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schuß der Klostergüter zu wohlthätigen Zwecken, Unterstützung armer Geistlichen, Errichtung von Hospitälern, Vermebrung des Gehalte der Bischöfe verwendet würde. Wenn sich dies bestätigt, ebenso wenn es wahr ist, daß die heilige Synode alle eingegangenen Gutachten der Bischöse und Con- sistorien über das Reformproject der geistlichen Gerichtsbarkeit drucken läßt, so kann man sich der Ueberzeugung nicht verschließen, daß auch das Gebiet der Kirche in die Reformen der jetzigen Aera eingetreten ist, und zwar, wie es scheint, mit gutem Willen und Beistand der Betreffenden selbst,
Aus Stadt und Land.
regung vor, und Tausende von Menschen besuchten den Schauplatz der Kalastropbe, wo sich der Jammer der Hinterbliebenen in lauten Klagen kundgab.
Tiflis. Ein Brief aus Tabriz, den das in Tiflis erscheinende armenische Blatt„Mshak“ veröffentlicht, meldet, daß daselbet große Aufregung durch die Hinrich⸗ tung von Mirza Pussuf Khan, eines der fähigsten und populärsten Staatsmänner Persiens, erzeugt wurde. Pussnuf wurde in Eucopa auf Kosten des Schahs erzogen und studirte einige Zeit in Paris. Bei seiner Rückkehr nach Persien brachte er Auszüge aus französischen Gesetzbüchern mit, die er ins Persische übersetzte und in einem persischen Gesetz-Codex verkörperte. Dieser Codex wurde vom Schah einem Comité unterbreitet, aber da man fand, daß der Zeitpunkt für Reformen nicht günstig sei, da die Hungersnoth, die drei Jahre lang im Lande wülhete, so eben ausgebrochen war, befahl er Pussuf, nach Astrachan
Lauterbach. Auch aus unserer Stadhist eine Petition! an den Großberzog um Einführung der von der Synode sesigestellten Kirchenverfassung abgegangen. Dieselbe war vom Gemeinderathe, dem Kirchenvorstande und dem Schul— vorstande unterzeichnet.
Darmstadt, 31. Dez. Am letzten Samstag Abend wurde in Lossen's Fabrik an der Tanne ein wiederholter und energischer Einbruchsversuch gemacht, der indeß durch die Intervention der Hofhunde vereitelt wurde. Die Diebe ergriffen die Flucht in die Tanne.
Allerlei.
Brüssel. Henri Vieuxtempe, der bekannte Violin⸗ virtuofe, ist von einem bedauerlichen Unglück betroffen worden. Ein Schlaganfall lähmte dem Künstler beide Hände, und er mußte in Folge dessen auch seine Lehrstelle am Brüsseler Conservatorium aufgeben.
Shields. Von bier meldet der Telegraph ein tragisches Ereigniß, das in genannter Stadt die Weihnachts⸗Freude in tiefe Trauer verwandelt hat. Um 5 Ubr Morgens am 2. Weihnachts ⸗ Feiertage führte der Schleppdampfer „Gipey Queen“ etwa 50 Arbeiter den Tyne binauf zu ihrem Tagewerk. In der Nähe der Northumberland⸗Docks randete der Dampfer indeß auf dem Wrack eines ge— sunkenen Fahrzeugs und begann rasch zu sinken. Das Boot des Dampfers wurde unverzüglich berabgelassen, aber die Passagiere stürzten sich mit solchem Ungestüm in das- selde, daß es umschlug, und da der Dampfer 5 Minuten nach seiner Strandung unterging, befürchtet man, daß zwischen 20 und 30 seiner Passagiere ertrunken sind. Bis zum Abend hatte man erst 12 Leichen geborgen. Ju
Shields herrschte den ganzen Tag hindurch große Aus⸗
zu gehen, um dort Lebensmittel für seine hungernden Unterthanen auf Staatskosten einzukaufen. Pussuf reiste nach Astrachan, gab aber nur einen Theil des ihm für den Ankauf von Lebensmitteln anvertrauten Geldes aus und behielt 16,000 Tomauns(circa 8000 L. St.) für sich selber, wodurch er den Tod von Tausenden von Menschen, die das Geld mit Brod verforgt haben würde, verursachte. Als der Schah von seiner Reise in Europa zurückkehrte, ließ er sofort eine Untersuchung über Pussuf's Verhalten einleiten und nachdem seine Schuld klar erwiesen worden, verurtheilte er ibn zum Tode.
Ueber die Ausstellung Wetterauer In dustrieerzeugnisse zu Friedberg in 1874 im Oberhessischen Anzeiger von Zeit zu Zeit Mittheilung zu machen, dürfte entsprechend erscheinen demjenigen allgemeinen Interesse, welches diese Ausstellung bereits findet und fernerhin noch mehr erwecken wird.
Das Ausstellungscomité hatte bereits bestimmt, daß den 4. Januar eine öffentliche Versammlung aller Interessenten stattfinden sollte. Da aber die Reichstagswähler⸗Versammlung dahier auf den 4. anberaumt ist, so wird das Comité den sol— genden Sonntag wählen, um über seine Wirk— samkeit und Erfolge Näheres und gewiß auch Interessantee mitzutheilen. Wir wollen hier nicht vorgreifen, sondern auf die bevorstehende Ver— sammlung aufmerksam machen mit dem Wunsche,
daß dieselbe recht zahlreich besucht werden möge. Das sei jedoch hier bemerkt, daß unser Unter- nehmen diejenige Theilnahme, welche es nöthig hat, findet, sowohl von Seiten der Industriellen als auch von Freunden der Industrie. Wie Be⸗ hörden und Beamten die Ausstellung fördern helfen durch Aufmunterung aller Art, sowie in Beschaffung der Ausstellungslokalitäten, darüber spricht das Comité sich sehr anerkennend und dankend aus. Was dagegen die Ausstellungs- gruppe„Frauenarbeiten“ anbelangt, so sind dafür bis jetzt nur wenige Anmeldungen geschehen. Hoffentlich verschulden dieses nur die Vorberei— tungen zum Weihnachtsfest. Da dieselben nun vorüber, so werden jetzt die Vorbereitungen zur Ausstellung beginnen und zahlreiche Ausstellungs- erklärungen erfolgen.
Was die Ausloosung betrifft, so wird dieselbe einen sehr freundlichen Abschluß für die Ausstel⸗ lung gewähren; denn die in Aussicht stehenden vielen Gewinne: Möbel, Kunst⸗ und Gebrauchs- gegenstände aller Art, Pianino's ic. bilden schöne und werthvolle Andenken an unser Unternehmen, das sich alle 3 bis 5 Jahre zum Segen der Wetterauer Industrie, ihre Fortschritte darstellend, wiederholen möge.
Verloosung. Karlsruhe, 30. Dez. Bei der heutigen Gewinn ziehung der badischen 35 fl.-Loose fielen die 10 Gewinne a 1000 fl. auf folgende Nummern: 141131, 113281, 189498, 328662, 96826, 155417, 120286, 104972, 265609, 189464.
Acht külnisches Wasset
von Johann Maria Farina. Meine Niederlage davon im Comptoir des Ober⸗ hessischen Anzeigers in Friedberg empfehle ich zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl. per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst.
Johann Maria Farina in Cöln.
—* 7 0* 1 Holzversteigerung. 3610 Montag den 5. Januar werden in den Freiherr— lich v. Franckenstein schen Walddistrikten Magazin und Engelsborn versteigert: 20,5 Raummeter Buchen⸗Scheitholz,
13 5„ Prügelholz, .. Aspen⸗ 31 7 Buchen⸗ und Eichen⸗Stockholz,
7650 Wellen Buchen⸗Reisbolz, 405„ Eichen⸗ und Birken⸗Reisholz, 5 Aspen⸗ und Nadel⸗*
3 Eichen⸗Stämme von 15—35 Centimeter Durch messer, 4—12 Meter Länge mit 506 Kubikmeter Inbalt,
45 Buchen⸗Stämme bis zu 36 Centimeter Durch⸗ messer und 9 Meter Länge mit 12,51 Kubik⸗ meter,
15 Eichen-Stangen mit 0,81 Kubikmeter,
125 Fichten⸗Stangen mit 1,74 5 Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr auf der Lang⸗ schneise im Distrikt Magazin.
Dienstag den 6. Januar werden weiter im Distrikt „An der Sandkaut“ versteigert:
4 Raummeter Nadel⸗Prügelholz,
17 4„ Stockholz,
900 Wellen Nadel-Reisholz,
72 Weißtannen⸗Stämme von 15— 65 Centimeter Durchmesser, 6— 17 Meter Länge mit 32,11 Kubik⸗ meter, 0
109 Weißtannen⸗Stangen von 10— 14 Centimeter wurchnesser, 9—14 Meter Länge mit 13,47 Kubik⸗ meter. ö
Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im Distrikt„An der Sandkaut“. a 5
Credit bis 1. September 1874.
Ockstadt den 24 Dezember 1873.
Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf.
Güter-Verpachtung.
34 Montag den 12. Januar 1874, Vormittags um 9 Uhr anfangend, läßt Hauptmann Friedrich Riedel von Darmstadt seine in der Bönstädter- und Ilbenstädter⸗ Gemarkung liegenden und auf Petritag 1875, 1876 und 1877 lethfällig werdenden Grundstücke(180 an der Zahl) parzellenweise auf eine weitere Bestandzelt von 12 resp. 11 und 10 Jahre, in dem Rathhaus⸗ saal zu Vönstadt verpachten. 5
25 Asphaltinastik- Dachpappe, 1870 zu Cassel prämsirt, liefert billig Lentze's Dachpappenfabrik in Einbeck, Provinz Hannover
1 1
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Versteigerung von Straßenarbeiten.
2 Die Lieferung und das Zerschlagen des zur Unterhaltung der Staatsstraßen im Baubezirk Friedberg er⸗ forderlichen Deckmaterials für 1874 soll in den unten bemerkten Terminen und Orten an die Wenigstnehmenden
in Accord gegeben werden.
Friedberg am 29. Dezember 1873.
2 Der Versteigerun g Nr. der n e n — Ain N Bauauf⸗ — 7 der 2 1 b seher⸗ 6 Tag. Stunde. Ort. Local. Bezirke. Bauaufseher. 1[Montag den 5. Januars10 Uhr Morgens Butzbach Biebrauerei von 3 Hölzer. . J. Melchior 2[Mittwoch„ 7. Kd ig, 4 Nauheim Im deutschen Hoff 2 u. 3.[Weide u. Sünner. 3 Donnerstag„ 8. 5 E 7 Reichelsheim Zur Post 5 Stipp. 4 Freitag 9 ee Nee l Ilbenstadt Zu den 3 Hasen J 5. u. 7.[Konrad u. Stipp. 5[Montag 1 13 7 Okarben Wirthschaft von 6 Schäfer. H. Stößel 6 Dienstag„ 18 16 Ober⸗Eschbach Brüsseler Hof 42 Michel. 7[Donnerstag„ 15.„ 1 5 I Ober⸗Rosbach[Wirthschaft von 45 Kreß. Wittwe Ruppel. 8[Montag I, 9* 1 Bönstadt Chausseehaus 8. Jäger. 9 Dienseng„ Wan, 0, 5 Lindheim Gasthaus zum 9 u. 10.] Einheinhäußer u. Stern Mettenheimer. 10[Mittwoch 9 10 1 Büdingen Gasthaus zum. Klevenstäuber. Stern
Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg
Geschäfts-
machen, daß er vom 1. Januar 1874 an ein
Eröffnung.
4 Der Unterzeichnete erlaubt sich hiermit einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige zu
Colonial⸗, Farb⸗ und Lederwaaren⸗Geschäft
am hiesigen Platze, Ecke der Burg- und Schnurstraße, eröffnet und bittet derselbe unter Zusicherung prompter und reeller Bedienung um geneigten Zuspruch.
Bad⸗Nauheim den 30. Dezember 1873.
Jean Wörner jun.
Zur bevorstehenden Ballsaison
3624 empfehle elegante Ballkleider, Schleifen, billigster Bedienung.
Fächer, Coiffuren und Glacé-Handschuhe under
Das Anfertigen und Verzieren der Ballkleider wird schnellstens besorgt bei
J. Mannheimer. (Vormals L. Hirsch.)
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unsert geben, desse das seinige sowodl geg der Freipen
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