Landwirthschaftliches. Für Hausfrauen. Sehr viele Unannehmlichkeiten, nicht selten Gesabren für die Gesundheit resultriren raus, daß sich srisches Fleisch im Sommer leicht zersetzt. Lie Japanesen sollen ein vortreffliches Mittel haben, um dbeser Zersetzung vorzubeugen und das Fleisch längere
6 eit frisch zu erhalten. Dieses Mittel besteht darin, daß en. Aeun ban das Fleisch in einer Porzellan- oder anderen Schüssel e nit so viel heißem Wasser übergießt, daß das Fleisch davon
kommen bedeckt ist und auf das Wasser nachher noch el schüttet. So aufbewahrtes Fleisch soll sich seyr lange kommen gut erhalten, was wahrscheinlich seinen Grund dem vollständigen Luftabschluß, der durch das gekochte asser und das obenausschwimmende Oel bewirkt wird, nd vielleicht auch in der schwereren Zersetzbarkeit des weißes hat, das an der Oberfläche unter dem Einflusse 5 heißen Wassers gerinni.
Hübnerzucht. Als einer der am wenigsten rentiren— n Beniebszweige wird von den meisten Landwirthen die tung von Hühnern und anderem Federvieh angesehen. er von vornberein ein Vorurtbeil dagegen besitzt, wird n jedenfalls auch sehr wenig Pflege und Sorgfalt rauf verwenden; ist es in solchem Falle dann wohl zu wundern, wenn die Sache schlecht renirt. Ohne um⸗ tige, sorgfällige Ueberwachung und Leitung wird in ner Branche mit Gewinn gearbeitet werden können, am nigsten in der Hühnerzucht. Vor Allem ist das Futter berücsichtigen. Einen so geringen Werth das tägliche iantum(3 bis 4 Lotb Körner für ein Hubn) auch räsentirt, so summirt er sich doch im Laufe des Jabres r bedeutend. Die volle Ausnutzung des Futters wird dann stattfinden können, wenn dasselbe alle diejenigen slandtheile, welche das Tbier bedarf tbeils zur Aus— dung seines Körpers, theils zur Bildung von Eiern ꝛc. richtigem Verhälinisse enthält.
welche diesen Anforderungen t genügen, können zweckmäßig nur in dem Falle ver— det werden, wenn sie sich als Abfälle in der Wirth— t ergeben haben und auf andere Weise nicht böher werthbar wären; aber selbst bei solchen Abfällen sollte n, einerseits der vollen Futterausnutzung, andererseits 14 normalen Etnäbrung wegen, darauf sehen, daß durch 4
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geeignete Mischung ein möglichst günstiges Nährslossoer⸗ bältniß bergestellt werde. Als alleiniges oder überwiegen⸗ des Futtermittel können als zu tbeuer bezeichnet werben: Wegen zu geringem Gehalt an stickstofffrsen Substanzen: Erbsen, Bobnen, Linsen, Oelkuchen ꝛc.;3 wegen Mangel an Stickstoff: Kartoffel, Rüben, Kastanien u. s. w.; wegen Mangel an Fett: Grünmalz, Getreidemebl, die sämmt⸗ lichen Wurzelfrüchte ꝛc. Vorzüglich geeignet dagegen sind: Mais, Gerste, Buchwalzen, und, vesonders sür Schwimm— vögel, Hafer; auch die obengenannten Futtermittel in passender Mischung, sowie Haus- und Küchenab fälle. Wesentlich unterstützt wird die Fütterung durch Anlegung von Madengruben, worauf wir schon früher hinge— wiesen haben. An genügendem Trinkwasser darf es natür— lich nicht fehlen. Da die Anzahl der Eier im Eierstocke der Henne eine beschränkte ist und die meisten in den ersten 4 Jahren gelegi werden, so sollte man da, wo man sich vorzüglich auf den Eier verkauf stützt, keine Henne länger als 4 Jahre halten.
D. Frankfurt a. M., 15. Sept. Die feste Tendenz scheint sich wieder zu consolidiren. Nachdem an der gestrigen Börse noch eine große Unsicherteit der Haltung sich be— merklich gemacht halte, zeigte sich in der Nachbötse schon eine Besserung derselben und trat heute der settherige feste Grundton abermals in ausgeprägter Weise hervor. Auch die auswärtigen Börsen sandten eutsprechend höhere No— tirungen, auf den Nebengebieten, namentlich für Bank— papiere, wie denn z. B. in Berlin Disconto-Commandit und in Wien Anglo und Unionbank beirächtliche Sleiger⸗ ungen erfubren. Es blieb dies nicht ohne günstigen Ein— fluß auf den Verkehr in Bankwerthen am hiesigen Platze. Die Medio Liquidation ging leicht von Slatten; Geld blieb flüssig. Der Deport für Creditactien war heute ge— schwunden. Am Speculationsmarkt waren besonders Credit— aclien in guter Nachfrage. Dieselben setzten mit 262 ½ ein und bewegten sich in der Folge zwischen 263—262½—63. Lombarden waren ebenfalls in ziemlich gutem Umsatze und blieben nahe 154½. Es wurde bekannt, daß die italienische Regierung die Absicht habe, die italienischen Linien der Bahn anzukaufen. Staatsbabnactien lagen wiederum sehr matt und noliren nach 340½—40½ mit 340.
Oesterr. Bahnen sind theilweise höher, wie z. B. Alföld, Nordwest, Rudolf und Vorarlberger. Malter blieben: Gisela, Elisabeth, Reichenberg, Pardubitzer und Böhmen.
Deutsche Bahnen sest. Oberhessen niebriger. Von Peiori⸗ läten Gisela lebhaft gefragt, 3% Lombarden etwas billiger. Von Banken waren einzelne dei sieigenden Coursen in gutem Begehr. Darmstädter stiegen 5 fl., Oesterr. Natio⸗ nalbank 7 fl.; besser sind noch: Handelsgesellschaft, Amster⸗ damer, Meininger, Rheinische Creditbank und Bayerische Wechslerbank. Matter schlossen: Württemb. Noten- und Vereinsbank, Deutsche Vereinsbank und Deutsche Effecten⸗ bank. Staatsfonds fest. Ungarische Schatzbons höher. Von kl. Loosen Mailänder zu 4½ fl., Venetianer zu 8½ fl.
gefragt. Von Wechseln Wien und Amsterdam elwas schwächer. Schweizer Plätze höher. Geld ⸗Cours.
Frankfurt am 15. September 1874. C fl. 9 40— 42 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 48—50 Duegten n„ 5 37-39 Ducaten al ma reo„ 5 39—41 20-Frankenstücke.„ 9 30-341 Englische Sovereigns„„„% Russische Imperiales.„ 9 48—50 Dollars in Gold. 2 26½ 27½
Für Meiningen
gingen bis jetzt ein: Von Trapp& Münch 17 fl. 0 kr., Dixector Dr. Matthias 1 fl. 45 ke., Haupt⸗ mann Hofmann 1 fl., Pfarrer Bornagius in Fauerbach b. Fr. fl. 1.—, E. Hanstein 1 fl., Geb. Regierungs⸗ Rath Trapp 1 fl., F. H. W. 1 fl., aus dem Pfarrhause zu M. i. d. W. 2 fl. Um Eiusendung weiterer Gaben bittet Die Expedition.
Akcht kölnisches Wasser
von Johann Maria Farina.
Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober— hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.
Johann Maria Farina in Cöln.
— Bekanntmachung.
Den Inhabern der Partial-Obligationen der Ge
inmtlich zur Rückzahlung berufen sind.
Da das Handlungshaus Lindheimer die Ein⸗ ung nicht mehr besorgt, so kann der Betrag der ligationen sowohl, als auch der am 1. Januar 1875 filigen Zinscoupons im Monat Dezember l. J. bei
ein n Gemeinde⸗Einnehmerei Eichloch in Empfang genommen aden. Auf Verlangen wird, bei deutlicher Namensunter— mil J. enft und portofreier Einsendung der Obligationen, nebst
det noch nicht fälligen Zinsabschnitten, den Inhabern der en Barag auch portofrei übersandt werden. Vom 1. Januar „ue 875 ab hört die Verzinsung der Obligationen auf und ben bei der einen oder anderen noch nicht fällige Zins— etlpons fehlen, so wird bei Uebersendung des Betrags dtpelbe um so viel gekürzt, als die fehlenden Coupons esel 6(ves Won babe) ben 11. Sept. 187d Eeichlo Zo örrsta en 11. Sept. 1874. 4 0 debe e busse Eichloch. .
Arbeits⸗Versteigerung.
Freitag den 18. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, ohn auf dem Rathhause zu Melbach die bei Aus- Aung der Felddrainirung in den Fluren I. und II., narkung Melbach, vorkommenden Arbeiten, bestehend Anfertigung der projectirten Grabenarbeit, dem Auhrenlegen und Wiederzufüllen der Draingräben, ver⸗ ushlagt zu 773 fl. 44 kr., an den Wenigstnehmenden u Kecord gegeben werden und sind Lusttragende hierzu
1
5 14
K
egeladen. erkebt 5 60 NPetedserg am 14. September 1874. a 11707* Gre b, Wiesenbaumeister. N befanntmachung. 17 Auf der Hainamühle bei Assenheim kommen n Arp tag den 21. d. M., Morgens 10 Uhr, nachfolgende 1 12 wenstände zur Versteigerung: 3 noch brauchbare Wasser⸗ 1 2 2 n in Längen von 5,25 4,80 und 7,50 Meter, 12 5 Ehenstege, 1 Wasserrad, eirea 5 Meter hoch, vollkommener **„ Niliader mit Schnecke, Ueberzug und Trieb, 2 noch gut
1 e Kammräder, 1 vollständiger Beutelkasten, ver— en Kasten, Trichter mit Trichtergestell, Zargen de., unde und 1 glattes Mühleisen, verschiedene Mühl⸗ i, darunter auch französische Champagner, Oelgeschirr l Presse und den dazu gehörigen Rädern, Stirn und bebnräder, 2 Oehlmühlsteine mit Herd und verschiedene Gegenstände. 2 n 7 am 10. September 1874. 5 1 Inncker, Gemeindebaumeister.
Blabellen
inde Eichloch diene hiermit zur Nachricht, daß dieselben
Die Spar-& Leihkasse zu Lich betreffend.
2662 Die hiesige Spar- und Leihkasse beabsichtigt, in
bekannten Gläubiger der genannten Spar- und Leihkasse,
oder solche, welche auf ihre Einlagen in den letzten
Jahren eine theilweise Rückzahlung aus derselben nicht empfangen haben, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche
lichen Blättern an, bei der Direction der Spar- und
ihre Ansprüche bei Vertheilung des Vermögens nicht mehr berücksichtigt werden. Lich, 9. September 1874. Für die Direetion der Spar- und Leihkasse Lud w. Weber.
Bekanntmachung.
1 2723 Am 19. September d. I., Vormittags 10 Uhr, sollen im hiesigen Bahnhofe 188 Centner Steinkohlen unter den an Ort und Stelle bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg am 14. September 1874.
Königliche Güterexpedition.
Jagck e.
Bekanntmachung.
2681 Freitag den 18. September 1874, des Nachmit— tags 2 Uhr, läßt Heinrich Bernhard in seiner Be— hausung dahter eine zweischraubige Kelter nebst Mühle und eine Parthie leere Fässer öffentlich freiwillig an den Meistbietenden gegen baare Zahlung versteigern.
Friedrichsdorf den 9. September 1874.
In Auftrag: Der Bürgermeister Garnier.
Aepfel⸗Versteigerung.
1 1 2744 Montag am 21. d. M., Vormittags um 10 Uhr anfangend, soll die diesjährige Aepfel-Erndte an den Bäumen der Staatsstraße vom Schwalheimer Hof über Echzell und Bingenheim nach Leidhecken öffentlich loos— weise an die Meistbietenden versteigert werden. Die Zusammenkunft findek am Knotenpunkte beim Schwal— heimer Hof statt. Nidda am 14. September 1874.
Großherzogliches Kreisbauamt Nidda.
Wetter.
ö
Pen te
2627 Donnerstag den 24. September d. J. sollen im Landgerichtsloeal ungefähr 7 bis 8 Centner zur Vernichtung bestimmte Akten zum Einstampfen meist⸗ bietend versteigert werden. Vilbel am 4. September 1874. ö
5 l in Reichs- 7 1 ng von süddeutscher Münze in R 7 1 25—.—— 12 haben bel Carl Bindernagel. „ In Buchform 2 kr. *¹
„ Plakatform 3„
Großherzogliches Landgericht Vilbel. Jeg e r
der Kürze sich aufzulösen, und werden deshalb alle un-
innerhalb 8 Wochen vom ersten Erscheinen in den öffent⸗
Leihkasse um so gewisser geltend zu machen, als sonst
des Meißner Porzellans.— Am Familienttsche:
2738 Rückständige Forderungen lan Zöglinge unserer Anstalt aus dem laufenden Semester wolle man inner— halb 8 Tagen durch Einsendung der Rechnungen bei uns anmelden. Friedberg am 15. September 1874. Großherzogliche Direktion des Schullehrer-Seminars. Schäfer.
Immobiliar-Versteigerung. 2748 Freitag den 30. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die nachbeschriebenen Immobilien, dem Heinrich Mack III. dahier gehörend, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden:
Gemarkung Friedberg.
Flur. Nr. Klftr.
2. 529 2240. Hofraithe in der Judengasse, 2. 535,6. 6,7. Hofraithe daselbst,
5 33. 69. Acker am Sodenweg,
4. 7. 121. Im Ellern,
4. 48. 121. daselbst.
Friedberg den 15. September 1874.
Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Fouc ar.
Aepfel Versteigerung.
2742 Dienstag den 22. d. M., Nachmittags um 1 Uhr, sollen die hiesigen Gemeinde-Aepfel, eirca 300 Centner, in Abtheilungen versteigert werden.
Das Tafelobst wird in kleineren Abtheilungen ver⸗ steigert.
Rödgen am 15. September 1874.
Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen.
Wolf 822— 8 1 2 0 2 8 „ Daheim. —* 2 8 2 Se 35 * Die soeben erschienene Nr. 50 enthält:
Schuldbewußt. Erzählung von Alice Kurs.(Fort⸗ setzung.)— Aus der Geschichte der Handelskrisen. Von Stephanus. II.— Altmeißner Porzellan. Mit Original⸗ zeichnungen von B. Mannfeld. III. Die Fabrikation
Thier⸗ kämpfe 1. Fuchs und Schwan im Kampf. Mit Original zeichnung von C. Kröner.— Ein Stellvertreter.— Kraftproben August des Starken.— Zum Portrait des Hauptmann Schmidt.— Ilustratidnen zur Flucht Bazaine's. f Zu Bestellungen empfiehlt sich Carl Bindernagel in Friedberg.
—
* 0* 5. —. ˙¹ A e en eee neee—


