Ausgabe 
25.4.1874
 
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N 49.

* 11 Sei berhessischer Anzeiger 3 Beilage. 1 de;. D 8 *. l N 7 4 7244 1 N 5 7 * 1 Deutsches Reich. Einmal hat durchaus keine definitive Ablehnung Riedel hervor, daß Bayern noch kein Gesetz über die E Darmstadt. Das Großherzogliche Regiet- der Vorschläge der Referenten des Finanzausschusses Amtsentsetzung von Geistlichen besite, die Vorlage ungeblalt Nr. 21 enthält: stattgefunden, sondern die Regierung hat sich nur sei ein Zusatz zu dem Indigenatsgesetz, bei der Zu- Ust 1. Bekann machung Großberzoglichen Ministeriums des dahin ausgesprochen, daß sie zur Zeit, wo die stimmung Baperns zu der Vorlage sei kein bayrisches adt hen def en von Slstungen und Vermächt⸗]Organisation der Behörden selbst mit Bezug auf] Sondergesetz in 12 gekommen. er * aba f iger di Verwaltungsgesetze im Verwaltungssach, Dr. Krüger weist auf die vom Papste selbst im d. Mt 8die neuen Verwaltungsgesetz gD. ö 5 5 s nne im Justizfach mit Bezug auf die bevorstebenden Kirchenstaote angewendete Internirung und Aus- Wade del Groß⸗Karben in das Familien- Fideicommiß der Freie[Reichsproceßgesetze und im Finanzfach wegen der weisung von Geistlichen hin, deren seit 1859 til 5 dein v. Leonbardi. 0 f 80 von den Ständen selbst geltend gemachten Wünsche ca. 15,000 vorgekommen seien, Windthocst babe f Ander* n e* in Kürze umfassenderen Beränderungen unterworfen ssich betreffs des Jacobinismus solcher Maßregeln Kumm; dessen dem Abnigreic. 5. werden sollen, eine so durchgreifende Umgestaltung mit der Curie abzufinden. Wenn Windthorst den 2 f ddes Besoldungswesens nicht für opportun halte, deutschen Regierungen über ihre Politik Vorschriften

Deltänken delreffend.

IV. Bekanntmachung Großberzoglichen Kreisamts Darmsiadt, die Erbebung einer Umlage zur Bestreitung der Gemeindebedürfnisse in der Haupt- und Residenzstad! Darmstadt für 1874 betreffend.

V. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Mainz, die Umlagen det israelitischen Religionsgemeinde Bretzen⸗ zeim mit Finthen für 1873 beirefsend.

VI. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Offen dach, den Steuctausschlag zur Bezahlung des Gehalts des Rabdinen zu Offenbach für das Jahr 1874 bettessend. klei VII. ÜUcbersicht det für das Jahr 1874 genehmigten elder Imlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse der 4 scaeltlischen Religionsgemeinden des Kreises Büdingen. a danen VIII. Uebersicht der Umlagen zur Bestreitung der Tommunaldedürfnisse der istaelitischen Religionsgemeinden bea ves Kreises Oppenheim pro 1874.

IX. Chatacter⸗Exiheilungen. Seine Königliche Hoheit ver Großherzog baben allergnädigst geruht: am 16. März en Tünchern Kaspar und Heinrich Nover zu Darmstas! ven Cparakier alsHoftüncher, am 30. März dem Ver-

war; Scbet,

Jeet dolder Georg Zaun zu Darmstadt den Charakter alsHof Salbrꝛtint, vetgolder 3 N 22 X. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche L Backes. dohelt der Großberzog haben allergnädigst geruht: am 1 Eb. März den Schullehrer an der istaeliuschen Elementar sellen cdule zu Auerbach, Abraham Koschland, auf sein Nachsuchen, verhandelt. unt Lehn u Mäcz den Schullehrer an der 2. evang. Schule 1 1 u Bechtheim, Coyristoph Goll, auf sein Nachsuchen, am iero mn 1. März den Rentamtedienet bei dem Rentamte Linden

irme . cboerdeck,

Inspectot bei dem Odetappellations- und Cassationsgericht, Ftiedrich Müller, auf sein Nachsuchen, in Anerkennung iner meht als 50 jährigen iccu gelcisteten Dienste in den dubestand zu versetzen.

vang. Schulstelle zu Geinsheim, im Kr. Groß-Gerau,

e Ahe t mt einem jährlichen Gehalt von 500 fl.; dem Fürsten Wet n u Jsenburg⸗Birstein steht das Präsentatlonsrecht zu dieser Stelle zu; die cvang. Schulstelle zu Gontetskirchen, im 1 Hauser. Er. Schotten, mu einem jäbrlichen Gehalt von 400 fl.; n 2. evang. Schulsielle zu Klein⸗Karben, im Kr. Vilbel, 1 nit einem jährlichen Gehalt von 450 fl.; die 2. evang. lacricht. Schulstelle zu Brandau, im Kr. Dievurg, mit einem Ge 1 9 von 400 fl. jäyrlich; eine Schulstelle der Gemeinde ile ee kthbeilgen, im Kr. Darmstadt, mit einem Gehalt von n Sen 00 fl. und einer Wohnungsvergütung von 100 fl., falls

babe, W ine Dienstwohnung nicht gegeben werden sollte.

ae abe 5 25 1* Darmstadt. Mit Allerhöchster Genebmigung Sr. K. H. des Großherzogs ist den Ständen * ne Proposition, die Erwerbung eines Bauplatzes * ur Errichtung eines Justizgebäudes in der Pro- tinzial⸗Hauptstadt Gießen betreffend, zugegangen. en Am 15. d. wurden der Superintendent e der Superintendentur Rheindessen, Prälat Dr. Karl N

Feorg Friedrich Schmitt uoter Belassung seines Wehnsitzes zu Mainz, zum geistlichen Mitglied und Rath bei dem Ober-Consistorium sowie in

7 nieser Eigenschaft zugleich zum Superintendenten I Fricobccl der Superintendentur Mainz, und der Rath bei * dem Ober⸗Consistorium und evangelischen Pfarrer

i ih Nauheim, im Dekanate Groß Gerau, Karl Unß unter Enthebung von der von ihm beklei

tits nan Pfarrstelle und mit Anweisung seines Wobn 1 sszes zu Darmstadt, in seiner Eigenschaft als 11 istlichee Mitglied des Ober-Consistoriums zugleich 16117 um Superintendenten der Superintendentur Darm:

16. sadt, ernannt; an demselben Tage wurde der e greisrath des Kreises Lindenfels, Ernst Laute scläger, auf sein Nachsuchen bis zur Wiederher * sullung seiner Gesundheit, in den Ruhestand versetzt. 0 Die neucren Auslassungen der Presse über eln die Stellung unserer Regierung zu den Bestreb⸗ eee, ungen des Finanzausschusses der zweiten Kammer

iet Landstände auf eine neue Regulirung der Heamtengehalte, entbehren in ihrem Tenor nach el Richtungen hin der Begründung, wie wir

eine Anschauung der man auch in dem, im Finaz- machen wolle, se erinnere er daran, daß Der⸗ ausschuß erstatteten Referat selbst schon begegnet. jenige, der an der Politik eines Staates Theil Ebensowenig liegen innere oder äußere Gründe genommen, die zum Untergange jenes Staates dafür vor, anzunehmen, daß die Regierung nach füdrte, Ursache habe, vorsichtig und zurückhaltend dem Tode dee Fübrers der Kammermajorität ihre zu sein mit Vorschtiften, wie die deutsche Re- Haltung dieser gegenüber ändern werde. Unseres gierung ihre Politik einrichten selle. Windtborst jetzige Regierung ist in ihren Hauptzielen einig werde nach seinen bisherigen Erfolgen begreifen, mit der Majorität der zweiten Kammer der Land- daß die deutsche Regierung wenig geneigt sei, stände, Differenzen in untergeordneten Dingen seine Recepte anzunehmen.

eis, Georg Seeger, auf sein Nachsuchen und mit Wirkung au zom 1. April l. J. an, und am 4. April den Canzlei⸗ rücksichti

werden stete ihre Ausgleichung finden und dürfen

nicht zu hoch angeschlagen werden. Regierung und Stände müssen sich den vielen alten und neuen

Feinden gegenüber gegenseitige Stütze sein und

ihre Freunde sollten nicht durch unzeitiges Miß traven, wenn auch nur unbewußt, der gemeinsamen Arbeit schaden.

Friedberg. Eine von hier ausgegangene,

von den Abgg. Dr. Oncken und Dr. Schröder

übergebene und befürwortete Commission wurde in

der Petitionscommission des Reichstags am 20. d.

Dieselbe forderte die Einführung der Fabrilsteuer an Stelle der geltenden Raumsteuer bei Bereitung von Branntwein und befürwortete für die kleinen Brenner besondere Be gung(Ab- und Einschätzung.) Die beiden zur Sache bestellten Referenten sprachen sich denn auch für die Fabrikatsteuer aus, es offen lassend, ob ver Steuerfiscus etwa künftig veranlaßt werden

ßerdem

XI. Concurtenzeröffnungen. Erledigt sind: die ersiefsoll, die kostspieligen Meßapparate den Brennern

u liefern. Der kaiserl. Regierungs-Commissär rklärte, daß gach den neuesten Untersuchungen die Proben, der Siemens-Halsk'sche Meßapparat sich als zutreffend und bewährt befunden habe(bis auf ½ Grad), daß somit der Mangel eines zu verlässigen Controlapparats, welcher seither der Einführung der Fabrikatsteuer entgegenstand, be seitigt wäre. Nur für den Melassen- Branntwein reiche der Apparat noch nicht aus. Sobald auch dies beseitigt wäre, und die Fabrikanten beschäf tigen sich eben damit, werde man der Fabrikat steuer näher treten. Voraussichtlich geschieht solches aber doch erst im Jahre 1875. Dann ist es auch nicht ausgeschlossen, daß der Fiscus unter Umständen die Zustellung der werthvollen Meß apparate gegen Caution übernimmt. Ob die in Aussicht genommene Fabrikatsteuer aber nicht leicht etwas höher gegriffen werden soll als die bestehende Maischraumsteuer, das ist eine offene und eine andere Frage.

Berlin. Wenn die Münzreform in Kraft tritt, werden die Post-Freima ken vom niedrigsten Nennwerthe, 3 und 4 preußische Pfennige, den Groschen zu 12 Pfennige gerechnet, eine nicht zu unterschützende Schwierigkeit bereiten. Die Ange legenheit bedarf einer baldigen Erledigung. Er höht darf das Porto nicht werden, ohne daß ein Reichsgesetz voraufgegangen wäre, und doch läßt sich weder der eine noch der andere Satz mit den neuen Pfennigen herstellen, da vier der letzteren vier und vier Fünftheile der jetzigen preußischen enthalten. Gerade die jetzigen Vierpfennigmarken kommen aber, wegen des durch sie auszugleichen den Kreuzband- und ähnlichen Portoe ganz be deutend in Betracht, weshalb es wünschenswerth wäre, daß bald die Angelegenheit klar gestellt würde,

23. April. Reichstags Sitzung. Zweite Lesung des Kirchendtener-Gesetzes. Windthorst be kämpft die Vorlage und sämmtliche Anträge. Ihm

5 e

h burchaus zuverlässiger Quelle versichern können. gegenüber hebt der baperische Bundes- Commissar

Ueber den Schluß des Reichstages ver- lautet aus Rtichstagskreisen, daß der Kaiser wünsche, den Reichstag persönlich zu schließen. Sollte sich dieser Wunsch rtalisiren lassen, würde der Schluß am Sonntag im Weißen Saale des Schlosses, andernfalls durch Delbrück am Sonn- abend im Reichstagssaale ersolgen.

Unser Kaiser erf. eut sich jetzt einer stetig fortschreitenden Stärkung seines Gesammtbefindens und konnte am letzten Sonntage bereits wieder nach alter Gewohnheit dem Gottes dienste im Dome

beiwohnen. Der Monarch wird jedenfalls bis gegen Mitte Mai in Berlin und Babelsberg verweilen. Das. Besinden des Reichskanzlers

Fürsten Bismarck hat im Laufe der letzten Woche eine sichtlich sortschreitende Besserung erfahren; eine Betheiligung des Fürsten an den laufenden Geschäften ist jedoch auch jetzt noch ausgeschlossen. Bonn. Zum Schul- Inspector für den Land⸗ kreis Bonn ist der Gymnastallehrer Dr. Jos. Reinkens aus Düsseldorf in Aussicht genommen worden. Derselbe wird binnen Kuczem seinen Wirkungskreis antreten. Dicse Ernennung ist um so erfreulicher, als der Genannte Altkatholik und die Elementarschulen des diestigen Kreises unter der Aegide unfeblbarer Fanatiker bisber stark litten. Hoffentlich tritt jetzt ein Umschwung zum Besseren ein. Zum Bischof Reinkens steht Dr. J. Reinkens übrigens nur in namensvetterlichem Verhältniß. Fulda. Wie nothwendig für die Rentabilität der oberbessischen Bahnen directe Fortsetzungen nach Osten und Süd Osten sind, bedeisen die Betriebs-Ergebnisse für 1873. Während auf den meisten rentabeln Bahnen der Ertrag aus dem Verbands- und Durchgangs Verkehr den größeren Theil der Einnabmen repräsentirt, kommt derselbe bei den oberhessischen Badnen den Einnahmen aus dem Localverkehre dei Weitem nicht gleich. Bieberich. Gegen den Pfarrer der katho- lischen Gemeinde dahier, Herrn Küppers-Deutsch mann, ist wegen Umgebung des vorgeschriebenen Kaiser-Gebetes und Majestäts Beleidigung auf Grund des bekannten Kanzel Paragraphen eine Untersuchung anhängig gemacht worden. Frankentbal. Die Pfalz erbält jetzt einen dritten altkatholischen Geistlichen. Hier wird am 26. d. der erste altkatholische Gottesdienst abge balten, wozu eine protestantische Kirche bereit willigst eingeräumt wurde und bei welchem Prof. Friedrich aus München die Predigt balten wird.

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