1874.
Donnerstag den 23. Juli.
M86.
in 1 N us: 1 Die Petitzeile* 3 Kreis Friedb Erscheint jeden wird mit 4 Kreuzern berechnet. Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samstag . JSernb att.— n Sanfag Amtlicher Theil. 1 Betreffend: Die nachträgliche Vergütung von Kriegsleistungen in Folge des Reichsgesetzes vom i: li geliten 23. Februar 1874. Fri: dberg den 20. Juli 1874.
I Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
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bvaldigst vorlegen.
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Betreffend Die Kirchenvoranschläge für 1875.
Nr. 64, hiermit in Erinnerung. K Hauer.
J. BK. Haas, Kreisassessor.
S Haas, Kreisassessor.
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Assenheim, Bodenrod, Bruchenbrücken, Butzbach, Dorheim, Dortelweil, Fauerbach, Kirch⸗ Göns, Ilbenstadt, Melbach, Nieder-Wöllstadt, Pohl-Göns, Ober-Rosbach, Ober-Wöllstadt, Ockstadt und Vilbel. Sie haben seinerzeit bei uns Mundverpflegung für Großberzoglich bessische und Königl. preußische Truppen(auch Fuhrparks Colonnen) zur Liquidation gebracht und sind auf Grund des bezüglichen Reichsgesetzes berechtigt, Servis zu liquidiren. 8 Sie wollen deshalb eine Gemeinderathserklärung darüber veraulassen, ob dies geschehen oder auf Servis verzichtet werden soll und solche
Friedberg am 19. Juli 1874.
An die Kirchenvorstände des Kreises. Wir bringen die sofortige Einsendung der Kirchenvoranschläge, Ausschreiben vom 28. April, Kreisblatt Nr. 51 und 30. Mal, Kreieblatt
cinen,
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Georg Wissig J. von Bodenrod wurde als Feldschütze für die Gemarkung Bodenrod ernannt und in Pflichten genommen. 9 0 6
1 Fertsch.
Aethund Deutsches Reich. „ Dar mstad t. Nach den soeben ausgegebenen dein Berichten des Finanz-Ausschusses der ersten Kammer
Hefürwortet dieser Ausschuß, im Einklang mit den folgende seltsame Notiz:„Dem Vernehmen nach 2 Beschlüssen der zweiten Kammer, die Regierunge- ist es Thatsache, daß Briefschaften, welche aus nister des Innern, irt f Vorlage wegen Erwerbung eines Bauplatzes für Kissingen unmittelbar nach dem Attentat im Auf- wieder von bier abgereist.. Fürst Bismarck unternahm gestern einen größeren Aueflug nach Klaushof, und
en Grunge. ä——
3 0 das zukünftige Justiz-Gebäude in Gießen, sowit 1000 den Gesetzentwurf wegen Erhöhung der Staats- * Hundesteuer und Gestattung der Erhebung einer
1 weiteren communalen Steuer auf Antrag der Ge— 3 bammich meinden. Auch die Propositionen wegen Be—
* chaffung eines geeigneten und bleibenden Amts-
g ine Vocals nebst Dienstwohnung für das Kreisamt 1 f 1 1
e Worms und wegen Errichtung einer Güterstation
n Arheiligen und einer Güterballe in Zwingen-
gindernagek derg werden nicht beanstandet.
—— ö— 21. Juli. Die erste Kammer der Stände lletigte in ibrer heutigen(19.) Sitzung die * Regierungsvorlage über das Nachtragsbudget.
nia 1 Im Allgemeinen wurden die einzelnen Positionen 0 bemäß den Beschlüssen der zweiten Kammer
— Fbenebmigt. f
ze Def— 21. Juli. S. Gr. Hoh. Prinz Ludwig
1 von Hessen ist gestern mit Familie zu etwa vier-
N voöchigem Aufenthalt in das Bad Blankenberg —— ub gereist.
Berlin. Am Samstag Abend haben auf
rlegraphische Weisung aus Kissingen Haussuchungen
ausdrücken lassen.“ — 20. Juli. Die„Post“ bringt heute Abend
trage des Reichskanzlers hierher expedirt worden, in auffälliger Weise verspätet und das eine Schrei— ben mit verletztem Siegel bier eingegangen ist. Die in dieser Veranlassung eingeleitete Untersuch— ung ist im vollen Gange.“ Das freiconservative Blatt pflegt derartige Nachrichten aus gut unter- richteten Quellen zu schöpfen; die vorliegende ist aber so mysteribser Natur, daß wir sie vorläufig
noch etwas in Zweifel ziehen möchten.
— Das Telegramm, welches der deutsche Kaiser und der König Bayern an den Fürsten Bismarck richteten, schloß mit den Worten: „Mögen Sie Trost und Befriedigung finden im Rückblick auf eine ruhmvolle Vergangenheit, welche Ihnen, lieber Fürst, Buben zu Feinden, Männer zu Freunden gemacht hat.“
— 21. Juli. Das Polizei-Präsidium hat heute den katholischen Gesellen-Verein, den Boni— fazius Vereins mit sämmtlichen zugehörigen Ver— einen und den Pius-Verein, sämmtlich hier, unter Hinweis auf die Verordnung über den Mißbrauch des Vereinstechtes und auf die dort für Zuwider—
Botschafter Fürsten Hohenlohe hat seinen Dankfreise von Gastetg abermals München berühren und
von da ars dem König Ludwig in Berg resp. Hohenschwangau einen Besuch abstatten werde.
Kissingen, 19. Juli. Der preußische Mi⸗ Graf Eulenburg, ist gestern
wohnte heute mit seiner Familie dem protestantischen Gottesdienst bei.— Herzog Max Emanuel in Bayern i heute Mittag ein-
getroffen.
Schweinfurt. Die Entlassung des Pfarrers Hauthaler aus der Haft erfolgte auf Grund günstiger Zeugnisse seiner geistlichen Oberen, der ößerreichi— schen Behörden und seiner Heimaths-Gemeinde. Es ist übrigens durch eidliches Zeugniß von Augenzeugen sestgestellt worden, daß Hauthaler kurz vor dem Attentate mit Kullmann gesprochen bat.
Stuttgart, 21. Juli. Der altkatholische Pfarrer Dilger aus Pforzheim hielt gestern Abend hier vor einer zahlreichen Versammlung einen Vor— trag, in welchem er sich zugleich bereit erklärte, die biesige altkatdolische Gemeinde von Pforzheim aus zu pastoriren. Zur Beitritts-Erklärung aus- gelegte Listen erhielten zahlreiche Unterschriften.
Straßburg, 21. Juli. Heute Mittag ver- schied nach langem Leiden Professor Dr. Bruch, Nestor der hiesigen Universität und früber erster
auszug ei dem Geschäftssührer des Mainzer Katholiken- bandlungen angedrohten Strafen vorläufig ge- Rector derselben. 11. reine, Legationsrath v. Kehler, in dessen Wobnung schlossen. Auch bei dem ehemaligen Feldprobst und in seinem Arbeitszimmer im Radziwill'schen Namsczanowski haben Haussuchungen stattgesunden.. Ausland. d Palais sowie bei dem Redacteur der„Germanja“, Königsberg. Die„Ostpr. Ztg.“ meldet: Frankreich. Paris, 20. Juli. Mathieu⸗ e Fremer, in Abwesenheit ver beiden Genannten Kurz vor dem Quednauer Tumult wurden fol-] Bodet ist zum Finanzminister ernannt worden. e fattgesunden. Bei Ersterem sind gegen 80 Schrift-[gende social-demokratische Schriften unter der Die Ernennung des Vicepräsidenten der National- „ fücke, bei Letzterem nur einige Piecen in Beschlog Landbevölkerung verbreitet: Ein Joh. Most unter- versammlung, Chabaud- Latour, zum Minister des ae, benommen. zeichneter, in Chemnitz gedruckter„Mahnruf an Innern gilt als wahrscheinlich.— Die Regierung 1.— Die„Nat.-Z1g.“ schreibt unterm 17. Juli: die Feldarbeiter“ und in Zürich gedruckte„social-ist damit einverstanden, daß die Discusston über 1„Die Sympathie Bezeigungen für den Fürsten demokratische Arbeiterlieder“. den Antrag Perier auf drei Tage verschoben werde. Vis march siad zu einer wahren Fluth angeschwollen. Hanau. Die in diesen Tagen dahler statt— Versailles, 20. Juli. Natlonalversamm— 5% Die Zahl der nach Kissingen gelangten Telegramme findende Jahresversammlung des bessischen Gustav- lung. Cissey, als Vice-Prastdent des Minister- 1213 107 reicht fest 1000. Darunter befinden sich auch Adolph-Vereins wird über die Verwendung von ratbes, zeigt die Ernennung Cbabaud-Latour's 1 selche vom Kalser und der Kaiserin von Rußland, etwa 3000 Thalern Liebesgaben Beschluß fassen. zum Minister des Innern und Mathieu-Bodets K bom Sultan, vom Khedive und vom Marschall München. Dem„Bapr. Courier“ zufolge zum Finanzminister an. Derselbe verlangt, da 4 Nac Mahon, welchem Fürst Bismarck durch den verlautet, daß der Kaiser Wilhelm auf der Rück.“ das Ministerium in seiner neuen Gestalt noch keine
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Oberhessischer Anzeiger.


