1872. Samstag den 23. November. M 138.
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Datigesez 1 9 9 u i G5 8 b fabest a * daun f r . les freie 9 r, dat a. Wa,.— nenn m. Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Sriedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag. 9 n 8 gibt t8 Uu e G.. 1 2 en gütig Tauiltaztu hs Bekannt m a chung. W getreffende Die von den höchstbesteuerten Grundbesitzern vorzunehmende Ergänzungswahl von einem Mitglied des Bezirksraths im Kreise Friedberg. 4 5— Leh In Gemäßheit des Art. 11 des Gesetzes vom 10. Februar 1853 wird das nachstehende Verzeichniß der 24 wegen eigenthümlichen an, der nutznießlichen Grundbesitzes im Kreise Höchstbesteuerten n en Ste, 1 Monatl. Steuer. Monatl. Steuer 1 lernfäbigs, 1) Herr Graf von Solms-Rödelheim zu Assenbeim 559 fl. 3 kr. 13) Kugelhausfonds zu Butzbach 51 fl. 55% kr. ech ftdlen. i 2) Herr Graf von Leiningen⸗Westerburg zu Ilbenstadt 33% n, 14) Herr Daniel Bender zu Butzbach 47, 38½„ varg begriffen f 3) Der Großherzogliche Fiscus 257 12½„ 15) Herr Freiherr August von Loͤw zu Steinfurth zu Löwenthal 37„ 2½„ * 2 Herr Fürst zu Solms Braunfels zu Braunfels 2%% 15 0 16) Herr Heinrich Welth II. Witwe zu Nleder⸗Wöllftadt 30„ 18%„ * Vilen iu 5) Herr Fretherr Wilhelm von Löw zu Zlegenberg 135 1 1 17) Herr K. Heinrich Bausch zu Nieder- Wöllstadt 27„ 24½„ u. dedenten irh 6) Herr Fürst von Solms Lich zu Lich 93„ 2½„ 18) Frau Poststallmeister von Helmolt Wittwe zu Friedberg 26„ 36 ½ er die pflege im 7) Herr Freiherr August von Löw zu Nieder ⸗Florstadt 83% 359 9 19) Herr Wilbelm Klecberger zu Södel 25„ 11/8„ de 5) Herr Graf zu Solms Laubach zu Laubach Ni 400 20) Frau Georg Stoll I. Witiwe zu Nieder ⸗Wöllstadt 22 95 ge e 9) Die Saline Bad Nauheim 9„ 21) Herr Freiherr Gustav von Löw zu Steiufurth 211 38 ze der Selbst 10) Herr Fürst zu Asendurg und Büdingen zu Wächtersbach 65„ 48½„ 22) Herr Freiherr Ludwig von Löw zu Wiesbaden 21„ 38½„ „ SGrundbestztt, k 11) Herr Freihert Wilhelm Hugo Wetzel zu Ober⸗Mörlen e 23) Herr Heinrich Bausch I. zu Nieder⸗Wöllstadt 2129 ½, 12) Hospital zu Friedberg 57 ie 24) Pfarrei Nieder-Wöllstadt 19„ 13½„
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zehung ihren freien Stand wahren.
iermit unter dem Anfägen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die 5. Dezember d. J. bei dem unterzeichneten Kreisamte zur Einsicht offen liegen und bei unerhalb jener Frist Einwendungen oder Ansprüche unter Vorlage der nöthigen Urku
angefügt, daß von den im Jahr 1869 durch
besteuerten gewählte Kammerdirector Geyger von Assenheim durch das Loo
zeführten Grundbesitzer ein neues Mitglied zu Friedberg am 20. November 1872.
die 24 Höchstbesteuerten gewählten drei
wählen haben,
Nachweisungen, auf welche sich dieses Verzeichniß gründet, bis zum demselben in Bezug auf Eintrag in das Verzeichniß nden vorgebracht werden lönnen. Mitglieder des Bezirksraths der von den 4 Höchst⸗ s ausgetreten und daher die unter 1. 2. 3. und 4. oben auf⸗
Es wird ferner
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Tera pp.
Deutsches Reich. Darmstadt. Nach der„Darmst. Ztg.“ ist ser Entwurf einer dem nächsten Landtage vorzu- egenden Kreisordnung im Ministerium des Innern tusgearbeitet worden und haben die Berathungen über denselben im Gesammtministerium ihren An⸗ ang genommen. Nachdem zu Anfang dieses Monats der Verein der Ziesigen öffentlichen Anwälte, und zeuerdings der Verein der öffentlichen Anwälte ger Provinz Oberhessen in motivirten Eingaben sei Großh. Ministeriem der Justiz um eine ent⸗ prechende Erhöhung der Anwaltgebühren nachge⸗ ucht haben, hat das gedachte Ministerium im Hinblick auf die Zeitverhältnisse die Bedürfnißfrage in bejahendem Sinne entschieden und die Hof⸗ gerichte der Provinzen Starkenburg und Oberhessen zum thunlichst zu beschleunigenden Berichte über die Lrt und Weise der Ausführung aufgefordert,
— Die„Darmstädter Zeitung“ meldet: Der Vertrag zwischen der Stadt Mainz und dem zestungsgouvernement hat die Genehmigung der Regierung erhalten.
Berlin, 20. Nov. Abgeordnetenhaus. Vom Cultusminister wurde ein Gesetzentwurf, betreffend die Grenzen des Rechts zum Gebrauche kirchlicher Straf- und Zuchtmittel; vom Finanzmjnister ein Gesetzentwurf, betreffend die Cautionen der Staats- beamten, eingebracht. Das Haus trat sodann in die erste Berathung der Kreisordnung ein. 12 Redner hatten sich für, 18 gegen dieselbe eingeschrieben. Nachdem Blankenburg für, Sezuman und Mal- lickrodt gegen die Vorlage gesprochen, erklärte der Minister des Innern gegenüber den Aus- fihrungen des Letzteren: Die Regierung müsse auf tem Ausschlusse der Provinz Posen von der Kreis acdnung bestehen, sie wolle nicht den Ungehorsam erganisiren. Der Minister schleß: Das Interesse für das Zustandekommen des Gesetzes habe ihn berechtigt, Mahnungen an das Herrenhaus zu richten. Ueber die Zulässigkeit eines Pairschubs knnte er sich im Abgeordnetenhause nicht inter pelliren lassen, ebensowenig wie es ihm einfallen würde, Rede zu stehen, wenn er im Herrenhause iber die Auflösung des Abgeordnetenhauses inter- vellirt würre. Die Regierung müsse in dieser Be-
Lasker hob
hervor, wie alle Parteien redlich an standekommen des Gesetzes gearbeitet.
dem Zu- Befriedigung über die Ergiebigkeit der wirthschast⸗ Dasselbe lichen Hülfsquellen Frankreichs ist gerechtfertigt.
werde, wenn unabgeschwächt angenommen, den Die nächste Entwicklung in Frankreich wird ge⸗
Grundpfeiler des preußischen Staates herstellen. wiß eine große und allseitige Aufmerksamkeit in
Meyer(Arnswalde) sprach gegen die Vorlage, Anspruch nehmen, wenn auch nicht im Sinne einer worauf der Minister des Innern erklärte, es be- Huldigung für den Einfluß Frankreichs auf die dürfe nach dem eben Gebörten keiner Rechtfertigung, Völker, eine Auffassung, die glücklicherweise einem
wenn er den Abgeordneten Meyer zu den Sitzungen der Vertrauensmänner nicht hinzugezogen habe. Liebermann(conservativ) und Virchow sprachen für, v. Wedell gegen die Vorlage. Der Minister des Innern trat wiederholt für letztere ein. Er hob hervor, daß er als conservativer Mann zur rechten Zeit das Richtige zu geben bestrebt sei, und forderte die beiden äußersten Seiten des Hauses auf, Ankündigungen von Amendements nicht einzubringen und lieber bei dem Schlusse der Berathungen von ihren entgegenstehenden Standpunkten aus zu beantragen, daß die Aus- führung des Gesetzes einem conservativen, resp. einem liberalen Ministerium übertragen werde. Der Mi⸗ nister schloß:„Nicht aus dem Grunde, daß die verlangten Concessionen das Herrenhaus versöhnen würden, sondern weil sie die Regierung für er⸗ forderlich hielt, seien sie eingebracht. Dies klar zustellen, sei nach der Ablehnung des Herrenhauses die Aufgabe der Regierung gewesen, der hier keine Inconsequenz vorzuwerfen sei. Wenn Sie wirklich Vertrauen zu uns haben, so nehmen Sie das dargebotene Compromiß an.“ Nach Schluß der Generaldiscussion wurde die Commissionsberathung fast einstimmig abgelehnt.
— 21. Nov Das Abgeordnetenhaus erledigte heute die erste Berathung der allgemeinen Staats- haus halts⸗Rechnung pro 1868 und 1869, wobei die Verwendung der sequestrirten Revenüen des vormaligen Königs von Hannover und Terrain⸗ Verkäufe des Militärsiskus eine Debatte herbei⸗ führten. Von dem freiconservativen Abgeordneten Knesebeck und Genossen wurde folgende Inter- pellation eingereicht:„Welche Schritte gedenkt die Regierung zur Linderung der Noth der von Sturmfluth beschädigten Bewohner der Ostseeküsten zu thun?“
— Die„Provinzial Correspondenz“ sagt bei
einer Besprechung der Thiers'schen Bolschaft: Thiers stande unterm 8. Juli d.
thatsächlich überwundenen Standpunkte angehört.
— Der„A. A. Ztg.“ wird von hier ge⸗ schrieben, daß Graf Arnim nun doch um Ent⸗ hebung vom Botschasterposten in Paris gebeten habe. Graf Arnim wünschte wieder nach Rom als Nachfolger Brassier de St. Simons zu gehen. Der Correspondent der„A. A. Ztg.“ bemerkt weiter, wahrscheinlich werde in Paris Minister Graf Eulenburg der Nachfolger Arnims werden.
— Von Ostern ab soll, wie die„Vossische Zeitung“ berichtet, in den neuen Provinzen überall in den mittleren und oberen Klassen mehrklassiger Schulen der Unterricht in weiblichen Handarbeiten als obligatorischer Gegenstand für die Mädchen eingeführt werden. Die Zahl der wöchentlich zu ertheilenden Stunden, gleichwie die Turnstunden der Knaben, sind außer der Minimalzahl von 26 Stunden zu ertheilen.
— Wie die„Aach. Zeitung“ meldet, ist der „Verein deutscher Katholiken“ auf Grund der §§. 8b und 16 des Vereins ⸗Gesetzes vom 11. März 1850 vorläufig polizeilich geschlossen worden.
— Der Bruch innerhalb der econservativen Partei im Abgeordnetenhause ist erfolgt Die Gou⸗ vernementalen nennen sich von nun an„National- Conservative“ und haben ein Redactions-Comite ernannt zur Entwerfung eines förmlichen Pro- grammes.— Der Ministerrath designirte bisher dreißig neue Pairs.— Die Herrenhaus⸗Majorität ist geneigt zur Annahme der Kreisordnung.
Trier. Unterm 12. d. M. hat die könig⸗ liche Regierung hierselbst die von ihr ressortirenden Landrathsämter beauftragt, folgenden Exlaß zur Kenntniß der Betheiligten und etwaige Zuwider⸗ handlungen bei ihr zur Anzeige zu bringen:„Der in Mainz gebildete Verein der deutschen Katho⸗ liken verfolgt nach Inhalt des von seinem Vor-
J. veröffentlichten Auf-


