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liche Remuneration des Personals der Verkehrs
anstalten mit 360,000 fl. einstimmig genehmigt.
— Im Abgeordnetenhause begann am 13. d. die Verhandlung über die Beschwerde des Bischofe von Augsburg wegen Verletzung der verfassungs⸗ mäßig verbürgten Rechte der Meringer Pfarrei. Referent Hauck begründet das Majoritäts-Referat, wonach die Beschwerde als berechtigt erachtet wird. Darauf spricht Völk als Referent der Aus- schußminorität. Jörg sucht sodann in längerer Rede darzuthun, daß das Dogma von der Un- sehlbarkeit nicht staatsgefährlich sei. Seine Rede ist wesentlich ein heftiger Angriff gegen den Cul— tusminister. Nach Jorg hielt Sepp eine längere Rede gegen den Antrag der Ausschuß Majorität und verliest einen von ihm event. zu stellenden Gegen- Antrag. Die Debatte wird fortgesetzt. Es sind bereits viele Redner in der Debatte vor— gemerkt. 1
Stuttgart. Die stzatsrechtliche Commission beantragt mit 7 Stimmen gegen die eine Oester: len's, daß die Abgeordnetenkammer über den An- trag des G.enannten, betreffend die Reservatrechte, zur Tagesordnung übergeden möge, in Erwägung, daß die Regierung berechtigt sei, Bundesraths- abstimmungen gemäß Artikel 78 Absatz 1 und 2 der Reichsverfassung obne Zustimmung der Landes- vertretung vorzunehmen, und daß hierdurch die Landesvertretung nicht verletzt werde.
Ausland.
Schweiz. Bern. Der Ständerath bat bei Fortsetzung der Beratbhung über Revision der Bundesverfassung für Aufhebung der Spielbanken eine Frist von fünf Jahren vom Tage der An- nahme der Verfassung angesetzt.
Frankrei b. Paris. Die meisten Mächte machten der französischen Regierung Vorstellungen in Betreff der unliebsamen Folgen einer Kündi⸗— gung der Handelsverträge.
— Fast alle Mitglieder des diplomatischen Corps waren zu dem Empfange bei dem Präsi⸗ denten der Republik erschlenen. Der Vertreter Rußlands, Graf Orloff, wurde von Tbiers empfangen, hat indeß sein Beglaubigungeschreiben noch nicht überreicht Die Journale berichten, daß Thiers bei der Entgegennahme des Vetums vom 20. d. Abende seine Besorgniß ausgesprochen habe, daß zwischen ihm und der Nationaldver— sammlung anläßlich der Berathung über die Rück— kehr nach Paris und das Militärgesetz xcuerliche Zwistigkeiten ausbrechen möchten, er wolle indeß einen Versuch machen und seine Demission zurück ziehen.
— Am 1. Januar 1873 werden sowohl in der Militärschule von St. Cyr, als in der poli— technischen Schule Lehrstühle für deutsche Ge— schichte und deutsche Literatur eröffnet werden und die Vorträge in diesen Fächeen ausschließlich in deutscher Sprache stattzufinden haben. Das Examen zur Zulassung in beiden Anstalten wird ven dem⸗ selben Zeitpunkt ab eine vollständige Kenntniß dieser Sprache verlangen.
— Die Zahl der wegen Betheiligung bei dem Pariser Communkaufstand noch gefangene Indi— viduen beläuft sich auf 14,000.
— Die„Patrie“ enthält folgende Mittheilung: „Man hat viel ven dem trefflichen Empfange ge⸗ sprochen, welcher Herrn Gontaut Biron Seitens des Herrn von Bismarck zu Theil geworden ist. Herr von Remusat theilte aus freien Stücken mehreren Deputirten die Depesche mit, in welcher unser Botschafter in Berlin über seinen Empfang und die Beweise von Freundschaft für Frankreich, mit welchen ihn der deutsche Kanzler überhäuft hat, Bericht erstattet. Diese Mittheilung des Ministers des Aeußern hat in der politischen Welt zu Versailles einen tresflichen Eindruck gemacht.“
— Der Vorsteher des Gymnasiums von Vitry le Frangais ist, wie ein Telegramm aus Ver⸗ sailles meldet, von den deutschen Militärgerichten zu einer breimenatlichen, in einer deutschen Festung abzubüßenden Haft verurtheilt worden.
die glückliche Lösung der Krisis aus. In den Versammlungen der parlamentarischen Gruppen berrschte durchaus der Wunsch, daß eine dauernde Verständigung zwischen Thiers und der National- versammlung eintreten möge. Man versichert, daß Thiers künftighin seltener in die Berathungen der Nationalversammlung eingreifen werde. Die Frage der Rückkehr der Regierung und Nationalversamm-⸗ lung nach Paris scheint auf lange Zeit vertagt zu sein.
— Es ist die Rede davon, daß zur Ver- hütung der Wiederkehr einer Regierungskrise ein Vorschlag auf Ernennung eines Viccpräsidenten der Republik gemacht werde, zu welchem Posten Grevy die meisten Chancen haben würde.
— Man schreibt der„Indspendauce“, Thiers habe, müde und eatmuthigt, eher passiv nachge— geben als förmlich eingewilligt, an der Spitze der Regierung zu bleiben. Das Blatt bezweifelt eine Dauer seiner Präsibentschaft. Alle Blicke sind auf die beabsichtigte Ernennung Grery's zum Vite präsidenten gerichtet. a
— Die Nationalversammlung beschloß eine Zuschlagsteuer von zwei Zehntel auf Zucker und eine Steuer von 4 Centimes auf jedes Paquet von 100 Schwefelhölzchen.
— Der Kriegsrath hat in der Anklagesache gegen die Mörder der Geißeln Genton zum Tode verurtheilt. Gegen die anderen Angeklagten wurden verschiedene Strafen erkannt, und außerdem fünf, worunter Pigerre, freigesprochen.
Itajien. Rom. Der Großfürst Michael mit Gemahlin ist hier eingetroffen. Dieselben empfingen den Besuch des Kronprinzen Humbert. — Die Journale becichten, daß in dem mili— tärischen Hosstaat einige Veränderungen bevor— funden.
Amerika New⸗Nork. Das Repräsen⸗ tantenhaus verwarf eine die Verfassung ändernde Resolution betreffend die Wählbarkeit naturalistrter nortamerikanischer Bürger zu dem Präsidentenpostey.
Friedberg. Auf das„Eingesandt— Friedberg — Posftalisches? in Nr. 4 geht uns von unterrichteter Seile die nachstehende Mittheilung zu: Die in dem Post bause zu Friedberg vorhandenen Mißstände, namentlich bezüglich des Schalietvorplatzes, sind der Postverwaltung wohl bekanut und beschäfugt dieselde die Frage, wie diese Mißstände zu beseiligen seien, bereits seit mehreren Jahten. Doch erwiesen sich alle bezäglichen Vorschläge in bauiech⸗ nischer und admmistratwer Richtung als uicht ausführbar. Auch ein Versuch, durch Anmiethung eines besser gecig⸗ neten Lecals den Ansprüchen des Publikums gerecht zu werden, scheilerie an der underhälinißmäßig hohen Forderung des Eigenthümers. Cs darf daber erwartet werden, daß das Publikum diesen Verbällnissen um so mehr bill ge Rechnung tragen wird, als es dieses ja auch unter der vormaligen Fürstlich Töourn und Taxto'schen Postvelwal— tung gethan hal, von welcher das Posileca, in Friedberg in cinem jtzigen Zustande auf die gegenwärlige Verwal— tung übergegangen ist. Die Letere wird den Gegenstand sorlwährend im Auge behalten und bei sich darbielender Gelegenheit in beftiedigender Weise zur Erledigung bringen.
Frankfurt. Ueber den zu erbauenden Centralbahn— hof theilt die„Frankf. Zig.“ Folgendes mit:„Der neue Bahnbof soll genau an die Stelle der jetzigen Bahuböfe erbaut werden und die Fagade des ganzen Terrains zwischen der Gulleuistzaße und der Eysssn'schen Restautaulon ein nehmen. Derselbe wird voraussich ilich die Höhenlage des jetzigen Main⸗Reckar-Bahnhefes erhalten. In der Mitte wird eire gemeinschaftliche groß Abpsteigehalle und Vestebule angelegt werden. Im Uebrigen wird der Bahnhof in 5 Abiheilungen zerfallen, woven 3 den Staatsbahnen, 2 der Hessischen Ludwigsbahn eingeräumt werden dürf en. Jede der 5 Abtiheilungen wird zwei Haupt⸗Perions und einen Hilfs Perron in der Mitte, sowie 5 Haupt Geleise ethalten. Im Ganzen werden also 15 Haupt- Geleise dem Personenverkehr zur Verfügung stehen. Das Bau Bureau, welches der Stant und die Hessische Ludwigsbahn gemein schaftlich hier errichten, wird demnächm eröffnet werden.
Mainz. Die wehen Abschaffung der Weinstener und Kellercontrole auf den 29. d. M.(nächsten Montag) 10 Uhr, hierher anberaumte Laudes-Versammlung von Wirthen und Weinhändlern scheint nach den bis jetzt ve— kaunt gewordenen Anmeldungen so sehr zahlreich zu wer— den, daß das Comité den greßen Saal des Frankfurter Hofes siall des früher angegebenen kleineren Pors— bergen'schen Lokals in Aussicht nehmen mußte. Nebst den cheinhessischen Interessenten wird dieses Mal auch Starkenburg stark vertceten sein, während aus Obechessen bis jetzt nur einzelne Zusagen vorliegen. Bei der gegen— wärligen Lage aber, wo der Weiter bestand der Sleuer namentlich der Zapfgebühr, für die meisten Virthe der
Versallles. Sämmtliche Mitglieder des diplomatischen Corps drückten ihre Freude über
50er Klasse eine Lebensfrage ist, darf Oberhessen, nament⸗
gut thun bei dieser ersten organisalorischen Versammlung nicht zu fehlen sich wenigstens durch Beauftragte vertreten zu lassen. Einige Mitglieder der zweiten Kammer werden der Versammlung beiwohnen.
Chicago. verursachte, indem sie beim Melken eine Pettoleumlampe umstieß, hat alle Aussicht gerühmt zu werden. Populär ist sie schon. Der Eigenthümetin, Mrs. O'Leary, sind schon die verschiedensten Anerbieten gemacht worden; so sollte sie in einem Sensationsstücke mit ihrer- Kuh auf der Bühne erscheinen. Das Thier, welches so viele Tausende brodlos gemacht hat, wird wahrscheinlich seine Eigen— thümerin reich machen, und diese hat sich bereits durch die starke Nachfrage veranlaßt gesehen, ein Angebot von 400 Doll. abzulehnen.
Die Landwirthschaftliche Ereditbank.
Der Landmann hat, in der Regel ziemlich alleinstehend, schon in Folge seinee Wohnorts und seiner Arbeit nicht nur mit ungenügenden Verkebrsverhältnissen, mit Schwankungen des Marktes, mit hohen Steuern ꝛc. sondern auch mit der Witterung, Mißerndten und Unfällen aller Art zu kämpfen wie sie bei einem andern Geschäft kaum so manigfach und so tief eingreifend vorkommen dürften. Will der Landwirth, diesen Schwierigkeiten und Unglücksfällen trotzend, be— stehen bleiben und vorwärts kommen, so ist nicht allein seine unausgesetzte, sorgenvolle Thätigkeit in. Hof und. Feld erforderlich, sondern er muß auch mit allen Mitteln darauf hinstreben, daß er unvermeidliche Unglücksfälle ertragen und die Frucht seiner Arbeit möglichst gut und vortheilhaft ver— werthen könne, bierzu ist aber neben persönlicher Bestrebung, namentlich Geld oder persönlicher Credit erforderlich, denn zum gedeihlichen Betrieb der Landwirthschaft bedarf es auch stets und namentlich gegenwärtig eines entsprechenden Be- triebskaritels. Während man zum Beispiel in früheren Zeiten und selbst jetzt noch in manchen Gegenden einen Theil des Feldes brach liegen ließ, um es durch Ruhe neue Kräfte sammeln zu lassen, kommt dies nicht mehr vor und es muß mit mehr Dungmitteln die dem Lande entzogene Fruchtbarkeit wieder ersetzt werden. Dies ver— langt aber einen größern Viebstand, verbesserte Geräthschaften, sorgfältigere Ackerbestellung und in Folge dessen vermehrte Ausgaben. Dadurch ist ein größeres Bettiebskapital erforderlich als sonst; und es muß dasselbe ferner, damit es seine
und ohne Unterbrechung findet, so zu sagen kauf— männisch verwaltet werden. Geschieht dies aber, so wird das kleine der große Kapital des Land- wirtös niemals unbenutzt daliegen, sondern selbst zu Zeiten wo es nicht gebraucht wird Zinsen tragen. Um nun dies anzustreben und um über haupt namentlich auch die kleineren Geldgeschäfte rer Landbevölkerung zu vermitteln, ist in dem Landwirthschaftlichen Club in Frankfurt der Ge— danke angeregt worden, eine Landwirthschaft⸗ liche Credit⸗Bank zu gründen, deren Zweck hauptsächlich sein soll dem Landwirth die Vor⸗ theile des kaufmännischen Verkehrs im Allgemeinen zu verschaffen, seine Geldgeschäfte zu besorgen, Anlagen und Vorschüsse zu vermitteln, ihm übder— haupt in allen einschlagenden Zeziehangen nützlich zu sein und zu dienen. Um diese Zwecke sicher zu erreichen ist es vor allen Dingen nötbig zu— verlässige Verbindungen zu schaffen, die alsdann mit vereinten Kräften arbeiten; und als solche erscheinen aus naheliegenden Gründen die Actionaire einer derartigen Bank selbst, denn diese werden das Institut nicht allein vorzugsweise benützen, son— dern sie werden in der Regel die zuverlässigste Auskunft über solche Persönlichkeiten, welche wenig bekannt sind und mit der Bank in Geschäftsver— bindung treten wollen, geben können. Ferner glaubt man den Verkehr zwischen der Bank und den Landbewohnern dadurch sehr zu erleichtern und zu fördern, daß man in den einzelnen Orten auch kleinere Verzweigungen in's Leben rufe, welche mit der Bank in Geschäftsverbindung treten. Aus diesem Grunde sind von einer bekanrten
Autorität in diesem Fach, Herril v. Langsdorff in Darmstadt, Statuten ausgearbeitet worden, welche
lich die Wetterau, nicht zurückbleiben. Die Wirihe werden
vervielfältigt und vertheilt die Errichtung solcher Zweigvereine befördern sollen. 8
Die Kuh, welche den Brand Chicagos
richtige Verwendung und Benutzung fortwährend
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