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Ur. Mollet.
Man Beilage.
ündigend.
Lichtung für die
dgannen.
berhessischer Anzeiger.
M 105.
Aus Stadt und Land.
Tu. Friedberg. So wäre denn das Scdansest aber . würdiger Weise von unserer Stadt gefeiert worden. Wie im vorigen Jahre, erschallte in frübester Morgenzeit in Choral aus der Höbe über uns bin, den Festtag ver⸗ Am Vormittage, zu gewöhnlicher Zeit, fand de kirchliche Feier in der in allen Räumen angesüllten chönen Stadikirche statt, wobei Herr Professor Köhler wiederum die Predigt bielt. Es war dies eine würde— olle, mann hafte, von echt deulsch⸗religibsem Geiste ge⸗ ragene und durchwehte Rede, deren weitere Verbreitung uch den Druck gewiß wünschenswertb wäre.— Am Lachmittage folgte als zweiter Theil der Feier das Jugend⸗ A, welches diesmal noch mehr den Character eines Volks⸗ tes angenommen batte, und sich immer mehr in dieser Zukunft zu enwickeln versprach. Der zug der Kinder durch die reichgeschmückte Siadt war wieder beraus gelungen, und besonders entzückend bie kleinern Nädchen, die zum Theil in die deutschen Farben gekleidet garen. Der Zug nahm denselben Weg, wie im vorigen ahre und gelangte um halb drei Ubr auf dem Festplatze, fer Seewiese, an, der diesmal mit einer doppelten Reihe Ea Spielgeräten versehen war, die auch dem Auge einen Zonen Anblick darboten. Nach Absingen des Liedes: Preis dem Vater“, hielt diesmal, als Vertreter der Stadt—
Zulen, Herr Pfarrer Baur, eine warm empfundene, von delischem Hauch durchzogene Anrede, die vielsach auf nsere Heldendich ter aus den Befreiungskriegen Bezug hm, und mit einem Hoch auf Kaiser und Reich schloß. ere schloßen sich noch zwei Gesänge, ein Zstimmiger gor und ein allgemeines Lied, worauf dann die Festhpiele daa Nun entwickelte sich ein beiteres, munteres reiben. bis das Signal abermals zum Gesange zusammen te. Darauf folgte das Austheilen der Bretzeln und die use begann, während deren die Jugend sich an den Dirihsbuden erfrischte. Nach derselden setzten sich die
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epiele weiter sort, tolgten und die ganze Feier von Herrn Realschuldirector I. Möller mit einem weiteren Hoch auf das Vaterland, u daß es in Einigkeit gedeibe und blüßhe, zum Abschluß acht wurde. Der Zug stellte sich wieder auf, und in ha terster Stimmung, begleitet von Tausenden der Zu—
pelle, die schon während des ganzen Nachmittags wacker pielt batte, nach der Freiheit, wo dieselbe noch:„Heil ferm Fürsten, Heil!“ ertönen ließ.— Der dritte Theil ie Festes, das Vanket im Hotel Simon schloß sich in dardiger Weise den beiden andern an. Hier wirkte die Dleuanten⸗Kapelle, die unter Beistand einiger auswärtigen Aunstler, an diesem Abend geradezu Unüdertreffliches leistete.
Halptrede halte besonderer Verbältnisse halber Verzicht geistet werden müssen. Statt dessen leitete Herr Seminar lier Wabl die Feier mit einem Toaste auf Kaiser und Ach ein. Eine weitere, treffliche Rede hielt Herr H.-G. Awocat Curtmann, welche darin gipfelte, daß es gelte, e mübsam Errungene fürder auch zu bewahren. An dees Andenken anknüpfend, brachte später noch Herr Mf. Dr. Köhler einen launigen, aber dennoch von lief ensiem Geist getragenen Toast auf die deulschen Frauen liege, durch den Ein—
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in der Familie, diesen Geist zur Entfaltung zu bringen, dg den kommenden Geschlechtern es möglich mache, das Später brachte noch einen Toast Bismarck Herr Gymnasiallebrer Dr. Schwabe von Ccustbal in gewandter Rede.— Das war unser Fest en 1874, das hoffentlich die Keime der nächstien auf lune Jahre hinaus in sich trug.— Bad⸗Nauheim, 3. Sept. Der Tag von Sedan mide gestern feierlich begangen. Alle Häuser der Stadt mien festlich beflaggt. Vormittags: Glockengeläute, Choral⸗ mik, Schmückung des Kriegerdenkmals, Gotlesdienst;
M0 as: Feft dri„Vereins und Jugend- ö de mitiags: Festzug des Krieger-Ver Juge ssonen, doch dauert auch hier
J Abende: Ball des Kriegervereins. Bei der Mitlags · er der Kurgäste im neuen Kurhaus, wurde von Herrn bf Advokat Seyd aus Friedberg ein Toast auf Kaiser id Reich und von Herrn Kausmann Hospel aus Cöln n olcher auf das deuische Heer ausgebracht und wurde Glen mii Enthusiasmus von der zahlreichen Versamm— u zugestimmt. Von Seilen der Babedirectlon waren . besonderen Feierlichkeiten veranstal tet worden, um das dis Kriegerveteins nicht zu beeinträchtigen. 2 Sießen, 27. August. Die Sitzungen des Schwur— Leictshoss der Provinz Oberhessen vom IV. Quartal l. J. aten Montag den 5. October, Vormittags 9 Uhr, unter ben Vorsitze des zum Präsidenten betimmlen Grobherzog⸗ Ueh Hofgerichtsraths Herrn v. Heiff, bezw. des zu dessen Herireler ernannten Großherzoglichen Hofgerichtsralhs gen Kornwesser eröffnet werden und sind demzufolge in cute stattgehabten öffentlichen Sitzung Großherzog—
bis um ½7 Uhr die Schlußgesänge 2
gauer, ging es unter den Klängen der Schellbaas'schen
uch Treffliches leisteten die Gesangvereine.— Auf eine!
(Oberseemen. 10) Peter Stoll II., Landwirth in Bad⸗ Nauheim. 11) David Katz, Viehhändler in Gießen. 12) Georg Schudt, Müller in Hof⸗Schwalheim(Unter- Widdersheim). 13) Wilhelm Erk, Müller in Nidda. 14) Georg Stoll VI., Landwirth in Echzell. 15) Heinrich Hansel V., Landwirth in Dirlammen. 16) Heinrich Hölker, Gastwirtb in Gedern. 17) Hugo Buderus, Hüttenbesitzer in Hirzenhain. 18) Cbrisstan Lony, Bierbrauer in Gießen. 19) Georg Weisensee, Müller in Ossenheim. 20) Wilhelm Leo Vogt, Landwirth in Reichelsheim. 21) Philipp Keil II., Landwirch in Melbach. 22) Erwin Braunwarth, Land— wirth in Stammheim. 23) Philipp Hahn IV., Landwirth in Melbach. 24) Karl Dornseiff, Hofgerichts-Aovokat in Gießen. 25) August Mendelsoyn, Ellenwaarenhändler in
Göns. 27) Georg Ferdinand Gail, Fabrikant in Gießen. 28) Gustav Haustädt, Kaufmann in Friedberg. 29) Kauf⸗ mann Rosenthal, Fruchthändler in Butzbach. 30) Johann Jost Kloos, Müller in Homberg. g Mainz, 2. Sept. Die hiesige Sedanfeier war eine glänzende. Dieselbe wurde mit 101 Kanonenschüssen und Cboralmusik vom Balkon des Gouvernements-Gebäudes eröffnet. Bei dem Fest⸗Gotles Dienst in der(vangelischen Kirche war diese überfüllt. Besonders erhebend war die Schul⸗ Feierlichkeit im Academiesaale, die mit einem be— geisterten Hoch auf den Kaiser schloß. Die Stadt prangte im Flaggenschmuck, die Stimmung war eine sesttägige. Wald⸗ Michelbach, 31. August. Gestern Nach⸗ mittag 4 Uhr wurde in Kreidbach L. Jöst von dert vom Slitz erschlagen. Derselbe ackerte duf dem Felde, der Blitz traf zuerst die Kühe, lödtete sie, zernümmerte den Pflug, und tödtete dann den unglücklichen Mann. Das Mädchen, das vor den Kühen herging, blieb verschont. Der Unglück liche hinterläßt eine Wiltwe mit 4 unerzogenen Kindern.
Helgoländer Badeleben. Von einer Landratte. III.
Die anregende Wirkung, welche Seeluft und Seebad auf den Magen insbesondere äußern, findet eine sehr lebendige Illstratien in fleißigen Besuche der auf der Düne gelegenen Restauration, namentlich in der Zeit von 11 bis 12 Uhr. Besonders Hummer, dessen Fang neben dem von Fischen und Austern den Haupt- Nabor— ungszweig der Helgoländer bildet, ist ein beliebtes Frühstückegericht. Nur glaube man nicht, daß es ein billiges sei. Vor und auch nach dem Frühstücke ruht es sich bei günstiger Witterung auf dem Sande der Düne recht mollig und der Vormettag vergeht für die Badenden auf diese Weise ebenso angenehm wie rasch. 3 Uhr, die Zeit des Mittagessens, stellt den Badegast vor die Alternative, ob Table d'hôte oder Speisen nach der Karte. Ich habe es auf erstere Weise in dem Konversationshause(Abonnementspreis 27 Sgr. ohne Wein) und in der Princeß Alexandra(Preis 24 Sgr. ohne Wein) versucht. Im Konver— sationshause speisen die meisten Badegäste, die Mittagstafel zählt zur Zeit über 300 Couverts. Die Zahl der Kellner steht hierzu in keinem Ver— hältnisse, weshalb zwischen den einzelnen Gängen stets längere Pausen stattfinden und gewöhnlich 2 Stunden vergehen, ehe die Tafel vorüber ist. In„Princeß Alexandra“ speisen etwa 70 Per- die Tafel 1½ bis 2 Stunden. Schnelle Bedienung in den Restau- rationen Helgoland's ist überhaupt eine Aus- nahme, keine Regel. Glücklicherweise haben die Fremden, welche hierher kommen, meistene viel Zeit, und es ist daher nicht schlimm, wenn sie hier öfters genöthigt werden, die Dinge, die
Gießen. 26) Johannes Göbel V., Landwirth in Pohl⸗
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wir nach dem Kaffee der Einladung Helgoländer Schiffer, eine Fahrt auf die See oder um die Insel zu machen folgen, so haben wir nur unter der großen Zahl derjenigen, welche um diese Zeit den Strand bevölkern helfen, zu wählen. Eine Fahrt um die Insel ist besonders gegen Abend,
fallenden Felsen der Westseite von der Sonne be— leuchtet werden, sehr lohnend. Ein prachtvolles Schauspiel, die Erleuchtung der Felsen und Grotten fiel gerade in die erste Woche meines hiesigen Aufenthalts. Ruhige, milde Luft begünstigte außer- ordentlich das Gelingen dieser Festlichkeit, welche so ziemlich die ganze Badebevölkerung auf das Wasser gelockt hatte. 60— 70 große und kleine Boote nahmen dieselhe auf, die Kurmusik be— gleitete die Flotte, welche die Rundfahrt nach 8 Uhr Abends antrat Erlassen Sie mir die Beschreibung des Feuerwerks, der magischen Gretten-Erleuchtung, der sehr wirkungsvollen Echo's, hervorgerufen durch das Losbrennen von Kanonenschlägen und Abfeuern der Geschütze des Oberlandes, der wunderbar schönen Reflexe der verschiedenfarbigen Flammen und Leuchtkugeln auf der beinahe spiegelglatten Meeresfläche. Das muß man sehen, um ein wirkliches Bild, bleibende Eindrücke von dem Ganzen zu erhalten; die Be— schreibung solchen„Zaubers“ mil Worten ist, selbst bei bester Ausführung und getreuer Wiedergabe von Einzelheiten, ein mageres Gericht, welches gewööbnlich sowohl Leser als Erzähler unbefriedigt läßt. Nach 10 Ubr waren alle Boote wieder leer, dafür ging es in den Restaurationen am Strande, dem Konversationshause ꝛc. um so lebhafter zu.
Bitte um Hülfe.
Am 13. Aug. d. J. wurde in Fauerbach v. d. H. der Maurermeister Konrad Winsel beerdigt. Er starb unter den größten Schmerzen in Folge einer tödtlichen Verletzung seines Kopfes und Rüͤcken— marks, welche er beim Graben eines Brunnens in Butzbach durch das Herabstürzen eines centnerschweren Kübels in eine Tiefe von 25 Fuß erhalten hatte. Seine Familie, eine Frau mit 5 Kindern, von denen noch keines im Stande ist sich zu ernähren, befindet sich durch den Tod des Vaters in der drückendsten Armuth, zumal ihr kleines Besitzthum noch verschuldet ist. Wir richten darum an barm— herzige Menschenfreunde die dringende Bitte, der armen Familie mit milden Gaben unter die Arme zu greifen; auch die kleinste Gabe ist willkommen und jeder der Unterzeichneten bereit, solche in Empfang zu nebmen.
Münster b. B. und Fauerbach v. d. H. den 1. September 1874.
Siebert, Pfarrer. Philipps, Bürgermeister.
Verloosung. Wien, 1. Sept. Bei der heutigen Gewinnziehung der österreichischen 1864er Loose fiel der Haupttreffer auf Serie 256 Nr. 52, fl. 20,000 auf S. 1531 Nr. 57, fl. 15,000 auf S. 1192 Nr. 6, fl. 10,000 auf S. 3761 Nr. 51. Ferner wurden die Serien gezogen; 604 711 738 1375 1479 1912 2689 3017 3208 3325 3585.
da kommen sollen, geduldig abzuwarten. Zum Kaffee begibt sich der größte Theil der Bade— gesellschaft, welche sich vorzugsweise aus Hamburger, Bremer, Berliner Familien rekrutirt, in welcher jedoch auch Angehörige aus allen Theilen des Reichs, sowie aus Oesterreich, Nord-Amerika ic. zu finden sind, in den Pavillon am Strand, wo
Hofgerichts dieser Provinz, die Haupl⸗Geschworenen m silgender Reihenfolge ausgelooft worden. Haupi⸗ Helo worene: 1) Johann Jacob Hilß, Braumwein⸗ met in Ortenberg. 2) August Schlörb, Oelmüller in amen. 3) Elias Puh, Landwirth in Okarben. cob Schudt, Müller in Wetierfeld. 5) Heinrich Reh, Landwirih in Kaichen. 6) Jacob Kaufmann, awaarenbhändler in Scholten. 7) Jacob Schott, Gast⸗ un in Friedberg. 8) Mayer Herz, Fruchthäudler O tenberg. 9) Isaac Bär Bing, Handelsmanu in
um diese Zeit die, mäßigen Anforderungen ge— nügende Kur⸗Musik concertirt. Hier entwickelt sich ein sehr bewegtes Treiben; daß sich die Damen nicht versagen können, unsere Augen hier durch Producirung geschmackvoller und geschmackloser Toiletten zu beschäftigen, darf als eine selbstver— ständliche Erscheinung des internationalen Bade—
Geld Cours.
Frankfurt am 3. September 1874. Ai 40-42 Holländische fl. 10 Stücke„ 9 4850 dee„ 5 36-38 Duecaten al maro„ 5 88— 40 20»Frankenstücke.. n Englische Sovereigns 9 1 1 090 Russische Imperiales..,„ 0 35032 Dollars in Gold... 5 2 20 ½ 7
Durchsichtige Glycerinseife!
29 anerkannt bestes Mittel zur Verschoͤnerung der Haut empfiehlt in. Stücken zu 4. 6. 9. 10. 12. 18 kr.
lebens unserer Zeit vorauegesetzt werden. Wollen
Wilb. Fertsch.
wenn die zum Theil isolirt stehenden, schroff ab⸗
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