Ausgabe 
28.11.1872
 
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ö äuse Vergistens, wie tlieerischen Freunde zu Tage treten, im Gründen der Thierschutzvereine, aus Vernunftgründen

Silberrente, zu 64/ gefragt, waren um einen Bruchtheil matter, als gestern Mittag. In österreich. Prioritäten fanden einige Umsätze bei nicht erheblich veränderten Coursen statt. Die matte Sümmung blieb nicht ohne Einfluß auf das Geschäft in Bankpapieren, welche bei nicht umfangreichen Umsätzen meistens matter schlossen. Provinzial⸗Disconto um ca. ½% niedriger. Deutsche Vereinsbank und Bankverein indeß höher. Spanier matt. Amerikanische Staatsfonds fest. Prioritäten still. Ob⸗ gleich Berlin etwas höhere Notirungen sandte, blieb dies doch, sowie die nach Notizzeit gemeldete Nachricht, die englische Bank werde in Folge bedeutender Geldzuflüsse

bislang bestand. Der landwirthschaftliche Centralverein für Rheinpreußen hat mit 19155 Entschiedenheit immer und immer wieder um Erwelterung des naturwissenschaft⸗ lichen Unterrichts auf den Lehrerseminarien gebeten. Das gleiche Bedürfniß liegt im ganzen Reiche vor. Hoffen wir, im Interesse wahrer Humanität und Religiosität, daß es auch in dieser Beziehung endlich einmal Tag werde! Zum Schluß fasse ich meine Ueberzeugung über den in Frage stehenden Gegenstand in folgenden Punklen zu⸗ sammen: 1. Es hat immer Mäuseplagen gegeben und wird solche in Zukunst von Zeit zu Zeit wieder geben, wenn die zu einer übermäßigen Vermehrung der Mäuse

echaden bringt: so muß man solche Folgen des sogenannten sie in dem Umbringen unserer auch abgesehen von

auf's tiesste beklagen. Ein umgebrachter Mäusebussard i für das laufende Jahr gleichbedeutend mit 6000 am Loden gebliebenen Mäusen; und ähnlich sieht es nach dem zerbäliniß der Größe mit den Eulen und Krähen. Wenn i diesem Herbste der Magen eines Fuchses aufgeschnitten ü, so haben sich die Reste von nicht weniger als 20, vohl aber bis zu 50 Mäusen gleichzeitig in demselbden ge⸗ inden. Unser allerbester Freund aber ist der Wlesel.

blut genoß, und noch größer die Zahl derjenigen, welche

günstigen Umstände zusammentrefsen. 2. Nach Ausbruch einer Mäuseplage gibt es überhaupt kein Mittel, um die⸗ selbe gänzlich durch menschliche Hülfe in bestimmter Frist zu beseitigen, eben so wenig, wie solches bei Cholera, Typhus, Blattern u. s. w. möglich ist. Die Haupsache bleiben die Vorbeugungsmittel, die posttiven und die nega⸗ tiven, d. h. die Hegung der Mäusefeinde und die Früh⸗ jahrsvertilgung der Mäuse, bevor für das laufende Jahr deren massenhafte Vermehrung hat eintreten können. 4 Wenn diese Frühjahrsvertilgung von Erfolg sein soll, so muß sie allgemein und auf vernünftige Weise, auch ohne directe und indirecte Schädigung von Menschen und Thieren(nützlichen) betrieben werden. 5. Man muß sich nicht scheuen, im Frühjahr für getödtete Mäuse erhebliche Prämien zu bezahlen, weil solche sehr gering sind im eschützt, sondern sogar aus Unverstand und Bubenjägerei Verhältniß zu den Herbstausgaben für Gift. 6. Das bis⸗ rect verfolgt werden. Auf einem groß en gräflichen Gute, her übliche Herbstvergisten ist entweder gesetzlich oder licht weit von Hildesheim, sah ich noch vor weniger als motalisch unerlaubt, oder aber für den Landwirth minde⸗ 20 Jahren die Scheunen thore mit erlegten Mäusebussarden stens eine verspätete Maßregel, deren Kosten und indirecler and Eulen benagelt, ein Zeichen größter sachlicher Unwissen⸗J Schaden den Nutzen in den meisten Fällen überwiegen. beit für den Gutsherrn wie für den Verwalter. Vor viel 7. Wirklichen Nutzen von der Herbstoergiftung im Jahre ürzerer Zeit kostete es einem meiner Schüler viele Mühe, 1872 haden nur diejenigen Personen und Handlungen die Knechte beim Aufnehmen der Rübenmiethen davon gehabt, welche entweder Gift verkaufen oder sich mit abzuhalten, daß sie die enispringenden Wiesel erschlügen. dem Ausstreuen desselben abgeben. Auf einem Dorse in unserer Nähe, welches sich sonst nicht durch Mangel an Intelligenz auszeichnet, wurde jüngst ein alter Schuppen weggerissen, welche in der letzten Zeit als Jager für Reisig gedient hatte. Als man das Ressig bei Seite schaffte, kam eine Familie junger Wiesel zu Tage, deren Wohnung mit Hamsterfellen ausgepolstert und um⸗ geben war: zur Belohnung für diese Arbeit der Eltern wurden sämmtliche jungen Wiesel sofort umgebracht. Solche wirthschafilichen und allgemein menschlichen Sünden sind zu beklagen, aber nicht allzusehr zu verwundern, wenn man die jämmerliche Stellung detrachtet, welche den Naturwissenschaften bislang in unserer Volksschule ge⸗ geben war oder auch nicht gegeben war. Diese traurige Vernachlässigung des Wissens um unsere irdische Heimath

derselbe verfolgt die Mäuse das ganze Jahr hindurch bis m ihre verborgensten Schlupfwinkel mit einem Blutdurst ene Gleichen. Die Zahl der wirklich verzehrten Mäuse n eine verhältnißmäßig sebr geringe. Viel größer ist die zahl derjenigen Mäuse, von denen der Wiesel nur das

c aus reiner Mordgier umbrachte. Werden die mit zuckerrüben gefüllten Mieten aufgenommen, so ist ein raus hervorspringender Wiesel ein sicheres Zeichen, daß bende Mäuse in demselben nicht mehr zu finden sind. Zei diesem kostenlosen, unschädlichen, das ganze Jahr hin⸗ urch getriebenen nützlichen Wirken unserer Freunde im Thierreich, so wie bei der erfahrungsmäßigen Ohnmacht er Menschen dem Ungeziefer gegenüber ist es doppelt zu seklagen, daß diese nützlichen Thiere nicht nur nicht genügend

D. Frankfurt a. M., 26. Nov. Nachdem schon gestern im Abendverkehr auf flaue Pariser Course, welche der Ausdruck der dortigen gedrückten Stimmung über die noch nicht beigelegten Differenzen zwischen Thiers und der Rechten der Nationalversammlung waren, eine Verflauung der Tendenz sich bemerklich gemacht halte und auch von Wien neuerdings Geldknappheit gemeldet wurde, setzie die Börse heute ziemlich matt ein. Creditactien eröffneten um ca. 1 fl. niedriger wie gestern Abend, gingen jedoch schließlich aus dem Verkehr, zu 364/ comptant mit einer kleiner Avance hervor. Staatsbahn zeigten sich zu 364 ½ um ½ fl. niederer gegen ihre gestrige Abendnotiz, um

ihren Disconto am nächsten Donnerstag wahrscheinlich herabsetzen, ohne Einfluß auf die Haltung der Börse, die vor wie nach eine ziemlich matie blieb. Der Grund hierzu dürfte wohl in dem seit heute wieder knapperen hiesigen Geldstand zu suchen sein, der bei Prolougations⸗ sätzen von ca. 8-% die Aussicht auf eine leichte Ullimoregultrung wieder sehr gemindert hat. Schließlich sei noch erwähnt, daß die Depots der französischen Re⸗ gierung bei hiesi jen Banquiers nun größtentheils definitiv gekündigt sind. Von Wechseln Wien matter. Sorten unverändert.

Marztbericht.

Frankfurt, 25. Nov. Waizen, wetterauer,(100 Kilo! 14½) fl., Korn(100 Kilo) 9⅝ 10 fl., Gerste(100 Kilo) 10 11 fl., Hafer(100 Kilo) 7% bis fl. Nübzl(50 Kilo) 22½ 235% fl.

Bitte.

Da wir beabsichtigen wiederum eine Christ⸗ bescheerung für die Kinder, welche die hiesige Kleinkinderschule besuchen, zu veranstalten, so bitten wir die Bewohner unserer Stadt uns dazu mit Gaben, zu deren Empfang jede der Unterzeichneten bereit ist, freundlichst unterstützen zu wollen. Bei der theilweisen Theue⸗ rung und den sonst doch günstigen Verhältnissen hoffen wir um so mehr auf milde Herzen für unsere Kleinen. Frühzeitige Einhändigung der uns zugedachten Geschenke wäre sehr erwünscht.

Hilda Dieffenbach. Johannette Klipstein.

Wilhelmine Diegel. Emilie Trapp.

zu 364½ ca. ¼ fl. höher zu bleiben. Lombarden mit

war aber unausbleiblich, weil auf den Bildungsanstalten u bl. 0 216¼ eröffnend, schlossen, ziemlich vernachlässigt, 217.

unseter Volksschullehrer dasselbe traurige Mißverhältniß

Auguste Klipstein. Christiane Werner.

Darmstädter Zeitung.

3269

scheinen. städter Zeitung, ab wird die Darmstädter der Sonntagsarbeit in den Druckereien so gestaltet, einziges deutsches Blatt Sonntags in vollständiger Aus gabe erscheint. N a daß die Leser trotz des Wegfallens der Sonntagsnummer eine beträchtlich größere Fülle politischen

bisher der Fall war.

Lesern bekannt gezeben werden i Die Darmstädter Zeitung wird in ihrer neuen Erscheinung den Tagesereignissen

als bisher. Sie wird ihnen in ihrem politischen Theil vurch eigene Corresponden Aus allen bedeutenden Hauptstädten bringt die mit allen Blättern concurriren kann. des Deutschen Reichstags und Durch die direct bezogenen

Ansprüchen des Lesepublikums, die

Das Anwachsen des politischen Stoffs bei gesteigerten aufschiebbar ersch

das Beispiel anderer Blätter lassen diese Maßregel nicht länger

daß diese Neuerung

können, tragen. tischen Nachrichten anlangt, werden. Ueber die Sitzungen rasch und erschöpfend referiren.

Kenntniß gesetzt werden. 5 99 Das Feuilleton enthält Originalnovellen,

tristischen Inhalts, Mittheilungen aus der Hessischen Geschichte, Reisebeschreibungen, ichf

Die interessanten Mittheilungen der Groß h. Centralstelle für Landesstatistik wer

Der Abonnementspreis der Darmstädter Zeitung erleidet trotz der gesteigerten Kost

Unter diesen Umständen laden wir zu einem eigenen Rbonnement für

preis beträgt für diesen Monat bei allen Poststellen des Großherzogthums 38 kr., für

Bestellungen baldigst, bei unserer 5

daß der nächste Landtag noch in dem kommenden Monat zusammentreten wird. a

Wir fügen noch bei 3355 der 11 der Darmstädter Zeitung verbundene Allgemeine

tung der Darmstädter Zeitung in allen

Ar bse 1 dient, sich vorzugsweise für alle Veröffentlichungen eignet, welche man z

Die Einrückungsgebühren betragen für den Raum der öspaltigen Petitzeile, die zufolge der Vergr die Stelle der Aspaltigen tritt, 5 kr., bei mehr als dreimaliger unveränderter Aufnahme 4 kr.

des Hessischen Landtags

Aufsätze wissenschaftlichen, insbesondere hist

Darmstadt

Zeitung sodann statt siebenmal sechs mal wöchentlich ausgegeben werden; schon lange als wünschenswerth betrachtet werden mußte, wie denn fast kein

Die oben erwähnte Vergrößerung des

Darmstädter Zeitung directe Correspondenzen, Den hessischen Verhältnissen wird eine hervorragende Sorgfalt zugewendet

den Monat December ein.

Expedition(Rheinstraße Nr. 15) oder bei dem nächstgelegenen Postamt zu machen.

Bon dem kommenden ersten December an wird die Darmstädter Zeitung in einem vergrößerten Format er⸗

Erweiterung des Correspondentenkreises der Darm- einen. Vom ersten Januar kommenden Jahres die Verhältnisse haben sich seit dem Wegfallen

Formats wird übrigens eine solche sein,

Maleriales in der Woche erhalten werden, als es

Selbstverständlich werden Nachrichten von hervorragendem Interesse künftighin auch Sonntags durch eine Extraausgabe unseren

eine weitgehendere Aufmerksamkeit zuwenden sowohl, wie durch Leitartikel e. Rechnung so daß sie, was Raschheit der poli-

noch

zen

wird die Darmstädter Zeitung in Originalberichten

Telegramme werden ihre Leser immer sofort von den neuesten Begebenheiten in

orischen, literarischen und künstlerischen, sowie belle⸗

Mannichfaltigkeiten u. s. f.

den als Beilage der Darmstädter Zeitung ausgegeben. en der Herstellung keine Veränderung. Der Abonnements

34 kr., mit Bringerlohn 38 kr., und bitten wir, Wir erinnern hierbei daran,

Anzeiger zufolge der sehr starken Auflage, der

Gemeinden des Großherzogthums und des Umstands, daß sie als Organ für die Bekanntmachungen

ur Kenntniß des ganzen Landes zu bringen wünscht. ößerung des Formats bei gleichbleibendem Preise an

Versteigerung eines Faselochsen. 3263 Kanftigen Dienstag den 3. k. M., des Vormittags um 11 Ubr, wird ein sehr schwerer und setter gemein- heitlicher Faselochse auf hlesigem Rathhause verstetgert.

Nleder⸗Wöllftadt den 28. November 1872. Großherzogliche Bürgermeisel Niever⸗Wöllsladt. Stoll.

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3248 ist zu vermtetben. Wo? sagt die Exped. d. Bl.

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3260 ist entflohen. Dem Wiederbringer 1 fl. Be⸗ lohnung. Die Exped. d. Bl. sagt wo.