dammlung botirte die Dringlichkeit des Antrags und verwies denselben zur Prüfung an eine Specialcommission. g — Aus Paris, 17. d., wird der„Times“ telegraphirt:„Wie den Regierungen, Frankreich haben, irgendwelchen ficatit ve bestehenden Bestimmungen ihre Bewilligung geben. — Die„Patrie“ veröffentlicht eine Unterhal⸗ tung Tbiers' mit Arnoult, in welcher der Erstere hervorhebt, daß Frankreich nicht für den Krieg, sondern für die Rube der Welt und die Ruhe Frankreichs selber studire und arbeite. Zu diesem Behufe, sagt Thiers, arbeite er insbesondere daran, die Finanzen und die Armee wieder in guten Stand zu setzen.— Der„Bien public“ enthält einen in demselben Sinne geschriebenen Artikel, welcher namenllich betont, daß Frankreich eines langen Friedens bedürfe, und seine energischen Anstrengungen zur Herstellung einer tüchtigen Armee lediglich den Zweck bätten, den Frieden zu sichern. Versailles. In den bestunterrichteten parla⸗ mentarischen Kreisen war der Eindruck vorherrschend, daß die Annahme des Postvertrags zwiscken Oeutsch⸗ land und Frankreich nicht zweifelhaft sei. Großbritannien. London, 19. März. Unterbaus. Horstman fragt an, ob die Regierung die Zusicherung geben wolle, daß die Amerika inskünftige unterbreiteten Vorschläge erst nach er⸗ folgtem Meinungsaus druck des Parlaments für England bindend sein sollen. Glakstone erklärt, daß er zur Beantwortung der Frage der Rück sprache mit den Collegen bedürfe, die Verweige⸗ rung der Antwort habe keine Beziehung auf die Unionsacte, welche Schenk morgen zugehe. Italien. Palermo. Prinz Friedrich Karl son Preußen ist hier eingetroffen und wurde vom
im gegenwärtigen Augenblick
man versichert, wird keine von welche Handelsverträge mit weigert worden. a n sein Abberufungeschreiben zu überreichen.
a Modisicationen der vertragsmäßig
Gentral Medici empfangen; die hier ansässigen
Deutschen, sowie zahlreiche Bürger der Stadt
waren zur Begrüßung des Prinzen erschienen. Rom, Ein römischer Correspondent des„Fr. J. meldet, dem bisherigen deutschen Gesandten 5 Arnim sei jede Audienz vom Papst ver⸗ Er ist bekanntlich in Rom, um
Amerika. Washington. Der Congreß ernannte einen Special Ausschuß zur Untersuchung der Waffen verkäufe an Frankreich und der angeb— lichen Bestechung von Zollbeamten in Newyork. und Beamten des Marineministeriums.— Die gesetzgebenden Körper mehrerer Staaten ernannten eine Commission behufs Untersuchung wegen Be⸗ stechung von Staats- und Municipalbcamten.
Mainz. Der„Mainzer Anzeiger“ schrelbt: Ju Hoch⸗ heim wurde am 20. d. Dr. Reusch von seinem 15jährigen Schwager ermorden, Derselbe mißhandelte regelmäßig, wenn er einen Rausch hatte, seine aus Hochheim stam mende Frau auf die brutalste Weise. Einmal nahm dei einer solchen Gelegenheit ein von ihm nach seiner Frau ausge— saudier Pantoffel seinen Weg irrthümlicherweise durch eine Fensterscheibe und traf ein unten auf der Straße stebendes Pärchen, welches durch die den Pantoffel holende Magd den Doktor ersuchen ließ, in Zukunft besser zu zielen. Der
erwähnte Bruder der Frau war gestern zufälligerweise Augenzeuge solcher Brutalitäten und stach, auf's Außerste
gereizt, seinen Schwager, welcher bald darauf starb. Iserlohn. Von bier wird der„Essener Zig.“ ge⸗ schrieben: Die ganze nor döstliche Seite der Stadt Iserlohn, wohl ein Viertel ihres Flächenraums, Häuser, Straßen und Kirche, Alles sinkt zusammen. Der Boden ißt überall unsicher geworden, so unsicher, daß in,
diesem Augenblicke aus einer kleinen Straße 25 Fami ien
ein Obdach anderswo finden müssen und Gott weiß wo! Den einzelnen Häusern geht es im Verhältniß wie der ganzen Stadt: So groß der Schaden ist, so kann Iserlobn doch nicht wissen, was und welche schreckliche Ereignisse der Berabau ihm noch bringen wird. Frei von Fulcht ist in dieser Hinsicht Niemand.
Dresden. Am 13. d. kamen hier die Zünd⸗ bölzchenfabrikanten. Deutschlands und Oesterraich⸗ Ungarns zusammen, um über eine Erböbung der Preise diefes Erzeugnisses unserer Industtie schlüssig zu werden.
*
Die Anregung zu dieser Versammlung ging von der Grafschaft Glatz aus. Theils die Steigerung der zu ver⸗
wendenden Malerialien theils die fberall eingetretene
Erhöhung der Arbeiterlöhne ließen den Fabrikanten die Notbwendigkeit einer Vereinbarung überall als dringend erscheinen. 1* In London starb kürzlich der Etfindet der Brie f⸗ marken, Lord Lons⸗dale, im Altet von 85 Jahren. Der⸗
sel be binterläßt ein kolossases Vermögen. 0 Aus Malta wird gemeldet, daß der gepanzerte Schraubendampfer Lord Clyde, 18 Geschütze, an der Insel Pantellaria gestrandet ist, während derselbe dem gearande⸗ ten Schiff„Roby Castle“ zu Hilfe kam. Drei Kriegsschiffe sind nach dem Schauplatz des Unglücksfalles in See ge⸗ gangen. 11
Frankfurt a. M., 21. März. Die immer mehr Consistenz gewinnenden Nachrichten über die bevorstehende Auflösung des ungarischen Reichstags konnten nicht ver⸗ fehlen auch auf unsere Börse einen gewissen Eindruck zu machen, der sich denn auch in einer Art Lusllosigkeit offenbarte, welche den Verkehr heute in bestimmte Grenzen zwang. Doch war die Haltung hier immer noch eine sestere als in Wien, das schlechte Notirungen schickte.
schäfsts wieder bis 366 zu heben und Straals bahn, welche auf das abermalige Minus von 100,000 fl. der Vorwoche bis 411. gesunken waren, erholten sich wieder bis 413½. Oesterr. Nattonalbankactien, die bei Eröffnung der Börse gleichfalls wichen, wurden später gefragter und mit 893 bezahlt, während Lombarden bei relativ wenig Geschäft si h fast auf 222½— hielten. Silberrenie flau 64⅝. Banken tiaten wieder am Meisten hervor, durch die Größe der umgesetzten Summen sowohl als durch die Höhe des Kurses. Zwar waren Oesterr.⸗ Deutsche heute elwas billiger zu haben, doch waren dafür andere, wie Württemberger Vereinsbank, Meininger, Darmstädter(deren Superdividende 11% beträgt) und Brüsseler Bank höher. Auch in Piriser Wechsler Bank ging Einiges um. Nürnberger Vereinsbank bei gutem Verkehr. Bahnen ziemlich geschäftlos, nur Franz⸗Joseph und Elisabeth gefragt. Fünfkirchen⸗Bares, Donau- Drau und Ungar. Galizische behauptet. Mehr Leben wies der Prioritätenmark nach, auf dem namenllich Livorneser ein begebrlicher Artikel war; auch Elisabelh- und Ungar.⸗ Nordost⸗Prioritäsen in größeren Posten umgesetzt. Kleine Pöstchen Staatspapiere, badische und nassauische am Markt
Spamier flau 30¾, Ungar.⸗Loose 115.—
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Das von mir errichtete Dienstmann⸗Institut hat von heute ab seine Thätigkeit begonnen.
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Bad⸗Nauheim den 18. März 1872.
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zur Nachricht, daß ich von Ende März ab im Hause des Herrn Prosessot von Klipstein, Seltersbeig, zweiten Haus unter der katholischen Kirche, wohne. Gieben den 21. März 1872. 1 Otmar Weidig. Hofgerschts Advocat.
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