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1872.
Donnerstag den 22. Februar.
M 22.
herhessischer Anzeig
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
cr.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag
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Für den Monat März kann Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.
auf den
„Oberhessischen Anzeiger“
bei der
—
Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 1. Dezember d. v. J. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten,
daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise Mittwoch den 6. März d. J und
ür diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre
1852 geboren sind;
Samstag den 9. März d. J. und folgende Tage ür diejenigen Angehörigen des Großherzogthums, welche im Jahre
1853 geboren sind;
Dienstnachrichten aus
Amtlicher Theil.
vorgenommen werden:[ Jahren 1854 und 1855
folgende Tage
Mittwoch den 13. März d. J. und folgende Tage
für diejenigen Angehörigen
des Großherzogthums, welche in den geboren, sowie für die Angehörigen eines
anderen Staates, welche nach F. 20 der Militarx⸗Ersatz⸗Instruction im Großherzogthum Hessen gestellungs pflichtig sind. Die Prüfungen deginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr im „großen Saale des Rathhauses“ dahier. Darmstadt den 10. Februar 1872. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Pa b st.
Strecker.
dem Kreise Friedberg.
Johann Joseph Klein II., Johannes Groß II. und Georg Friedrich Margraf von Ilbenstadt sind als Feld⸗ jeschworene für die Gemarkung Ilbenstadt ernannt und mittelst körperlichen Eides verpflichtet worden. Feldschütz Bopp von Assenheim ist seines Dienstes entlassen.
Bekanntmachung.
Die Forfistrafen vom I. Quartal 1872 können an den bestimmten Zabltagen Dienslag und Donnerstag an das unterzeichnete Rentamt bezahlt werden.— Als besonderer Erbebungstag beßimmen wir für den Lanogerichtobezirt Butzbach Freitag den 1. März d. J., Vormittags von 8 dis 10 Uhr, dei
Derrn Gastwirth Joutz in Butzback.—
Wir ersuchen die Großberzoglichen Bürgermeifleresen dieses im Interesse ihret Orts angehörigen mit dem Bemerken bekannt machen zu lassen, daß nach dem
5. März die Maßnung erfolgt. Zriedderg den 21. Jebruar 1872.
Großherzogliches Rentamt Friedberg. Linde c.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Dem Ausschußbericht über die em Ministerium des Innern unterstehenden Be— sörden entnehmen wir u. A., daß der Abgeord— sete Löw⸗Ziegenberg den Antrag gestellt hat, im Falle der Eröffnung der Stelle eines geistlichen Raths beim Oberconsistorium dieselbe mit einem butheraner zu besetzen, deßgleichen eine Professur ei der evangelisch⸗theologischen Facultät zu Gießen. Daß beide Anträge abgelehnt werden, unterliegt einem Zweifel. Der Ausschuß beantragt Ver— willigung eines Beitrags von 105,500 fl. für lie Landesuniversität und stellt den bereits er— wähnten Antrag auf Wiederherstellung der katho⸗ sch⸗theologischen Fatultät.
— Der Finanzausschuß zweiter Kammer be⸗ antragt zum Besoldungsetat der Volksschullehrer vorläufig 13,000 fl. in das Budget aufzunehmen, um auf erfolgende Vorlage zu weiteren Gehalts- Lufbesstrungen der Volksschullehter nach darüber zu treffenden Vereinbarungen berwandt zu werden, sowie ein Ersuchen an die Regitrung zu richten, gleichzeitig ein die gesammten Verhältnisse des Volksschulwesene regelndes Gesetz in Borlage zu tringen. Eine Minorität, beantragt Vereinigung der beiden Schullehrerseminarien zu Friedberg und Bensheim zu einer Anstalt, in welcher nur ter Religions-Untecricht getrennt zu ertheilen sei.
Mainz. Lieutenant Adamp vom 1. nass. Infanterie-Regiment Nr. 87 erklart die in einem dus der„N. Bad. Landes-Zeitung.“ in viele blätter, und so auch in das unsrige, überge— tangenen Artikel enthaltene Notlzen über seine persönlichen Verhältussse in Bezug auf seine Be— srderung zum Offizier für eine böswillige Ver- umdung, deßgleichen, daß er Soldaten malträtlrt haben soll, und behält sich vor, den Verläumder richtlich zu belangen.
— Die Generalversammlung der Hessischen
kudwigsbahn genehmigte einstimmig den Vertrag,
betreffend den Verkauf der Taunusbahn an den preußischen Staat, und ermächtigte den Verwal⸗ tungsrath gleichfalls einstimmig zur Erwirkung der Coneession für den Bau einer Bahn von der Lahn nach der Ruhr und einer solchen zwischen Hanau und Friedberg, sowie zum Ankauf der Frankfurter Verbindungsbahn, event, zur Er⸗ bauung einer Verbindungebahn auf dem linken
Mainufer und zur Beschaffung der nöthigen Geldmittel. Berlin. S. Maj. der Kaiser beabsichtigt,
der„Köln. Ztg.“ zufolge, die Grafen v. Mollke und v. Roon, sowie andere hervorragende Gene— rale und Staatsmänner, deren Namen in den Jahren 1870 und 1871 den vaterländischen An- nalen sich eingeprägt haben, in das Herrenbaus zu berufen.
— Bei den Occupationstruppen in Frankreich sind jetzt, mit Ans nabme der Cavalerie, sämmt- liche Reservisten entlassen. Auch bei der Cavalerie ist die Zahl dieser Mannschaften auf den möglich kleinsten Stand verringert worden. Es handelt! sich dabei vorzugsweise um einen ausreichenden Bestand an sogenannken Remontereitern, welche das Zureiten der, neuen bei diesen Regimentern eingestellten Remonten zu bewirken haben. Da diest Remonten jedoch ebenfalls bereits im vorigen Herbst eingestellt worden sind, dürfte voraussicht⸗ lich die Entlassung dieser letzten noch im Dienst befindlichen Reservisten auch binnen wenigen Wochen resp. Monaten erfolgen, und damit die gesammte Armee wieder vollkommen auf den Friedensfuß übergegangen sein.
— In Berliner studentischen Kreisen beab— sichtigt man eine Stistung ins Leben zu rufen unter dem Namen„Bismarck Stistung“, zu Gunsten unbemittelter Studirenden in Straßburg. An der Sammlung für die Zwecke des Vereins sollen alle deutschen Studenten zur Betheiligung auf—
gefordert werden.
— Augenbllcklich sind folgende präsentations⸗ berechtigte Städte ohne Vertreter im Hetrenbause: Kbnigsberg, Memel, Danzig, Thorn, Posen, Görlitz, Erfurt, Dortmund und Crefeld. Für Dortmund wir, wie es heißt, Oberbürgermeister und Abgeordneter Dr. Becker an die Seite der Seufft⸗Pilsach u. Cons. entsandt werden.
— Die außerordentliche Generalversammlung der Berlin-Potsdam- Magdeburger Eisenbahnge⸗ sellschaft ermächtigte den Vorstand zur Nachsuchung einer Concession zum Bau und Betrieb einer Bahn nach Frankfurt gemeinschastlich mit der Mainz⸗ Ludwigshafener Eisenbabngesellschaft.
— Die Besserung in dem Befinden des schon seit einiger,„Zeit erkrankten Kaisers ist so weit vorgeschritten, daß derselbe sich wieder den Staats- geschäften widmet.— Die„Kreuzzeitung“ meldet die Ernennung des Regierungspräsidenten Grafen Eulenburg in Wiesbaden zum Bezirkspräsidenten Lothringens.
— Wie die„Karlsr. Zig.“ vernimmt, wird demnächst der Präfldent des Herrenhauses, Graf Eberhard zu Stolberg-Wenigerode, von Breslau nach Berlin kommen, um hier in conservativen Kreisen zu Gunsten einer Verständigung über das Schulaussichtsgesetz zu wirken.
Köln., Der Erzbischof hat den an der Pan- talconskirche fungirenden altkatholischen Pastor Dr. Tangermann excommunicirt.
Gotha. Der diesjährige gegen die Mischehen gerichtete Fasten Hixtenbrief des Bischofs von Paderborn hat das placetum guberni nicht er⸗ halten und durste somit in den katholischen Kirchen des Herzogtbums beim Gottesdienste nicht ver- lesen werden.
Leipzig. Eine bier stattgehabte, äußerst zahl- reich besuchte Versammlung der„Gemeinnützigen Gesellschaft“ beschloß eine Adresse an den Fürsten Bismarck, welche denselben zu dem glorreich er— öffneten Kampfe wider die inneren Feinde des


