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Donnerstag den 28. November.
N 140
nzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Jutelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Für den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr.
abonnirt werden.
Deutsches Reich. Darmstadt. Dem„Fr. J.“ wird von hier geschrieben: Die von uns vor längerer Zeit ge⸗ neldete Absicht der Regierung, die directen Steuern fur noch alle zwei Monate je für zwei Monate zusammen erheben zu lassen, wird nunmehr in aller Kürze, wahrscheinlich schon mit dem 1. Januar k. J., verwirklicht werden. Es wird hierdurch eine ehr bedeutende Arbeitsentlastung aller Districts⸗ Einnehmereien herbeigeführt, und beabsichtigt die Kegierung, eine größere Anzahl dieser(wie wir sören 15) eingehen zu lassen und die Inhaber der Stellen anderweitig in der Finanzbranche zu verwenden.
Nach dem Reichsanzeiger wurden Lambrecht, Sec.⸗Lt. v. d. Cav. des 1. Bat.(Brandenburg), „brandenburg. Landwehr⸗Reg. Nr. 24 und com⸗ nandirt zur Dienstleistung bei der Großh. Train⸗ Comp. im stehenden Heere, und zwar als Sec. Lt. in der Großh. Train Comp. mit Patent vom 13. April 1872 angestellt; Körner, Sec. Lt. vom Großh. 2. Inf. Reg.(Großherzog) Nr. 116 als
g 109 105 ganzinvalide mit Pension unter dem ge⸗
etzlichen Vorbehalt ausgeschieden.
— Künftig wird die erste Kammer nominesl Mitglieder zählen, während seither höchstens 7 Berechtigte erschienen, da manche Standes- lerren seit undenklicher Zeit durch Abwesenheit llänzen.— Es ist nachgewiesen, daß die Hauptführer ler socialen Agitation nicht Angehörige Hessens ind daß die Mehrzahl der Partei- Mitglieder pegen Mangels jeglicher Steuerzahlung von der Dahlurne zum Landtag ausgeschlossen sind.
%%— Von den dem Großherzogthum unter der „Kriegsbeute zugefallenen französischen Geschützen
nd eine mächtige Belagerungskanone dem Groß- 985 zwei der in Chambord von Abtheilungen es 4. Inf. ⸗ Reg. genommenen Geschätzen dem Prinzen Carl, als Inhaber dieses Regiments, und wei derselben dem Regiment selbst zugewiesen torden. Drei weitere Geschütze, zwei der Cham border und eine kleine Gebirgs-Kanone hat, wie bir weiter hören, Prinz Ludwig er halten. Protzen und Laffetirung aller übrigen Geschütze sollen dem— hichst, die Geschützrohre aber zu einer gelegeneren zeit veräußert werden. g Mainz. Auch dahier ist nun ein Wahl- dufruf erschienen und zwar von dem Wahleomite der demokratischen Partei. Derselbe darf dohl als ein Programm der demokratischen Partei „trachtet werden und lautet in seinen wesent— schsten Stellen:„Durch die bestebende Verfassung dis deutschen Reichs hat unsere nationale Stellung vorläufig ihren Abschluß gefunden. Wir verkennen kineswegs die Vorzüge des jetzigen Zustandes im Lergleiche zu der früheren Bundesverfassung, aber de jetzige Reichsversassung leidet an wesentlichen bebrechen, und dem Reichstage fehlen wichtige echte einer wahren Volksvertretung. Es muß inser fortgesetztes Bestreben sein, auf Beseitigung der vorhandenen Mängel hinzuarbeiten und den Reichstag zu einem würdigen Organe der großen deutschen Nation umzugestalten. Hoffentlich theilt unser Ministersum diesen Standpunkt, und wird ncht ermüden, seinen Einfluß nach dieser Richtung eltend zu machen.“ Auf die hessischen Verhält— u see übergehend, fordert der Wahlaufruf Erspar⸗
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abgekürzt werden dürfen.
nisse und Einschränkungen im Staatshaushalte, Provinzial⸗Verwaltung, durchgreifende Reform der Gesetzgebung, ferner die Herstellung einer freien Gemeindeordnung und den Erlaß einer Städte- ordnung, ein freies Preß-Gesetz, Trennung der Schule von der Kirche, Communalschulen, würdige Stellung der Lehrer und Aufhebung des Schul- geldes, bessere Regelung der Grundsteuer und die Aufhebung der Weinsteuer.
— Durch eine Verfügung des Ministeriums des Innern werden die Schulbehörden angewiesen, auf die Vorschriften der bestehenden Gesetze und Verordnungen zu achten, nach welchen die Schul- unterrichtsstunden durch kirchliche Andachten und dergleichen weder gestört noch unterbrochen oder
Berlin. Die Ausfuhr aus dem Zollgebiete Deutschlands im vergangenen Jahre hat sich in Bezug auf Eisenbahnfabrikate sehr günstig gestaltet. Es gingen ins Ausland: an geschmiedetem Eisen 1,213,000 Ctr., an Eisenbahnschienen 2,554,000 Cir., an Roh- und Cementstahl 154,000 Ctr., an fagonnirtem Eisen 158,000 Ctr., an schwarzem Eisenblech 312,000 Ctr., an groben Eisenguß⸗ waaren 1,503,000 Ctr. 1c. Außerdem wurden ausgeführt 4,138,000 Ctr. Roh⸗ urd Brucheisen, sowie 10,347,000 Ctr. Eisenerz, Eisen⸗ und Stahleisenstufen.
— 26. Nov. Das Abgeordnetenhaus erledigte heute die dritte Lesung der Kreisordnungs⸗Vorlage. In der Generaldiscussion bestritt der Minister des Innern den Conservativen gegenüber, daß die Regierung einen unerlaubten Druck auf das
Herrenhaus ausgeübt habe; die Regierung habe
nur den großen Werth betont, welchen sie auf
die Vorlage lege. Ueber die Mittel zur Sicherung
des Gesetzes im Herrenhause lasse sich hier nicht
discutiren. Die Regierung hält die Kreisordnung genau für so nothwendig, wie seiner Zeit die Armee-Reorganisation und bedauere, daß ein Theil
der Rechten solches nicht anerkennen wolle. Wenn
an die Dienste erinnert werde, welche die Con servativen in der Conflictszeit dem Ministersum
595 selbstständige und 474 Hülfslebrerstellen unbe⸗ setzt sind, und daß 1792 Stellen mit Personen besetzt sind, die keine Lehrberechtigung haben. Im Oppelner Regierungsbezirk fehlen allein 700 Lehrer, um jede Schulclasse auf 100 Schüler zu bringen. Die vielfach beklagte und bedeutende Steigerung der Fleischpreise scheint nicht ihren Grund darin zu haben, daß unser Land nicht mehr eine genügende Menge von Vieh producirt. Vielmehr ist die Ausfuhr aus Deutschland eine sehr umfangreiche. Im vorigen Jahre gingen ins Ausland 139,000 Stiere und Ochsen, 56,000 Kühe, 38,000 St. Zugvieh, 63,000 Kälber, 378,000 Schweine, 1,791,000 Schafe und Ziegen. Diese Thiere xepräsentiren ungefähr 3½ Millionen Centner Fleisch. Nimmt man die Fleischnahrung für jeden Einwohner Deutschlands auf den hohen Satz von 1 Centner per Jahr an, so würde das ausgeführte Vieh für 3 ½ Million Menschen Fleisch geliefert haben. Außer dem Schlachtvieh führte Deutschland noch 41,000 Pferde aus.
Wiesbaden. Es ist hier die Nachricht ver⸗ breitet, der Kronprinz des deutschen Reiches werde Anfangs Dezember hier eintreffen und mit Familie Winteraufenthalt hier nehmen.
München. Die„Dachauer Bankbesitzer“ Herd,„Gutsbesitzer“, und Lindner, ehemaliger Locomotivführer von hier, welche ihr Geschäft unter der Firma„Herb u. Co.“ betrieben, sind, als des betrügerischen Bankerotts verdächtig, in gerichtliche Haft genommen worden.
Stuttgart. Das Königspaar hat für die Ostseebeschädigten die Summe von 1000 Gulden angewiesen.
— Der„Schwäb. Merkur“ veröffentlicht eine Reihe von Berichten aus der oberen Neckargegend über einen Sonntag Nachts 11 Uhr wahrgenom- menen Erdstoß in der Richtung von Südwest nach Nordost.
Heidelberg. Der geschäftsführende Aus- schuß des deutschen Protestantenvereins theilt in einem Rundschreiben an die einzelnen Vereine mit,
geleistet, so müsse er an Das erinnern, was die daß er in Ausführung eines Beschlusses der Osna⸗
Regierung damals ö Die Generaldiscussion wird geschloͤssen, nachdem Virchow die Stellung der Fortschrittspartei moti⸗ virt hat, welche trotz der Ablehnung ihrer Amen⸗ dements für die Vorlage stimmen werde. Alle Paragraphen mit dem Wahlreglement werden an- genommen, sodann wird in namentlicher Schluß ⸗ abstimmung das ganze Gesetz mit 288 gegen 91 Stimmen in der Fassung der Regierung angenom- men. Dagegen stimmen die Polen, der größte Theil des Centrums und ein kleiner Theil der Conservativen.
— Es ist beschlossene Sache, auf dem Geis— berge bei Weißenburg i. E. ein großartiges Denkmal zur Erinnerung an die Eröffnung der Siegesbahn durch die dritte Armee zu errichten. Der Kronprinz hat seine Zustimmung ertheilt. Die Offiziere der genannten Armee werden, so hört man, ein ein- bis zweitägiges Chargengehalt zu den Kosten beitragen.
— Die„Schles. Schulztg.“ enthält in einem Artikel„Der Lehrermangel als eine Gefahr für das deutsche Volksleben“ die Notiz, daß in Preußen
für die Conservativen gethan. brücker Versammlung nunmehr einen General-
Secretär für den Gesammtverein berufen habe und zwar in der Person des Predigers Dr. C. Manchot in Bremen.
Ausland.
Frankreich. Die„Agence Havas“ meldet: Die Majorität der Commission zur Berathung des Kerdrel'schen Antrags hat beschlossen, sich darauf zu beschränken, die Herstellung der Ministerverant⸗ wortlichkeit zu beantragen. Thiers bestebt auf der Lösung der Verfassungsfragen, wie: Verlängerung seiner Vollmachten, Errichtung einer Vice Präst⸗ dentschaft, Schaffung einer zweiten Kammer, theil⸗ weise Erneuerung. Die Minorität der Commission wird einen Gegenbericht einbringen.
— Einige Blätter, darunter vor Allem auch das Organ des Präsidenten„Bien public“, haben wiederholt mit nicht geringer Genugthuung be— hauptet, daß in der Sitzung vom 18. November das diplomatische Corps zu gewissen Stellen der Botschaft des Herrn Thiers demonstrativen Beifall geklatscht hätte. Die Meldung war natürlich


