Ausgabe 
12.12.1874
 
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Ausland.

Schweiz. Bern, 9. Dec. Der National. rath dat bei namentlicher Abstimmung mit 72 gegen 3 Stimmen dem Beschluß des Stände⸗ Katbes, die Geistlichen von der Führung der Civilstands⸗Register auszuschließen, beigestimmt.

Frankreich. Paris. Nach den vom Journal officiel veröffentlichten Auszügen aus dem im nächsten Monat vorzulegenden Budget pro 1875 beläuft sich das gesammte Defieit auf über 100 Millionen.

Belgien. Brüssel, 9. Det. Die Kammer genebmigte mit 74 gegen Stimmen das gesammte Finanz⸗Budget im Betrage von 239,200,100 Fres.

Großbritannien. London, 10. Der. Die Beobachtung des Vorüberganges der Venus ging in Kalkutta außerordentlich gut von Statten. Der Eintritt in den Bereich der Sonnenscheibe begann um 7 Ubr 56 Minuten, um 10 Uhr 5 Minuten erreichte die Venus die Mitte und um 12 Uhr 13 Minuten erfolgte der Austritt.

Spanien Madrid. Gerüchtweise ver⸗ lautet, daß zwischen Don Carlos und Isabella Uater handlungen angeknüpft sind. Aus Hendaye wird rom 6. gemeldet: Heute Vormittag hat sich bei Oparzun ein Kampf entsponnen. Nachmittags war die Kanonade sehr heftig.

Serbien. Belgrad, 8. Dec. Das neue Cabinet bat sich beute der Skuptschina vorgestellt. Der Ministerpräsident zeigte an, daß die Regier⸗ ung noch im Laufe dieser Sesston Gesetzentwürfe über die Freibeit der Presse, die persönliche Sicher⸗ heit und die Gemeinde Autonomie vorlegen werde. Nach der ohne Debatte erfolgten Annahme einer Begrüßungs⸗Adresse an den Fürsten wurde die Skuptschina auf sechs Wochen vertagt.

Amerika. New-Nork, 9. Dec. Die Herald Expedition in Nangasaki beobachtete den zweiten Contact mit Erfolg. Der erste und dritte Contact war durch Wolken verhüllt. Sechszig gute Photographien wurden gemacht.

Egypten. Alexandrien. ung rüstet zwei Expeditionen aus, welche zunächst die Gegend von Darfur und Kordofan erforschen

Alexandria, 9. Dec. Die Beobachtungen des Venus durchgangs durch die englische Expedition glückten sehr gut. Es wurden 50 Photographien

die biesigen Rindfleischmeßger die Verkäufer an den Fleisch. neu entdeckte Evangelium hat in gleicher Weise wie die bänken eaburch aus's Trockene zu setzen, daß sie im Laufe Männer auch die Frauen mächtig ergriffen und in beren der ben Woche den Preis des Rinofleisches einmüthig Herzen neue Tugenden erweckt, durch welche sich das

Schweinefleisch 18 kr., Dem Vernehmen nach beabsichtigen Zeitalter der Resormatson machen. Das bamals gleichsam

ist, so empftehlt es sich, die Lage des Ortes auf der Adresse

Die Regier- schleunigen Ueberkunft der Sendungen an die Adressaten 8 8 w sentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Inte und darauf bis zum Albert Nyanza vordringen sollen. resse der Correspondenten, die Adressen hiernach genau an⸗ zufertigen. Kaiserliches General Postamt.

auf 12 kr. herabsetzen. Das Publikum wird über diese gegen die Fleischbänke gerichtete Bosheit sehr erfreut sein. Hammelfleisch kostet bei Metzger Hagenlocher 8 10 kr. per Pfund. N

Bekanntmachung. Adressirung der Pot sendungen. Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Postsendungen müssen auf denselben Adressat und Bestim mungsort so genau bezeichnet sein, daß jeder Ungewißbeit vorgebeugt wird. Dabei sind namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Pestsendungen nach größeren Orten ist auf der Adresse die Wohnung des Adressaten möglichst genau anzugeben. Auch ist es von Wichtigkeit, daß die Wohnungsangabe stets an derselben Stelle der Adresse, nämlich unsen rechts, unmittelbar unter der Angabe des Beflimmungsortes, erfolge. 2. Bei der nach Berlin bestimmten Correspondenz ist, außer der Wohnung des Adresssten, der Postbezirk(O., N., NO. 2c.), in welchem die Woh ung sich befindet, auf der Adresse hinter der OrtsbezeichnungBerlin zu vermerken. 3. Gibt es mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Post⸗ verkehr als maß zebend anzusehen sind, ergibt sich aus dem Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Postorte, das zum Preise von einem Silbergroschen pro Exemplar durch Vermittelung jeder Reiche-Postanstalt bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs-Postgebiet belegene Be- stimmungsort zwar mit einer Postaustalt versehen, dessen⸗ ungeachtet aber nicht als allgemein bekaunt anzunehmen

noch des Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeich⸗ nungen eignet sich die Angabe des Staates und bei größeren Staaten des politischen Bezirks(Provinz, Regierungsbezirk u. s. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen(an der Oder,an der Elbe,am Rhein,am Main de.), oder von Gebirgen(am Harz,am Riesengebirg ꝛc.). Nicht minder sind zufätzliche Bezeichnungen, wiein Thüringen,in der Altwalk,in der Lausitz, ꝛc. für den Zweck geeignet. 5. Bei Postsendungen nach Orischaften ohne Postaustalt ist auf der Adresse außer dem eigentlichen Be stimmungsorte noch diejenige Postanstalt anzugeben, von welcher aus die Bestellung der Sendung an deu Adressaten beroirkt werden bz. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einet Sendung in einem fremden Post⸗ gebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten zu rechnen ist, so im außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bz. der Landestheil auf der Adresse anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wied zur Herbeiführung einer

Stepban.

Literarisches. Aus dem dentschen Frauenleben. Von Lic. Karl Strack,

evangelische Volk bis auf ben heutigen Tag noch aus⸗ zeichnet. Die oben erwähnte Schrift des Herrn Pfarrer Strack von Groß Buseck, welcher den Lesern dieser Blätter

als guter Erzähler und Darsteller hinreichend bekannt ist,

bestäligt auf das Glänzendste die Wahrheit dieser Be⸗ meikung, und kann schon aus diesem Grunde als eine vortreffliche Lectüre für die heranwachsende weibliche Jugend empfohlen werden. Außerdem enthält das Buch noch viele interessante Mittheilungen über die weiblichen Trachten, ehelichen Verhällnisse, über die Feierlichkeiten bei den Ver⸗

löbnissen, über die Art der Brautwerbung, wie über ihre

Leistungen als Schriststellerinnen und Dichterinnen, daß es nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch zur Belehrung dienen kann. Wir können es nur als etwas recht Heil⸗ sames ansehen, wenn unserer weiblichen Jugend recht viele

Bücher dieser Art in die Hand gegeben würden nud wollen

das vorliegende nochmals als passendes Fesigeschenk füt den kommenden Weihnachistisch empfehlen.

GConeerte.

Am Samstag feierte der Liederkranz zum 39. Mal den Tag seiner Stiftung. Eine große Schaar von Männern hatte sich in den unteren Räumen des Trappischen Gast⸗ hoss zum Mahle versammelt. Nach dem Festmahl folgte ein kleines Concert, Vorträge des Männer⸗Cyols, Clavier⸗ und Violin⸗Spiel, Reden, dramalisches Allerlei ꝛc. ꝛc. Die Gesellschaft war sehr angeregt; erst in späler Mitternacht verlußen die letzten das Haus. Am folgenden Sonntag in zu kurzem Zwischenraum folgte das Concert des Musik⸗Vereins. Der hatte diesmal einen großen An⸗ lauf genommen. HändelsMessias, II. Theil, war das Kernstück des Abends. Unsers Wissens war dies die erste, theilweise Aufführung eines Werks, dessen voll⸗ tommene Darstellung zu den Glanzpunkten der größten Oratorien⸗Vereine gehört. Vor zehn Jahren waren Hanau, Offenbach und andere größere Slädte noch nicht im Siand ein solches Werk aufzuführen, weil sie kein Orchester halten. Obne das Verdienst des Herrn Schmidt überheben zu wollen, sei wenigstens gesagt, daß eine solche Aufführung nur durch seine consequente Einschulung tüchtiger Sänger und Spieler möglich war. Die Chor-Gesänge waren in edler Weise vorgeltagen; die Zuhörer waren in hehter Stimmung. Fräulein Rühl sang die Sopran Arien aus demMessias; Herr Klaus eine Arie aus Mendele⸗ sohnsElias. Es waren schöne Insel⸗Gruppen in dem anmuthbig wogenden Tonmeer der Chöre. Die Oilettanten⸗ Capelule, gleichfalls unter Herrn Schmidts Leitung, spielie die Ouvertüre zu MehulsJoseph und eine Arie aus Mozaris D dur- Symphonie. Herr Rosenbecker brachte außer feiner Legende auch ein neues noch nicht hier gehörtes Stück von Vieuxtemps, das mit viel Beifall aufgenommen wurde. Zum Schluß brachte der Musik⸗ Verein noch einige reizend gesungene Chöre von Mendels⸗ sohn und Schumann, heitere Bilder, die noch lang in der Phantasie des Hörers nachlebten.

aufgenommen. evang. Pfarrer zu Groß-Buseck. II. Theil. Von der. 5 7 d V b e bis zur Zeit Friedrich des Großen. Geld- Cours. Handel un erkehr. Leipzig 1874. Frankfurt am 10. Dezember 1874. Frankfurt, 9. Dec. Der heutige Heu- und Strob⸗ Ein heidnischer Schriftsteller bebauptet einmal in einer 0 markt war gut besabren. Heu kostete per Tir. 2 fl. kr. Schrift, in welcher er das Cbristenthum auf das Hestigste iin HCC fl. 9 4850 bis 3 fl. kr. Sitob per Ceniner 1 fl. 20 kr. bis angegriffen batte, daß er dessenungeachtet bekennen müsse, Holländische fl. 10-Stücke 9 5052 1 fl. 30 kr. Butter 1. Quel. 42 tr., 2. Qual. 40 kr. wie der Geist des Christenthums außerordentlich veredelnd Duc aten 5 3537 Eier das Hundert 4 fl. kr. Kartoffeln 2 fl. 45 kr. bis 3 fl. auf das Gemüth der Frauen einwirke. Unter keinem Volk Duegten al mare 5 37-39 per 200 Jollpfund. und in keinem Kreise, behauptete er, leisteten die Frauen 20-Frankenstücke 9 29½½81½ 3 Mannbeim, 5. Dee. An den Fleischbänlen kostet] so Tüchtiges, zeichneten sich dieselben durch so vervor⸗ Englische Sovereigns beute: Rindfleisch 12 14 kr., Kubfleisch 10 kr. Schweine- ragende Eigenschaften aus als in den christlichen Kreisen. Russische Imperiales 951-53 fleisch 1720 kr.; an der Freibank: Rindfleisch 14 kr., Dieselbe Wahrnehmung können wir wiederholt in dem Dollars in Gold. e

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rücht, ich sei gesonnen, die hlesige Stadt zu verlassen.

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7. 7 nicht eingefallen ist, von hier wegzugehen und ich Jeder⸗ ö mann vor der Verbreitung desselben warne, indem diese 0 J Lugen nur zur Schädigung meines Geschäftes ausgesprengt 1 worden sein können. 144 14 Friedberg den 10. Dezember 1874. 1 Johann Heinrich Hofmann, Kappenmacher.

Neue Wallnüsse bei Georg Groß.