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Samstag den 24. August.

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Oberhessischer!

uzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

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Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Fur den Monat, September kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Das Matzhildenstift, hier die Vertheilung der für die Industrieschulen verwillig ten

Summe für 1872.

Friedberg am 20. August 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien,

Die Generalversammlung des Mathildenstifts des Kreises hat in ihrer Sitzung vom 19. August d. J. beschlossen, 1250 fl. für Industrieschulen dergestalt nach der Seelenzahl der betreffenden Ge meinden zu vertheilen, daß an diejenigen Gemeinden, welche Industrie sschulen haben, Auszahlung des ertragenden Antheils erfolgt, der An⸗ nheil der übrigen Gemeinden aber, die solche nicht haben, in den Kassen werbleiben und hiervon denjenigen Gemeinden, in deren Industrieschulen Außerordentliches geleistet wird, außerdem auf Nachsuchen noch beson

in welchen sich Industrieschulen befinden. Bei dieser Vertheilung erträgt es Ihren Gemeinden die in nach⸗ stehendem Abdruck bemerkten Beträge, welche Sie dem Gemeindeein⸗ nehmer unter Ord.⸗Nr. 44 des Voranschlags in Einnahme decretiren und controliren lassen wollen. Die Verwendung erfolgt nach Maßgabe unserer Verfügung vom 26. Februar 1855 an die Schulvorstände(Intelligenz⸗Blatt Nr. 17 von 1855), sowie vom 27. Mai 1868 in Nr. 64 des Oberhessischen Anzeigers.

bere Gratificationen zu Theil werden sollen.

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Alffenheim 25 fl. 41 kr. Bad⸗Nauheim 77 fl. 53 kr. Bauernheim 6 fl. 31 kr.] Nieder⸗Weisel 40 fl. 47 kr. Beienheim 12 fl. 19 kr. Bönstadt 18 fl. 30 kr. Bruchenbrücken 18 fl. 4 kr. Butzbach[ Ober⸗Mörlen 57 fl. 45 kr. 80 fl. 48 kr. Dorheim 22 fl. kr. Dorn⸗Assenheim 20 fl. 8 kr. Fauerbach v. d. H.] Ockstadt 34 fl. 2 kr. 18 fl. 41 kr. Fauerbach b. Fr. 16 fl. 27 kr. Friedberg 133 fl. 33 kr. Gambach 14 fl. 54 kr. Pohl⸗Göns 17 fl. 16 kt. 42 fl. 27 kr. Griedel 24 fl. 47 kr. Hausen 3 fl. 32 kr. Hoch⸗Weisel 21 fl. 19 kr. 39 kr. Rödgen 6 fl. 21 kr. Ilbenstadt 26 fl. 46 kr. Kirch⸗Göns 18 fl. 56 kr. Langenhain 15 fl. 59 kr. Maibach furth 28 fl. 43 kr. 7 fl. 21 kr. Melbach 15 fl. 37 kr. Münster 9 fl. 4 kr.

Rieder⸗Florstadt 40 fl. 53 kr. Nieder⸗Mörlen 23 fl. 5 kr.

willigten Summen.

Nieder⸗Rosbach 16 fl. 25 kr.

Oppershofen 18 fl. 11 kr.

Trais⸗Münzenberg 6 fl. 58 kr.

Tur a p p.

Nieder⸗Woͤllstadt 29 fl. 35 kr. Ober⸗Florstadt 7 fl. 26 kr.

Ober⸗Rosbach 39 fl. 56 kr. Ober⸗Wöllstadt 23 fl. 1 kr.

Ossenheim 9 fl. 10 kr. Ofbeim

Reichelsheim 26 fl. 53 kr. Rockenberg 37 fl.

Schwalheim 15 fl. 42 kr. Södel 20 fl. 51 kr. Stein⸗

Weckesbeim 12 5 35 kr. Wissele⸗ r.

Münzenberg 27 fl. 47 kr. ö heim 6 fl. 58 kr. Wohnbach 19 fl. 30 kr. Wölfersheim 26 fl. 1

Friedberg am 20. August 1872.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedber. un die Schulvorstände derjenigen Gemeinden, welche Industrieschulen errichtet haben. Indem wir Ihnen von vorstehender Verfugung an die betreffenden Großherzoglichen Bürgermeistereien Kenntniß geben, verweisen wir bezüglich der Verwendung der verwilligten Beträge auf unsere Verfügung vom 26. Februar 1855, Intelligenz⸗Blatt Nr. 17, sowie vom

7. Mai 1868 in Nr. 64 des Oberhessischen Anzeigers, und sehen ihren Berichten wie vorgeschrieben entgegen.

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Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Johs. Möckel III. von Ziegenberg und Philipp Liebert II. von Langenhain wurden auf den Feldschutz dieser Gemarkungen verpflichten! Der Großherzogliche Beigeordnete Vogt und die Gemeinderäthe Conrad Hagemann II., Jobannes Windecker und Christian Häuser von Butzbach wurden auf den Feldschutz dieser Gemarkung verpflichtet. wurde zum 1. Vorsteher für die dasige ierael. Religionsgemeinde ernannt und in Pflichten genommen.

J. L. Oppenheimer zu Nieder ⸗Weisel

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Deutsches Reich. Darmstadt. Die sehr zahlreich besuchte all⸗ (meine hessische Lehrerversammlung, welche am 11. d. in Anwesenheit von etwa 1200 Theil⸗ iehmern imSchützenhof tagte, faßte unter dem Vorsitz des früheren Abgeordneten Lehrer Schmitt wn hier auf Antrag des Referenten Fiedler (Offenbach) den Beschluß, der Regierung wie den Etänden eine ausführlich motivirte Petition und emen besonderen Gesetzesvorschlag anstatt des Re- gerungs⸗Entwurfs zu unterbreiten. In der Ver semmlung war Oberstudienrath Dr. F. Wagner esschienen.

Gießen. Der ordentliche Professor an der wilosophischen Fakultät der Landes-Universität Ir. E. Lemcke hat einen Ruf an die k. preuß. Universität Breslau erhalten. Es ist indeß der Großh. Regierung gelungen, diese bewährte Lehr- duft der Landes⸗Universität zu erhalten. Der Docent am polpt. Institut zu Prag Eduard Schmitt

bi einen Ruf als ordentl. Professor an der philo⸗ scphischen Fakultät der Landes-Universität, insbe-

undere für das Fach der Bau- und Ingenieur- Wissenschasten, erhalten und angenommen.

In der am 22. stattgehabten außerordent⸗ ichen Generalversammlung des landwirthschaft⸗ ben Vereins für Oberhessen wurde an Stelle * langjährigen und hochverehrten seitherigen

Präsidenten, Grafen Otto zu Solms-Laubach, welcher aus Gesundheitsrücksichten diese Stelle nieder gelegt hat, Freiherr Adalbert Nordeck zur Rabenau in Friedelhausen gewählt.

Mainz. Wie das Mainzer Journal berichtet, wurde dem Bischofe eine von etwa 700 hiesigen Personen unterzeichnete Adresse in Angelegenheit des polizeilichen Einschreitens gegen die Jesuiten überreicht. In der Adresse wird gesagt: die poli zeilichen Maßregeln gegen die Priester der Gesell schaft Jesu hätten unter der katholischen Bevölkerung tiefste Erbitterung hervorgerufen, dieselben seien eine Rechtsverletzung und solche schweigend hinzu nehmen verbiete Pflicht und Ehre. Die Unter zeichner wollen der weltlichen Gewalt nicht das Recht zuerkennen,einen von der heiligen katho⸗ lischen Kirche approbirten Orden den Katholiken auf deutschem Reichsgebiete zu verwehren, sehen auch in dem Gesetze vom 4. Juli und in den vom Bundesrathe erlassenen Ausführungsbestim⸗ mungen und besonders in der Ausdehnung, welche die Polizeibehörden gegeben, eine schwere Schädi gung aller Katholiken.

Berlin. Das Gerücht, daß Fürst Bismarck wegen seines Gesundheitszustandes an der Drei Kalser-Zusammenkunft nicht Theil nehmen werde, wird von derA. Ztg. darauf zurückgeführt,

daß der Kaiserbis jetzt wenigstens dem Reichs-

kanzler nicht den Wunsch ausgesprochen bäbe U rs möge gelegentlich der September- Zusammoglunft. seinen Urlaub unterbrechen. 126 Je Der Kaiser Wilhelm gedenkt, demN. Anz. zufolge, Gastein am 28. d. zu verfassen und sich zunächst über Salzburg zu meinukurzen Besuch des Kaisers und der Kaiserfn Oesser⸗ reich nach Ischl zu begeben. Hier in Berlin, wird, Kaiser Wilhelm am 31. d. erwarset. un f Die Kaiser⸗Zusammenkunft wirddunßemein viel Fremde aus aller Herren Länder dierher ziehen. Schon ist für die eysie Hälfte des Sep⸗ tember nicht mehr ein einziges, Zimmer in den besseren Gasthöfen der Stadt zu belegen Mit der Neugierde, drei Kaiser auf einmal in Augen schein zu nehmen, concurrith, das Wohlgefallen an, militärischen Exercitien, die. von Truppentheilen ausgeführt werden, deren größerer Bestandtheil den Krieg gegen Frankreich noch mitgemacht hat. Ein Ministerialreseript spricht aus, daß die pensionsberechtigten, nicht definitiv bestellten Eisenbahn-Beamten hei dauernder Erkrqutung! den definitiv angestellten gleich geachtet werden sollen. DieKarlsr. Ztg. schreibt: Aus sicherster Quelle kann ich einer Mittheilung derSpen. Ztg. entgegentreten, welche mehrfach ein Anlaß der Beunruhigung geworden ist. Fürst Bismarck wird, während in Berlin die drei Kaiser sich