Ausgabe 
27.6.1872
 
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Die Produectenbörse zu Friedberg.

Bekanntlich hatte das diesen Winter dahier be⸗ standene landwirthschaftliche Casino ein Comité ge⸗ wählt zur Beantwortung der Frage, ob es möglich, räthlich und nützlich sei, in Friedberg eine Pro ductenbörse zu errichten? Diese Frage ist in einem späteren, zahlreich besuchten Casino unter ausführ licher Darstellung der hier in Betracht kommenden Verhältnisse bejaht worden. Die Versammlung beschloß hierauf, mit großer Majorität, in der Sache weiter vorzugehen und wählte sofort ein neues, größeres Comité, welches Statuten ent werfen, alle Interessenten zum Beitritt einladen und eine Generalversammlung vorbereiten möge, damit die Productenbörse vom 1. September 1872 an ins Leben treten könne. Dieses erweiterte Comité hat seine vorbereitenden Arbeiten vollendet. Der Statutenentwurf wird in der Kürze versandt mit der folgenden, vorgedruckten Einladung:

Landwirthe, Müller, Handelsleute, Vermittler und andere Personen, welche im eigenen oder im allgemeinen Interesse die Vereinigung und Verein fachung des Handels, sowie die Hebung des Ver kehrs wünschen, sind dringend gebeten, die Pro ductenbörse in Friedberg, diese der allgemeinen Wohlfahrt dienende Anstalt, ins Leben rufen zu helfen und zu fördern auf alle mögliche Weise. Zunächst kann dieses durch Erklärung der Mitglied- schaft gescheben. In jedem Orte circulirt eine Mitgliederliste. Wir bitten um recht zahlreiche und baldige Einzeichnung, damit die Generalver sammlung berufen und die Productenbörse zeitig constituirt werden kann.

Sodann machen wir auf nachstehende zwei Sätze in F. 1 des Statutenentwurfs aufmerksam:

In der Regel soll in und bei der Börse nur gehandelt nicht zugleich auch geliefert werden. Es soll jedoch auch das An- und Auffahren von Früchten gestattet sein. Daß alsdann unverkauft gebliebene Frucht in vollen und ganzen Säcken bis zum nächsten Markt, gegen eine angemessene Vergütung und nach Feststellung des Gewichts, aufbewahrt werden kann, dafür soll Vorkehrung getroffen werden.

Ferner soll die Einrichtung statt haben, auf die unverkauft und dagebliebene Frucht, nach Wunsch der Eigenthümer, Vorschüsse im Belange bis zu / des Werthes der zurückgelassenen Frucht nach dem letzten Börsenpreise zu beziehen.

Der Gedanke, in Friedberg eine Producten börse zu errichten ist zwar für uns neu, allein er hat dennoch seine Vorbilder. Die neuesten haben wir an Darmstadt und Neustadt a. d. H. Ueber die Frequenz der letzteren jugendlichen Producten- börse erzählte ein Geschäftemann: Früher gingen wir nach Mannheim, jetzt kommen die Mannheimer zu uns auf den Fruchtmarkt.

Sollten wir bei einem so aufmunternden Bei- spiel hier in Friedberg, in Mitten der von Alters her berühmten Kornkammer zagbaft sein? Das wäre unrühmlicher als Zaghaftigkeit an sich schon ist; denn in Friedberg mehrten sich seither die Productengeschäfte bereits in erfreulichster Concur⸗ renz und gleichsam als augenscheinlichster Beweis des Bedürfnisses einer Vereinigung für diesen Pandelszweig in hiesiger Stadt. Dieselbe liegt, wenn wir die Wetterau in eine nördliche und üdliche unterschieden, in der Mitte und sie ist zu- zleich auch für die nördliche Wetterau die nächste größere Stadt, bildet demnach für die Wetterauer Producte einen natütlichen und bequemen Handels- Denken wir uns zu dem eigenen Reichthum und Ueberfluß noch Zufuhren und erleichterte Sen- dungen aus anderen Fruchtgegenden und diese ehen auch aus Süddeutschland zu erwarten, wenn

die Hanau-Friedberger Bahn gebaut sein wird, welche auch in dieser Beziehung Frankfurt gegen über eine Entlastungsbahn sein möge dann kann Friedberg für den Fruchthandel ein bedeu tender Platz werden; denn die ebenfalls zu er wartende Bahn nach Homburg wird, in ihrer demnächstigen Fortsetzung nach dem Rhein, einen Welthandelsweg für die Wetterau bedeutend nähern. Also haben wir Aufmunterung in der Gegenwart durch gelungene Beispiele und in der Zukunft durch nahe liegende Hoffnungen. Aber dem Muthigen gehört die Welt und der Beharrliche ist auch reich an Erfolgen. Beide Eigenschaften sind nothwendig für das hier in Auesicht stehende Unternehmen; denn die Gewohnheiten sind abhold allem Neuen, auch wenn dieses besser wäre als das Alte. Darum wünschen wir Muth und Beharrlichkeit allen Mitgliedern und Vorstehern der Friedberger Productenbörse bei Beginn und Fortführung des Unternehmens.

1 Aufruf.

Noch ehe irgendwo in deutschen Landen einer jener herrlichen Erinnerungstage des letzten Krieges wiederum gefeiert worden, glauben wir den Ge danken an ein deutsches Nationalfest an einem und demselben Tage wieder aufleben lassen zu müssen. Der Gedanke hat sich im ganzen Volke Anerkennung verschafft; seine hohe nationale Bedeutung leuchtet ein. Die Feier des 2. Sep tembers im vor. I., trotz der vielen vorausge gangenen Feste, hat bewiesen, daß die gewaltigen Ereignisse von Sedan mit ihrem wunderbaren Jubelsturm im deutschen Volke mehr als alle andern unvertilgbar in allen deutschen Herzen ein gegraben sind. Auf denn, vereinigen wir uns Alle auf diesen Tag; der 2. September werde zum großen Nattonalfesttage erwählt! Um des Ganzen willen müssen persön liche Wünsche schweigen. An jenem Tage herrsche Waffenstillstand für alle Parteien; eins sei unser Volk zur Nationalfeier, wie es eins war in den Tagen des Kampfes. Mögen sich zeitig in allen deutschen Gauen Festcomités mit Vertretung aller Corporationen bilden, ein würdiges, wahres Volks fest vorzubereiten. Jeder echt deutsche Mann trete an seinem Platze mit ein, nun es gilt ein großes All⸗Deutschland umfassendes National- fest am 2. September zum Andenken an die glorreichen Erfolge des Krieges von 1870/71 und die Wiederaufrich- tung des deutschen Reiches.

Vom Fels zum Meer, vom Palast zur Hütte, bei Jung und alt, in Familie, in Schule und Kirche, in allen Vereinen und Corporationen werde der 2. September zu einer Dankfeier für die herrlichen Thaten Gottes an unserm Volke, zu einem Freudentage für unsern theuern Heldenkaiser, als Ausdruck der unverbrüchlichen Liebe und Treue seines Volkes, zu einem Erinne- rungstage an die gefallenen Helden in erneuerter thatkräftiger Erweisung der Liebe an ihre Hinter- bliebenen, zu einem Ehrentage für die lebenden Sieger, zu einem Jubeltage für unser ganzes Volk in Neubelebung der Liebe zum Vaterlande: zu einem lebendigen, von Jahr zu Jahr in neuer Herrlichkeit erstehenden Denk- mal der errungenen Einheit All⸗Deutschlands.

Am 10. Mai 1872, dem Jahrestage des Frankfurter Friedens.

Aus der langen Reihe der Unterzeichner aus allen Gauen Deutschlands heben wir folgende Namen hervor:

Dr. Albert, Prov.⸗Synodal-Präses und Pfr. zu Gevelsberg. Dr. Th. Bach, Rector in Breslau.

Bansi, Commerzienrath in Bielefeld. Bender, Hofprediger in Darmstadt. Andreas Graf von Bernstorff aus Berlin. v. Bethmann⸗ Hollweg, Staatsminister a. D. auf Rheineck. Willibald Beyschlag, Dr. u. Prof. der Theologie in Halle. Graf von Bismarck Bohlen in Berlin. Wilh. Busch, Proftssor in Bonn. Freiherr von Diepenbroick Grüter, Consistorialrath in Münster. Dr. Ditt⸗ mar, Dekan und Stadtpfarrer in Bayreuth. Dr. A. Dühr, Professor in Friedland in Mecklen burg. Dr. F. Eiselen, Director der Muster schule in Frankfurt a. M. August Esper, Be⸗ zirksamtmann in Nürnberg. Friedr. Feustel, Banquier in Bayreuth. Dr. Karl Frommann, II. Director des german. Museums in Nürnberg. Dr. W. Giesebrecht, Professor in München. Freiberr E. A. von Göler in Carlsruhe. Dr. Hahn in Heslach in Württemberg. Dr. Harleß, Archivrath in Düsseldorf. Dr. Herbst, Prof., Probst und Gymnasialdirector in Magde burg. Dr. Herzog, Professor der Theologie in Erlangen. Th. Hofmann, Realschuldirector in Darmstadt. E. Klietsch, Lehrer in Barmen. Dr. Rob. Koenig, Redacteur des Daheim in Leipzig. Dr. Max Lange in Leipzig. R. Laux⸗ mann, Stadtpfr. in Heilbronn. Dr. Martin, Generalsuperintendent in Kassel. Karl Metz (Vater), Fabrikant in Freiburg i. Br. Dr. Rudolf v. Raumer, Prof. in Erlangen. v. Schier⸗ stedt, Ober-Reg.-Rath in Minden. Dr. jur. Schlemmer, Cons.-Assessor in Frankfurt a. M. Otto Spamer, Verlagsbuchhändler in Leipzig. Dr. Weiß, Professor in Kiel. Dr. Weiß, Ober- Consistorial-Rath in Königsberg i. Pr. Woepke, Consistorial-, Regierungs- und Schul- Rath in Magdeburg.

D. Frankfurt a. M., 25. Juni 1872. Anfangs sest, ermattele die heutige Börse bald, da ihr von den auswärtigen Plätzen nicht die entsprechenden Notirungen zugingen. Zudem macht sich hier wie in Berlin und Wien ein knapperer Geldstand bemerklich, in Folge dessen heute für Prolongationen 5% verlangt wurden. Derselbe übie zunächst auch seine Wirkung auf die Haupt⸗ speculationseffecten aus, von denen Creditactien mit 265 eröffneten, aber bald darauf ½ fl. zurückgingen und in hren Umsätzen nach ließen. Das Gleiche gill von Staats- bahn. Lomvarden waren gleich von vornherein vernach⸗ lässigt und österteich. Nationalbank konnte den Cours von 895 auch nicht behaupten. Die übrigen Kategorien des Courszetiels litten mehr oder weniger ebenfalls unter der allgemeinen Geschäftsunlust. Von Banken verkehrte nur Effectendank in großen Benägen, während Provinzial⸗ disconto heute etwas matter war. Union sank bis 299 bet wenig Geschäft. Oesterreich. Bahnen hielten sich ziem⸗ lich im Preise, doch war außer in Franz-Joseph kein be⸗ sonders starker Verkehr zu bemerken. Prioritäten eher billiger. Bayr. Ostbahn offerirt und nachgebend, ebenso Oberhessen. Von Staatspapieren verkehrte österreichische Silberrente lebhaft bei billigerem Course. Spanier offerirt. Loose eher matter. Von Amerikanetn verkehrten fast nur S2r Staatenbonds Prioritäten bei schwacher Frage, nur Oregon und Central-Pacific etwas besser. Wiener Wechsel 105 ½,.

Eingesandt.

Ueber die Leistungen der hiesigen Thealergesellschaft können wir mit Recht nur das Erfreulichste berichten. Wir dürfen den uns bewilligten Raum nicht überschreiten, sonst würden wir in nähere Details eingehen, aber so viel steht fest, daß die diesmalige Gesellschaft die früͤberen bei weitem übertrifft. Auch das Repertoir ist gut und neu und Herr Director Grünwald findet auch ein dank⸗ bares Publ kum, wie dies der stets steigende Besuch des Theaters zeigt. Eine Bitte wollen wir an die Direction richten, nämlich die nochmalige Aufführung der Toch ler der Hölle zu bewerkstelligen. Tendenz des Stückes, sowie die gelungene Aufführung machen dies wünschenswerth. Nur möchten wir die Herren der Ge sellschaft bitten, etwas besser zu memoriren.

Mehrere Theaterbesucher.

Heugras⸗Versteigerung. 737 Freitag den 28. I. Mis., Mittags um 12 Uhr, oll das diesjährige Heugras in dem gemeinbeitlichen Weltboden auf Ort und Stelle in Abtheilungen meist Hietend versteigert werden.

Zauerbach v. d. H. den 22. Juni 1872.

Großherzogliche Bürgermeisterel Fauerbach v. d. d.

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