Ausgabe 
6.1.1876
 
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Für die nach 24. und 25. Januar Prüfung,

anberaumt worden. an dem Schullehrer⸗Seminar zu Anmeldungen zu dieser

betreffend die Prüfung der S

Art. 36 des Volksschulgesetzes vorzunehmende erste Prüfung der kommenden Jahres, Vormittags von 8 Uhr an, Als Commission zur Abhaltung dieser Prüfung Bensheim unter Zuziehung des Großherzoglichen Prüfung sind unter Vorlage von Zeugnissen über s zu Bensheim zu richten und h

liche Direction des Schullehrer Seminar

Bensheim einzufinden. Darmstadt am

24. December 1875.

Bekanntmachung,

und zwar den 24.

Großherzogliches Ministerium des Innern, Nie

aben sich die Angemeldeten rechtzeitig zu derselben

chulamts-⸗Aspiranten. Schulamts- Aspiranten ist Termin auf den

für die schriftliche und den 25. für die mündliche

hat Großherzogliches Ministerium des Innern das Lehrer Collegium Kreis⸗Schulinspectors Dr. seitherige Vorbereitung und sittliches Verhalten an die Großherzog⸗

Wagner zu Darmstadt bestimml. im Seminargebäude zu

Abtheilung für Schulangelegenheiten. Achenbach.

Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier⸗

ungsblatt Nr. 62

von 1875 enthält:

I. Bekanntmachung, das Gesetz üver das Besteuerungs⸗

recht der Kirchen⸗ und 23. April 1875 betleffend. II. Bekanntmachung, bezirke vetreffend. III. Bekanntmachung, de St

straßen für das Jahr 1876 1

n Ausschlag euern und der Beiträge zu den Kosten der betreffend.

der

Religions ⸗Gemeinschaften vom

die Bildung der Standesamls⸗

directen Staals⸗

V. Bekanntmachung, die Territorial⸗Organisation der

Obereinnehmereien in der Provinz R v. Bekannimachung, die Hersiellung einer

zu Grebenau veireffend. VI. Bekann machung, die

regelmäßige Posten und Beiwag zwischen Heldenbergen und

Personenpost VII. Bekanntmachung, ballerei zu Friedberg in

eine Station

heinhessen betreffend. Postagentur

Aufhebung der Station füc en in Vilbel, iowie der Vilbel betreffend. die Umwandlung der Post⸗ für Bahnhoss⸗

fahrten und die Einrichtung einer Station für regelmäßige

Posten und Nebenfuhrwerk in Echzell betreffend.

VIII. Ertheiiung IX. Diensinachrichten.

Großherzog haben Allergnädigst gerußt: s 0. Reichenbach präsentirten Schul⸗

auf die 1. Schulstelle zu

ines Erfindungspatentes. Seine Königliche Hoheit der

am 9.

lehrer Becker zu Klein⸗Gumpen, am 11. Dec.

die 2. Schulstelle zu Dreieichenbain präsentirten Schulstelle daselbst, den präsentirten Schullehrer llen zu vestätigen; am

lehrer Weimar an der 1. Schulstekle zu Rodau

zu Ober⸗Beerbach für diese Ste den Steueramtsdiener Kraft zu Bensheim zum

12. Dec.

Haupt ⸗Steueramtsdiener in Mainz zu ernennen; dem Schullehrer Schmidt zu Wettsaasen die Groß Karben, am 14. Dec. dem Schul⸗

13. Dec. 2. Schulstelle zu

lehrer Stork zu Altheim die 2 übertragen; am 18. Dec dem

hausen zu übertragen. X. Militärdienfinachricht.

Dec. den

den auf Schul⸗ auf die Müller

am

. Schulstelle zu Lecheim zu Schullebrer Breilwieser zu Horrweiler die 1. Schulstelle zu Groß Rohrbeim und den, Schullehrer Schuster zu Ilbenstadt die Schulstelle

zu Hain⸗

Se. Königl. Hoheit der Groß

herzog haven Allergn. geruht: am 17. Dec. den Oberquartier

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meister Schenck zum Stabsquartiermeister zu ernennen.

XI. Denen, 2 n deJournal de Paris meldet: Die Note des XII. Dienstenilassungen. Seine Königliche Hoheil] Grafen And 1 f am 18. Dec. Grafen Andrassy wird morgen erwartet. Ihr

der Großherzog baben Allergnädigst geruht:

die Schullehrer Adelberger zu Rohrbach vom Dieuste zu en!

Neutsch und Meisinger zu lassen. Seine Königliche Hoheit

XIII. Ruhestandsversetzungen.

der Großberzog haben Allergnädigst geruht:

am 9. Dec.

den Schullehrer Kurtz zu Alsfeld auf sein Nachsuchen und

unter Anerkennung seiner

Dienste, und am 16. Dec. den

Ministerialregistrator Welsch, auf sein Nachsuchen in den

Ruhestand zu versetzen. XIV. Sierbesälle.

Obertonsistorialsekretär Barih; am 23. Nov. der Schul Zen 7 0 lehrer Bernhard zu Muschenheim; am 7. Dec. der Militär⸗ Zwischenfall. Nächste Sitzung am 20. Januar. pensionär Büchner I. zu Dietersheim; am 18. Dec. de Orleans. Der Bischof von Orleans,

Schullehrer Martel zu Mainz

Gestorben sind: am 16. Nov. der

Darmstadt. Durch Allerhöchste Entschließ. ung vom 27. December 1875 wurde aus Anlaß

der Aufhebung der Großherzoglichen Commission für Postangelegenheiten der Geheime Oberpost rath Bauer unter Anerkennung seiner über fünf undfünfzig Jahre hindurch mit Eifer und Treue geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und

ihm das Ritterkreuz 1. Classe des Ludewigsordens, sowie dem Registrator Bessunger das Ritterkreuz 2. Classe des Verdienstordens Philipps des Groß- müthigen verliehen.

Mainz. Bischof Ketteler ist stellvertretender Präsident des preußischen Episcopats geworden. Der Erzbischof von Köln hat denselben nämlich, wie aus bester Quelle mitgetheilt wird, mit 755 Leitung der laufenden Eorrespondenz unter den preußischen Bischöfen beauftragt, während der Erzbischof von München in derselben Angelegenheit bezüglich des gesammten deutschen Episcopats vor läufig und bis auf Weiteres den Tenor anzugeben hat. Ein Circular, unterzeichnet Paulus, Erzbischof von Köln, notificirt dies den deutschen

gegenüber dem abermaligen Beschlusse des Reichs tages auf Gewährung von Reisekosten und Diäten an die Mitglieder des Reichstages, den diese Angelegenheit betreffenden Antrag des Abg. Dr. Schulze⸗Delitzsch seinem Ausschusse für die Ver: fassung überwiesen. Bis zur nächsten Reichstags Session ist also diese Angelegenheit wieder einmal abgethan

DieNordd. A. Z. schreibt: Das Un wesen, welches durch den Handel mit amerikanischen, besonders aus Philadelphia herstammenden Doctor- Diplomen in Deutschland getrieben wird, ist schon seit längerer Zeit in Folge der daraus erwachsen⸗ den Mißstände ein Gegenstand der Etwägung der Reichs- Reg'erung gewesen. Es scheint, daß auf Grund der erfolgten Ermittelungen und Fest⸗ stellungen demnächst ein Einschreiten gegen diesen Mißbrauch erfolgen wird.

München. Wie man hört, hat sich das Cultus- Ministerium geweigert, die neue, mit dem Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit ver mehrte Auflage des Stadelbauer'schen Religions- Buches für Mittelschulen auf die Liste der er; laubten Lehrbücher zu setzen.

Als Nachfolger des Bischofs Reißmann in Würzburg nennt man den Dom Capitular Schork, einen Mann, vortrefflich als Kanzel-Redner, aber zugleich auch bekannt als guter Ultramontaner. Karlsruhe. DieKarlsr. Ztg. bezeichn t die von derNational-Zeitung in einem Artikel vom 30. December ausgesprochene Vermuthung, daß Baden sich geneigt zeigen dürfte, seine Eisen⸗ bahnen an das Reich zu verkaufen, als unrichtig.

Ausland.

Frankreich. Paris, 2. Januar. Das

maßvoller Inbalt sichert ihr bei den europäischen Cabinetten eine sympathische Aufnahme. Dieselbe schlägt keine gemeinsame Kundgebung vor, sondern beantragt, daß jede Macht eine in demselben Sinne gehaltene besondere Note an die hohe Pforte richte.

Versailles, 3. Jan. Die heutige Sitzung der Permanenz-Commission verlief ohne besonderen

Dupanloup, reiste dieser Tage nach Rom, um dort an geeigneter Stelle das Ergebniß der Er hebungen mitzutheilen, welche behufs Heiligsprech ung der Johanna d' Arc gepflogen worden sind.

Holland. Haag. Eine officielle Depesche aus Atschin vom 26. December 1875 meldet die Wiederaufnahme der Operationen. Eine holläu dische Colonne nahm die Position der Atschinesen bei Mibouw mit geringen Verlusten, zwei andere setzten die Operationen fort. Der Verlust des Feindes ist bedeutend.

Türkei. Konstantinopel. Von hier wird derN. fr. Pr. berichtet, daß die Stim- mung der Bevölkerung, vorzugsweise der türkischen, sehr aufgeregt ist. Die Softas(Studenten der Theologie) sind in Stambul in der letzten Zeit öfter handgemein mit den Wachen geworden, und dumpfe Gerüchte über bestehende Complotte und stattfindende massenhafte Verhaftungen erfüllen die Stadt. Man raunt sich allerlei Geheimniß volles über Vorgänge in die Ohren, deren Schauplatz der Palast des Sultans sein soll. Die Stimmung in Konstantinopel wird als eine solche geschildert, wie sie Katastrophen vorherzugehen scheint. Indessen enthalten Privat-Briefe aus Konstantinopel über-

Bevölkerung von der herrschenden Aufregung nicht das Geringste für die eigene Sicherheit besorgt. Donaufürstenthümer. Cettinje. Die Times erfährt, daß dem Fürsten von Monte⸗ negro von Petersburg der Rath ertheilt sei, unter keinem Vorwande die bisherige Neutralität auf- zugeben, da tin actives Eingreifen des Fürsten unmöglich sei. Der Fürst habe versprochen, Folge zu leisten.

Amerika. New⸗ Jork. Dem Reuter- schen Bureau wird von hier gemeldet, daß in der von der Vereinigten Staaten Regierung an die europäischen Mächte betreffs Cuba's gerichteten Note die Vereinigung dieser Insel mit Portorico unter einem spanischen General Gouverneur vor- geschlagen sei.

Aus Stadt und Land. Darmstadt. Dieser Tage wurde in der neu entdeckten Vraunkohlengrube bei Messel ein ebenso wissenschaftlich interessanter als wirtbschaftlich wichtiger Fund in dem Schädel und Rücken eines Krokodils gemacht. Die Thier⸗ reste deuten auf ein Alter der Grube, welches dem Betrieb ein günstiges Prognostiken eröffnet und eine gewisse Garantie füt eine enisprechende Wärme und Heizkraft der Kohle bei all' ihrem Aschenreichthum bietet. Die Reste des Wunderthieres, das vielleicht vor Millionen von Jahren bei irgend einer Wellkatastrophe seinen Tod im Messeler Utwalde fand, sind in den Händen des Directors Ludwig dahier.

Darmstad t. In neuerer Zeit macht sich vielfach eine Krankheit bemerkbar, deren Ursache die ärztliche Wissenschaft noch nicht genügend ergründet hat: es ist dies die Gehirnerweichung, welcher in voriger Woche drei biesige Bürger zum Opfer gefallen sind. Während diese Krankheit früher nur selten vorkam, wird sie eben fort⸗ während beobachtet und mag wohl der häufiger gewordene Genuß von Reizmilteln wie Tabak und geistige Getränke an dem öfteren Voskommen die Hauptschuld tragen, ebenso aber in vielleicht noch höherem Maße die moderne Zubereitung der geistigen Getränke, resp. gewisse Zusätze zu denselben. Constatirt i wenigstens, daß die fragl. Krankheit fast nur dei Männern vorkommt, während das welbliche Geschlecht, das in der Regel keine geistigen Getränke genießt, eder doch nur in verhälinißmäßig geringem Maße, verschont bleibt.

Allerlei. 5

Frankfurt. Der Palmengarten war im vorigen ahre, mit Ausschluß der Aetionäre und Abonnenten, don 139,216 Persenen, welche Eintritts-Karlen nahmen, und 23,260 Kindern besucht. An den 50⸗Pfennig⸗Tagen derkehrten daselbst 7300 Personen. Der Zoologische Garten wurde von 118 701 Personen gegen volles Eintritts- Geld besucht; ferner von 12,469 Kindern und von 39,440 Personen an den 20-Pfennig⸗Tagen, von 27.382 Personen an 50⸗Pfennig⸗Tagen.

Minden. Bei hiesigen Verwandten vesindet fich gegenwärtig ein Mann auf Besuch, den man im Leben nicht mehr wiederzusehen wähnie. Heizer auf dem Loyd⸗ dampfer Deutschland, traf ihn mit diesem das Unglück zu Kentisch Knock. Da er von Deck plötzlich verschwunden war und an Fand nich! betroffen wurde, gab man seiner Familie in Bremerhaven Nachricht, daß der Ernährer seinen Tod in dem nassen Elemente gefunden. Einige Tage später aber erschien der Todtgesagte in seiner Wohnung frisch und munter. Der Dampfer Liverpool hatte auch ihn gerettet. Derselbe Mann war früher Heizer auf dem bei den Scilly⸗Inseln gescheiterlen Schiller. Wie durch ein Wunder wuerde er bei jenem Unglück vom Tode des Ertrinkens gerettet. Jetzt aber hat er's genug; er will nicht mehr in See. Der Mann ist, wie oben gesagt,

nicht leben kann.

Kleinbockenheim, 2. Jan. Gestern Vormittag ist der pfälzische Zugführer Klel bei der Abfahrt des Zuges, als er im Begriffe war, sein Cabriolel zu besteigen, dom Zuge heruntergestürzt. Derselbe kam so unglücklich unter die Wagen, daß ihm beide Beine und ein Arm ab⸗ gefahren wurden. Er slarb noch an demselben Tage.

Brüssel, 3. Jan. Unter den Kohlengrubenarbeitern in Louvidre sind, demEcho du Parlement zufolge, Ruhe⸗ lörungen ausgebrochen. Aus Mons sind Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung nach Louvidte abgesand!.

Liverpool, Das Dampsschiff Dante, welches letzien Mitlwoch von Liverpool auslief und 30 Personen an

Prälaten. Berlin. Der Bundesrath hat, wie die Nat.-Zig. berichtet, auch in dieser Session

einstimmend die Versicherung, daß die ch ristliche

Bord hatie, wurde in St. Georgscanal von dem norweg'

keine eigentliche alte Theerjacke, die bekanntlich ohne Meer

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