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Donnerstag den 31. Juli.
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Die Petitzeile B wird mit 3 kr., resp. 1 Sgr., berechnet.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Für die Monate August und September rann auf den„Obechessischen Anzeiger“ bei der Verlags⸗Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.
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warnen sud. ausgenommen Deutsches Reich. der Ober. Darmstadt, 28. Juli. In der heutigen ich die Frei⸗ dan, der zweiten Kammer wurde nach Ver- mund desen digung neuer Eingaben, bezüglich welcher be⸗ dere Mittheilung vorbehalten bleibt, in Be⸗ An 25. d. hung des Volksschulgesetzes fortgefahren. Es abtun. Das schdelte sich bei Art. 29 zunächst um die„Schul⸗ Gatten an, eker Seminarien“ und„Präparanden⸗Anstalten,“ 0 Heiser er bache Posten getrennt zur Verhandlung ausgesetzt i. Mehrer birden. Abg. Wetz beantragte, die Seminarien Schnden wird ick drücklich für„gemeinsame“ zu erklären, und bürde der Antrag, jedoch in dem Sinne ange⸗ inmen, daß, wenn die Vorlage Gesetz werde, 1d. 54 Regierung die nöthige Zeit bleiben müsse, nut che neuen Gesetz gerecht zu werden. Bezüglich tener Esen⸗ l„Präparanden⸗ Anstalten“ beantragte Metz, den inierüzung det zazen Absatz zu streichen. Der Berichterstatter Kreic Veßlat Deim sprach in ausführlicher Rede für die An⸗ e kiten. Die Abstimmung ergab schließlich An- Wörth iahme der Regierungs⸗Vorlage(einschließlich des thelligten Ausschuß⸗Antrages, daß die Anstalten e wich unsere licht blos„nach Möglichkeit“ errichtet werden . reransallen, oben) mit 24 gegen 19 Stimmen und Annahme i n me, ins Amendements von Heinzerling mit 40 gegen uf det Tertasse 3 199 5 5 g 4s zu tun) Stimmen. Artifel 30 von der„Seminar- i Mitwirkung Di fung“ wurde mit der vom Ausschuß beantragten, duet vo m Einrerständnißßz mit der Regierung stehenden Herrn er lederung:„Unter besonderen Umständen können N l ic mit Genehmigung der obersten Schulbehörde — Segen iter Prüfung auch solche Aspiranten unterziehen, Eite⸗Dircclien desche nicht in den Seminarien unterrichtet worden en Pianfsin in, sondern sich in anderer Weise für den Schul iunden Ecso gel 15 vorbereitet haben“, unter Ablehnung des aue gesalgat öcher von der Außschuß-Majorität gestellten An⸗ nbeimer vom 1 ö 9 ö n⸗Bictussen tas, wonach bei der Prüfung die betreffenden eld zu Berli, kichen⸗ und Religions⸗Gemeinschaften durch Be⸗
1 eclale be fe ten hinsichlich ihrer Befähigung zur Ettheilung rc ee Religions ⸗ Unterrichts zu prüfen haben, an⸗ n Kirch selommen. Art. 31 und 32 wurden ohne Debatte bn big lach dem Außschuß⸗ Antrag angenommen, des- 1 lachen ein vom Ausschuß beantragter, von der
warnt une, kigierung gebilligter Zusatz⸗ Artikel, wonach fich ider Lehrer innerhalb der ersten 10 Jahre einer len deren Prüfung unterziehen und dadurch An⸗ 5 1. nuch auf Verwendung als Oberlehrer u. s. w. n klugen kann. Art. 33, 34, 35 und 36 wurden
en L und f Se lc, genommen nach den Ausschuß⸗ Anträgen. Bei e Cet An. 37 beantragte Metz den Zusatz:„Schul. Vicare,
„eit Erin dlche 5 Jahre bei gewissenhafter Dienstführung 1 chene lach bestandener Definitorial-Prüfung noch keine 1 wan efritive Anstellung erlangt haben, erhalten die r e he fichte definitiv angestellter Lehrer“, nahm ihn u und bel n nach kurzer Debatte, in welcher die Wichtig ⸗ bel, den i einer solchen Bestimmung und die Nothwendig⸗ We ti der Berathung im Ausschuß betont wurde, ed, oerst unter Vorbehalt der Wieder Einbringung en nen fel einem späteren Artikel zurück. Der Art. 38 käalaßte wegen der darin zur Sprache kommenden 1 Mäsentationsrechte“ eine längere Debatte, wurde e koch schließlich angenommen.
„ate, Oppenheim. Von hier schreibt man der 70 N 0 Ar. 309.75 Wie in Ober⸗Ingelheim machten
n und anderen Orten unserer Provinz Versuche, 0 leldemokratische Vereine zu gründen, scheiterten
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1 0 22 N a g 25 ae e 8 auch in Oppenheim, Flon- I
aber überall. Außer in Mainz und Worms existiren keine Lassalleaner in Rheinhessen, jedoch in letzterer Stadt in einer sehr geringen Anzahl. Auch in Frankenthal scheiterte ihr Auftreten. Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Die Wegnahme des spanischen Schiffes„Vigilante“ durch den„Friedrich Karl“ ist ohne alle In⸗ struction und Autorisation der kaiserlichen Regie⸗ rung erfolgt. Capitän Werner wird sein Ver⸗ halten zu rechtfertigen haben. Der Bericht desselben liegt der kalserlichen Regierung noch nicht vor. — Nach der„A. A. Z.“ ist die Reise des Kaisers nach Wien sehr gegen dessen Willen auf⸗ gegeben und zwar ans Gesundbeitsrücksichten, da sonst die guten Wirkungen der bisherigen Badekur beeinträchtigt würden.. — Da auf den Räumungs märschen unserer Truppen in Frankreich zahlreiche Erkrankungsfälle und auch mehrere Todesfälle in Folge der Hitze eingetreten sind, ist, den„D. N.“ zufolge, an⸗ geordnet worden so viel wie möglich Nachtmärsch auszuführen. 0 Magdeburg. Es kann,— so schreibt die „Magdeb. Ztg.“— nicht länger verschwiegen werden, daß in Magdeburg und seiner nächsten Umgebung die Cholera herrscht. Mag man diese Krankheit Brechruhr nennen oder ihr irgend einen anderen Namen beilegen, der minder schrecklich klingt, als Cholera— das Factum steht fest, daß
seit Wochen in den verschiedensten Theilen Magde⸗
burgs und seiner Vorstädte anfangs vereinzelte, in den letzten Tagen aber zahlreichere Fälle von Erkrankungen vorgekommen sind, die sich durch nichts von der epidemischen Cholera unterscheiden und einen bösartigen Charakter zeigen. Wenn
n 8 If. auch noch nicht festgestellt werden kann, wie ho „Kelm ragte vertreten sein sollen, welche die Can⸗ ch noch mch sestge 1 hoch
sich der Prozentsatz der Gestorbenen beläuft, so ist doch nicht zu leugnen, daß die Zahl der Todesfälle eine verhältnißmäßig große ist. Graudenz. In dem für die Belagerungs⸗ Uebungen aufgeschlagenen Zeltlager ist unter den Mannschaften des 5. Artillerie⸗Fuß⸗ Regiments die Cholera ausgebrochen, und zwar, wie berichtet wird, in Folge der schlechten Unterbringung. Truppenzelte, Trinkwasser, Lager ⸗Utensilien— Alles soll mangelhaft sein. Ob der Ausbruch der Seuche Einfluß haben wird auf den Verlauf der militärischen Uebungen, bleibt dahingestellt. Breslau. Der„Schlesischen Presse“ zufolge, hat der Erzbischof Ledochowski angeordnet, daß am. 12., 13. und 14. August in allen Kirchen seiner beiden Erzdiöcesen öffentliche Gebete für„die schwerverfolgte und bedrängte Kirche“ gehalten
werden, indem er vollkommenen päpstlichen Ablaß
verheißt.
Kassel. Die Provinz HessenNassau zählt gegenwärtig dreißig Zweigvereine der Kaiser⸗ Wilhelm⸗Stiftung für deutsche Invaliden“. Hin⸗ sichtlich der Einnahmen und Ausgaben nimmt Kassel den ersten und Frankfurt a. M. den zweiten Platz ein. Hierauf folgen Fulda, bezw. Ziegenhain.
Wiesbaden. Der Kaiser ist, von Schlangen⸗ bad kommend, wo er der italienischen Kronprin-
Hattersheim. Die am 27. Juli hier abgehaltene Versammlung war nicht eine allge⸗ meine Katholiken ⸗Versammlung des Maingaues. Es waren vielmehr nur verschiedene katholische Bürgervereine der hiesigen Gegend hierzu einge⸗ laden. Hofheim und Flörsheim waren recht zahl⸗ reich vertreten; auch verschiedene Geistlichen der Umgegend erschienen. Pfarrer Diefenbach von Hofheim, welcher die Versammlung veranlaßte, leitete auch dieselbe. Die gesellige Unterhaltung dauerte bis zum späten Abend und wurde durch das Absingen verschiedener Lieder und Ausbringen von Toasten recht animirt. N ö
Speyer. Wie die„Pf. Ztg.“ hört, beab⸗ sichtigt die Regierung die protestantischen Präpa⸗ randenschulen der Pfalz in einer Centralanstalt
errichten. f 13
Ausland.
Schweiz. Bern. Der Nationalrath ist dem Beschlusse des Ständeraths, dem Niederlassungs⸗ Vertrag mit Rußland die Ratiffcation zu ertheilen, ohne Discussion einstimmig beigetreten.
Frankreich. Paris. Die„Agence Havas“ meldet aus Madrid vom 28. Juli: Gerüchtweise verlautet, daß zwei neue deutsche Kriegsschiffe nebst einem englischen vor Cartagena erschienen sind. Das Gerücht von dem Einzug des Generals Pavia in Sevilla bestätigt sich nicht. Derselbe wird wahrscheinlich zum Angriff schreiten. Aus Valencia wird berichtet, daß die dortige Artillerie zu den Insurgenten übergegangen ist.
— Ueber die Physignomie der geräumten Städte nach dem Abrücken der deutschen Be⸗ satzungen schreibt ein Pariser Correspondent der „A. Zig“:„Das Wiedersehen ist tragikomisch. An allen Orten rückt hinter der abziehenden deutschen Garnison französische Gendarmerie mit zahlreichen Polizisten ein, welche sofort Hand an die Bevölkerung legen und belagerungszuständlich jede Möglichkeit einer Dankesäußerung für Herrn Thiers hintertreiben, und die Bevölkerung nicht zu Athem und Wort kommen lassen. Auf die Marsellaise wird gefahndet, Concerte und Bälle werden verboten, Festbeleuchtungen gelöscht, die aus den Häusern strömenden Bewohner werden als Zusammen⸗ rottung auseinandergestöbert, kein Ruf für Herrn Thiers oder die Republik wird gestattel.
„ die Minister für Handel und Finanzen bereiten während der Vertagung der Nationalver⸗ sammlung Handelsconventionen mit Italien, Oester⸗ reich, Schweden⸗Norwegen und der Schweiz vor.
Dänemark. Kopenhagen. Nach hier⸗ her gelangter Nachricht, ist die Cholera auch in Lund(Schweden) zum Ausbruch gekommen.
Spanien. Madrid. Die Cortes haben einen Gesetzentwurf, welcher den Wunsch der Ab⸗ schaffung der Todesstrafe ausdrückt, eingereicht.
— Sevilla und Valeneia haben ihre Unter- werfung unter gewissen Bedingungen angeboten. Die Regierung fordert bedingungslose Uedergabe. Die Nachricht von der Belagerung Bilbao's durch die Carlisten wird dementirt.
— Die Carlisten haben die Umgegend von
zessin einen Besuch gemacht hatte, am 28. Juli hier eingett offen.
Bilbao verlassen.— Die Truppen von San
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zu vereinigen und diese in Kaiserslautern zu
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