen täglich noch Eingaben ein, welche viel größeres

Papierformat als das vorgeschriebene haben.

Friedberg am 7. October 1876.

Wir bemerken wiederholt, daß auf anderes als 33,25 Centimeter langes und 20,5 Centimeter breites

beschnittenes baltbares Papier Eingaben nicht angenommen werden können und müßten wir, wenn es dennoch geschieht, die Eingaben zurückgeben. Wir hoffen, daß wir bierzu nicht genöthigt werden.

Friedberg am 7. October 1876.

Beka n nit m a ch u n g.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. r

Die Amtstage des unterzeichneten Gerichts werden Dienstag und Donnerstag, Vormittage von 8 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr, abgehalten.

Friedberg den 6. October 1876.

Großherzogliches Landgericht Friedberg. E

Deutsches Reich

Darustadt Das Großherzogliche Regiet ungsblatt Nr. 43 enthält:

I. Oeffentliche Anertennung einer edlen That.

II. Summarische Uebersicht der Rechnung Großherzog⸗ licher Landes waisenanstalt zu Darmstadt für 1875. Die Gesammt⸗Einnabme beträgt 145,076 M. 59 Pf., die Ge sammi⸗Ausgabe 143,308 M. 11 Pf. Es wurden in 1875 zusammen 1881 Waisen verpflegt.

III. und IV. Bekannimachung, die Erhebung von nachträglichen Umlagen der israelitischen Religionsgemein den Nidda mit Geis-Nidda und Osthofen für 1876 betr.

V. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Bensheim.

VI. Ordensverleihungen.

VII. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.

VIII. Ertheilung von Erfindungspatenten.

IX. Namensveränderungen.

X. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 23. Aug, dem Milprebiger Jost von Zwingenberg die ev. Pfarrstelle zu Dalheim zu übertragen; an demselben Tage den auf die Pfarrstelle zu Burg⸗Gräfenrod präs. Pfarrer Kalbhenn zu Pelterweil zu bestätigen; an demselben Tage den Kreis baugusseher⸗Aspiranten Sack aus Utphe zum Kreisbauauf seher zu ernennen; am 24. Aug. den Professor Dr. Bürkel zum Neklor der Landesunwersilät für 1876/1877 zu er⸗ nennen; am 28. Aug. dem Pfarrer Dr. Steinmetz zu Mainz die 2. ev. Pfarrstelle zu Mainz, dem Pfarrverwalter Bültel aus Biebesheim die 3. ev. Pfarrstelle zu Mainz, am 31. Aug. dem Schulverwaller Schmidt aus Siedels⸗ brunn die 1. Schulstelle zu Horweiler, am 5. Sept. der Schulamtsaspirantin Rödler aus Mainz eine Stelle an den slädtischen Schulen zu Mainz zu übertragen; an dems. Tage den Lebrer Dr. Röll zu Frankfurt zum Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Darmstaot zu ernennenz am 7. Sept. dem Schullehrer Jung zu Reichelsheim die erste Knabenschulstelle zu Groß⸗Gerau, am 8. Sept. dem Schul⸗ lehrer Riedel zu Heimershausen die Schulstelle zu Betzen⸗ rod, dem Schullehrer Schreiber zu Osthofen die 7. Schul stelle zu Kostheim, dem Schullehrer Hembel zu Freimers heim, den Schulverwaltern Rieß aus Neu-Bamberg und Schneider aus Framersheim, Lehrerstellen an der Stadt schule zu Worms, am 11. Sept. den Schulverwaltern Nungesser aus Eberstabt, Trautmann aus Ober Schön⸗ maltenwaag Lehrerstellen an der ev. Schule zu Wimpfen, dem Schulverwaller Lanz aus Schwarz die 2. Schulsielle zu Vübesheim zu übertragen; am 16. Sept. den prov. Lehrer an der Präparantenanstalt zu Lindensele, Blank,

zum ersten Lehrer an dieser Anstalt, den Schullehrer Stumpf

an der Präparandenanstalt zu Lindenfels zum 1. Lehrer an der Präparandenanstalt zu Wöllstein zu ernennen; am

16. Sept. dem Conxeclor Schorkopf zu Stadthagen die

1. Lehrerstelle, dem Schullehrer Hamburger zu Lich die 2. Lehrerstelle an der Volksschule zu Grünberg zu über tragen; am 18. Sep. den auf die 2. Knabenschulstelle zu Alsfeld präs. Schullehrer Gundrum daselbst, am 20. Sept. den auf die 1. Schulstelle zu Steinsurth präs. Schullehrer Huber an der 2. Schule daselbst zu bestätigen. Am 1. Sept. wurde dem Geometer Martin aus Einheim das Patent als Geometer 1. Klasse für den Kreis Oppenheim, am 5. Sept. dem Joh. Berz aus Nauheim das Patent als Geometer 2. Klasse für den Kreis Groß Gerau ertheilt.

XI. Diensientlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 6. Sept. den Steuerausseher Scheld auf sein Nachsuchen zu entlassen.

XII. Dienstenthebung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 8. Sept, den Schullehrer Neher zu Ober-Erlenbach von der 7. Schul⸗ stelle zu Kostheim zu enibinden und auf seiner Stelle zu belassen.

XIII. Charakterertheilungen.

XIV. Ruhestandsversetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 21. Aug. den Kanzlei-Juspector Jaide auf Nachsuchen und unter Anerkennung seiner Dienste, an demselven Tage den Schul⸗ lehrer zu Sickenhofen, Trippel, am 31. Aug. den Real⸗ Lehrer zu Offenbach Dr. Fresenius auf Nachsuchen, an demselben Tage den Rechnungsrath Schneider auf Nach- suchen unter Anerkennung seiner Dienste, am 16. Sept. den Calculator Pabst bis zur Wiederherstellung seiner Ge sundheit, am 18. Sept. die Lehrerin zu Büdesheim, Lück, in den Ruhestand zu versetzen.

XV. Concurrenz⸗ Eröffnungen. Erledigt ist: die 3. Schulstelle zu Gambach, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die 1. Mädchen ⸗Schulstelle zu Lauterbach, Gehalt 1114 M. 29 Pf. z die 1. Schulstelle zu Hungen, Gehalt 857 M. 14 Pf.; die Schulstelle zu Zell, Gehalt 771 M. 43 Pf.; dem Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentalsons⸗ recht zu; die 2. Schulstelle zu Jugenheim, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die 1. Mädchenschulstelle zu Erbach, Gehalt 1114 M. 29 Pf.; dem Grasen von Erbach-Erbach sleht das Prä sentationsrecht zuz die 2. Schulstelle zu Heubach, Gehalt 771 M. 43 Pf.; die 2. evang. Pfarrstelle zu Reichels heim, Gehalt 1390 M. Das Präsenlationsrecht steht dem Grafen zu Erbach-Erbach zu; die 2. und 3. Mädchenschul⸗ stelle zu Alsfeld, Gehalt 942 M. 86 Pf., welcher durch Zulagen sich bis auf 1371 M. 43 Pf. erhöht; zu der erstgenannten Schulstelle steht dem Stadtvorstand zu Als seld das Präsentationsrecht zu; die evang. Pfarrstelle zu Frischborn, Gehalt 1710 M.; die evang. Pfarrstelle zu Nödgen, Gehalt 2788 M. Das Präsentationsrecht steht den Erben des Fuldaischen Geheimeraths von Buseck zu,

XVI. Sterbefälle. Gestorben sind: am 23. Juli der Rendant Weber zu Darmstadt; am 14. Aug. der Land⸗ gerichlsdiener Reinhardt zu Grünberg; am 22. Aug. der Pfarrer Scharmann zu Oberau; am 29. Aug. der Forst⸗ wart Kaus zu Weickartshain; am 30. Aug. der Lehrer Fischer zu Lauterbach; am 1. Sept. der Laudgerichtsdiener Leyer zu Langen; am 4. Sept. der Kreisarzt Dr. Dittmar zu Erbach; am 16. Sept. der Zollrendant Hof zu Ober⸗ Ingelheim; am 20. Sept. der Kreisveterinärarzt Fritschler zu Nidda; an demselben Tage der Friedensgerichtsaktuar Dietzsch zu Mainz.

Darmstadt. Am 28. Oct. feiern Prinz Alexander und dessen Gemablin in aller Stille das Fest der silbernen Hochzeit auf Schloß Heiligenberg.

Für den Bau- Fonds der Main-Weser-Bahn hatte die Regierung die Summe von 1,000,000 M. im diesmaligen Budget eingestellt und die zweite Kammer war auch für die Bewilligung dieser Summe gewesen. Nachdem indessen die erste Kammer beschlossen hatte, der Regierung nur 800,000 M. zur Verfügung zu stellen, hat, wie wir aus dem neuesten Bericht des Finanz- Aus- schusses entnehmen, dieser Ausschuß einstimmig darauf angetragen, nunmehr auch Seitens der zweiten Kammer den Credit auf die letztere Summe zu reduciren. Einzelne der beabsichtigten Bauten seien nicht so dringlicher Natur.

Der hessische Apothelerverein bereitet eine Eingabe an unsere Regierung vor, um sich gegen die vom Reichskanzleramt beabsichtigte Einführung der rein persönlichen Concession und die Unver käuflichkeit der Apotheken auszusprechen.

Schotten, 5. Oct. Heute wurde an die Stelle des seitherigen Landtagsabgeordneten Schaub, der Oeconom W. Sturmsels von Ulfa gewählt.

Berlin. Der Staats-Gerichtshof verurtheilte den Grafen Arnim zu fünf Jahren Zuchthaus.

DasBerliner Tagbl. berichtet:Wir hören, daß der mehrjährige Bann, der auf der Kreuz⸗Zeitung lag, jetzt von ihr genommen ist. Wahrscheinlich in Folge von Weisungen aus Varzin darf das alt⸗conservative Blatt jetzt an ossieiellen Stellen wieder gehalten werden. Bekanntlich war sogar den Botschaftern und Gesandten des deutschen

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