1874. Dienstag den 15. Dezember. M 148.
Oberhessischer Anzeiger.
—— Die Jetitzeile 5 5 3 8 Erscheint jeden Fahtgase 85 2 wird mit 4 Kreuzern berechnet. 5 Areisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstaz, e 0 G ——— ä———
31 Pakt, G. Amtlicher Theil.
6 8 12424“. 5 Bekanntmachung. eint, Erkenntniß 1 W—. Seitens des Königlichen General- Commandos des 7. Armer Corps unter dem 13. diests Monats besätigtes— rkenntniß vom 9. dieses Nonats ist der Ulan des Westsälischen Ulanen-Kegiments Nr. 5, Heinrich Kessler aus Ober-Rosbach, Kreis Friedberg,
but halbwolt*.— fahnenflüchtig erachtet und mit einer Geldbuße von 50 Thalern belegt worden. N üsseldorf den 26. November 1874. Königliches Gericht der 14. Divisi on. tignsdt und ei 5 Deutsches Reich. Antrag ein, die Geschäfts⸗Commission zur schleunigen Be- den Verbleib der fehlenden Erlasse bis auf wenige nach⸗
t L 1. 0 b. Friedberg, 14. Dec. Bei der soeben, richterstattung darüber, aufzufordern: Erstens, ob die] gewiesen, über den Verbleib der Berichte könne er keine Vormittags 10 Uhr, statigebabten Wahl eines Verhaftung von Mitgliedern des Reichstages auf Grund Auskunft geben. Dem Botschaftspersonal könne er nicht Landtagsabgeordneten dee nate eines rechtskräftigen Strafurtheils während der Dauer] den geringsten Vorwurf einer Fahrlässigkeit machen und 3 K ge? ir der Session ohne Zustimmung des Reichstages zulässig übernehme persönlich jede Verantwortung. Zeuge Lewis unserer Stadt, Herr Buchhändler Scriba mit sei; und zweitens, ob und welche Schritte zu veranlassen deponirt: Graf Arnim habe mit ihm mehrfache Consul⸗ tür 115 gegen 3 Stimmen wiedergewählt worden. seien, Wage dee ere e eee eee tationen gehabt, darüber, ob er, statt ein gerichtliches 1 Darm N 0 7 orzubeugen. Lasker begründet den Antrag und wir Vorgehen des auswärtigen Amtes gegen ihn ab . stadt, 9. Dec. Post-Personal Nach derselbe, nachdem Windthorst hinsichtlich dessen die Einig— ich lbst nit eit Pe vocati 175 uf 9 1 richt Angenom den: 0 0 l dtho N nicht selbst mit einer Provocationsklage auf Anerkennung Perktede ven 1 1 9 men wurden: der Postgehülfe, keit aller Parteien constatirt hat, einstimig angenommen. des Eigenthumsrechtes an die Schriftstl ck hen soll „e ehemalige Abiturient, Laut, in Bad- Nauheim als 10. Dec.(Proceß A. 515 tsetzung.) Nack um 4% U 5 den di Vert abl.„ f * 10. bel S Krum,. 0 1185 5 e.(Proceß Arnim. Fortsetzung. ach]— Um 4% Uhr werden die Verhandlungen wieder auf⸗ „ kelehin Heli. Festeleve, Friedrich Ludwig Wendel in Oppen⸗ Wiederaufnahme der Sitzung um 3 Uhr geht die Ver⸗[ genommen. Graf Arnim verläßt die Anklagebank wegen — elisartt beim und Karl Gemünden in Sprendlingen in 1170 80 die dritte Rubrik der vermißten Schrift⸗ 6 und erklärt, daß die bekannte Notiz I 1. Yk. Rhbeinhessen als Postgehülse f 3 stüͤcke, 11 Erlasse und 12 Berichte umfassend, über. Der im„Echo du Parlement“ von ihm durch den Correspon⸗ n, sowie Nicolaus] Vertheidiger hat 5 zurückgegeb lche Arnim in der denten Beckmann veranl J f 0* 3 2 l 2 t worden sei. Auf der Durch⸗ Reit nn de Nandbriestes V ger hat 5 zurückgegeben, welche Arnim in der denten Beckmann veran aß er 2 0 ger Schublade seines Arbeitstisches gefunden haben will. Den reise durch Berlin habe er von Staats-Seeretär Thiele Angestellt wurden: der Militär-Anwärter Nord auf die Stellung der„Kreuzzeitung“ zur Regierung be- indireet die Autorisation zu jener Notiz erhalten. Vom n bertang- Nl als Landbriesträger in Höchst im Odenwald und züglichen Erlaß will Arnim dem Botschafts-Rath Grafen Präfidenten befragt, wie es sich mit den bekannten Ent⸗ . der Nilitär- Anwärter Bechtold als Post- Packet Linden aus Stuttgart eingehändigt haben, über den Ver⸗ hüllungen in der Wiener„Presse“ verhalte, erklärt An⸗ . a8 üger* Of 9 N E bleib der übrigen behauptet er keine Auskunft geben zu geklagter, er selbst nehme zwar keinen Anstand, darüber en ba a. 5 rnannt wurden:] können. Der Vorsitzende verliest ein Promemoria des Auskunft zu geben, die Angelegenheit sei aber ein Ge— der Postsecretär Jordan in Darmstadt zum Ober- auswärtigen Amtes über verschiedene Arnim ertheilte heimniß mehrerer Personen und daher verweigere er jede post- Directions- Sterctär, die Postgehülfen Seeber, Urlaube. Arnim gibt die Daten des Promemorias als Aussage. Der Reichstags ⸗ Abgeordnete Braun erklärt Stetter und Blum in Darmstadt zu Postamts 5 90 5 ein, 355 5 allein 5 1 555 zu 9050 Zeuge, 1 5 W ee des Dr. Zehlicke der 2 5 dem Archiv gehabt und die seeretirten Actenstücke selbst[ Begründung entbehren. Niemals habe Arnim dem Zeugen Assistenten. Versetzt sind: der Postsecretäx Bernius in seinem Zimmer aufbewahrt habe. Eine Uebergabe Aetenstücke für die„Spener'sche Zeitung“ 1 don Mainz nach Darmstadt, der Postsecretär] des Archivs an den Grafen Wesdehlen bei dem Ver- Zeuge Zehlicke, fruͤher Chef-Redacteur der„Spener'schen Frauendienst von Darmstadt nach Mainz, der lassen des Botschafterpostens habe nicht stattgefunden. Zeitung, deponirt, Dr. Rüdig, Mitarbeiter der„Presse“, Postpracti t Beck udwigsb 0 30 3 Es folgt die Zeugen-Vernehmung ad Passus 3 der An- habe Arnim'sche Documente, welche aber schon in der 1 tant Beck von Ludwigsburg nach Mainz. klage. Der Botschaftsrath Wesdehlen deponirt über den„Presse“ veroffentlicht waren, abschriftlich eingeschickt und der Postamts- Assistent Salzmann von Friedberg Usus der geschäftlichen Behandlung der Eingänge und andere in Aussicht gestellt. Auch sei ein Unterhändler 0 zach Darmstadt, der Postamts- Assistent Stoll von Ausgänge des Botschafts⸗Archivs, versichert, den Bestand des Grafen bei Braun gewesen, der diese Documente Mainz na ambur der ost- Packetträger] des Archivs an Arnim nach Ablauf seiner(Wesdehlen's) von Arnim angeboten habe. Braun wiederspricht auf das Stöpier 21 47 71 als eee. 7 Vertretung vollständig übergeben zu haben. Zeuge ent- Entschiedenste. Zehlicke ruft den Mitredaeteur Ur. Possard ö ö. 3 ö N sinnt sich, daß Arnim ihm im vergangenen Winter gesagt zum Zeugen für seine Behauptung auf. Dieser bekundet Mainz. Aus dem Postdienste sind geschieden: der habe, daß er einen Erlaß dem Archive nicht übergeben bündig, ihm sei von der Erzählung Zehlicke's nichts Tandbriefträger Volk in Höchst im Odenwald, der 5 675 ae rein e e 8 e Vereidigung Zehlicke“s. 0 affner rk in ainz, der Post⸗Packetträger treffe. Zeuge bestätigt die Mangel haftigkeit er Localitäten Der eri ytshof eschließt aber die Vereidigung Braun's 110* ffn 8 5 d 4 K 9 ston der Pariser Botschaft; den Archivschlüssel habe er und Zehlicke's und Possard's. Zeuge Staatsseeretär Bülow Prunanger in enba a.. 1 en Holstein öfter gehabt, um Papiere herauszunehmen. Zeuge deponirt: Bismarck habe in einem Telegramm Varzin an ind in den Ruhestand getreten: der Ober-Post Hammersdörfer deponirt, daß Eintragungen immer stoß⸗ das auswärtige Amt gesagt, er habe nichts gegen Tassen-Rend eint Rechnungsralb Dittmar in Darm ede 25 3 8 ig und stets 1a e pd ee ee des 3 im„Echo du Parlement“, a E f ünberg. erfolgt seien. Die Eintragungen seien theilweise später doch möge man die Sache nicht ironisch anfassen. Zeuge dedt and mt Postmeister Von off 0 Gr 5 geschehen, aber nicht nach der Abberufung des Grafen, gibt Landsberg aus Paris gibt zu, die sogenannten Enthüll Bestorben ist: der Postgehülfe Schaaf in Engelrod. jedoch auf Befragen auch diese Möglichkeit für einige ungen an die Wiener alte„Presse“gesendet zu haben, ver— Berlin, 11. Dec. Der Redacteur der Eintragungen zu. Die Möglichkeit, daß noch einige weigert aber Zeugniß-Ablegung darüber, ob an dieser „Germania“, Caplan Majunke, ist heute zur Actenstücke verlegt sein können, sei nicht ausgeschlossen; Veröffentlichung Arnim irgendwelchen Antheil gehabt. 5 N 5 i 2 sehr zsichtie gezuͤglich des Ankaufs einer Zeitung 10 — auch sei der Angeklagte sehr kurzsichtig und habe oft Bezug ch d iner Zeitung, namentlich des Verbüßung der gegen ibn 1 12 Piecen verlegt. Zeuge Höhne deponirt nichts Wesent—„Berliner Tageblatts“, bestätigt Landsberg, daß Arnim achtskräflig gewordenen einjährigen efaͤngniß liches. Beim Schluß der Sitzung eonstatirt der Staats- hierüber vielfach brieflich mit ihm verkehrt habe. Zeuge trafe verhaftet worden. i anwalt, daß nach der gestrigen geheimen Sitzung ein habe aber die Absicht Arnims niemals ernsthaft, sondern Berlin, 11. Dez. Reichstag. Nach Annahme des ausführlicher Bericht mit dem Wortlaut der Ausführ— nur fuͤr Redensarten gehalten, mit denen Arnim ihm als gesetzentwurfs über Stempelfreiheit der Rechnungen und ungen des Vertheidigers Dockhorn, anscheinend nach Journalisten irgend welche angenehme Perspective habe Quittungen in Elsaß Lothringen in dritter Berathung] dessen Concept, in die„Vossische Zeitung“ gelangt sei, eröffnen wollen. Der Gerichtshof zieht sich zur Berath— solgt die zweite Lesung des Militär⸗Etats. Die Mehr-] was weder durch den Gerichtshof noch durch ihn ver- ung über die Zeugniß-Verweigerung Landsberg's zurück. orberung von 1500 Mark Gehalt des sächsischen Kriegs-] anlaßt sei. Er behalte sich weitere Schritte vor.— Nach seinem Wiedereintritt verkündet der Gerichtshof, ninisters wird abgesetzt, trotz Widerspruchs des sächsischen] 11. Dee. Die Sitzung wird um 10¼ Uhr Vormittags daß er von der Vereidigung Landsberg's über die Zundes⸗Commissärs v. Nostiz⸗Wallwitz. Bei Berathung wieder eröffnet. Zur Verlesung kommt zunächst das Ant- erste Frage wegen der Enthüllungen in der„Presse“ ab— les Commisstons-⸗Antrages auf Verschmelzung des Budgets] wortschreiben Arnims vom 11. Aug. 1874 auf den Brief sehe, dagegen beschlossen habe, denselben im Uebrigen zu ler preußischen und sächsischen Armee, wobei besondere Bülow's vom 5. Aug. 1874. Arnim hält darin die vereidigen. Bülow und Landsberg werden hierauf verei⸗ Ti ir die ächsi A ssenen Abweichungen Ansicht aufrecht, daß er trotz§ 119 des Reichsbeamten- digt, die Sitzung sodann(5% Uhr) auf morg r N aue enen esehelken Wöen, se 1 8 5 eee des Auswärtigen Amtes 2 12. 2 Pie Sipung 18 um 115 Ur nöffnet lärt Fürst Bismarck: der Antrag sei formell und materiell] nach seiner Dispositionsstellung nicht mehr unterstehe. Der Stagtsanwalt bemerkt, daß Angehörige Arnims inzulässig, die Besonderheiten des sächsischen Armeeecorps Es folgt die Zeugenvernehmung. a5 bel Fehl Scheven 500 mit Zeugen, ins besondere mit Landsberg, im leruhen auf vertragsmäßigen Bestimmungen zwischen den] erklärt, daß er die erste Kenntniß des Fehlens von; eugenzimmer verkehrt hätten. Der Präsident bezeichnet Cönigen von Preußen und von Sachsen. Der Kaiser]Schriftstücken gesprächsweise durch den Seeretär Holstein solchen Verkehr als unzulässig und spricht die Erwartung könne nicht die Zusage brechen, welche er als König von erhielt, welcher nach kirchenpolltischen Aetenstücken für aus, daß diese Bemerkung genügen werde, strengere Ver— Preußen gemacht habe er bitte den Antrag abzulehnen.] Hohenlohe suchte. Vertheidiger Dockhorn behauptet nach ordnungen seinerseits unnoͤthig zu machen. Es folgen Nach kurzer Debatte wird der Antrag durch itio in partes] Schluß der Vernehmung; Holstein habe im December 1873 Zeugenvernehmungen. Criminaleommissar Pick deponirt 0 49 Sti 1 Ab- Arni enüber eingestanden, daß er mit der Ueber- uͤber Murray: dersel im Oe Tae — 241 7 ee ee ane ee e eu über Arnim Hotel 1 diefe N A e des les Olde bn Corp Gegners z streichen, sowie des von Berlin aus beauftragt sei. Der Staatsanwalt bee Portiers nur mit Dr. Vogelsang verkehrt. Ueber die Untrages auf gleichmäßige Besoldungs Erhöhung dersantragt die Vorladung Holstein's, um, ihm Gelegenheit Haussuchung vom 14. Oetober im Arnim'schen Palats inien⸗Regimenter mit der Garde, werden die Posittonen] zur Vertheidigung 1115 85 eee 8 Zeuge, daß er von 251 Kisten diejenigen nach 1 7 4 s T. 20 angenommen. Holstein's telegraphische Vorladung. Zeuge asperini dem Polizeigebäude geschafft habe, in denen Papiere *. In Folge der gestrigen Ver-Jaus Wien kann sich der einzelnen, anfangs als gewöhn- vermuthet wurden. In diesen babe er das bet den Mien laftung bes Abgeordneten Majunke zur Verbüßung der] liche Geschäftssachen betrachteten, später politisch wichtig befindliche Promemoria gefunden. Zeuge Wesdehlen schtskraftig gegen ihn erkannten einjährigen Gefängniß⸗] gewordenen Schriftstücke nicht mehr erinnern. Arnim erklärt, Landsberg habe mit ihm darüber, daß er(Lands srafe bringt Lester elnen von allen Fractionen unterstͤtzten bemerkt zur vrktten Gruppe der Schriftstücke, er habe berg) die Enthüllungen der„Presse“ im Auftrage Arnims
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