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Samstag den 7. Februar. 2 17.
Oberhessischer Anzeiger.
Die Petitzeile wird mit 4 Kreuzern berechnet.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Zetreffend: Die Aufbewahrung, Revision und Pröfung der den Kirchen-, Schul- und Sliftungesonds gehörigen und künftig für dieselben zu errichtenden Schuld- und Pfand verschreibungen.
Amtlicher Theil. Friedberg am 4. Februar 1874.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Kirchen-Vorstände und Vorstände für Stiftungsfonds. Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unserer Verfügung vom 8. December vorigen Jahres(in einem besonderen Amtsblatt) noch
nm Rückstande sind, werden erinnert, solcher baldigst nachzukommen.
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Trapp.
ntliche Bekanntmachung.
Vom 22.23. Januar l. J., Nachts, wurden aus der Wohnung dee Johannes Werner II. in Ober-Mörlen mittelst Einsteigens 4 doppelte sd'ors und 8 10 fl.⸗Scheine, welche letztere nicht näher bezeichnet werden können, entwendet. Wir ersuchen um Anstellung eifrigster Nachforschungen nach dem Entwendeten und dem unbekannten Thäter.
Bad⸗ Nauheim den 2. Februar 1874. Großherzogliches Landgericht Bad- Nauheim.
5 Ulrich, Schnittspahn,
** Landrichter. Landgerichts-Assessor.
Lan dwirthschaftliches.
Montag den 9. laufenden Monats, Nachmittags 2 Uhr, soll in dem Rathhaussaale zu Friedberg eine landwirthschaftliche Besprechung 1 und werden hierzu die Mitglieder des Vereins der Section Friedberg und sonstige Freunde der Landwirthschaft ergebense eingeladen. ang eeneee de e e
11 Ist die Pflege der Bullen in Gemeinde- Faselställen der Veraccor— 3) Herr Lehrer Rückert wird die Güte haben und einen Vortrag über dirung vorzuziehen?„den Einfluß der veränderten socialen Verhältnisse auf den Betrieb Herr Bürgermeister Reitz von Södel wird seine Erfahrungen hier- der Landwirtbschaft“ halten.
öder mittheilen.. 4) Wabl eines Ersatzmitgliedes für die Faselvieh-Besichtigungs-Commission. 9 2) Verdient die Frühjahrs- oder Herbstpflanzung der Obstbäume den Södel den 5. Februar 1874.
0 Vorzug und wie wird dieselbe am besten ausgeführt? Reiß.
Referent: Herr Baumwärter Bender in Södel.
Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regier— ingsblatt Nr. 5 enthält: I. Zusammenstellung der Ergebnisse der Staatsschulden— gunge kasse⸗Rechnung für 1871. Wir enmehmen daraus en Stand der Staatsschuld. Ende 1870 war der Stand ier liquiden Staat eschuld 15,367,712 fl. 24% kr. Die Staatsschuld bal sich im Jahre 1871 vermehrt um „512069 fl. 31 kr. Summe einschließlich Zugang 7. 880,381 fl. 55¾ kr. Dagegen bat sich die Staaio⸗ Suld im Jahre 1871 vermindert um 3,782,740 fl. 8 kr. Verglichen ist definitiv überwiesene Staatsschuld inde 1871 14,097,630 fl. 59¾ kr. Diese Summe peilt sich s) in unverzinsliche Capitalien 3,361,399 fl., ) in Capiialien 2 3 pi. 818,425 fl. 28 kr. o) in solche 13½ pCi. 457,300 fl., d) in solche à 4 pCt. 1,507,483 fl. 1% kr., e) in solcht à 5 pCt. 1.000, 433 fl. 20 kr., der planmäßige Capiialwerth des zu Ende 1871 ver Liebenen Roilhschilb'schen Anlehens von 6½ Millionen Gulden beträgt 6,953,000 fl. II. Uebersicht der ven Großherzoglichem Minißterium ies Innern für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen ut Bestrestung von Communalbetürfnissen in den Ge— Keinden des Kteises Dieburg. III. Desgleichen in den Gemeinden des Kreises Wimpfen. IV. Desgleichen in den Gemeinden des Kreises Ale feld. Vi. Ueber sicht der für das Jahr 1874 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der isracliiischen Peligsonegemeinden des Kreises Vilbel. VI. Desgleichen des Kreises Nidda. VII. Desgleichen des Kreises Dieburg. VIII. Promotionen an der Großherz glichen Landes⸗ tniverfilät Giüsßen. IX. Diensinachrichten. Seine Königliche Hobeit der roßberzog baben allergnädigst geruht: am 8. Januar n Suuctpfandmeizer bei der Obereinnehmerel Darmstadt,
Janbmeister bei dem Rentamte Lampertheim,— und am I. Januar den Lehrer an dem Gymnasium zu Worms, Prosessor Dr. Lubwig Glaser, zum Director und ersten (rer an der Rralschule zu Bingen zu ernennen; am 1. Januat dem Schulamtsaspiranten Heinrich Schultheiß 100 Geluinau, bie evang. Schulstelle zu Maulbach, am 40. Jap uar dem Wachtmeister im 1. Dragoner⸗Regiment [Parbebrogener Regiment) Nr. 23, Jobann Ludwig Haber, in Stelle einde Seminarbsenete am cvangelischen Prediger eiminar zu Fricbberg zu übertragen; an demselben lage den von dem Grasen zu Some Laubach auf die pelle evangelische Pfatustelle zu Laubach präsentirten
url Wübelm Beisenherz zu Bensbeim, zum Domänen⸗
cvangelischen Pfarramis-Candidaten Reinhold Zöckler aus Eröffnungsrede, Laubach, und den von dem Gtasen von Schlitz, genannt von Göetz, auf die evangelische Pfarrstelle zu
deren Schlußpassus über die Friedencauesichten sehr beifällig applaudirt wurde.
Willofs und bezw. die erste evangelische Knabenschulstelle Der baperische Minister d. Fäustle brachte sodann Schlitz präsentirten evangelischen Pfarramtscanditaten ein dreifaches Hoch auf den Kaiser aus, worauf
Friedrich Lahr aus Groß-Gerau, für diese Siellen zu be- Fürst Bismarck die Session für eröffnet erklärte. stätigen; am 22. Januar dem Schullebrer an der zweiten 8 0 5 evangelischen Schule zu Bosenheim, Jobann Wendel von 5. Sebr. Reichstag. Der Altersprasident der Au, die erste evangelische Schulstelle daselbst, dem von onin eröffnete die erste Sitzung. Der Saal Schullehrer an der zweiten evangelischen Schule zu ist ansehnlich gefüllt, 260 Abgeordnete anwesend, Schwabsburg, Samuel Leibnick, die erste vangelische auf dem Bureau 266 Abgeordnete angemeldet. Schulstelle daselbst, und dem gewesenen Schullebrer an Dr. Sims 0 der evangelischen Schule zu Beedenkirchen, Friedrich dan.— it krankbeitshalber abwesend— stein, die drüite evangelische Schulstelle zu Roßdorf zu lucht einen vierzehntägigen Urlaub nach. Die übertragen.— Am 8. Januar wurde dem Pfarrer Hein— Verloosung in die Abtheilungen soll durch das rich Simon Seib zu Groß⸗Umstadt die katbolische Pfarr-] Bureau erfolgen. Die Präsidentenwahl wird auf stelle zu Ober-Abisteinach und am 22. Januar dem Pfarr— M f 1 1 onta 1
verwaller Peter Bexelmann zu Westhosen die katholische 9 festgesetzt 29. Pfarrstelle daselbst übertragen. E Dr. Simson ist dard körperliches Uebel
X. Concuttenz-Gtöffnungen. Erledigt find: die sechstes befinden für die allernächste Zeit behindert, seinen evangelische Schulstelle zu Erbach, im Kreise Erbach, mit Sitz im Reichstag einzunehmen und hat sich zur einem jährlichen Gehalt von 550 fl.; die ersle katholische Uebernahme der ersten Präsidentschaft noch nicht Schulstelle zu Kastel, im Kreise Mainz, mit einem jähr⸗* 0 a 8 3 0. bereit erklärt. K 0 lichen Gehalt von 800 fl.; die evangelische Schulstelle u be*— Soll, 1 gedofft wird, nicht Albach, im Kreise Gießen, mit einrm jährlichen Gehalt noch eine Bereitschaftserklarung seitens Dr. Sim · von 400 fl.; die katbolische Schulstelle zu Dalsbeim, im son's erfolgen, so würde Forckenbeck mit dem Prä- Kreise Worms, mit einem jährlichen Gebalt von 600 fl.; fidium betraut werden. Lulelbach. wit dem fachen Gehe don 40 f. ef. Poe. Bischof eeduchoweh aß nicht vach
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J a Frankfurt a. d. O., sondern auf Beschluß des 5 Darm sto dt, 4. Febr. Die erste Kammer hiesigen Appellgerichts nach Ostrowo in der Pro- Lee mit allen gegen eine Stimme für directe vinz Posen ins Gefängniß abgeführt, da die Haft Landbürgermeisterwabl; serner mit 15 gegen in einem dem betrefenden Gerichtsbezirk ange- 12 Stimmen für Nichistreschung des 3. Absatzes hörigen Gefängniß zu verbüßen ist. von Art. 37 des Schulgesetzes. Alle Verwaltungs-— Der Weidbischof Janiszewski ist mit der gesetze und Schulgesetze sind jetzt gesichert.— Alle Function des Erzbischofs detraut. Das polnische vom Finanzausschuß der zweiten Kammer bean- Theater und polnische Festlichkeiten wurden eingestellt. tragten Gebaltsaufbessarungen von Beamten, Geist⸗ Köln, 4. Febr. Nachdem die gesetzliche Frist lichen, Winwen und Main Neckarbahn-Angestellten vorüber und der Erzbischof der Zahlungs- Auf- genehmigte die erste Kammer gleichfalls einstimmig. forderung, eine Geldbuße von 1400 Thlrn. zu
Berlin, 5. Febr. Der Reichstag wurde entrichten, nicht entsprochen bat, schritt man gestern heute Nachmittag 2 Uhr im Saale des könig- zur Pfändung. Es erwies sich, daß der größte lichen Schlosses eröffnet. Etwa 150 Mitglieder Theil des Mobiliars Eigentdum des Dom-Capitels waren anwesend. Fürst Bismarck und die Mit- ist, dem dasselbe vom Erzbischof Grafen v. Spiegel
tistamentarisch vermacht worden war. thum des jetzigen Bischofs beläuft sich
as Eigen- auf kaum
glieder des Bundesratbes standen rechts von dem verhüllten Kaiserthrone. Der Fürst verlas die


