Ausgabe 
30.5.1872
 
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1872.

Donnerstag den 30. Mai.

V 62.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Für den Monat Juni kann auf denOberhessischen Anzeiger Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.

bei der

Betreffend: Die Vertilgung der Raupennester.

Amtlicher Theil.

Friedberg den 27. Mai 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beyenheim, Bodenrod, Bruchenbrücken, Dorheim, Dorn-Assenheim, Friedberg, Ilbenstadt, Münzenberg, Nieder-Wöllstadt, Ober- Wöllstadt, Hausen wegen Oes, Ostheim, Södel, Staden, Steinfurth, Weckesheim, Wölfersheim und Großherzoglichen Polizei-Commissär in Wickstadt. Unserer Auflage vom 8. d. Mts.(Oberhess. Anzeiger Nr. 55 von 1872) wollen Sie innerhalb 3 Tagen bei Meidung von

Ordnungsstrafe entsprechen.

Betreffend: Die Ausfübrung der Verordnung, die Versicherung von Mobilien in Feuerversicherungs⸗Anstalten,

hler die Visirung der Policen.

In Mud. Rin Haas, Kreisassessor.

Friedberg am 27. Mai 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. l Nach§. 4. sub 4. der Verordnung vom 11. Dezember 1871, die Versicherung von Mobilien in Feuer⸗Versicherungs⸗Anstalten betr., müssen die in Uebereinstimmung mit den von dem Kreisamt genehmigten Versicherungsanträgen auszufertigenden Policen mit dem Visa des betreffenden Kreisamts oder eines mit der Ausfertigung der Visas von Großherzoglichem Ministerium des Innern beauftragten Spezial-

direktors versehen sein.

Dieser Bestimmung wird nicht überall nachgelebt, weßhalb wir Sie anweisen, den concessionirten Agenten aufzugeben, sofort bei

Vermeidung der Bestrafung, da, wo es noch nicht geschehen ist, das Erforderliche nachzuholen resp. in Zukunft zu besorgen.

der betreffenden Agenten, denen Sie dies bekannt gemacht haben, haben Sie einzuberichten.

r Haas, Kreisassessor.

Betreffend: Die Bedürfnisse der Landjupenschaft der Provinz Oberhessen für 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die israelitischen Vorstände des Kreises. Unter Mittheilung des in Abdruck nachstehenden Verzeichnisses über die Beiträge der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Friedberg beauftragen wir Sie, den betreffenden Rechnern Ausgabedecretur zu ertheilen und dieselben anzuweisen, die Beträge in den vestimmten Zielen an den Rechner der Landjudenschaft Grüneberg zu Gießen pünktlich abzuliefern.

1) Beienheim 2 fl. 43 kr. 2) Butzbach 19 fl. 11 kr. 3) Fauerkach v. d. H. 4 fl. 24 kr. 4) Gambach 7 fl. 12 kr. 5) Griedel 9 fl. 18 kr. 0) Hoch⸗ Beisel 1 fl. 50 kr. 7) Kirch⸗Göns 4 fl. 28 kr. 8) Langenhain 1 fl. 5 kr. ) Melbach 1 fl. 35 kr. 10) Münzenberg 12 fl. 20 kr. 11) Nieder ⸗Weisel 5 fl. 9 kr. 12) Ostheim 2 fl. 19 kr. 13) Pohl⸗Göns 5 fl. 15 kr.

E Haas, Kreisassessor.

Die Namen

Friedberg am 27. Mai 1872.

14) Steinfurth 4 fl. 51 kr. 15) Weckesheim 2 fl. 6 kr. 16) Staden 13 fl. 56 kr. 17) Assenheim 11 fl. 50 kr. 18) Nauheim 22 fl. 22 kr. 19) Bönstadt 13 fl. 28 kr. 20) Bruchenbrücken 6 fl. 51 kr. 21) Fauerbach b. Fr. 44 kr. 22) Nieder-Florstadt 13 fl. 53 kr. 23) Friedberg 164 fl. 31 kr. 24) Nieder⸗ Wöllstadt 25 fl. 44 kr. 25) Ober⸗Rosbach 6 fl. 56 kr. 26) Wölfersheim 7 fl. 10 kr.

Deutsches Reich.

Mainz. Nach den Pfingstfeiertagen haben

lier Berathungen von Notabilitäten der klerikalen Hartei wegen Gründung eines ganz Deutschland

imfassenden neuen katholischen Vereins stattgefunden. Man sieht der desfallsigen Veröffentlichung in Bälde migegen.

Offenbach. Am 27. d. inspicirte Seine Königl. Hoheit der Greßherzog das hier garni- vnirende Bataillon des 117. Infanterie-Regimente. zn seiner Begleitung waren Ihre Großherzoglichen Hoheiten die Prinzen Ludwig und Wilhelm nebst jahlreichem Gefolge.

Berlin, 27. Mai. Der Reichstag nahm in dritter Lesung das Brausteuergesetz nach den Commisstonsanträgen an. Es folgte hierauf die Generaldiscussion über den Marineetat, bei welcher ur Chef der Admiralität, General v. Stosch, er-

lärte, daß der Schwerpunkt der deutschen Macht

in der Landarmee liege, die Marine nicht dazu rienen solle, große Seeschlachten zu schlagen und sch mit England und Frankreich zur See nicht ressen werde. Die Aufgabe der Marine sei die Füstenvertheidigung. Zur Freihaltung der Häfen verde eine gepanzerte Ausfalls flotte in der Nordsee und eine ebensolche flachgehender Schiffe für die dostsee erfordert. Für den Schutz der Handelsmarine

wären Corvetten vorhanden und im Bau, ebenso flachgehende kleine Schisse für die Küste Ostasiens.

28. Mai. Reichstag. Das ganze Brau- steuergesetz wurde in der Schlußabstimmung mit sehr großer Majorität angenommen. Alsdann wurden die Postverträge mit Portugal und Oesterreich-Ungarn in erster und zweiter Lesung genehmigt. Der Reichstag genehmigte im Fort⸗ gang der Berathung die einmaligen und fort, dauernden Ausgaben, sowie die Einnahmen der Marineverwaltung pro 1873, sowie die fort- dauernden Ausgaben des Nachtragsetats pre 1872 nach den Coumissionsanträgen, wobei der Chef der Admiralität, General v. Stosch, auf eine be⸗ zügliche Anfrage erklärte, daß die Anfangs des Jahres bewirkte Indienststellung nicht wegen der Wirthshausschlägerei in Rio de Janeiro erfolgt sei, sondern andere ihm nicht genau bekannte poli- tische Gründe gehabt habe, übrigens spater wegen ungenügender Rüstung beanstandet wäre. Eine von der Commission vorgeschlagene Resolution wegen Abänderung des Flottengründungsplanes wurde angenommen, eine solche wegen der Sisti- rung des Baues von fünf Panzerschiffen abgelebnt. Der Reichstag erledigte schließlich die zweite Be rathung des Etats der Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern.

Das italienische Kronprinzenpaar traf hier⸗ selbst ein. Dasselbe wurde am Bahnhof von dem Kaiser, dem Kronprinzen, dem Prinzen Friedrich Karl und einer Anzahl Notabilitäten von Aus- zeichnung unter militärischen Ehrenbezeigungen empfangen. Der Kaiser selbst geleitete die hohen Gäste nach dem kaiserlichen Schlosse.

Berlin. Der Cultusminister Dr. Falk, beab⸗ sichtigt Fragen aus dem Gebiete des Volksschul- wesens in einer größeren Conferenz, welche den 11. Juni im Ministerium der geistlichen ꝛc. An- gelegenheiten beginnen wird, von des Schulwesens kundigen und sich für dasselbe interessirenden Männern berathen zu lassen. Einladungen an solche Per⸗ sönlichkeiten sind bereits ergangen.

Anläßlich der neuesten Verfügung an den Bischof von Ermeland dürfte, wie in klerikalen Kreisen verlautet, alsbald eine abermalige Con- ferenz der preußischen Bischöfe bevorstehen.

Man will hier eine Verstimmung gegen Frankreich bemerken, die sich durch den Antheil gesteigert haben mag, welcher der französischen Re- gierung bei der Ablehnung des Cardinals Hohen- lohe in Rom mit Recht oder Unrecht zugeschrieben wird. Der Klerus meint man werde dabei die erste Rolle gespielt haben, aber schwerlich ohne Einverständniß mit Versailles.