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besondere Lehrstüble für Augenheilkunde errichtet während Thiers eben am Meeresstrande sich b
werden sollen. Bis jetzt war dieser Zweig des Unterrichts mit der Chirurgie vereinigt.
Danzig. Gegenwärtig feiern hier 2400 Ar- beiter; nämlich fast 1000 Holzkürzer und Holz ⸗ schieber, über 900 Balkenbauer und Brettschneider, etwa 440 Arbeiter der kaiserlichen und 60 ven Privat- Schiffswerften.
Stuttgart, 15. Aug. Der deutsche Kron⸗ prinz ist in Begleitung des Königs Karl um halb 10 Uhr Abends mit einem Extrazug von Friedrichs⸗ hafen hier angekommen. Er wurde von einer ungeheueren Volksmenge jubelnd begrüßt und fuhr durch ein Spalier von Fampionsträgern zum Schlosse. Die Lampionsträger zogen hierauf mit Musik und unter Hochrufen am Schlosse vorbei. Auf den um⸗ liegenden Bergen brannten Freudenfeuer. Während des gestrigen Aufenthalts des deutschen Kronprinzen in Friedrichshafen kamen auch die Kaiserin Augusta, der Großberzog und die Großberzogin von Baden zum Besuche von Mainau herüber und verweilten bis zum Abend.
— 16. Aug. Herte Vormittag hat auf dem großen Exerzier Platze, welcher in dem auf der Höhe über Stuttgart delegenen Walde befindlich ist, die Musterung der Stuttgarter Garnison durch den deutschen Kronprinzen statigefunden. Das militärische Schauspiel verlief bei herrlichem Wetter in glänzender Weise. Bei jedem Regiment ließ der Kronprinz die aus dem letzten Krieg decori: ten Unteroffiziere vortreten und richtete einige freund- liche Worte an sie. Die Zuschauermenge war zabllos. Nach beendigter Musterung empfing der Kronprinz die Vorstände des Gemeinderathes, des Bür gerausschusses und des Festcomites, indem er für den großartigen und berzlichen Empfang, wescher auf ihn einen ergreifenden Eindruck gemacht habe, seinen Dank aussprach.
— 17. Aug. Der Kronprinz des deutschen Reiches ist zur Musterung der Ludwigsburger Garnison von hier wieder abgereist. Die Ein; wohnerschaft begrüßte den Kronprinzen, welcher auf se'ner weiteren Inspicirungsreise Stuttgart nicht mehr berührt, zum Abschied auf das Herzlichste.
Aus Elsaß Lothringen. Nach einer Mittheilung der„Els. Nachr.“ steht ein Circular
des französischen Ministeriums des Innern in Aus⸗
sicht, wonach die in Elsaß Lothringen lebenden französischen Staatspensionäre, wofern sie ihre Pension aus der französischen Staatskasse fortbe⸗ ziehen wollen, auf die Nothwendigkeit aufmerksam gemacht werden, ihr Domicil vor dem 1. Oc⸗ tober d. J nach Frankreich zu verlegen. Vielen dieser alten, oft durch lange und ehrenvolle Dienste in der Civil⸗ und Militärverwaltung ausgezeich- neten Männer oder ihren pensioasberechtigten Wittwen oder Hinterbliebenen fällt es indessen schwer, ihr Geburtsland zu verlassen, und sie haben daher von dem durch den deutsch- französischen Friedensvertrag garantirten Recht Gebrauch ge⸗ macht, die Zahlung ihrer Pensionen bei der deutschen Regierung nachzusuchen. Die Zahl dieser An- meldungen Seitens früherer französischer Pensionäre ist in stetiger Zunahme begriffen.
Ausland. Frankreich. Paris. nationale“, der„Courrier de France“, die andere Blätter werden nicht müde, wegen der umfassenden Befestigungs⸗ arbeiten, welche die Deutschen angeblich in Bel⸗ fort ausführen sollen, Lärm zu schlagen. Der „Courrier de Frauce“ hat schon herausgebracht, daß der deutsche Generalstab in einer vor Kurzem an den Fürsten Bismarck gerichteten Denkschrift ausgeführt hätte, wie der Besitz Belfort's für die Sicherheit Deutschlands unerläßlich sei, und daß daher demnächst Unterhandlungen mit Frankreich wegen des Eintausches dieser Festung gegen an— deres Grenzgebiet eingeleitet werden sollen. Zuvor werde die von dem Grafen Moltke selbst inspirirte Denkschrift einem eigens von dem Kaiser Wilhelm zu diesem Behuf ernannten Conseil zur Begut— achtung unterbreitet werden. — Das„Evdènem ent“ meldet: Am 15. d. ist in Trouville eine russische Nacht angekommen,
Die„Opinion
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fand. Junge Leute, welche sich in dem Schiff befanden, riefen:„Es lebe der Kaiser!“ und be⸗ schimpften den Präsidenten der Republik. Nachdem diese Thatsachen nach Paris gemeldet worden, hatte Minister Remusat eine Unterredung mit dem russischen Botschafter Fürsten Orloff, welcher die augenblickliche Abfahrt der Nacht anbefahl und deren Eigenthümer nach Paris berief.(2) Donaufürstenthümer. Bukarest. Der amerikanische Consul hat an die rumänische Re— gierung das Ersuchen gerichtet, die Auswanderung biesiger Israeliten nach Amerika zu unterstützen. Rußland. Petersburg. Die Eröffnung des internationalen statistischen Congresses ist nun- mehr definitiv auf den 22. Aug. u. St. anberaumt.
Gießen. In Anlaß des an die deutsche Nation erlassenen Aufrufs, sich über die Einsetzung eines National⸗ sestages, in Folge der aroßen Errungenschaften durch die Kämpfe 1870 und 1871, auszusprechen, hat der biesige Magistrat, also die Stadt, in Uebereinfimmung mit anderen beschlossen, zur Feier der Kämpfe, Siege und der Erringung des edelsten Gutes deuischer Nation, die Herstellung der deuischen Einheit durch Wiederaufrichtung deuischen Reiches, den Tag vorzuschlagen, an welchem der Friede geschlossen wurde. Doch soll auch die Be⸗ deutung des 2. September im Gedächtniß der Nachkommen lebendig erbalten, und dazu stets der Jugend in allen Schulen die Bedeutung dieses Tages erklärt und weiter an diesem Tage das bisher übliche Jugendfest abgehalten werden.
Frankfurt. Der kürzlich zu lebenslänglichem Zucht- baus begnadigte Ranbmörder Völker ist aus dem Ju stiz⸗ Gesöngniß dobier enispeungen. Zu seiner Wiederein⸗ bringung ist das Exsorde liche eingeleitet.
Frankfurt. Aus dem Programm des zehnten deulschen Juvistenrages erwähnen wir Folgendes: Am Minwoch den 28. Auaust, Abends 7 Uhr, deginnt in dem großen Saale die Begrüßung der Miiglieder bei einsaßem Mable und Musik. Donnerstag, 29 August, Morgens 9 Uhr, ist Plenar⸗Sitzung im großen Saale des Saalbaus. Hierauf Sitzungen der Abtheilungen in den Sälen des Saalbaus und der Polytechnischen Gesell— schaft. Nachmittags 3 Uhr ist Concert im Zoologischen Garten, dessen Verwaltung bereitwilligst gegen Vorzeigun der Anmeldungskarten den Vereinsmiialiedern freien Einiritt gewährt. Abends 6½ Uhr: Festvorstellung im Theater; die Theater-Actien-Gesellschaft hat in der libe ralsten Weise den Mitgliedern freien Zutritt gewährt. Nach dem Theater Restauration im Saalbau. Freitag den 30. August, Vor- und Nachmittags: Abtheilungs: Sitzungen in den vorgedachten Localitäten. Nachmittags 3 Uor: Concert im Palmengarten, dessen Verwaltung für heute den Vereinsmitgliedern gegen Vorzeigung der An⸗ meldungeknte freien Eintrut gewährt. Abends 7 Uhr: Gesellige Vereinigung und Bewirthung der Mitglieder in dem großen Saale des Saalbaus, veranstaltet von Bürgern der Siadt Frankfurt zu Ebren des Juristentages. Sam⸗ stag den 31. August, Vormittags 9 Uör: Plenar⸗Sitzung im großen Saale des Saalbaues. Nachmittags 4 Ubr: Festessen im Palmgarten. Sonntag den 1. Sepiember: Auoflug nach dem Niederwald: Exlrazug nach Mainz und zurück von dem Verwaltungsrathe der Ludwigsbahn⸗ Gesellschaft den Mitgliedern unentgeltlich angebolen; Dampfschifffahrt nach Rüdesbeim und gemeinschaftliches Essen in der Rheinhalle daselbst.
Vom Rhein. Wie vorsichtig man bei Absassung von„Correspondenz⸗ Karten“ sein muß, beweist folgender Fall: Ein Fabrikant halte von einem aus- wärügen Kunden elne liquide Waarenforderung, welche dieser, mehrerer Mahnbriese ungeachtet, lange Zeit unbe— rücksichtigt, auch alle Briese unbeantwortet ließ. Endlich tiß dem Ersteren die Geduld; er forderte seinen Schuldner durch„Cocrespondenz⸗ Karte“ zur endlichen Zahlung mit dem Zusitze auf: dieser müsse sich, ass Kaufmann, eigen! lich seines Verfahrens schämen, erhielt aber, statt aller Antwort, eine Injurienklage vom Stadtgerichte insinuirt. Trotz der scharssinnigsten Deductionen seines Rechtsan⸗ walles und der Ausführung, daß der Absender berechtigte Interessen verfolgt habe, ward dieser aber dennoch vom Stadigericht und jetzt vom Kammergericht zu Strafe und Kosten verurtheilt, indem beide Gerichtshöse annahmen, daß die Bezeichnung einer Handlungsweise, deren man sich zu schämen habe, den Vorwurf einer ehrenrührigen That enthalte.
Köln. Von großem Interesse wird die aus genauester Quelle geschöpfte Miltheilung über Namen und Zahl der am alten Glauben festbaltenden katholischen Priester Deuisch⸗ lands sein. Es sind dies folgende: A. Bernard, Pfarrer in Kiefersfelden. Dr. A. Virlinger, Priv. Doc. in Bonn. Tb. Braun, Weltpriester in Passau. Lic. J. Buchmann, Pfaper von Kanth, d. Z. in Breslau. Dickmann, Welt priester in Bonn. Stiflepropst Dr von Döllinger in München. Federmann, Wellpriester in Köln. Dr. J. Friedrich, Professor in München. J. Grunert, Pfarrer von Insterburg, d. Z. in Königsberg. O. Haßler, Welt⸗ priester in München. Dr. Hilgers, Professor in Bonn. F. Hirschwälder, Welspriester in München. Dr. M. Hort, Religionslehrer in Straubing. G. Hosemann, Pfarrer in Tuntenhausen. P. Kaminski, Pfarrer in Kattowitz. Dr. Knoodt Prof ssor in Bonn. P. Kühn, Kaplan in Kaiserslautern. Dr. J. Langen, Professor in Bonn. J.
beck. Professor in Gießen. Passau. A. Meßmer, Professor in München. Professor in Braunsberg. brück. Dr. J. H. Reinkens, Prof. in Breslau. J. Renftle, Pfarrer in Mering. Dr. H. Reusch, Professor in Bonn.
Dr. F. Michelis,
d. Z. in Mering. Dr. W. Tangermann, Pfarrer von Unkel, d. Z. in Köln. Dr. Treibel, Seminar- Direflor in Braunsberg. Dr. A. Thürlings, Conrector von Heins⸗ der, d. J. in Kempten. Wecker, Pfarrer zu Kadelburg in Baden. H. Waldmann, Relig.⸗Lehrer zu Heiligenstadt in Westphalen. Dr. Weber, Professor in Breslan. P. Wim⸗ mer, Kaplan in Kattowitz. Dr. P Wollmann, Relig.⸗ Lebrer in Braunsberg.— Auf der Rückreise nach Holland
logen die hl. Priesterweihe, und dieselben werden demnächst in der aß kubolischen Seelsorge Verwendung finden.“
Zu Quedlinburg hat der Fleischbeschauer in einer Speckseite eine ziemliche Menge Trichinen gefunden, ebenso sind in Magdeburg in amerikenischem Speck lebende Trichinen gesunden worden. Auch in Hinnover sind in Folge der regelmäßigen Untersuchung auf Trichinen in amerikanischem Speck wieder Trichinen, und zwar in solcher Unmasse wie noch nie, gefunden worden.
D. Frankfurt a. M., 17. Aug.(Börsenwoche vom 12. 17. August.) Wie die vorige, so war auch diese Woche wieder den Banken gewidmet und erst in der zweiten Wochenhälste kam auch der Verkehr in den eigent⸗ lichen Speculationswertben, sowie in Bahneffecten mehr in Fluß. Zwar machten sich während der Wo be, durch die Höhe der Course veranlaßt, Realisationsverkäuse be⸗ merkbar; doch übten selbe keinen nachhaltigen Einfluß auf die herrschende Tendenz aus. Staatsbahn, deren Minder⸗ einnabmen keine so großen Ziffern mehr ausweisen, stiegen um ca. 13 fl., Cceditactien um 10 fl. und Lombarden um 4 fl. Von Bankwerthen waren österreich. National⸗ bank, Darmstädter, Provinzial-Disconto und Hahn'sche Effectenbank am meisten im Umsatz bei sehr bedeutender Preisvertheuerung. Letzterer sind durch die Einführung in Berlin nun alle deutschen Börsen erschlossen und be—
e- Lesere, Kaplan zu Herbebe in Wesspbalen. Dr. B. Lutter ⸗ Dr. Mazauck, Welspriester in Dr. Menzel, Prof ssor in Braunsberg. Dr. J.
wegen sie sich ohne Rücksicht auf die allgemeine Tendenz
für Banken fortwährend in steigender Richtung. Dem Vernehmen nach hat diese Bank den Rest von 3½ Mill. Donau-Drau-Actien und Prioritäten, sowie der 12 Mill. Albeecht-Babn⸗Acsien und Prioriläten zum alleinigen Ver⸗ schleiß übernommen, welche Geschäfte ibr eine ganz be— deuiende Provision eintragen sollen. Alle andere Banken stiegen gleichfalls mehr oder weniger, u. a. auch Frankf. Wechslerbank, welche man für noch mehr steigerungsfähig hält. Nächste Woche sollen die Actien der Süddeulschen Provinzial- und der Bergisch-Märktschen Bank eingeführt werden. Beides sind sehr zu empfehlende Papiere. Von österreich. Babnen erfreuten sich in den letzten Wochentagen besonders Alföld, Donau-Drau., Franz Joseph und Nord⸗ west großer Nachfrage. Von Prioritiäsen Franz-Joseph 1 fl. höher, die übrigen preishaltend. Russische und Rheinische Hypotheken⸗Pfandbriefe beliebt, letztere weil sie zur Anlegung von Mündelgeldern verwendet werden bürfen. Von Loosen gingen bei ruhigem Geschäft österr. 186 4c und Credit, sowie Ungarloose höher. Amerikanische Stgatenbonds theilweise besser. Von Prioritäten gingen Oregon zurück auf falsche entstellte Nachrichten über bie Lage der Bahn, die sich neuesten Depeschen aus Amerika zufolge als lotal grundlos heraus stellen. Chicago⸗Süd⸗ west höber. Flanzös. Rente geschäftsles. Süddeulsche Fonds fest. Oesterreich. Renten in den letzten Wochen⸗ lagen belebter und höher.
Verloosung.
Ungarische Prämienscheine. Ziehung am 14. August. Serien 432 769 1138 1288 1369 1557 1845 2106 2502 2521 2983 3900 4414 4670 5040 5329 5610 und 5745. Gewinne: S. 2983 Nr. 38 150 000 fl., S. 709 Nr. 37 15,000 fl., S. 1557 Nr. 42 5000 fl.; ferner gewinnen je 1000 fl.: S. 2106 Nr. 30, S. 2502 Nr. 48, S. 2521 Nr. 14 und S. 2983 Nr. 34 und end⸗ lich gewinnen je 500 fl S. 769 Nr. 27 und Nr. 50, S. 1288 Nr. 33, S. 1369 Nr. 22 31 und Nr. 32, S. 1845 Nr. 15, S. 2502 Nr. 1 5 und Nr. 14, S. 2521 Nr. 33 S. 2983 Nr. 45, S. 3900 Nr. 14, S. 4670 Nr. 15, S. 5040 Nr. 6. S,. 5329 N. 22, S. 5010 Nr. 19 und endlich S. 5745 Nr. 21. Auf alle übrigen in den obenangeführten Serien enthaltenen Nummern fällt der geringste Gewinn von je 112 fl. österr. Währ.
Bad Nauheim.
Müller: Du, Schulze, sage mich, Du bist heute so bewegt, Wat is mich det mit Dich, wal Dich so sehr erregt? So sab ich Dir noch nie; Dein Auge strahlt u. leuchtet, Als hältest Du Dir heute schon etwas angefeuchtet! Schulze: Ne Müller, schäme Dir, Du worst es schon noch lesen; Oder bist Du noch nich im Theater gewesen?. Des„Köckert's Benefiz“, een großes Quoblidet, Wat Moijen Abend vom Stapel gebr.—-— Ick sah ei in Fraukfurt, een janz famoses Stück; Un Müller, paß nur uf, det macht och bier sein Glück, Det is so recht mal Was für unser Bad⸗ Nauheim. Nich nur für'n Hohen, für'n Fein'n, och for unser Eln'n! Siebste, del is der Tag, uf den wir lang schon hoffen, Und det is och der Grund, warum ich schon.. verjnügt; Denn Müller, paß mal uf, is da det Haus rech! voll, Denn wird der Senefiziante vor Freude noch doll.
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A. Mönikes, Vikar zu Wieben⸗
E. Siemes, Kaplan von Kaldenkirchen in Wesiphalen, 1
ertheilte der Hr. Erzbischof von Utrecht in Köln vier Theo⸗
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