eine ergreifende Ansprache. Nach diesem
der vrnsien Akie vereinigle 55 Mal die Gäste und 15 e⸗ * 7 äͤngen und Reden, worunter die des bayeris en Ritt⸗ 1 neifters v. Hartmann, des Sobnes des berühmten Generals, * del d Lesfonders zündete, selerte das Deuischtzum in Belgien ein — dard Schönes, ader völlig anspruchloses und bescheidenes Fest, rider urn vas in nichts die Grenzen überschritt, welche die Gast, 1 Fellen Tlͤłõeundschaft eines fremden Landes zur Pflicht macht. Und M. ae mußte ein roher„neutraler Mißton“ die ernsie ar ent Unden FJaeiet sidten. Als die Festiheilnebmer den Saal verließen, a min und 1 8 allenibalben ein furchibarer Zusammenlauf von Pöbel⸗ um If chaaren, die eine drohende herausfordernde Haltung gegen ui unt ie friedlichen Gäste annahmen, und als gar die Musik
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4 100 anhe auf den viesigen Schlachtfeldern befindlichen
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u Unisorm abzog und der Mob die verhaßten Pick lhauben 0 da—. 5 nicht nur Geschrei und Pfeifen, son⸗ ern die Soldaten wurden auch mit rohen Schimpfworten esolgt und mit Steinen und Schmutz beworsen, und s war nur der wellberübmten preußischen Disciplin und aaltblütigen Ruhe zu danken, daß der Tumult nicht noch viel größere und gefährlichere Dimensionen annahm.
Metz. Vor einigen Nächten ist das bei Verxneville en Gefallenen der 18. Divission(Schleswig ⸗Holsteiner) rrichsete Monument, vielleicht daß größte und schönste
Denkmäler von ruchlosen Händen beschädigt wor⸗ sen. Nachdem man das eiserne Gitter zerbrochen resp. ziedergerissen, sind die an dem Denkmal befindlichen großen Marmortafeln auf die gemeinste Weise beschmutzt, und ist iner von den vier auf dem Monument angebrachten Zronceadlern gestohlen worden. i g Zürich. An der hiesigen Universisät studiren gegen⸗ värlg ca. 90 junge Damen und zählt die medicinische Facultät daselbst mebr weibliche als männliche Studirende. Die Stadt Bernay(Oepart. Eure) liefert einen zeuen sprechenden Beweis von dem unter dem französi chen Solke noch zu findenden Aberglauben. In genannter Stadt fanden nämlich kürzlich bei Gelegenheit der Ent⸗ füllung einer Statue der heiligen Jungfrau auf einem en Ort beherrschenden Hügel große Feste statt. Die Er⸗ iüchtung dieser Stalue hatte, wie der Pariser„Univers“ Czäblt, folgenden Grund:„Im Monat November 1870 alten Bernay und mehrere Pfarreien der Umgegend das Selübde ausge prochen, eine Statue der Muftergottes zu richten, wenn die Stadt und das Arrondissement von em mit der Invasion der preußischen Armee unzertrenn⸗ chen Elende bewahrt werden würden. Obgleich vom einde am 21. Imuar 1871 umeingt, wurde die Slabt lurch die bochheilige Jungscau auf wunderbare Art ge⸗ vttel. Bern zy sollie verbrannt werden; aber Gott er⸗ bubte, daß die Granazen auf den Wiesengrünben platzten, volche sich zwischen der Kirche Notre Dame de la Couture und der Straße von Beaumesnil ausdebnen. Gewöbulich t gut unterrichtet, halt: sich doch der Feind in der Rich⸗
ung geirrt, welche er seinen Wurfgeschossen zu geben hatte.
Während dieses Bombardements ⸗Versuches setzten 200 Nationalgardisten, welche ohne ibre Offiziere in die Wälder von Alen gon gezogen waren, ihr Leben auf's Spiel und hätten erdrückt werden müssen, wenn die Einoringlinge ihre kleine Zahl gekannt. Nur ein einziger wucde auf dem Kampfplatze gelödiet. Aus Dankbarkeit für den so sichtbaren Schutz von Maria haben die Bewohner von Bernay darauf gebalten, ihr Gelübde zu erfüllen.“ Wien. Die Kaiserstadt Wien ist sehr theuer geworden, und wer nächstes Jabr zur großen Ausstellußg reist, mag brav Geld einstecken. Für die Zeit der Ausstellung wollte der Director einer Reitergesellschaft einen Circus im Prater bauen; was verlangten die Wiener Unternehmer für Herstellung des Circus 9 Der Theuerste 130,000 Gulden, der Billigste 80,000 Gulden. Viel zu viel, sagte der Director. Wir können's nicht billiger, hier ist Alles theuer, sagten die Baumeister. Da reiste det Director nach München und schloß den Bau mit einem Geschäfts— manne um 45.000 Gulden ab; alle Bestandtheile werden in München fertig gemacht und in Wien von bayerischen Arbeitern zusammengesetzt. Auch ein englisches Haus, das während der Ausstellung ein großes Holzhaus braucht, läßt Alles in England herrichten und durch englische Ar— beiter in Wien aufrichten und profitirt dabei viele Tausende
Landwirthschaftliches. Ueber die Cultur der Rosenbäumchen.
Es ist eine betrübende Erscheinung für den Rosen— züchter, wenn er sieht, daß seine schönsten Exemplare oft nach wenigen Jihren ganz verwildert, oder gar verdorben sind. Es beruht dies meistentheils auf Unkenniniß der Behandlung und ich erlaube mir deshalb den Rosen⸗ freunden und Freundinnen einige Winke über die Cultur der Resenbäumchen zu geben. Beirachten wir:
1) Das Versetzen derselben.
Dieses geschieht am zweckmäßigsten im Herbst; da eine Frübjahrspflanzung, wenn nicht mit Sachkenniniß aus- geführt, namentlich bei trocknem Frühjabre ganz mißräth ober den gewünschten Erfolg nicht bat, während die Herbst⸗ pflanzung meistens einen schönen Flor liefert. Auch wird darin gefehlt, daß man beim Setzen zu keine Löcher macht und meistens, namentlich auf Friedböfe die Bäumchen in die wilde Erde pflanzt. Es empfieblt sich deshalb große Gruben zu machen, diese mit kräftiger Gartenerde aus zufüllen und bei trocknem Wetter gehöcig anzugießen.
2) Das Ausbrechen der wilden Triebe.
Die auf wilde Rosen veredelten Bäumchen haben die Neigung wilde Triebe sowohl aus den Wurzeln als auch aus den Stäsnmchen zu erzeugen, welche, wenn man sie steben läßt, dem Edelholz die Haupfsäfte benehmen, so daß dieses ganz zurück ebt und die Bäumchen nach einigen Jahren wieder ganz wild sind. Es müssen deshalb diese
wilden Triebe, welche leicht kenntlich sind, schon bei ihrem Enistehen ausgebrochen oder geschnitten werden.
3) Das Bedecken der Bäumchen im Winter.
Strob ist namentlich in nassen Wintern ein schlechteg Einhüllungsmiltel, weil die Zweige darunter leicht auf⸗ frieren, wie uns die letzten Winter gezeigt haben. Am besten legt man die Krone zur Erde, befestigt sie mit einem Hiken und häuft einige Zoll Erde darüber. Es ist diese Arbeit schon deshalb mehr empfehlenswerih, als man eher 10 Rosenbäumchen umlegt, als 5 mit Stroh zubindet. 0
Fauerbach b. Fr. im October 1872.
Söllner.
D. Frankfurt a. M., 29. Oktober. Auch heute verkebrte die Börse wieder, trotz der Beschäftigung mit der Ultimo-Regulirung, sehr lebhaft und bel hausstrender Tendenz, namentsich angeregt durch die gute Berliner Stimmung. Speziell waren es im Gegensatz zu gestern, wo Staatsbahn im Vordergrund stand, Creditactien, für welche sich heute die Speculation erwärmte und die bei großen Umsätzen ca. 2 fl. stiegen. Lombarden hielten den gestrigen Miltag cours fest und Staatsbahn behauptete die Notiz von gestern Abend, also ca. 1 fl. höher, als gestern Mistag. Sehr gesucht waren heute Nordwest⸗ actien, die von Berlin aus geirteben werden und eine Steigerung von ca. 3 fl. erfuhren. Andere östereich, Bahnen machten weniger von sich reden, bewahrten aber eine feste Haltung. Von deusschen Linien waren wieder bayrische Ost⸗, sowie hess. Ludwigsbahn gefragt. Für Banken fängt sich das Privalpubtikum wieder an zu er⸗ wärmen und wurden speziell beute die bis jetzt vernach⸗ lässigten Actien der deutschen Effektenbank stark gekauft und 1% höher bezahlt. Ferner fand Frankfurter Bankverein abermals zahlreiche Abnehmer und ging der Cours neuer⸗ dings in die Höhe, ebenso bei Oester reich. Deutsche Bank, Wechslerbank gleichfalls besser. Baubank und deussche Vereinsbank fest. Von schweren Actien gingen österreich. Nationalbank bet umfangreicher Kauflust ca. 7 fl. höher, Darmstädter und Plovinzialdisconio stiegen gleichfalls und auch alte Meininger zogen eiwas an. Auf dem Prioritäsenmarkt war der Verkebr ziemlich rege, doch varürten die Course nur unbedeutend. Oesterreich. Renten eine Kleinigkein besser. Süddeutlsche Fonds fest. Ameri⸗ kaner unverändert. Von Pfandbriefen Russen und neue Meininger, ebenso rbeinische Hypoth.⸗Bank beliebt.
Marzibericht.
Frankfurt, 28. Oct. Waizen, wetterauer,(100 Kilo) 15—15½ fl., Kon(100 Kilo) 10— ½ fl., Gerste (100 Kilo) 10½- 11 ½ fl., Hafer(100 Kilo) 7¾—8 fl., Repe(100 Kilo) 19½/ fl. Rübsl(50 Kilo) 22¾— 23 fl.
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5
Oeffentliche Aufforderung.
415 Nachdem über das Vermögen der Konrad l(ebrs Ebeleute von Nleder⸗Florfladt formeller Concurs t kannt worden, werden deren Gläubiger zur Anmeldung ber Forderungen und Ansprüche, sowie zur Beschluß⸗ bßssung üder gütltche Beilegung deziehungsweise weitere dehandlung dieser Sache au Mittwoch den 13. November l. J., Vormittags 9 Uhr, inter dem Rechtsnachtbeil des Ausschlusses von der Wasse vorgeladen. Friedberg den 27. August 1872. Großgherzogliches Landgericht Friedberg. Rei gz, Zimmermann, 4 Landrichter. Landgerichts ⸗Assessor.
Garten- Versteigerung. 2500 Freitag den 1. November 1872, Vo mittags 11
Iyr, sollen in blesigem Rathhause zwei zum Nachlasse
dt Frau Christtan Feitz Witwe daher gehörende
T rabgärten: f Gemarkung Friedberg.
Kur. Nr. Klftr.
. 124. 135. Grabgar ten bei der St. Leonbardskirche,
2. 76. 36. Grabgatten Fiebfrauengärten,
auf freiwilligen Antrag der Erben zum Letztenmale
Nentlich meifibietend verfleigert und bei entiprechenden
dekoten dem Letzibitienden die Genehmigung alebald
diubeilt werden.
Friedberg den 24. Oktober 1872.
Groß heizogliches Ortsgericht Friedberg.
Fouc ar.
Bekanntmachung. 306 Zur Perstellung des sogenonnten Hirschgrabens im Luurggatten zu Friedberg soll die Lieferung von elta 29,000 Stück Russensleinen im Sub missionswege ver⸗
geben werden. Luftragende wollen ibte Offeften bis
sngstens Mütwoch den 6. November d. J. bei unter⸗
Iichneter Stelle eim eichen, woselbst die Bedingungen
dfssen liegen.
bphriedberg am 29. Oktober 1872.
5 Otoßherzogliches Kreis dauamt Frledderg.
Ne.
927 In dieflaer Kirchenkasse liegen 300 fl. zu 5% igen bpvotbekarische Sicherheit zum sosorligen Aus⸗ lelhen bereit. Staden den 28. Oktober 1872.
Füt ten evang. Kirch nvorstand 7
Wir erlauben uns, unsere
Leihbibliothek,
welche durch die neuesten und besten Romane ꝛc. ꝛc. abermals ergänzt wurde und sich nach Schließung des Nauheimer Geschäfts für die Wintersaison wieder in Friedberg befindet,
zu gefälliger Benutzung zu empfehlen.
Lesegebühren: pr. Tag 2 kr., pr. Monat 30 kr., zwei Bände 45 kr.
können zu jeder Zeit erfolgen.
Abonnements
Von den neuangeschafften Werken erwähnen wir:
Becker, A., Der Nixenfischer. 2 Bde.
Bibra, Dr. E., Erb⸗ und Liebes⸗ Bde.
händel. 3 Bde. K ohlenegg, L. Bodenstedt, Fr., Aus deutschen] Sitenen. 3. Bde. Gauen. 2 Bde.
Brachvogel, A. E., Das Räthsel von Hildburahausen. 4 Bde. Byr, R., Nomaden. 5 Bde. Detlef, K., Nora. 2 Bde. Dincklage, E. v., Durch die Zeitung. 2 Bde. Frangois, L. v., Erzählungen, 2 Bde. Frenzel, C., Geheim nisse 2 Bde. Hackländer, Fr. W., Geschichten im Zickzack. 4 Bde. — Der Sturmvogel. 4 Bde.
sein Haus.
Herzen.
burg. 2 Bde.
Hoefer, Ed., Unter fliegenden Fahnen. 2
Lindau, P., Kleine Geschichten. 2 Bde. Mühlbach, L., Mohamed Alt und 4 Bde.
— Mohamed Ali's Nachfolger. 4 Bde. Müller, O., Zwei Sünder an einem 2 Bde.
Otto, L., Die Stiftsherren von Straß⸗
Putlitz, G. zu, Walpurgis.
Raabe, W.,(Corvinus.) Unseres Herrgotts Canzlei. — Die Leute aus dem Walde, ihre Sterne, Wege und Schichsale.
Roquette, O., Welt und Haus.
Sauer, C. M., Am Rhein und an der Adria.
Scherr, J., Michel. 4 Bde.
Schirmer, A., Altkatholisch. 3 Bde.
Schlägel, M. v., Die Helden der Arbeit.
Tharau, H., Amata.
— Herbstzeitlose.
— Leidenschaft und Liebe. Vacano, C., M., Geheimnißvoll. Wellner, A., Bruder Studio! Werder, Dr. C., Der Fürst von
Hochland.
Winkler, W., Die deutschen Klein⸗ städtier in Amerika. 2 Bde.
K. v., Moderne
2 Tole.
n Franzosische und englische Werke.
Friedberg.
Bindernagel& Schimpff.
Hofraithe⸗ Versteigerung. 30:2 Freitag den 1. November d. J., Bormistags 10 Uhr, soll in Folge elngelegten Nachgebols die zum Nachlasse des Koppel Marx dahier gehörende Hof⸗
rauhe: Gemarkung Iriedberg. Zlur. Nr. Klftr. 2. 528. 10. Hofraltbe in der Judengasse
um lißtenmale öffentsich meinblelend versßetgert werden
unter Im Hemerken, das Nachgebote nicht mebr an r und dem beßztbtetenden die Genehmigung
ofort eibellt e Zrledberg den 20. Oktober 1872. Gloßbetzoglichte Ortsgericht Friedberg.
S md, Ppfertelcat. Dau, Lücgermelfter.
Fou car.
2 find von fetzt an
Die Sprechstunden due e e
9 11 une Nachmittags von 3— 4 Ubr. Obrenarzt Dr. Wolf
in Frankfurt a. M., Hochsfraße 17.(5900)
Ein Zimmer
3031 ift zu vermetben au einen jungen Mann, der eine hiesige Schule desucht, mit oder ohne Kost. Wo! sagt die Exped. d. Bl.
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