und Bleichröder in berechtigter Weise vertreten wurden; Lasker über das von ihm in Betreff der Geltendmachung von Ansprüchen der Gesellschaft gegen Strousberg abgegebene Gutachten, und Justizrath Riem deponirt, daß er Laeker's Gut achten sorgfältig geprüft habe; es habe aber an dem zur Geltendmachung der Ansprüche nöthigen Beweismaterial gefehlt. Damit ist die Beweis- Aufnahme geschlossen. Der Staatsanwalt bean- tragt gegen den Angeklagten Geblsen wegen Be- leidigung Bleichröder's und Genossen 5 Monate,
von Beamten wegen salscher Beurkundung;§. 92, betreffend die Strafbarkeit Derer, welche durch Veröffentlichung von Kundgebungen ausländischer Regierungen oder geistlicher Oberen zum Unge⸗ horsam gegen die Gesetze auffordern oder solchen Ungehorsam als verdienstlich darstellen;§. 287a, betreffend Bestrafung Derer, die bei Versteiger“ ungen durch Gewalt oder Drohung, durch Ver sprechungen oder Vorspiegelungen vom Bieten ab- balten. Angenommen oder nach vorausgegangenen Beschlüssen modiftieirt wurden die übrigen zwölf let ö Paragrapben des Artikels J. der Novelle. Von wegen Beleidigung des Reichskanzlers 3 Monate, Artikel II. wurden genehmigt§ 103a, betreffend zusammen abgerundet auf 6 Monate. Der Ver— Zerstörung, Beseitigung oder Beschädigung aus- tbeidiger trägt wegen des ersten Punktes auf Geld- ländischer Hoheitszeichen, und§ 296a, betreffend strafe an, wegen des zweiten auf Freisprechung. die Bestrafung von Ausländern, die in deutschen 815 Bei dem preußischen Justizministerium ist Küstengewässern sischen. Es folgt sodann der so⸗ Jetzt eine vom Ausschuß des deutsch⸗israclilischen genannte Arnim⸗ Paragraph. Marquardsen befür⸗ Gemeindebundes zu Leipzig aufgesetzte Petition wortet die zwischen der ftei- conservativen Partei eingetroffen, die sich gegen die ultramontane Juden- und den National-Liberalen vereiabarte und be— Hetze richtet. Der Bonifacius Verein colportirt reiles bekannte Fassung, mit welcher sich Staats- nämlich durch Rheinland und Westfalen ein Sterctär v. Bülow im Namen der Bundesregie- Pamphlet:„Nicht Juden-Haß, sondern Christen⸗ rungen eventuell einverstanden erklärt. Vieepräsi⸗ Schutz“, welches, wie die Petition ausführt, in dent Hänel spricht in längerer Rede gegen die seinen Angriffen auf die Juden alles bisherige Vorloge; Abg Treitschke für den Antrag Mar- Maß überschreite. Der ganze Inhalt der Broschüre quardsen. Der letztere wird in Abstimmung durch von Anfang bis zu Ende sei offenbar lediglich zu Namensaufruf mit 179 gegen 120 Stimmen an- dem Zwecke geschrieben, um die christliche Be— genommen. Die noch übrigen Paragraphen wer- völkerung Deutschlands zum Haß und zu Gewalt- den gleichfalls genebmigt und ist damit die zweite thätigkeiten gegen die Juden anzureizen. Es seien Lesung erledigt, daruich die§§. 130 wie 166 des deutschen — Aus Hongkong wird gemeldet: Die deutsche Strafgesetzbuche verletzt. Es bilten die Petenten Corvette„Ariadne“ ist hier am 12. December das Justizministerium, die competente Staatsan- angekommen. Es beißt, sie werde nebst dem waltschaft mit Anweisung zur strafrechtlichen Ver Kanonenboot„Cyclop“ dem Eilande von Se folgung der Broschüre zu verschen. Die K 3 Jong einen feindlichen Besuch abstatten, wenn die kann hinzufügen, daß die Absicht besteht, der chinesische Regierung den engerischen Forderungen Petition Folge zu geben und solchem Treiben ein des deutschen Vertretecs nicht willfahrt, welcher eine Ende zu machen. Entschädigung für die Eigenthümer des deutschen Aschaffeubung Nach aus Ansbach einge— Schiffs„Anna“ verlangt, das von den Insulanern 3 Meldung ist Cardiral Fürst Hohenlohe- geplündert und zerstört wurde. Der Fall ist ein Schillingsfürst am 26. d. von dort nach Rom wichtiger, und man sieht von Sciten der fremden abgereist. i 3 Colonien mit großer Spannung dem Ausgang Stuttgart. Bei dem ständischen dusschusse dieser Affaire entgegen.— Der deutsche Consul in ist ein Gesetzentwurf über die Verantwortlichkeit Amop, Dr. Krauel, bat von den chinesischen Be der Minister eingelaufen. 5 börden in jenem Hafen die Einführung eines Narlsruhe. Aus Hofkteisen verlautet, daß Rettungssystems für die Güter schiffbrüchiger die Großherzogin in Begleitung des Großherzogs deutscher Schiffe erwirkt. Die Chintsen müssen zur schnelleren Wiederberstellung ibrer Gesundheit dit geretteteu Gegenstände vor den Local- Mandarin Ende Februar eine Reise nach Italien antreten bringen, der ihren Werth taxiren und ihnen ein wirr. Dieselben werden mit dem schon dort Drittel desselben als Prämie auszahlen wird. weilenden Ecbgreßberzog zu einem Zeitpunkte zu⸗ Dr. Krauel hat hiermit, wie die„O. C. Mail“ rückkebren, welcher ermöglicht, den Geburtstag des sagt, eine sehr umsichtige und ersprießliche Initiative Kaisecs in der Heimath zu feiern, ergriffen, welche Nachahmung verdient, wenn auch die Schritte anderer Vertreter in dieser aeg Ausland. nicht so leicht erfüllt werden dürften. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 27. Jan. —(Fortsetzung dee Processes Gehlsen). Der Der consessonellt Ausschuß beschloß, dem Antrage Ober⸗Bürgermeister Miquel, bezeichnet die Aus- des Referenten gemäß, die von dem Herrenhause sage des Angeklagten über das erwähnte Dar- vorgenommenen Abänderungen des Klostergesetzes lehen als eine unwahre und bestätigt die Aus- en bloc anzunehmen. Im Verlaufe der Debatte sagen von Justizrath Riem über verlangte Garan- erklärte der Unterrichtsmin'stet, er könne das Ge— tien und gibt Austlärungen über die Ausübung setz in der vorliegenden Fassung des Herrenhauses des Stimmrechtes bei General- Versammlungen. nicht zur Sanction empfehlen. Der Petitions- Die von dem Vertheidiger bꝛantragte Vorlage Ausschuß, die Petionen, betreffend die allgemeine der Protokolle über die General-Versammlungen Heeres Reduction beratbend, beschloß im Unterhause von 1872 und 1874 wird vom Gerichte Hofe die Einsetzung eines aus neun Gliedern bestehenden abgelehnt. Der Zeuge Troschel will bei Gehlsen Special Ausschusses zu beantragen, welcher über Schriftstücke, die den Aufsichtsrath angriffen, ge. die Frage der Heeres Reduction und der Einbe— sehen und Ottermann zur Bespreccung mit Gehlsen rufung des Deligirten Congresses berathen und aufgefordert haben, was Ottermann sehr entschieden berichten soll. bestreitet. Er habe alle Verbandlungen rundweg— In die Verhondlungen mit Ungarn, die abgelehnt, indem er sagte, daß die Gesellschaft am 10. Februar in Wien wieder aufgenommen die Oeffentlichkeit nicht zu scheuen brauche. Der werden, soll nunmehr auch die Leitung der Na- Zeuge Schmidt faud bei der Revision der Gesell⸗ tionalbank einbezogen werden. Es heißt nämlich, schaftsbüchet die Denunciation des Schutzvereins daß der ungarische Finanzminister seine Anwesen⸗ der Actionäre in keiner Weise begründet. Die heit in Wien dazu benützen wolle, um mit den Zeugen Hansemann und Geim deponiren wie leitenden Persönlichkeiten der Bank sich ins Ein- Riem und Miquel; auf das Zcugniß Beper's vernehmen zu setzen.
morgen ab bis nach der Beendigung des Leichenbe⸗ gängnisses zu unterbrechen. Die Vorschläge werden angenommen und es wird die Commission gewählt. Die Leichenseier findet am 3. Februar statt. Schweiz Bern, N. Jan. Heute wurde hier der Post-Congreß geschlossen. Die nächste Sitzung findet wahrscheinlich kommenden Juni in London statt. Nach der Unterzeichnung der Ver⸗ träge bielt der Vic-Präsident des Bundesrathes, Dr. Heer, die Schlußrede. Fassiaux(Belgien) drückte die Hoffnung aue, es möchte der Post⸗Union eine Eisenbahn und Telegraphen- Union folgen. — Die statistische Untersuchung der Unter. schristen gegen das Banknotengesetz ergab 18,046 gültige, 11,067 zweifelhafte und 6706 ungültige Unterschrifsten. Eine Volksabstimmung findet also wahrscheinlich nicht statt. Frankreich Paris. Der frühere Stabs- Chef Trochu's während der Belagerung von Paris, General Schmitz, der jetzt in Amiens das Com- mando führt, hat zwei Hauptleute zu 30 Tagen Haft, vier Unteroffiziere zum Zurückgange um einen Orad verurtheilt, weil sie in Unisorm einer Seclen— messe für den Ex Kaiser beiwohnten. General Schmitz stand sonst selbst im Rufe eines Bona- partisten.. Spanien. Madrid, 29. Jan. General Quesada hat heute die Stadt Villa Real in der Provinz Alava, in der Froat der carlistischen
Linien, eingenommen und dem Feinde zwei Ge
schütze abgenommen. Die Verluste der Carlisten find beträchtlich. Gleichzeitig hat sich General Meldonado der Höhen von Atlaban bemächtigt. General Moriones hat den Montgarate genommen und Zarauz besetzt; er bedrobt die Carlisten im Rücken. Letztere baben das Bombardement von San Sebastlan aufgegeben und fangen an, ihre Geschütze zurückzuziehen.
— Castelar hat die Wahl zum Cortes-Depu⸗ tirten angenommen und angezeigt, daß er an den Berathungen der Cortes Theil nehmen werde.— Mehrere Personen aus dem Abel unterzeichneten eine Petition für die katbolische Glaubenseinheit.
Italien. Rom, 28. Januar. Auf dem beutigen Consistorium vollzog der Papst die Cere- monien der Mundschließung und der Mundöffnung an dem Cardinal Antici.— Der Papst ernannte 22 Bischöfe, unter ihnen den Domkapitular Weckert von Augsburg zum Bischof von Passau.
Serbien. Belgrad, 27. Januar. Die Skupschtina drückte aus eigener Initiative und faͤst einstimmig den Wunsch auf Schließung der Session bis längsteus nächsten Dienstag aus. Die Regierung stimmte dem Wunsche zu.
— Die„Pol. Corresp“ erfährt von voll- kommen berufener Seite von hier daß die Versionen, wonach Fürst Milan die Absicht hätte, das Land zu verlassen, leichtfertige oder übelwollende In- sinuationen seien. Die Schwierigkeiten der gegen wärtigen Sachlage seien durchaus nicht so u ge— fährlich als im letzten Herbst und der Bestand der herrschenden Dynastie im Kampfe der Parteien ganz unberührt gelieben. Alle Parteien sind darin einig, in einem eventuellen Wechsel der Person des Regenten das größte Unglück zu erblicken, das Serbien zustoßen könnte.
Türkei Constantinopel. Die Pforte hat eine Commission eingesetzt zur Untersuchung der zwischen der griechischen und bulgarischen Kirche schwebenden Fragen.
— 26. Januar. Eine heute in bedeutender Stärke mit zwei Gebirgs Batterien aus Trebinje ausgerückte türkische Truppenmacht wurde von den Insurgenten angegriffen; jedoch wurden die Letzteren zurückgeschlagen, worauf sie nach Vukowic retirirten. Zu gleicher Zeit fand vorgestern ein Kampf dei Neum(7) zwischen den vordringenden türkischen
wird verzichtet. Zeuge Regierungsrath Ewald er wähnt die Unordnungen Strousberg's bei der Actienausgabe und bezeichnet den von der Aclien: gesellschaft gezahlten Kaufpreis als übertrieben. Es erfolgte die Vernehmung der Zeugen Nizze, Töpfer, Reinhardt, Geheimrath Bleichröder und Lasker. Erstere deponiren über die Actien, für welche auf der Generalversammlung von 1875 12,000 Stimmen durch Hansem ann, Reinhardt
Pest, 29. Jan.(Unterhaus) Ghyezy e ee und den Insurgenten statt, welcher an— öffnet die Sitzung mit einem seierlichen, tief er- geblich mit dem Rückzuge der Türken endigte. greifenden Nachruse für den beute Nacht verstor- Zur Deckung dis Rückzuges sollen schließlich die
benen Franz Deak und schlägt vor, eine Commission türkischen Schiffe mit Geschützseuer in den Kampf
zu wählen, welche im Vereine mit den Verwandten, der Regierung und der Pester Municipalbeböcde das Erforderliche für die Beerdigung veranlasse und da— von morgen dem Hause Bericht erstatte. Der Präst— dent macht serner den Vorschlag, die Sitzungen von
eingegriffen haben.
— Ein officieller telegraphischer Bericht vom 27. d., welcher der Regirrung zugekommen ist, sagl über die Kämpfe vom 26. Januar: Ahmed Mukhtar Pascha stieß auf den Höhen von Chounah
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