1874.
Dienstag den 6. Januar.
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Artisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint seden Dienstag, Dennerstag und Samstag.
Amtlicher Theil.
Betteffend: Das Kreisersaggeschäft im Jahre 1874.
Friedberg am 30. Dezember 1874.
Der Cioilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatztommission des Kreises Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei-Commissäx zu Wickstadt.
Unter Bezugnahme auf die§§. 58, 59 und 60 der Militärersatz- Justruktion und das Reglement die Anlegung und Führung der Militär- stammrollen, sowie die Anfertigung der bierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelisten betr., vom 20. Mai 1868, Regierungsblatt Nr. 30 vom Jahr 1868, beauftrage ich Sie, sofort in Ihren Gemeinden zur öffent⸗ lichen Kenntniß zu bringen, daß alle im Jahr 1854 geborenen Militär⸗ pflichtigen, sowie Diejenigen, welche dieses Alter bereits übetschritten, aber sich zur Musterung noch nicht gestellt haben, oder bei der vorigen Musterung zurückgestebt worden sind und entweder im Kreise ihr gesetz— liches Domicil baben, oder sich als Schüler, Dienstbote, Haus und Wirthschaftsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge 1c. in demselben aufhalten sich behufs ihres Eintrages in die Stammrolle während der Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar d. J. bei der Bürgermeisterei ibres gesetz- lichen Wohnorts resp. Ausenthaltsorts unter Präsentation eines Gebucts- schtins zu melden haben. Für diejenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Weiter mache ich Sie darauf ausmeiksam, daß Sie Sich nicht dabei begnügen dürfen, nur die- jenigen Militärpflichtigen, welche in den Geburtslisten stehen, oder sonst
angemeldet werden, in die Stammrollen einzutragen, sondern daß es Ihre Pflicht ist, von Amtswegen zu ermitteln, welche Militärpflichtige eiwa außerdem noch vorhanden und gestellungspflichtig sind und sie so⸗
gleich zur Anmeldung anzuhalten. Zugleich empfehle ich Ihnen in Ihren Gemeinden auf die schweren Nachtbeilt aufmerksam zu machen, die die- jenigen treffen, welche die Anmeldung innerhalb des oben vorgeschriebenen Termins unterlassen und verweise Sie in dieser Beziehung auf§. 176 und folgende der Militär-Ersatz⸗Instruktion.
Sobald der Termin verstrichen, wollen Sie sofort mit Aufstellung der Stammrollen beginnen und solche baldigst und längstens vor dem 1. März d. J. an mich einsenden.
Betreffend:
erforderlichen Geburts- und Sterbelisten
Selbstverständlich sind Diejenigen, die vorderen Jahren ange⸗ hören und sich dieses Jabr bet Ihnen zum ersten Mal anmelden, nicht in die Stammrolle von 1874 einzutragen, vielmehr in den betreffenden Jahrgang der Stammrollc aufzunehmen, worauf ich Sie noch besenders aufmerksam mache und anfüge, daß in solchem Falle die Stammrolle des betreffenden Jahrgangs mit derjenigen von 1874 einzusenden ist.
Werden Reclamationen auf Zurückstellung erhoben, so wollen Sie Vorschristen des Reglements vom 12. März 1868, Regierungsblatt Nr. 26, genau befolgen. Hierbei bemerke ich Ihnen, daß es bei Ansprüchen um Zurückstellung, welche schon früher Statt batten, genügt, wenn Sie den erncuerten Anspruch kurz zu Protokoll nehmen und auf dem dei mir zu erhebenden Protokoll auf Seite 4 bescheinigen, daß die früheren Ver- hältnisse noch fortbestehen oder in wie fern solche eine Aenderung erlitten baben. Die Protokolle sind dann wieder alsbald mit dem Protokoll über den erneuerten Anspruch an mich zurückzusenden. Die Reclamations⸗- protokolle sind zeitig mir vorzulegen, damit deren Prüfung und etwaige Ergänzung dann sofort geschehen kann. Ich empfehle Ihnen jedoch hierbei von gänzlich nach der Militär-Ersatz Instruktion unbegründeten Recla⸗ mationen abzurathen;(indem nur begründete Zurückstellungen zulässig sind und unbegründete zurückgewiesen werden müssen) um hierdurch un⸗ nützige Belästigung der betreffenden Behörde zu vermeiden.
Bei den ausgewanderten Mllitärpflichtigen ist pünktlich anzugeben, dieselben mit oder ohne Entlassung ausgewandert sind. Wo dies geschthen kann ist der Tag der Entlassungsarkunde anzugeben. Sellten Leute vorhanden sein, die die Entlassung erwirkt haben, aber nicht aus⸗ gewandert sind, so ist dies besonders anzumerken. Die Stammrollem von 1872 und 1873 werden Sie mit einsenden und bei der Einsendung darauf aufmerksam machen, ob und wer etwa in dieselben als dem be⸗ treffenden Jahrgang angthörig, aufgenommen worden ist.
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Die Anlegung und Führung der Militärstammrollen, sowie die Anfertigung der hierzu
Friedberg am 30. Dezember 1872,
Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Kreisersatzeommission des Kreises Friedberg.
a ie Ich ersuche Sie, die Geburtelisten über Reglements vom 20. März 1868
sertigung der hierzu erforderlichen Geburts- und Sterbelesten beteeffend gemäß Das erforderliche Fermular erhalten Sie auf Anfordern von derselben zugestellt.
resp. dem Polizeicom missär in Wichstadt einreichen zu wollen.
Pfarramt die im Jahre 1856 geborenen Personen in Nr. 30 des Regierungsblattes von 1868) die Anlegung und Führung der Stammrollen, sowie die An⸗
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männlichen Geschlechts, der Vorschrist des F. 2 des
bis zum 15. Januar d. J. bei den Großberzoglichen Bürgermeisteteien
Trapp.
Bekanntmachung.
Betreffend: Das Denkmal deutscher Nation
Die Rechnung über die Sammlungen von Beiträgen zur Errichtung des Denkmals deutscher Nation am deutschen Rhein im Kreise Friedberg,
wobti im Ganzen 817 fl. 6 kr. eingegangen sind, und deren Ablieferung an die deutsche Bereinsbank in Frankfurt a. meidlichen Kosten für Orucksachen ꝛc., gestellt von Herrn Collector Kuhl in Butzbach, liegt nebst der betresseuden Urkunde 14
der Interessenten auf unserem Bureau offen. Friedberg am 3. Januar 1874.
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nach Abzug der unver- Tage lang zur Einsicht
Großberzogliches Kreisamt Friedberg. Tra pep
Deutsches Reich. und wurde von der Volksmenge durch Hüte- der Maigesetze in kurzer Frist zur Entscheldung
Mainz. Die vom Bundesrathe ausgtsprochene schwenken enthuslastisch begrüßt. Der Kaiser dankte gebracht wird. Wie in parlamentarischen Kreisen Ansicht, daß die Entschädigunge Forderung der wieder hell, sich nach allen Seiten verbeugend. verlautet, ging die Absicht des K sministers hessischen Regierung für die dem Mainzer Uni⸗ Berlin, 2. Jan. Gegenüber den officlellen dahin, dem Landtage eine Novelle zu dem Gesege versitäte-Fonds entzogenen, zur FFestung gehörigen Bulletins über das Befinden des Kaisers fällt über die Vorbildung und Anstellung der Geist⸗ Grund stücke auf dem Wege des Vergleichs zu eine Notiz der„A. 3.“ auf, welche besagt:„Die lichen vorzulegen, welche wesentlich bezweckte, an erledigen sei, wurde von dem hessischen Bevoll- Nachrichten über das Befinden des Kaisers lauten die Slelle der im Gesetze angedrohte— ldstrasen
mächtigten unter Wahrung des Standpunktes der hessischen Regierung aeccpilkt.
unausgesetzt günstig,
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es sich um die Be- Gefängnißstrafen zu setzen Ob die B
Berlin, 1. Jan. Das Kronprinzen Paar und die übrigen Mitglieder des königlichen Hausts machten heute Mittag dem Kaiser Gratulations- Bisuche. Eine große Volksmenge war vor dem Palais versammelt. Nach der Wlederabfabrt der hoben Herrschasten erschlen der Kalser am Fenster
seitigung der katarrhalischen Erscheinungen han- daß die Regierung ihrerseits auf eine Inttiativ delt; leider läßt sich Dasselbe nicht von der Kre i- in dieser Richtung verzichten werde, bis die Noth⸗ heit sagen, deren erste Symptome sich bereite udigkeit weiterer gesegzlicher Bestimmungen tbat⸗ Jahressrist gezeigt haben.“(Vor Jabressrist war sächlich erwiesen ist, sich als eine rechtfertigte
von Brustwassersucht die Rede.) Berlin. Es ist zu erw auch die Frage der Verschärft
nun rieb
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Arien, da
resp. Ern
etweist, bleibt abzuwarten Um UAnalogsen für
ein solchts Verfahren würde man nicht versegen sei 9 Reichs-Unzeiger“ macht d
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