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Cöln.
des Verbots, in den Schulen Geltsammlungen zu die Summe zu die Religions- gerade, welche den Die näckig weigern, an der Buße Theil zu nehmen,
kirchlichen Zwecken vorzunehmen, Lehrer derartige Sammlungen fortsetzen.
Es ist hier vorgekommen, daß trotz abgezablt; es ist ihm aber nicht leicht geworden,
beschaffen, da die Nomaden stämme Krieg berbeigeführt, sich bart
Regierung bat nun verfügt, daß dieses auch von und jetzt in Ermangelung von Handelskarawanen
Seiten der Religions-Lehrer zu unterlassen sei. — Ein weiterer Fall, in welchem eine Lehrerin die Schülerinnen nach der Regelmäßigkeit des Kirchenbesuchs zu höberen Plätzen steigen ließ, ist ebenfalls zur Kenntniß der Behörde gelangt, und dieses unpädagogische Verfahren für die Folge durch Regierungs⸗Verfügung untersagt worden.
Coblenz, 9. Febr. Heute Morgen in aller Frühe wurde der gesperrte Pfarrer Wehn von Niederberg bei Ehrenbreitstein verhaftet und durch Gendarmen dem biesigen Gefängniß überliefert, nachdem er der Aufforderung zur Herausgabe der Kirchenbücher u. s. w. nur theilweise entsprochen batte und eine Pfändung zur Erlegung der er⸗ gangenen Geldstrafe nicht vorgenommen werden konnte. Die ganze Gemeinde Niederberg war notz der früben Morgenstunde auf den Beinen und wollte den Verhafteten im Zuge nach Coblenz begleiten, was die Gendarmen aber nicht zugaben. Trotzdem lief eine Anzahl Weiber beiderlei Ge⸗ schlechts webklagend dem Wagen nach bis an das biesige Gefängniß.—
Ludwigsburg, 9. Febr. David Friedrich Strauß ist gestern hier gestorben.
Ausland.
Schweiz. Bern, 9. Februar. Die neue strafgesetzliche Bestimmung des Cantons St. Gallen, welche die Geistlichen im Falle des Kanzelmiß⸗ brauchs mit einer Geldbuße bis zu 1000 Fres. und bis zu vierjährigem Gefängnisse belegt, wurde in der Volksabstimmung mit 19,800 gegen 16,500 Stimmen angenommen.
Frankreich. Parie, 7. Februar. Die Bureaux der National-Versammlung hatten heute die Commission zu wählen, welche den Antrag auf Ermächtigung zu gerichtlicher Verfolgung des Abgeordneten Melvil⸗Bloncourt prüfen soll. Von den fünfzehn Gewählten sind zwölf mit der Ver- folgung einverstanden, zwei machen einige Vorbe⸗ halte, und nur Pelletan wünscht dit Verwerfung des Antrags. In Versailles hieß es übrigens beute allgemein, daß Melvil-Bloncourt, dem Bei⸗ spiele Rant's folgend, sich der gerichtlichen Ver- folgung durch die Flucht entzogen habe.
Belgien. Brüssel. Der Strile in Flemalle ise friedlich beigelegt. Aber bei dem tadelns werthen Vorgehen der Grubenbesitzer, die jetzt wegen des Fallens der Kohlenpreise ihre Arbeiter den ge— ringeren Gewinn entgelten lassen wollen und mit der Verminderung der Arbeitszeit die Löhne herab- setzen, ist eine Wiederholung derartiger Scenen nur zu wahrscheinlich.
Großbritannien. London, 8. Februar. „Observer“ hat Grund zu glauben, Gladstone werde vor dem Mekanntsein des definitiven Re- sultats der Wahlen keine Entschließung fassen. 10. Febr. Die conservative Partei bat bis jetzt einen reinen Gewinn von 52 Sitzen auf- zuweisen, wodurch sie es schon zu einer Majorität von 38 Mitgliedern im Unterhause gebracht hat. Der„Morning Post“ zufolge wäre Hardy zum
bedauerlicher Unglücksfall. verfehlte der Orksgerichtsvorsteher Leiler und stürzte so unglücklich auf den Kopf, sofortiger Tod erfolgte.
Sprecher des Unterhauses ausersehen.
Spanien. Madrid, 10. Februar. Die
Regitrung hat dem„Imperial“ zufolge sich dazu Seine academische Wirksamkeit und leider auch verstanden, mit den Carlisten die gegenseitig ge-
machten Gefangenen auszuwechseln. Rußland. Moskau, 7. Febr. Gestern
die seßhaften Einwohner des Khanats überfallen und ausrauben.
Amerika. Havana, 8. Febr. Der General-
capitän Jovellar hat für die ganze Insel den Be lagerungszustand proclamirt und die Mobilisirung eines Theils der tragung aller Männer zwischen 45. Lebensjahre in die Listen zur Leistung des Kriegsdienstes angeordnet.
Freiwilligen, sowie die Ein- dem 20. und
Aus Stadt und Land.
Rockenberg. Dieser Tage ereignete sich hier ein sehr Beim Heruntetholen von Heu Wolf eine Sproße der daß sein Gemeinde verliert einen sehr Todessall
Die tüchigen und braven Mann und findet dieser auch in weiteren Kreisen allgemeine Theilnahme.
Darmstadt. Am Freitag⸗Abend wurde auf der Strecke zwischen Groß⸗ und Klein⸗Gerau ein Petroleumfaß verloren und kam dasselbe mit einem kurz darauf passiren⸗ den Personenzug derart in Collission, daß das Faß durch nähere Berührung mit dem Aschenkasten der Locomotive in Brand gerieth, so daß man von Glück sagen kann, daß kein weiterer Unfall im Gefolge war.
Darmstadt. Ende voriger Woche wurde hier ein Mädchen verhaftet, welches im Verdacht steht, ihr heimlich geborenes Kind beseitigt zu haben. Die Person leugnet überhaupt in andern Umständen gewesen zu sein, was indessen durch die gerichtsärztliche Untersuchung bereits constatirt sein soll.
Allerlei.
Frankfurt a. M. Der biesige internationale Maschinen-Markt findet bier vom 14. bis 18. Mai in der neuerbauten Halle des landwirihschaftlichen Vereins und deren Umgebungen statt. Mit demselben ist eine Verloosung verbunden, die den Zweck bat, neue Maschinen und Geräthe einzubürgern und Verbesserungen in Haus⸗ und Landwirthschaft in weiteren Kreisen bekannt zu machen. Zugleich soll dieselbe die Aussteller einigermaßen für ge⸗ dabte Unkosten entschädigen. Die Anmeldungsfrist dauer! dis 31. März. Von den meisten Eisenbahnen ißt bereits Frachtermäßigung, beziehungsweise freie Rückfahrt zuge⸗ sichert. Ein Standgeld wird für die ausgestellien Gegen⸗ stände nicht berechnet. Das Institui der Maschinenmärkte hat wegen der großen Vortheile, die es vor Ausstellungen bietet, rasch Anklang gesunden und scheint sich gerade für die Landwirthschaft, welche erst anfängt zum Maschinen⸗ Betried überzugehen, sebr gut zu bewähren.
Frankfurt, 9. Febr. Am Samsiag wurde dahier ein Frauenzimmer verbastet, welches in Gießen ein Kind gestoblen, um solches zur Erregung von Mitleid auf ihren Betielgängen zu benützen. Das Kind ist bereits den Eliern, welches die Diebin verfolgten, wieder zugestellt worden.
— Wie wir vernehmen, versuchte heute Morgen aber⸗ mals ein Dragoner, sich von dem Eisenbahnzug auf der Main⸗Weserbahn übersabren zu lassen. Der Bahnwärter, sowie zwei Kameraden, welche dem Lebensmüden nachge⸗ gangen waren, verhinderten dies Vorhaben.
— Heute Morgen fiel ein Bremser am Forsthaus vom Zug der bessischen Ludwigs Bahn. Die Verletzungen, welche hieraus entstanden, waren unglückte auf dem Transport ins 9. Geistspial den Geiß aufgab. Derselbe hinterläßt eine Frau und mehrere Kinder.
Frankfurt, 10. Febe. Geßern Abend kam an der Hanauer Bahn ein Rangierer aus Fechenheim mit dem unken Arm unter einen Wagen und erhielt dadurch eine gefährliche Quetschung.
Bonn, 7. Febr. In ftübester Morgenstunde verschied hier heute der Professor der katholischen Theologie, Dr. B. J. Hilgere, ein Gelebrier, dessen hervorragende Fähigkeiten und bürgerliche Tugenden selbst von seinen Feinden—
deren er wegen seiner oppositionellen Stellung zum vali⸗
canischen Concil nicht wenige zählte— anerkannt wurden. seine Ge⸗ sundyeit hatte in letzter Zeit unter Intriguen stark gelitten.
Luzern. Das„Luzerner Tagblatt“ macht auf das eigenthümliche Zusammentreffen aufmerksam. daß der Nuntius bei seiner Abreise gerade das 800 jährige Jubi⸗
derartig, daß der Ver⸗
nahmen. die Neuvermählten im kaiserl. Palais die läum des Beflandes der Nuntiatur in der Schweiz feiern Glüdwünsche der verschiedenen Corporationen ent- kann. Im Jahre 1074 nämlich ist der erste Nuntius in die gegen. Abends fand im Theater eine Galavor- Schweiß gekommen, es war ein Heinrich Bischof von Chur. stellung statt. Nach dem darauf folgend Pacis. Der General Malthias Rybinoky, der letzte 1 9 5 5 f folgenden vam Oberbefehlshaber in dem polnischen Ausstand von 1831, Adelsklub veranstalteten Balle traten heute früh Na 3 Ubr der Kionprin 3 f ist zu Paris im Alter von 90 Jahren gestorben. Er hatte 3. prinz und die Frau Kronprinzessin in den napoleonischen Feldzügen von 1806— 1813 gedient des deutschen Reichs und von Preußen sowit der und in der Schlacht von Smolensk das Kreuz der Ehren⸗ Herzog von Coburg die Rückreise nach Berlin an. e eee 3 Mee 1830¼1 Heule Abend findet. nahm er an allen Schlachten Thei und wurde nach dem He fat ft M Ball 97 dem e Fall von Warschau zum Oberbesehlsbaber der aufständigen verneur flatt. Morgen achmittag 5½ Uhr Armee ernannt, gab aber bald die Parthie verloren und werden der te die Neuvermählten und die tat am 4. Oktober 1831 auf preußisches Gebiet über. anderen Fürstlichkeiten nach Petersburg zurückkehren. Seitdem lebte er in Paris in tiefet Zurückgezogenheit. Petersburg. Der Khan 2 nee 170 Paris. In Caen herrscht im Augenblick große Auf⸗
bereits 100,000 Rubel auf die Kriegsentschädigung a ee ene
regung.
slückes„Perichole“ von Meilvac und Ludovic verboten,
weil ein Schauspieler, welcher einen König spielte und dem die Krone vom Kopfe fiel, sich aus seiner lächerlichen Lage dadurch herausziehen wollte, daß er austief:„Dgel- dément, les oouronnes ne tiennent pas sur le töte des rols!“ Der Präfect sah darin eine Beleidigung des zu⸗ künftigen Königs von Frankreich, und duldese die weitere Aufführung des Stückes nicht. Die Caener nehmen für und gegen die Zukunftomaforität Partei und es kam in Folge dessen schon zu tüchligen Schlägereien in ber sonst so friedlichen Stadt der Normandie.
New⸗Hork. Die Bierproduction in den Vereinigten Staaten belrug wäbrend des am 30. Juni 1873 beendeten Fiskaljahres 8,9 10,823 Barrels. In erster Reihe fleht der Staat New⸗Hork mit 2908342 Barrels, dann folgen Pennsylvanien mit 1,106.09 1, Ohio mit 842.011, Mafsa⸗ chusetts mit 609,923, New⸗Jersey mit 588,079, Missour⸗ mit 401,427, Wisconsin mit 367,731, Californien mit 209,055, Michigan mit 202,608, Maryland mit 200/083 und so abwärts bis auf Florida mit 168 Barrels. Ein Barrel Bier ist gleich 32 Gallonen, folglich beläuft sich die Gesammtproduction auf 265,146,336 Gallonen.
Lriedberger Handelsverein. (Schluß.)
Diese neue Seite der Thätigkeit des Handels, veteins würde natürlich nicht ausschließen, daß der Vorstand seine Aufmerksamkeit den verschiedenartigen Interessen des hiesigen Publikums, welche mit dez Ausführung des Bau's einer Bahn voa hier nach Hanau deutlicher erkennnbar sein werden, zuwendeg und sich hierbei die Vertretung solcher Wünsche,
sprechen, angelegen lassen sein würde.
Mittel, und zwar nicht unbedeutende, Es ist daher unerläßlich, daß ihn alle Stände und Be; rufsarten unseres Platzes nach Kräften unterstützen. An Schwierigkeiten wird es seiner Entwickelung ohnehin nicht fehlen. Die größte Schwierigkeit ist das Contingent von Vereinen, welches Friedberg stellt, es ware besser, unsere Stadt wäre in dieser Hinsicht ärmer. Zustand muß es zugeschrieben werden, daß unser Publikum meistens sehr geneigt ist, einem neue Vereine die Lebensfähigkeit ahzusprechen, obne ge— rade zu prüfen resp. abzuwarten, ob in dem neuen Vereine nicht gesunde Keime liegen, welche in ihrer allmähligen Entwickelung für das Gedeihen eines ganzen Gemeinwesens förderlich sein können, Die schlechte Gewohnheit, zu räsonniren, ohne ernstlich zu arbeiten, daß das, worüber räson⸗ nirt wird, verschwindet und Besseres an sein Stelle tritt, sitzt leider bei uns sehr fest. Unser Verein bietet Allen, denen es weniger ums Räson⸗ niren oder oberflächliches Kritisiren, als um ernstes Streben nach Verbesserung zu thun ist, Gelegen- beit zur Verwertdung ihrer Kraft im Dienste der Allgemeinheit.
Der Abgeordnete Lasker sagte in seiner Rede am 29. December in Franksurt a. M.;:
„Wir gehen einem neuen Zustand entgegen, in welchem ein Jeder sich daran gewöhnen muß, Zeit auf die öffentlichen Angelegenheiten zu verwenden. Wer eine gute brauchbare Stunde bierauf verwendet, nicht dles eine abgemüdelt Stunde sich mit dem Vergnügen einer Unterhaltung über politische oder Gemeinde Angelegenheiten vertreibt, von dem bin ich der Ueberzeugung, daß er sich eine solide, nicht eine oberflächliche Meinung bildet; denn dazu ist der Durchschnitts⸗Bürger ein zu guter Oeconom, als daß er werthvolle Zeit auf schlechte Arbeit verwenden sollte.“
Diese einfachen Worte enthalten ein Programm, welches wir für unsern Verein kurz so ausdrücken wollen:
Jedes Mitglied und jeder Freund unseres Vereins bestrebe sich, daß die in der tägliches Arbeit wesentlich zum Ausdruck gelangende Sorge um das eigene geistige und körperliche Wohl nicht ausschließlich die Zeit ausfülle, jedes Mit⸗ glied und jeder Freund unseres Vereins wid einen Theil der ihm gebotenen freien Zeit und einen regelmäßigen Beitrag solchen Zwecken, deren Ersüllung nicht nur Einzelnen, sondern allen Be) wohnern unserer Stadt und selbst der Umgegend zu Statten kommt.
Arbeitet unser Verein, so viel er vermag, mil an dem Erstarken des bis jetzt noch sehr darniedet
seine
Dicsem unerfreulichen
welche dem allgemeinen Nutzen am Besten ente
Soll unser Verein, wie angedeutet, nach ver⸗ schiedenen Richtungen hin arbeiten, so braucht er
mch N Rheinpfah— Arge,. igen, da J e, wehre Nachiubel 1 und Unt me abu W. Fragt lub, 18 Bur 2 Been etui kheinichen dat dn am M. Vatted ö den— bitt de Genehmigung Bremen, nu be Vettttungen 1 felben Sitzung e Oden bes Lane bertine bilden, Jom zu de dchung ward iu desonderer 7 1 lurchgesübtur b dne nach dali 1 wurden bezügl gebende ktsali sogen, daß diere ekein braucht Affüllen zu könn dülrjen aber auch Männer, die in
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