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Donnerstag den 16. April. 45.
11874.
berhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Erschelnt jeden
Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag, Donnerstag und Samsagz⸗
Amtlicher Theil.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren:
4 Nr. 20. sub 1. Bekanntmachung, betreffend die Außercourssetzung der Landes goldmünzen und der landesgesetzlich den inländischen Goldmünzen gleichgestellten
tusländischen Goldmünzen. Friedberg am 11. April 1874.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tera p p.
Uauhank.
betreffend: Einzugsgelder bei den israelitischen Religionsgemeinden. f Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg n n die Vorstände der israelitischen Religionsgemeinden Assenheim, Beienheim, Butzbach, Jauerbach v. d. H., Gambach, Griedel,
Friedberg am 13. April 1874.
Kirch-Göns, Münzenberg, Nieder-Florstadt, Nieder-Weisel, Nieder-Woͤlstadt, Staden und Wölfersheim.
Der Erledigung unserer Verfügung vom Jartboten entgegen.
ltenberg
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Wrkommenden Fällen beachten wollen.
detreffend: Die Sicherung der Kirchen, Pfarr- und Schulbesoldungs⸗Kapitalien.
Letteffend: Den Wiesenbau⸗ und Wiesenwärter-Cursus. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
Unter Bezugnahme auf die in Nr. 42 des Kreisblattes erschienenen Bekanntmachungen des Curatoriums der Ackerbauschule zu Friedberg vom
13. vorigen Monats, Kreisblatt Nr. 33, seben wir umgehend bei Meidung der Abholung durch Trapp.
Friedberg am 13. April 1874. ngelischen Kir chen vorstände.
Mit nächster Post geht Ihnen ein Ausschreiben Großherzoglichen Oberconsistoriums vom 31. vorigen Monats zu, dessen Inhalt Sie in
Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Tei
Friedberg am 14. April 1874.
0 Saar 1 laufenden Monats empfehlen wir Ihnen, deren Inhalt in Ihren Gemeinden, so weit nur thunlich, zu veröffentlichen, aber auch geeignete Persön⸗ u, lchkeiten zum Besuche des ganz in der Kürze beginnenden Wiesenwärter- und Unterrichts-Cursus im Wiesenbau an der Ackerbauschule selbst anzuregen. 1 Cetderd VWürde sich dieser für die Landwirthschaft so wesentlich nützlichen Sache mit mehr Eifer und Interesse an genommen, könnte ein weit zablreicherer Besuch
edertetet.
— 95 erwähnten Unterrichts-Cursus erzielt und damit für das Wohl der Gemeinden gewirkt werden. Tera pp. egtuschirmen 4 Deutsches Reich. 2 Für die Fortsetzung der Odenwaldbabn in 540,000 Mann während zwei Monaten in jedem „dewaaren Darmstadt. Am 4. l. Mts. wurde der südlicher Richtung von Erbach nach Eberbach Jahre, während der zehn übrigen Monate nicht
2. Backes. kanzlei-Inspector bei dem Ober-Appellations- und liegen nicht weniger als 5 Aufnahmen vor. Daß über 180,000 Mann präsent zu halten wären, — seassationsgericht, Friedrich Müller, auf sein Nach- den Wünschen des industriellen Beerseldens Rech- endlich ein Antrag von Ausfeld(Fortschrittspartei)
chen, in Anerkennung seiner mehr als 50 jährigen eu geleisteten Dienste, in den Ruhestand versetzt. im 1. I. M. wurden der Landgerichts-Actuar in beerfelden, Christian Falkenstein, zum Landgerichts- . Jatuar in Butzbach, sowie die Actuariats-Aspi- 1 du 8 Thomas Leonhard Kopp aus Darmstadt,
org Wilhelm Braun aus Michelstadt und Jo- sunnes Feick aus Rainrod in dieser Reibenfolge
unnt wurde: der Postgebülfe Netzer in Offen- bach a. M. zum Postamts-Assistenten. Angenommen burden: Heinrich Karl Diegel und Karl Wolf- smidt als Postgehülfen in Grünberg, Johann heinrich Theodor Zinser als Hostgehülse in Schotten und der Privat-Postunterbtamte Walter in Hirsch⸗ born als Landbriefträger. Angestellt wurden: der Postamts- Assisten: Schad in Darmstadt und der Postamts-Assistent Schwebel als Postexpediteur in „ Altenstadt. Versetzt sind: der Oberpost-Directions⸗ Sercretar Reichardt von Darmstadt nach Frank füt a. d. Oder, der Postseeretär Volkmar von
— 1955 Straßburg 1. E. nach Darmstadt und der Stadt- men postbote Kilpp von Worms als Postschaffner nach
1 Kabil⸗ Mainz. Freiwillig sint ausgeschieden: die Post⸗
2 scheffner Vonhof in Offenbach a. M. und der
bene, kandbriesträger Krämer in Nieder-Olm. Entlassen
wurde: der Postgehülse Georg Weis aus Nonrod,
* suletzt in Langen. Gestorben sind: der Postpracti- 1 tant Angar in Mainz und der Postamts-Asssstent
„ Manisch in Neu-Isenburg.
4— 13. April. An die Staats ⸗Casse ist die
* ne Weisung ergangen, 8200 fl. an die katholischen
. Narrer des Landes auszuzahlen, um den Gehalt der — geringersoldeten auf 1000 fl. fur 1873 zu erhöhen.
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nung getragen werden kann, erscheint hiernach zweifelhafter denn je, da, um ihnen zu genügen,
Steigungen von 1:40 in Anwendung gebracht
auf Bewilligung von 401,659 Mann pro 1875 und alljährliche Feststellung der Präsenz. Der letztere Antrag ist nur von 34 Mitgliedern der
werden müßten, die einen durchgehenden Verkehr, aus 49 Abgeordneten bestehenden Fortschrittspartei auf den die Bahn unbedingt zu rechnen bat, fast unterzeichnet. Miquel referirt mündlich über die zur Unmöglichkeit machen würden. Die Ludwigs- bekannten Commissionsverhandlungen. Das Haus bahn, welcher nach der ganzen Lage der Dinge ist überfüllt; am Bundesrathstisch befindet sich der Bau übertragen werden wird, proponirt die auch der sächsische Ministerpräsident v. Friesen. etwa 30 Kilometer lange Linie durch das Schöllen- Bennigsen empfiehlt seinen Antrag in langerer
3 Millionen Gulden veranschlagten Tunnel. Mainz, 12. April. Am Bezirksgericht standen welche die eigenen Interessen dem allgemeinen In-
vorgestern 28 Einwobner von Nackenheim unter fteresse und dem Interesse des Vaterlandes unter-
der Anklage des Auflaufss. Dieser Oft ist seit ordnen müßten. Das Zusammenhalten aller natio- längerer Zeit der Schauplatz ultramontaner, nalen Parteien sei geboten gegenüber Denen, welchen Hitzereien, welche fortwährend im Schwaug er- die Politik der Jahre 1866 und 1870 Thorhelt halten werden. Eine Folge derselben sind Reibereien sei, es sei geboten, so lange der von der römischen und Ausschreitungen, wegen welcher gestern von Curie und von den deutschen Bischöfen der Reichs- den 28 Angeklagten seche, die sich der Gendarmerie sregterung aufgedrungene Kampf dauere. Die Reichs- widersetzt hatten, zu Geldstrafen verurtheilt wurden. regierung werde dem Volk niemals zu große Opfer Berlin. Das Bennigsen'sche Compromißt- auferlegen, sondern stets den Verbaltnissen Rech- Amendement lautet:„Die Friedenepcäsenzstärke nung tragen.(Stürmischer Beifall. Zischen im beträgt vom 1. Januar 1875 bis zum 31. De- Centrum.) Kriegsminister Kameke erklärt Namens zember 1881 401,659 Mann. Die Einjährig- der verbündeten Regierungen,„daß sie das Amende⸗ Freiwilligen kemmen auf die Friedensprasenzstärke ment Bennigsen annehmen werden.“(CLebhafter nicht in Anrechnung.“ Das Amendement ist außer Beifall.) Reichensperger empfiehlt biernächst den von den gesammten Nationalliberalen noch von Antrag Mallinckrodt's, worauf das Haus die sechs Fortschrittlern(OHroß, Kreuz, Zinn, Schmidts weitere Debatte bis morgen vertagt. (Stettin), Baumgarten und Heine) unterstügzt.— 14. April. Der Reichstag setzte die Debatte — 13. April. Reichs tagssitzung. Zweite Be- über das Reichs-Militärgesetz fort. Graf Betbusp- rathung des Militärgesetzes. Zur Debatte stehen Hue motivirt die Zustimmung der deutschen Reichs- der bekannte Compromiß-Antrag Bennigsen's, eins partei zu dem Bennigsen'schen Compromiß, die in Antrag von Mallinckrodt und Genossen auf jähr-[dem Bestreben, Kalser und Reichskanzler zu unter⸗ liche Bewilligung der Prasenz-Zahl durch dae stützen, das eigene Amendement aufgebe. Abg. Budget, ein Antrag von Hasenclever auf Organl. Richter legt den Standpunkt der Fortschrittspartei sirung einer deulschen Reichs volkwehr, wobei! dar, die eventuell für den Antrng Bennigsen
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