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Samstag den 1. April.
M. 40.
berhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 11 Pfennlg berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint seden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Zetreffend: Bezirksconserenzen der Lehrer des Kreises Friedberg.
Friedberg am 30. März 1876.
Für die erste Bezirks-⸗Conserenz dieses Jahres werden hiermit die Herren Lehrer eingeladen:
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Friedberg auf Mittwoch den 5. April
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edesmal um 2 Uhr Nachmittags am bisherigen Versammlungsorte.
1) Die Erfabrungen, die in diesem Winter über die Organssation ic.
allsigen Wünsche. 2) Schulangelegenheiten.
Tagesordnung:
Buc bach auf Samstag den 8. April u d.
Aus dem Bezirke Vilbel auf Dienstag den 4. April dieses Jahres,
d. J., J.,
der Fortbildungsschulen gemacht worden sind und die deß⸗
Schmidt, Kreis Schulinspectot.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Großherzogliche Regiet⸗ ungsblatt Nr. 16 enthält:
III. Adwesenheitserklärung.
IV. Erhebung in den Freiherrnstand. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: den zormaligen Großb. Consul de Luze in Bordeaux für sich nd seine ehelichen Nachkommen in den Freiherenstand erheben.
V. Ordensverleihungen.
VI. Eriheilung eines Erfindunspatentes.
VII. Oiensinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Droßherzog haben Allergnädigst geruht: am 6. Mäcz den neallehrer Ohly zu Karlsruhe zum Letzrer an dem Schul⸗ Shrer⸗Seminar zu Beusbeim zu ernennen; am 7. März zen auf die 3. Mäcchenschulstelle zu Michelstadt präsentitten Schullehrer Diehl aus Beerfelden zu bestätigen; an demselben age dem Schulverwalter Schnellbacher aus Wald⸗Amorbach die 3. Schulste lle zu Fränkisch⸗Crumbach, dem Schulverwalter Rusch aus Ehringshausen die 2. Schulstelle zu Romrod übertragen; am 10. Mäcz dem Schullehrer Becher zu Zeuhausen die 4. Schulstelle zu Mombach zu übertragen; m 11. Mäcz den auf die Schulstelle zu Pforot präsentit ten Schullehrer Feik zu Fran Rombach zu bestätigen; an dems. Vage dem Lehrer Fest zu Guben die 2. Schulstelle zu Groß gohrheim, dem Schullehrer Greb zu Crainseld die 1. Schulstelle zu Nieder⸗Ohmen, den Schullehrer Honecker zu zunzenhain die 4. Schulstelle zu Trebur, am 14. März am Schullehrer Becket zu Groß⸗Felda die 1. evang. Schulstelle zu Hofheim, dem Pfarramts-Kandidaten Grosch ue Par tenbeim die evang. Pfarrstelle zu Kastel-Koftheim uu übertragen; an demselben Tage den Oberfötster zu neerfelden, Hartmann, nach Dudenhofen zu versetzen.
VIII. Concurtenz⸗ Eröffnungen. Erledigt find: die Eielle eines Lehrers an der höheren Mädchenschule zu wießen, Gehalt 1114 M. 30 Pf., welcher bis zu 2057 N. 14 Pf. erhöht werden kann, nebst Wohnungsvergütung n Betrage von 71 M. 43 Pf. für einen unverheiratheten und von 342 M. 86 Pf. für einen verheiratheten Lehrer; wei Lehrerstellen an den städtischen Schulen zu Worme, nehalt je 1200 M.; eine Lebrerstelle an den städtischen tichulen zu Worms, Gehalt 1380 M.
Berlin, 29. März. Das Abgeordnetenhaus erieth heute den Bericht der Special-Commissson zur Untersuchung des Eisenbahn Concesstonswesens ind nahm nach sechsstündiger Debatte mit großer Najorität die bereits bekannten, von fast allen
dractionen unterstützten Anträge der Abgeordneten
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asker und v. Köller an. g Ins Centrum, die äußerste Rechte und die Polen.
ö nunmehr desinitid der Oberstabsarzt Dr. Struck
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Dagegen stimmten nur
am Laufe der Debatte verbreitete sich Lasker in lingerer Rede über die Stellung, welche die
e pecial-Commission eingenommen hat, und die ben ihr überwundenen Schwierigkeiten; als Haupt- beingungen einer Bessekung bezeichnete er vollste ublicität, vollste Verantwortlichkeit, volle Be-
Fafung und endlich umfangreiche Ersatzpflicht. zer Handels- Minister Achenbach erklärte seine belle Zustimmung zum ersten Theil der Resolutionen, nuch deren Grundsätzen er seine Verwaltung be- züts bisher geleitet habe.
— Zum Director des Reichsgesundheits-Amts
— In militärischen Kreisen erörtert man leb-
n die Frage, ob es nicht, Angesichts der be⸗ Mutenden Verstärkung, welche die Artillerie der
leitenden europäischen Staaten während der letzten Jahre erfahren, geboten sei, auch eine Vermehrung der deutschen Artillerie vorzunehmen. Maßgebende Persönlichkeiten sollen sich entschieden für eine solche Verstärkung ausgesprochen haben und die„A. Z.“ hält es für wahrscheinlich, daß eine hierauf bezüg⸗ liche Forderung bereits in der nächsten Reichstags Session gestellt werden wird.
München. Die Mittheilung einiger Zeit— ungen, wonach ein Theil der liberalen Fraction der Abgeordnetenkammer, bezw. der linke Flügel derselben, eine besondere freie Vereinigung bilden werde, ist dem Vernehmen nach vollstandig un begründet.
Stuttgart, 28. März. Die Regierung hat beim Landtage einen Gesetzentwurf eingebracht betreffend die weitere Ausdehnung des Eker ahn Netzes; unter den neu zu bauenden Bahnen be⸗ findet sich auch die Linie Heilbronn ⸗Eppingen.
— 30. März.(Ständekammer.) Tagesordnung steht die Reichseisenbahnfrage. Im Laufe der Debatte sagt Minister Mittnacht: Man werde nicht fehlgehen, wenn man das Reichseisen- bahn⸗Project in Verbindung bringe mit dem Nicht— zustandekommen des Reichseisenbahngesetzes. Zwei Entwürfe in den Jahren 1874 und 1875 seien an die Regierung gelangt, keiner habe dem Bun— desratde vorgelegen. Die Regierung habe diese Entwürfe unter erster Berücksichtigung der Reichs Verfassung, dann erst der Landesinteressen berathen und den ersten Entwurf im Jahre 1874 beant- wortet. Die Regierung habe in ihrer Antwort nicht blos Bedenken geltend gemacht, sondern auch Gegenvorschläge gemacht, die von dem Reichs— Eisenbahnamte in dem zweiten Entwurfe größten— theils aufgenommen worden seien. Der zweite Entwurf habe Bestimmungen enthalten, daß die unmittelbare Aussicht über alle deutschen Bahnen dem Reiche zufalle. Hierin habe die Regierung eine formelle und materielle Aenderung der Reichs- Verfassung gesehen. Es schien namentlich bedenk—
lich, einen Grundsatz von solcher Tragweite an
die Spitze zu stellen, ohne das Verhältniß dieses Grundsatzes zu den Einzelbestimmungen der Ent würfe sestzustellen. Die Regierung glaubte, daß dieser Grundsatz wegfallen und doch ein brauch⸗ bares Gesetz zu Stande kommen könnte. Der Reichskanzler legte dem Bundesfrath die Ergebnisse der Enquete-Commission vor und behielt sich vor, auf Grund derselben Vorschläge zu dem Reichs- Eisenbahngesetz zu machen. Bis jetzt sind noch keine Vorschläge erfolgt. Württemberg ist jeder-
zeit bereit, einem allgemeinen Tarifgesetze, das die
Landesinteressen nicht gar zu empfindlich schädigt, beizutreten. Die Regierung erfuhr gegen den Schluß des vorigen Jahres glaubhaft, daß nur Privatbahnen von dem Reiche gekauft werden soll— ten. Dies habe er, der Minister, bei dem be— kannten Toast in Ulm im Auge gehabt. Regierung habe gegenüber dem Standpunkte eintr
Auf der
sammenhang stebe, wird nicht gesagt. stätigung des„Gerüchts“ wird in jedem Falle erst abzuwarten sein.
Die
Bundesregierunp, welche den Verkauf ihrer Bahnen gan das Reich erwägt, selbst als Bundestegierung den Ankauf in Erwägung gezogen und vor Monats- frist ihren Gesandten in Berlin beauftragt, zu erklären, daß Württemberg für den Ankauf deut⸗ scher oder preußischer Bahnen durch das Reich seine Stimme aus politischen, finanziellen und volkswirthschastlichen Gründen nicht abzugeben ver⸗ möge.(Beifall.) Der Minister fährt aus, daß die Eisenbahnen nicht wie die Post und der Tele- graph durch die Reichsverfassung dem Reiche vin⸗ dieirt seien, das Project also die Reichsverfassung ändere. Wenn an die Regierung die Frage wegen Abtretung der Eisenbahnen, Post oder Telegraphen herantrete, werde die Regierung nichts ohne Zu⸗ stimmung der Kammer unternehmen.(Beifall.)
N Wenn Preußen die Bahnen für sich ankauft, wird
es eine gewaltige Eisenbahnmacht. Der Miniser ist überzeugt, daß Preußen nicht seine Macht miß⸗ brauchen werde. Wolle Preußen rücksichtslos sein, so könne es mit oder ohne eigene Eisenbahnmacht oder Reichsbahnen Alles durchführen. Wenn der Reichskanzler dem Reiche, welches er über Preußen stelle, den Ankauf der preußischen Bahnen anbiete, müsse Jedermann annehmen, daß er dem Reiche nützen wolle; andere Annahmen seien ausgeschlossen. Hiervon ausgebend, werde Württemberg die Sache wiederholt prüfen und seinen Standpunkt inner- halb des Bundesrathes in bescheidener bundes- freundlicher Weise bis zum Ende entschieden ver— treten.„Wir werden uns nicht scheuen, unsere Ansicht zu vertreten, trotz dem Terrorismus in der Presse, die uns Partikularismus vorwirft. Ich nehme keinen Anstand, zu sagen, daß ich die Frage, ob das preußische Project eine Aenderung der Versassung mit sich bringe, keinesfalls verneine. Ich ersuche die Herren, sich heute dabei zu be⸗ ruhigen, daß die württembergische Regierung diese Frage jedenfalls in keiner Weise präjudleirt hat.“ (Lebhafter Beifall.)
Ausland. DOiäesterreich⸗Ungarn. Wien, 29. Matz. Im Deputlirtenhause beantwortete Tisza eine Inter- pellation wegen eventueller zwangsweiser Heim— endung der Flüchtlinge aus der Herzegowina dahin: Die bisher geübte Gasisreundschast könne Ungarn nicht verpflichten, auch dann noch schwere Opfer zu bringen, wenn den Flüchtlingen die Heimkehr möglich geworden.— Die Sitzungen sind bis 20. April vertagt.
Pest. Aus Zara wird dem Pester„Lloyd“ das Gerücht telegraphirt, Freiherr von Rodich habe seine Demission angeboten. Ob dies mit den Vorgängen im Landtage oder mit den Paci ficatlons-Versuchen in der Herzegowina im Zu— Die Be-
Ragusa, 29. März. Zwischen Feldzeug- meister v. Rodich und Achmet Mukhtar Pascha


