Die 442 rückständigen Stücke der 28 ersten Ziehungen sind verjäbrt; bei den übrigen geben die Zinsen verloren. Das Merkwürdigste ist, daß ein Gewinn von 15,000 fl. 1 ehrere Gewinne von 8 9 haben nämlich Nr. 28,410 fl. 15,000, Nr. 7000 fl. 2000, Nr. 25,644 und Nr. 2,653 je 00 gewonnen. 8 e 9. März. Geslern Abend gegen 9 Ubr wurde an dem Brunnen in der Weißgasse ein neuge⸗ borener Knabe aufgesunden. Auf dem Boden des Käsichens, in welchem sich das Kind besand, lag ein Schreiben, der Finder möge sich des jungen Welltbürgers annebmen, denselden ernähren und erziehen; nach Ablauf eines Jabres würden die Kosten der Erziehung berichtigt werden. Das Kind ifi inzwischen beute Nachmittag gestorben.
Allerlei.
Frankfurt. Nach einer Correspondenz der„H. M.“ schweben gegenwärtig Berhandlungen zwischen Stadt und Staat wegen des Abbruchs der alien, aus dem 14. Jahr; dundert siammenden Mainbrücke, welche, an sich baufällig und zu schmal für den Verkehr, jetzt bei den Quaibauten, welche den Fluß vom linken User her so dedeutend ein- engen werden, durch ihre breiten Pfeiler und engen Bogen ein Hinderniß abgeben würde. Da auch auf dem rechten Ufer ein Bogen durch die Berbindungsbahn in Anspruch genommen worden ist, so ist brabsichtigt, zur Erleichlerung der Schifffayrt nach Eröffnung der Untermainbrücke und Erbauung einer Nolbbrücke die s. g. Sachsenhäuser Brücke neu zu erbauen nach beutigen Grundsätzen mit weitge⸗ spannten Bogen und schmalen Pfeilern. Dafür verlangt der Staat, welcher die Sachsenbäuser Brücke übernommen batte, einen Beitrag von der Stadt, üder dessen Höhe jetzt Verhandlungen stattfinden. i
Frankfurt, 12. März. Die Dewobner der Kaiser— hosstraße waren gestern Zeuge eines Riesensprunges eines Hundes. Als nämlich der Fürst von Reuß an seiner Wohnung vorfubr, lag dessen Hund am Fenster der Belle⸗Elage und sab der Straße binad. Als er den Vier · spänner kommen und anfahren sah, machte er aus Freude
1 und 2000 fl. noch unerhoben
und dann die Arbeiten ohne Unterbrechung und rüstig sortsetzeu zu können. Ein großer Vorrath fertiger, für den südlichen Thurm bestimmter Steine lagert bereits am uße des Domes.*
Hirschberg. Am 9. Juli v. J. sand ein Zusammen⸗ stoß zweier Eisenbabnzüge statt, wobei eine Frau eine Erschütterung des Gehirns und des Rückenmarks davon⸗ trug und demzufolge von elner Läbmung der linken Seite befallen wurde. Die beireffende Eisenbahn-Direction hal sich nun bereii erklärt, der Genannten eine Enischädigung von 6400 Tolr. zu zablen.
Pisa. Heinrich Frör. v. Maltzan, der berühmte Reisende, dessen Tod die Zeitungen von hier meldeten, hat sich— wie jetzt kannt wird— seiner schweren körper⸗ lichen Leiden wegen erschossen.
Mülbausen i. E., 6. März. Wer gegenwärtig nach Amerika geben will, der muß viel, sehr viel Geld mitnehmen, sonst ist er dort verloren. Diese Erfahrung hat ein Mann gemacht, welcher J. Z. als Beamter auf einer Eisenbahnstation im Ober Elsaß funklonirte, Geld unterschlug und damit nach Amerika ging. Derselbe suchte überall Veschäftigung, da er von dem mitgebrachten Gelde allein nicht leben konnte, aber nirgendwo gelang es ihm, auch nur für einen Tag Arbeit zu sinden. In Philadel⸗ pbia endlich erfaßte ihn die Verzweiflung und er enischloß sich wieder heimzukehren. Gestern ist er hier eingetroffen und hal sich sosort dem Gericht zur Verfügung gestellt.
Berlin. Nach amtlichen Ermielungen des städtischen stalistischen Bureau's zu Berlin leben dermalen in der „Kaiserstadt!“ etwa 14.000 Prostituirte, wovon jedoch nur 2224 unter polizeilicher Controle siehen. Nach dem Stande der Eltern vertheilt, kommen von der letzteren Zabl auf das„kleine Beamtenthum? nicht weniger als 305 unter polizeilicher Aufsicht siebende Maͤdchen. Was die Ceiminalstatistik vettifft, so treten in neueret Zeit die Raubmorde ma entsetzenertegender Häufigkeit auf.
D. Frankfurt a. M., 12. März. Unter dem Ein⸗ flusse der Nachcichien, welche über die Bilanz der Credit— anstalt verlauten, verkebrte die beutige Börse für Credit— hactien in matterer Tendenz als gestern und wurde letztere
einen Sprung vom Fenster über das Fubrwerk hinweg von Berlin, wie von Wien durch gleichfalls niedrigere
auf die Straße, ohne sich weiter zu beschädigen. Mannheim, 7. März. In der beutigen General⸗ versammlung der Rheinischen Hypothekenbank zu Mann⸗ heim wurde auf Grund des gedruckten Geschäftsberichtes der Bruuogewinn der Bank mit fl. 229,670 und der Reingewinn mii fl. 189,000 declarirt. Von dieser Summe
entfallen gemäß den Slaluten dem Reservefond 5% mi gingen sast durch gehends niedriger aus dem Verkehre!
fl. 9450, den Actionairen als ersie Dividende 5% aus 1,400,000 fl. mit 70,000 fl.— Die siatuten- und ver⸗ tragsmäßigen Tantiemen beiragen fl 30,126.— Zur Ver⸗ fügung der Generalversammlung blieben fl. 79,423.— Die Generalversammlung beschloß, 2% als Superdivi⸗ dende, demgemäß im Ganzen 7% zu vertheilen und an⸗ siatt der statutenmäßigen 5% von dem erzielten Gewinne 31% den Reservesonde zuzuweisen zedieselven wurden dem- gemäß mit fl. 58 873 dotirt, von welchen insbesondere fl. 19,423 einem Dividenten-⸗Reser vesond zugewender sind.
Köln. Nachdem die Verbindung zwischen den beiden Hauptibürmen unseres Domes fertig gestellt in, gewährt die Wesiseite des prachtvollen Bauwerkes mit ihrem, von schönen Figuren geschmückten Portal, nunmehr einen vertlichen Anblick.(Die neueren Figuren sind von dem Dombildhauer Herrn Fuchs ausgefübrt.) Seit Mitte des vergangenen Monats ist man, nach Beseitigung der alten Baugerüste, mit Ausschlagen der neuen für den
Course secundirt. Credilactien büßten wiederum mehr als 3 fl. gegen ihren gestrigen Cours ein, indem sie mit 246 eröffneten und mit 245 schlossen. In fester Haltung bingegen verblieben Staatsbahnactien, auf bessere Einnahmemeldungen, mit 337½. Lombarden lagen matt und vernachlässigt zu 158 und 159. Oesterr. Bahnen
bervor. Galizier sind besser. Von deutschen Bahnen
zeigten sich alte Bayr. Ostbahn in Folge ihres günstigen 61 28
Jahreserträgnisses gesucht.
Pfälzer Nordbahn und Hess. Ludwigsbahn höher.
Oderbessen matter. Staatsfonds fest. Russische Fonds in guter Nachfrage. Französische Rente wurde zu 8 pCt. böherem Course umgesetzi. Prioritäten beliebt. Banken waren mehr oder weniger
offeritrt. Würt. Vereinsbank und Nürnberger Vereinsbank böher. Von Loosen waren Triester 50 fl.-Loose zu 71 ge
gesuchti. Meininger Prämien Pfandbriefe fest. 1854er matier. Von Wechseln Amsterdam und London schwächer, Wien gesucht.
ö Handel und Verkehr.
Frankfurt, 11. März. Der heutige Heu- und Strob— markt war gut befahren. Heu kostete per Centner 1 fl. 30 kr. bis 2 fl. 20 kr.. Stroh per Ceniner 1 fl. 24 kr.
Mainz, 19. März. Producten mankl. per März 16 fl. 42 kr., per Mai 16 fl. 30 kr., per Juli 15 fl. 48 kt. Roggen fest, per März 12 fl. 55 kr., per Mai 12 fl. 30 kr., per Jull 11 fl. 36 kr. Haser fes per Mäz 11 fl.— ka,, per Mal 11 fl. 10 kr. per Jul 11 fl. 15 kr. Räböl per Oct. höher, per Mai 1 fl. 30 kr., per Oct. 19 fl. 48 ke.
Geld Cours.
Frankfurt am 12. März 1874. Preußlsche Friedrichsd'or..„fl.—— Pigelen::; Holländische fl. 10⸗ Stücke..„ 9 45—47 Dueal enn, i 5 31—34 Ducaten al mare„ 5 33—35 20⸗-Frankenstücke.„ 9 22½—23½ Englische Sovereigns eee, Russische Imperilales.„ 9 39—41 Dollars in Gold., 228
Berlin, 26. Februar. Die„Norddeuische Allg. Zig.“ schreibt: Das Hervorragende industrieller Leitungen jeden Gebietes erregt immer das Gefübl der Hochachtung, und man ist gerne bereit, den Fortschritt in solchen Erzeug⸗ nissen nicht allein anzueckennen, sondern auch zur Ver breitung verdienter Anerkennung beizutragen. Nachdem die Jury der Wiener Weltausstellung den Dampf⸗Cbocoladen und Desserts des Hauses Gebrüder Stollwerck in Köln a. Rh. den ersten Preis zuerkannte, wurden demselben die Lie serungen für die Fesilichkeiten im Kaiserpavillon der Ausstellung zu Theil und seiidem haben diese vorzüglichen Erzeugnisse sast an allen deulschen und vielen fremden Höfen Eingang gefunden. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Oesterreich, der König von Italien, Jvte königl. Hoheiten die Großherzoge von Baden, Hessen Mecklenburg und Sachsen, der Kronprinz Humbert, der Fürst Carl von Rumänien vaben dem Hause die Hof— lieseranten-Patenie zustellen lassen, und jüngst ist ihm durch Se. kaiserliche Majestät den Sultau, laut Cabinet⸗ schreiben d. d. Konstantinepel 22. Januar, die gleiche bohe Auszeichnung geworden. Auch die französischen Nachbarn baben den Gebrüdern Stollwerck ihre Aner- kennung nicht versagt, die Akademie für Handel und Industrie in Paris ernannte sie zu Ehrenmiigliedern und ertheinle ihnen die goldene Medaille. Unstrenig können die Erzeugnisse der Firma als die gesuchlesten ihrer Art in Deuischland bezeichnet werden; ohne theuerer zu sein als jedes andere reelle Fabricat, stehen dieselben in ihrer Güte unerreicht da! Wir nehmen um so lieber Akt hiervon, 0 eine Branche belrifft, in welcher seither die frauzs⸗ sischen Producte eine zewisse Priorität in Deutschland
bebaupteten N und aber Tausend Atteste beweisen die Tausend glücklichen Erfolge, welche durch„Dr. Airy's Naturheilmethode“ erzielt wurden. Außer vielen Attesten befindet sich in der neuesten 19. eirea 260 Seiten starken illnstrirten Auflage dieses berühmten Buches auch ein Attest von Frl. Henriette Davidis (Verfasserin des Kochbuches) auf das wir besonders auf⸗ merksam machen.— Preis nur 36 kr.; zu beziehen durch jede Buchhandlung, am schnellsten aber direkt von Richters Verlags Anstalt in Luxemburg und Leipzig.
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307(695/86)
(steht der Joh. Heinrich Ernst Witwe bei).
Waizen sest,
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f 11 (eln eien a
III.
1.
VII.


