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N pelche die entschiedene Mahnung enthält, 1
Beilage.
8 Oberhessischer Anzeiger.
N 43.
Deutsches Reich. Darmstad t. Das Großherzogliche Regiet-
ungsblatt Nr. 20 enthält:
I. Bekanntmachung Großberzoglichen Ministexiums der
zinanzen, betreffend die Außekcourssetzung der Landes
toldmünzen und der landesgesetzlich den inländischen
Nünzen gleichgestellten ausländischen Goldmünzen.
II. Uebersicht der von Großberzoglichem Ministerium
zes Innern für das Jahr 1874 genebmigten Umlagen
ur Bestreilung von Communalbedürfnissen in den Ge—
meinden des Kreises Worms.
III. Uebersicht der für das Jahr 1874 genehmigten
Amlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse in den
Semeinden des Kreises Oppenheim.
IV. Bekanntmachung, betreffend die Vertbeilung der
Oreise im philologischen Seminar zu Gießen. Von den
füt Fleiß und gute Fortschritte im philologischen Seminar usgesetzten Preisen ist der erste Preis aus dem Rechnunge⸗ ahr 1873 dem Studiosus philol. Otio Zimmermann aus Darmstadt zuerkannt worden.
V. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen
iines fremden Ordens.
VI. Dienfinachrichten. Seine Königliche Hoheit der Droßherzog haven allergnädigst gerubht: am 1. Januar en Peler Reiß von Dieburg zum Hossaalwärter zu er⸗ nennen; am 19. März dem evang. Pfarter zu Biedeln eim, Carl Fitting, die 1. evang. Pfarrstelle zu Alzey m 23. März dem Schullebrer zu Ober Eisenbausen, Jacob Worner, die evang. Schulstelle zu Okarben und eim Schulamtsaspiranten Heinrich Seip aus Büßfseld die wang. Schulstelle daselbst zu übertragen und am 1. April
ie Hoflaquaien Ludwig Desor und Jobannes Heinrich
Kausch zu Leibtaquaien zu ernennen.— Am 27. März wurde dem Emil Groß aus Wimpfen im Thal dae
Zatent als Geometer der ersten Klasse für die Kreis— Otppenheim und Wimpfen ertheilt.
Berlin, 7. April.
Fürst Bismarck bringe zwar noch den größten Theil des Tages im Bette zu, es seien aber Schlaf und Eßlust und damit die Zunahme der
Ihier, lieber Fürst, mit dem besonderen Wohl— wollen, welches ich stets für Sie im Herzen hege. Möge Johnen der Frühling glückvolle Gesundheit
wiederbringen. Hierin gipfeln die innigen Glück— iind Segenswünsche, welche ich Ihnen zur Feier dieses Tages sende. Ludwig.— Hen. Reiche anzier Fürsten Biemarck in Berlin.“— Der Aaiser berhrte heute Mittag den Reichskanzler mit einem längeren Besuch.
Po sen, 7. April. Der Weihbischof und
Official Janiczeweki ist vom Ober ⸗Präsidenten nufgesordert worden, die Propstei Filebne inner— bald vierzehn Tagen bei 500 Thaler Strafe enderweitig zu besetzen. Kbönigeberg, 8. April. Eine Versammlung von Wählern sprach sich im Einverständnisse mit em Beschlusse der Militär-Commission des Reichs Auges für Streichung des§. 1 des Militär- Gesetz⸗ imtwurses aus. Dan nover, 8. April. Der Vorstand und lie Vertrauensmänner der nationalliberalen Partei interzeichnen heute eine Ad resse an den Reichstag, in der
Militärgesetz-Frage einen Conflict mit der Regier-
ung zu vermeiden.
München, 8. April. Der Director der Ktademie der Künste, Wilhelm v. Kaulbach, ist gestern Abend 8 Uhr an der Cholera verstorben.
— 9. April. Kaulbach's Beerdigung findet gergen Nachmittag statt. Wie man hört, ist ein Iiwilbegräbniß angeordnet. Der torte Meister girt also ohne Zuzichung der Geistlichkeit der Prabestuhe übergeben werden. Außer der Künstler⸗ gelt und den össentlichen Behörden werden sich ale Corporationen, welche keinen confessionellen Ibaracter tragen, und Angehörige aller Classen r Bevölkerung an dem Trauerzuge betheiligen.
Ce wird eine Todtenfeier geben, wie sie München selten oder noch nie gesehen hat. Eine Stunde nach dem Tode Kaulbach's wurde von seinem Gesichte die Todtenmaske abgenommen; auch die rechte Hand, welche so viele onsterbliche Werke geschaffen, wurde abgeformt.
Nürnberg. Eine Versammlung von mehr als 700 Vertrauensmännern der Fortschrittspartei nahm eine Resolution gegen Annahme des§. 1 des Militär-Gesetzentwurfs einstimmig an.
Straßburg, 9. April. Eine mit zahl⸗ reichen Unterschriften versebene Adfresse biesiger
suchen an die reichstreuen Abgeordneten, einmüthig
2 Die„National-Zeitung“ rfährt von zuverlässiger Seite, der Reichskanzler
Träfte wieder eingetreten. Der jetzt bestimmt ervorgetretene gichtische Charakter der Krankbeit zebe den Aerzten die Hoffnung auf baldige Be— eitigung.
ö— 9. April. Die„Nerdd. Allgm. Ztg.“ st in der Lage, den Wortlaut des telegraphischen Hlücwunsches zu veröffentlichen, welchen der König Ludwig von Bayern am 1. April an den Reichs Anzler richtete:„Am beutigen Tage gedenke ich
aus Deutschland eingewanderter Einwohner aller Berufsklassen ist heute an den Präsidenten des Reichstages abgegangen. Dieselbe stellt das Er—
zur Regierung zu stehen und die militärischen Kräfte Deutschlands in fester Einigkeit zusammen— zuhalten.
8 Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Die„N. Fr. Pr.“ versichert, daß die Antwort des Kaisers auf das päpstliche Schreiben am Oster Sonntag abgegangen sei. Gleichzeitig dürfte Andrassy's Depesche an den österreichischen Gesandten beim Vatican, als officielle Antwort Oesterreichs auf! dle päpstliche Eucyclica an die österreichischen Bischöfe, abgegangen sein. r biesige Gemeinderath hat beschlossen, über das Ableben Kaulbach's seine tiese Trauer auszudrücken und die Hinterbliebenen von diesem Beschluß in geeigneter Weise in Kenntniß zu setzen. [Schweiz. Bern, 8. April. Der Berner große Rath beschloß mit 162 gegen 12 Stimmen, die Bundesrevision anzunehmen und eine dießbe— zügliche Proclamation an das Volk zu erlassen,
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dessen Abstimmung gleichzeitig als Standes- votum gilt.
Frankreich. Paris. Die Regierung ist, wie die„Presse“ versichert, nech immer ohne Nachrichten über Rochefort. Man hat diesem
Blatte zufolge am Donnerstag nach Sidney tele graphirt und erwartet noch die Antwort; den Verzug will man sich damit erklären, daß der Telegraph zwischen London und Sidney während sterfeiertage nicht gearbeitet hatte.
— Der„Temps“ publicirt den Wortlaut einer Depesche des Grafen Beust vom 20. Juli 1870. Dieselbe sagt, wir werden die Sache Frankreichs für die unserige ansehen und werden zu den Er— folgen seiner Armeen in den durch die Möglich— keit gebotenen Grenzen beitragen. Die Depesche constatirt sodann, daß Rußland bei der Allianz mit Preußen beharre und daß eine Intervention Oesterreichs eine sofortige Intervention Rußlands herbeiführen würde, und acceptirt die vorgeschlagene Basis einer Verständigung mit Italien als den Ausgangspunkt einer gemeinsamen Aktion.
Großbritannien. London. Der„Times“ wird aus Philadelphia gemeldet, daß Praͤsident Grant den Schatzseeretär Richardson seines Postens entheben wolle.— Aus Melbourne wird gemeldet: Der König der Fioschi-Inseln, Cacabou, hat seine Souveränetätérechte an England abgetreten. Der englische Consul hat die Abtretung unter Vorbehalt der Ratification durch die englische Regierung angenommen.
Spanien. Madrid, 7. April. Die Regterungstruppen begannen beute den Angriff auf Abanto durch ein heftiges Artillerieseuer. Ein Sturm auf die carlistischen Positionen wird noch
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heute erwartet. Die beabsichtigten Operationen der Flotte wurden bisher durch das stürmische Meer verhindert. Der Carlistenführer Saballs
erhebt in der Provinz Gerona Zwangscontribu— tionen. Der Zolldienst in Junquiera unweit Perpignan wird für Don Carlos verwaltet.
Amerika. Washington. Die Regier- ung und die Legislatur von New Nork haben
gegen die Vermehrung der Greenbacks und die
Noten der Nationalbanken Protest erhoben.— Nachrichten aus der Havannah zufolge erließ der neue General-Capitän von Cuba, General Concha, eine Antritts-Proclamation, worin er zur Einig- keit auffordert, Agitationen verbietet, die Lösung der Sclaven-Frage als gegenwärtig nicht thunlich
bezeichnet und eine energische Ausübung seines Amtes zusichert. Newyork, 7. April. Heute hat hier ein
großes Massenmeeting von Deutschen stattgefunden, in welchem eine Resolution angenommen wurde, die sich gegen die Miß verwaltung der Commission zum Schutze von Auswanderern mit Entschieden⸗ heit ausspricht.
D. Frankfurt a. M., 9. April. Die Tendenz am Speculationsmarkte war heute eine zweifache; malt für Creditactien und sest und günstig für Staatebabnactien. Wien und Berlin meldeten für ersigenanntes Effect nied⸗ rigere Course. Im Allgemeinen war die Haltung unserer Börse bei stillem Geschäft wegen des jüdischen Feiertages eine lustlosc. Cteditactien verkebrien zwischen 200½— 201 und 200. Staatsbabnactien sind ca. 1½ fl. böder wie Gestern. Dieselden bewegten sich von 324¾ñ—326. Die Erklärung einer Dividende von 50 Fre. scheint günstig auf die Coursentwickelung des Effects zu wirken. Lom⸗ barden blieben fest zu 144 ½. Oesterr. Bahnen zeigten sich meist nachgebend. Gisela und Franz ⸗Joseph sind böbder. Galizier, welche mit 256 eröffneten, stiegen dis 259 und schlessen 258, sind demnach 3½ fl. matter wie Gestern. Deuische Bahnen waren behauptet. Von Banken find Meininger, Prov.⸗Disconto, Darmstädter, Deuische Vereinsbank und Handelsgesellschaft sest. Staatsfonds preishallend. Von Prioritäten zogen 5% Lombardssche, Lworneser, Ungar. Ost, Franz ⸗Josepy im Course an. Die Subsctiption auf die 5% Hypotbekar⸗Anleide der Eisenbahnen des Bernischen Jura findet fortgesetzt lebhafte Betheiligung, namentlich in Kapitalistenkreisen. Loose⸗ effecten theilweise beliebt. Von fremden Wechseln London
schwächer. —
Geld⸗Cours. Frankfurt am 9. April 1874
Preußtsche Friedrichsd'or fl.——
Pistolen.„ 9 34—36 Holländische fl. 10-Stücke.„ 9 45— 47 Ducaten.. 5 5 31—33 Ducaten al marco„ 5 32—34 20⸗Frankenstücke„ 9 24—28 Englische Sovereigns„ 11 50—52 Russische Imperiales.„ 9 40—42 Dollars in Gold„ 2
Hülferuf.
Am 1. April brannte die ganze Hofraithe des biesigen Ortsbürgers Franz Blatz bis auf den Rumpf des Wohnhauses nieder. Es ist nicht allein die Hofraithe, sondern auch sein ganzes Mobiliar, sowie Frucht, Streh, Heu und für einige hundert Gulden Wagner Werkholz und Werkzeug verbrannt. Der Unglückliche ist Familien- Vater, schwer mit Schulden delastet und datte die Hofraithe schlecht versichert, so daß die Entschä— digung kaum hinreicht für Aufbauung des Wohn- hauses. Die Mobilien waren gar nicht versichert. Blatz ist jetzt ein armer Mann und in einer sedr üblen Lage; er war stets fleißig und brav, don unbescholtenem Ruf und trug seine Sorgen immer mit heitrem Sinn.
Wir, die Unterzeichneten, richten nun an alle Menschenfreunde die Bitte, durch milde Gaben die Noth des Verunglückten einigermaßen lindern zu helsen, insbesondere bitten wir die Bewohner Frtedbergs, wobin wir Nieder-Mörler doch unseren ganzen Verkehr haben, ihre milde Hand aufthun zu wollen. Die augenblickliche Noth haben wir durch Einsammeln von Heu, Strob und Früchten im Ort zum Theil gestillt; es reicht dies aber nicht für die Zukunft. Eine jede Gabe nehmen wir dankbar an und werden seiner Zeit über die Verwendung Rechnung stellen.
Nieder-Mörlen den 4. Apeil 1874.
Rachor, Pfarrer. Möbs, Bürgermeister.
Die Expedition des Oberhessischen Anzeigers nimmt gleichfalls Gaben dankbar in Empfang.


