Ausgabe 
20.1.1874
 
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1874. Dienstag den

20. Januar.

Oberhessischer Anzeiger

Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.

f Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Friedberg für 1872.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Erläuterung der Revisionsbemerkungen zur Rechnung der Gemeinde Bauernheim im Kreise

Friedberg am 15. Januar 1874.

gsduplikat der Gemeinde Bauernheim mit mehreren Entschließungen zu den Erläuterungen der

ist aber daselbst nicht eingetroffen, was der Vermuthung nen, an welchen die vermißten Actenstücke abgegeben worden

2 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Jmaicgt Vor etwa 4 Wochen wurde das Nechnun * Revisionsbemerkungen für 1872 an die Großb. Bürgermeisterei daselbst von uns abgesendet, datavia Raum gibt, es seien diese Actenstücke an unrichtige Adresse gelangt. An denjenigen von Ih

zu machen.

sein sollten, ergeht der Auftrag, sofort Absendung an Großh. Bürgermeisterei Bauern heim eintreten zu lassen und, daß es geschehen, bierber Anzeige

Trapp.

d. Jertsch. cs Hauses

Rig dt Muller II.

228 Der Gemeinderath zu Nieder-Wöllstadt bat Antrag auf Zusammen legung der Grunpstücke, Anlegung von Flur- und Gewannwegen 1c. für denjenigen Feldtheil in der Gemarkung Nieder Wöllstadt gestellt, der nördlich von der Gemarkung Ober-Wöllstadt, westlich von der Cbaussee nach Friedberg, südlich von der Main- Weser-Bahn und östlich von der Demarkung Bruchenbrücken begrenzt wird und Theile der Fluren II. und III. und die Flur IV. ganz enthält, und soll nun Abstimmung bierüber

öger.

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Zusammenlegung der Grundstücke, Feldregulirung und Anlegung von Gewannwegen:

Grundstücke enthält, 4 Wochen lang auf dem Ratbhause zu Nikder⸗ Wöllstadt zu Jedermanns Einsicht offen liegt, fordern wir die hierbei be theiligten Grundbesitzer zugleich auf, in dem genannten Termine entweder ihre Stimmen in Selbstperson oder durch einen gehörig legitimirten Bevoll⸗ mächtigten abzugeben, und bemerken wir hierzu noch, daß nach Art, 3 des Gesetzes vom 18. August 1871 die weder in Selbstperson noch durch gebörig legitimirte Bevollmächtigte abstimmenden Grundbesier als für die bean-

uatd Grödel.

Jutetschen

Rathhause zu Nieder- Wöllstadt stattfinden.

Freitag den 27. Februar von Vormittags 9

Indem wir dieses unter dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß

bis 12 Uhr auf dem

1 2 1 2. z ringen, daß die hierüber aufgenommene summarische Beschreibung, welche

Wut. zertch ie Nummern der sämmtlichen zu dieser Zusa

mmenlegung zugezogenen

tragte Zusammenlegung Friedberg am

stimmend angeseben werden. 16. Januar 1874. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp.

Wensch

1 * D

Deutsches Reich.

. Darmstadt. Nach dem jetzt. vorliegenden N fssticiellen Ergebnisse der Wabten vom 10. Januar Madchen Jaben im Groß herzogthum Hessen 128,575 Wähler

del Hen

L 15½ pCi. der Gesammtbevölkerung von drem Wahlrechte Gebrauch gemacht; auf einen der 9 Wahlkreise entfallen durchschnittlich 14,300

u.

Bela ard.

gurken Stimmen, ein um so respectablerts Verhältniß, Aerubedk ls wir nur 830,000, nicht 900,000 Einwohner e zählen, die Wahlkreise sonach relativ klein sind.

1 Bo. Ben der Gesammtzabl der Stimmen entfallen d V 9 3,918 oder 73 pCt. auf die natioualen Parteien * 7,527 oder 21½ pCt. auf die Ultramontanen N. D. Loeb. ind 6849 auf die Socialdemokraten. Alle reichs i indlichen Pateien zusammen gewannen noch nicht

1

. t. 7 pCt. der Abstimmenden. Sicherem Vernehmen nach wird den Ständen danz in der Kürze eine Gesetzvorlage zugehen, wegen Lushebung des namentlich in letzterer Zeit so vielfach I Pelo erwähnten Gesetzes vom 14. August 1867 über

de Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung eesstande n Eisenbahnen ersorderliche Gelände, unbeschadet mae atürlich der seit dem Besteben dieses Gesetzee

* gründeten wohlerworbenen Rechte. Wie es

weint, wird durch dieses Gesetz die weitere Frage,

b wie fern den durch das aufzuhebende Gesetz arg beschwerten Gemeinden Hülfe zu leisten sei,

ur nid

ch nicht berührt, wahrscheinlich, da in dieser 1. dichtung die Stände über die desfalls vorliegenden

1150 nträge noch nicht schlüssig geworden find. 2 47610%½% Berlin, 15. Jan. Das Abgeordnetenhaus rn it heute in die dritte Berathung des Civilehe- 8761 Isetzes ein. Nach fünfstündiger Debatte wurden e 55. 14 angenommen. Ein Antrag Saucken's, 2% ut Geistlichen ein Standesamt nicht übertragen Arden dürse, wurde bei namentlicher Abstimmung . it 198 gegen 169 Stimmen abgelehnt, ebenso * i Antrag Windthorst's, welcher iy der durch 1 un früheren§. 6 der Regierungsvorlage be * Migungswelse zugelassen Art das Standesamt eee, ch Geistlichen übertragen wissen wollte. Ein * 1 trag von Goltz, wonach die Standesbeamten g den Vorschlag des Kreisausschusses bezw.

8.

1

* 7

schädigen sind, wurde angenommen. 16. Jan. Abgeordnetenhaus. geordnetenhaus nahm [Sitzung das Civil-Ebegesetz bis F. wesentlichen Abänderungen an.

Das Ab

23 mit un-

Oberpräsidenten für ihre Mühewaltung zu ent⸗

in weiterem Fortgange der

Kassel. Bis auf vier: Roux(Spangen⸗ berg), Hoffmann(Tburnbesbach), Amelung (Herrenbreitungen), Frankfurth(Mitterode) ist letzt gegen alle renitenten Pastoren auf Amts- Entsetzung erkannt.

Hanau. Die Eisenbabnlinie

von Hanau

16. DieItalie schreibt: Die Republik nach Friedberg ist nun in soweit abgesteckt, daß S. Marino hat dem Kaiser Wilhelm und dem] nur noch die böhere Genehmigung zu erfolgen hat, Kronprinzen das Großkreuz des heiligen Marino- um zur weiteren Projectirung schreiten zu können. Ordens geschickt und dabei den Wunsch aus- Wie bereits die Signalstangen zeigen, geht die gesprochen, einen diplomatischen Agenten beim Linie ungefähr von der Lamboi-Brücke, östlich von

Deutschen Reiche ernennen zu dürfen. Der Fürst Bismarck soll darauf erwidert haben, daß er auf diesen Vorschlag gern eingehen will, nur dürfe der Agent der Republik kein deutscher Unterthan sein. Wie man bört, bat sich der Cultusminister damit einverstanden erklärt, daß die Umwandlung bisher katholischer Confessionsschulen in Simultan schulen, da wo das Bedürfniß vorhanden ist und die Verhältnisse dies gestatten, anzustreben sei. Köln. DerKöln. Ztg. wird aus Wien vom 17. Jan, telegraphirt: Gegenüber der Be schränkung der Freiheit des nächsten Conclaves durch die päpstliche Bulle wird aus Rom authen tisch gemeldet, daß die italienische Regierung eine Cicularnote an die Großmächte gerichtet hat, worin die Une l läßlichkeit der vollen Freiheit des Conclaves anerkannt und die Bereitwilligkeit aus gesprochen wird, zur Wahrung dieser Freiheit in Rom die Bürgschast übernehmen, daß das

zu

Conclave und alle Theilnehmer desselben als exterritorial betrachtet werden sollen. Frankfurt. Bei der engeren Wabl zum

Reichstag, welche am 17. d. M. dahier stattfand, ist L. Sonnemann mit einer Majorität von cireg 1500 1600 Stimmen gewählt worden. Herr E. Lasker, auf welchen bei der ersten Wahl 4353 Stimmen fielen, erhielt bei der zweiten Wabl 5791. Den Stimmen der Socialdemo kraten(Partei Hasenclever), welche von ihrem Führer die Parole erhalten hatten, Sonnemann zu wählen, hat der Genannte seine Wahl zu danken. Die 5791 Stimmen sind ein moralischer Sieg der Partel Lasker.

2

Hanau, in gerader Linie nach Niederrissigheim resp. der Blockmühle daselbst, und zieht von da an Roßbach vorbei bis nach Windecken, Helden⸗ bergen, Assenbheim bis Friedberg, indem sie östlich von diesen Orten verbleibt. Im Ganzen entspricht diese Bahnführung den Wünschen der verschiedenen betheiligten Landkreise, und wenn auch dis ietzt nur bei Bruchköbel, Windecken Assenheim Zwischenstationen vorgesehen sind, ist doch zu

1nd Und

0 0

erwarten, daß noch mehrere Haltestellen eine mög

lichste Berücksichtigung erfahren werden, insoweit solche die Bau- und Betriebsverhältnisse zulassen.

[Möge nun eine recht baldige Genehmigung er

folgen, um in kürzester Zeit den schon so lange ersehnten Schienenweg vollendet zu sehen.

München. Das officielle Resultat der Reichs- tags-Wahlen in Bayern ergibt 32 Ultramontane und 16 Liberale.

Stuttgart. In ganz Württemberg wurden nach der Zäglung desStaats-Anzeige für die nationalliberalen und nationalconser ven Candidaten 140,000, für die klerikalen 40,000 für die demokratischen und socialdemokratischen 14,000 Stimmen abgegeben.

Karlsruhe. Einer derKonst. Ztg. aus Abgeordneten-Kreisen zugegangenen telegrapbischen Nachricht zufolge hat die Budget-Commission be schlossen, die bisherige Dotation des erzbischöflichen Stuhles mit 13,400 Gulden nicht mehr zu be willigen.

Der evangelische Oberkirchenrat dat im Einverständniß mit dem General- Spnodal-Aus- schuß beschlossen die erledigte Selle in der Behörde

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