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Dienstag den 20. August.
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hessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
1. September 1872.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Einsendung der Walsenhausbüchsengelder für den Zeitraum vom 1. September 1871 bis
Friedberg am 17. August 1872.
Das Gr Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei-Commissär zu Wickstadt.
An die Einsendung der Waisenhausbüchsengelder erinnern wir Es ist mit dem bei der Oeffnung derselben anwesenden Bemeinderathsmitgliede ein Sortenzettel aufzunehmen und unterschrieben mit dem Gelde mit vorzulegen. Wenn sich Gaben nicht vorfinden, ist
Sie hiermit.
Bescheinigung hierüber einzusenden.
gemeinden betrifft, so sind dieselden von deren Vorständen im Laufe des Monats September l. Jan den Großherzoglichen Rab⸗ biner des Rabbinats Gießen abzuliefern, wornach die Vorstände zu bedeuten und anzuweisen sind, uns zu berichten, ob und welche
Beträge Sie dahin gesendet haben.
Was die Collecten und Büchsengelder der israelitischen Religions
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Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- zungsblatt Nr. 36 enthält:
I. Summarische Uebersicht der Rechnung der Groß⸗ derzoglichen Landes Waisenanstalt zu Darmstadt für 1871.
II. Bekanntmachung der Großh. Commusion für Post⸗ ungelegenheiten, Veränderungen im Postcourswesen der Provinzen Overhessen und Rheinhessen betreffend.
III. Abwesenheitserklärung. Durch Urtheil Großherzog⸗ ichen Bezirksgerichts Mainz I. Section vom 13. Juli 1872 wurden Georg Borngässer und Adam Vorngässer, groß⸗ ährige Söhne der zu Oppenheim wohnhaft gewesenen und verstorbenen Eheleute Johann Borngässer, Weinwirtb, und nessen Ehefrau Justine ged. Strub für abwesend erklärt.
IV. Ermächtigungen zur Annabme und zum Tragen ines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Groß
verzog haben allergnädigst geruht; am 19. Juli dem Ad—⸗
»ocat⸗Anwalt und Ergänzungsrichter Dr. Carl Jung zu Mainz die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem König von Sachsen ver⸗ fiehenen Erinnerungszeichens für die Jahre 1870/71, am 23. Juli dem Hofgerichtsrath August Weber zu Darmstadt ie Erlaubniß zur Annabme und zum Tragen des ihm von Seiner Majenät dem König von Württemberg verliehenen königlich Würtembergischen Olga-Ordens, am 25. Juli em Herrn Grafen Gustav zu Erbach⸗Schönberg Erlaucht ie Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm on Seiner Majestät dem König von Würtemberg ver⸗ nehenen Olga⸗Ordens und dem peaktischen Arzt Dr. Lebrech! mu Mainz die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen zes ihm von Seiner Mojestät dem König von Bayern verliehenen Verdienstkreuzes für die Jahre 1870/71 zu
urtheilen.
V. Dienst nachrichten. Seine Königliche Hobeit der Droßherzog haben allergnädigst geruyt: am 21. Mai dem m Gr. Kriegsministerium gestandenen Intendanturrath
„P. Ludwig Friedrich Dauber mil Beibehaltung seines
zitherigen Titels und Ranges die Stelle des Secreiärs
ei der Großh. General- Adjutantur zu übertragen; am
13. Juli den Hauptsteueramts⸗Assistenten 2. Klasse bei dem
Haupisteueramie Gießen, Friedrich Kröll zum Hauplsteuer⸗
emte⸗Assistenien 1. Klasse bei dem Haupisteueramte Bingen u ernennen, den Haupisteueramts-Asststenten 2. Klasse
bei dem Haupisteueramte Mainz, Heinrich Daniel Rausch, un gleicher Diensteigenschaft an das Hauptsteueram Worms
zu versetzen, den Finanz- Aspiranten Ludwig Müller aus
Darmstadt zum Hauptsteueramts-⸗Assistenten 2. Klasse bei em Haupisteueramte Gießen, den Steueraussehrr Carl
Zengenbach zum Hauptsteueramts-Assistenien 2. Klasse bei nem Hauptsteueramtie Mainz zu ernennen und dem Schul⸗ umts ⸗ Aspiranten Georg Beicherd aus Bechtheim, im Kir.
Worms, die 1. katholische Schulstelle zu Obertshaufen, im Er. Offenbach zu ütertragen; am 25. Juli den Zeichner
i der Centralwerkstätte der Main-Neckar-Eisendahn, Robert Bauer, zum We.ekführer bei dieser Centralwerkstätte u ernennen und dem Schulamtes-Aspiranten Friedrich ellmann aus Hechtsheim, im Kr. Mainz, die katholische Schulsulle zu Gießen, im Kr. Gleßen, am 27. Juli dem Schullehrer an der evang. Schule zu Esselborn, im Kr. Uzey, Adam Wolf, die 1. evang. Schulstelle zu Odern⸗ eim, im Kr. Alzey, und am 29. Juli dem bisherigen Hiener des phystologischen Inslituts der Landes-Universität, johann Heinrich Kloos, die Stelle eines Anatomiedieners „i der Landes⸗Universität zu übertragen.“ 5
VI. Cyaratterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Zroßherzog haben allergnädigst geruht: am 29. Juli dem
Arofessor am Conservatorium der Musik, Friedrich Gerne— beim zu Köln, die Erlaubniß zur Annahme und zur führung des ihm von Seiner Hoheit dem Herzone von Gachsen⸗Coburg⸗Gotha verliehenen Charaklers„Prosessor
zu ertheilen.
VII. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Großberzoß haben allergnädigst geruht: am 31. Juli den Hoskutscher Jakob Speigel auf sein Nachsuchen und mit dem Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit aus dem Hofstalldienste zu entlassen.
Darmstadt. Der Landgerichts Assessor bei dem Landpericht Butzbach Emil Königer ist zum Landrichter des Landgerichts Wald⸗Michelbach ernannt worden.
Mainz. Dem„Fr. J.“ wird geschrieben: Der Verkauf der wichtigsten Linien der Hessischen Ludwigsbahn ebenso wie der badischen Bahnen an Preußen soll große Aussicht auf Verwirklichung haben und dürfte in aller Kürze bevorstehen, wo⸗ rauf auch die Line Frankfurt Mannheim von Preußen erbaut und selbstverständlich auch die Main⸗Neckarbahn unter preußische Verwaltung kommen, oder, was noch wahrscheinlicher wäre, vollständig abgetreten würde.
— Am 14. d. Abends wurden sämmtliche Jesuitenpattes durch einen Polizeicommissär in Kenntniß gesetzt, daß ihnen alle seelsorglichen Functionen, Beichthören, Predigten, Ertheilung von Religionsunterricht und Exercitien u. s. w. verboten sind. Angefügt wurde, daß es ihnen hiernach auch nicht mehr gestattet sei, die im hie⸗ sigen Seminar alljährlich unter ihrer Leitung statt⸗ gefundenen sog. geistlichen Exereitien, deren Wieder ⸗ holung in Kürze bevorstehen sollte, abzuhalten. Nach Verlesung des polizeilichen Protokolls legte, wie das„Mainzer Journal“ mittheilt, der Superior der Jesuiten Verwahrung gegen die sie betroffene Maßregel ein, da es lediglich der geistlichen Be— hörde zustehe, gottesdienstliche Verrichtungen anzu⸗ ordnen oder zu verbieten. Zugleich protestirte der Pater gegen die Vorauesetzung, auf welche sich die Verfügung stütze, denn die Behauptung: der Orden der Gesellschaft Jesu sei staate gefährlich und reichs⸗ feindlich, sei eine durchaus unerwiesene, ja ver läumderische, die Ausdehnung des Wortes„Ordens thätigkeit“ in„jede seelsorgliche Thätigkeit“ sei eine im Buchstaben des Gesetzes keineswegs begründete, ja schlechterdings unzulässige und willkürliche. Schließlich bezeichnete der Pater das ganze Vor- gehen als einen Eingriff in die Rechte des Bischofs von Mainz, unter dessen Jurisdietion die von ihm zur Seelsorge an die St. Christophskirche be⸗ rufenen Priester ständen, in dessen Auftrag und unter dessen Oberaussicht sie arbeiteten.
Berlin. Wie die„Stettiner Ztg.“ hört, ist ein neuer Mobilmachungsplan der Deutschen Streitkräfte in der Ausarbeitung begriffen, der bis zum 1. October in allen Theilen vollendet sein soll. Derselbe umfaßt namentlich auch die Reorganisation des gesammten Verpflegungswesens und unterliegt darnach z. B. auch die bisherige Einrichtung der Wagencolonnen, sowie die Be- spannung einer gänzlichen Umänderung.
— Dem in den nächsten Tagen zu Petersburg statifindenden statistischen Congresse wird das später dahier erscheinende Werk über die Statistik der Verluste des Feld zuges von 1870/71 vorgelegt werden. Zu demselben gehören sechs Karten, welche zum Theil die Verluste, zum Theil den Aufmarsch der Heere mit ihren Hauptquartieren, den Schlacht⸗ tagen und Dispofitionen in einer ganz neuen und überaus greifbaren Weise graphischer Darstellung zur Anschauung bringen. Nach den Ausweisen dieses Werkes beträgt die Zahl der Todten bei dem gesammten deutschen Heere 40,881 Mann. Davon sind im Gefecht gefallen 17,572; ihren Wunden erlegen 10,710; verunglückt 316, durch Selbstmord gestorben 30. An Krankheiten ver⸗ storben: an der Ruhr 2000, am Typhus 6965, am gastrischen Fieber 159, an den Pocken 261, an der Lungenentzündung ꝛc. 500, an anderen acuten inneren Krankheiten 521 Mann, an der: Schwindsucht 529, an anderen chronischen Krank⸗ heiten 249, plötzlich 94, ohne Angabe der Krank- beit 556, ohne Angabe der Todesursache 419 Mann. Die Zahl der Vermißten beträgt 4009. Dieser Mittheilung sei noch hinzugefügt, daß unter den Todten sich befinden: 9 Generale, 135 Stabsoffi⸗ ziere, 357 Hauptleute, 1305 Lieutenants, 40 Aerzte, 10 Zahlmeister, 3 Divisionspfarrer und 1863 Mili⸗ tärs mit Offiziersrang; ferner 38 880 Unteroffiziere und Mannschaften, im Ganzen 40,743 Personen. Der Rest kommt auf die Marine, auf Mitglieder der freiwilligen Krankenpflege ꝛc.
— Die„Spener'sche Zeitung“ meldet, daß der Großherzog von Sachsen⸗Weimar seinen Be⸗ such zu der Drei⸗Kaiser-Zusammenkunft habe an- melden lassen, und somit das Eintreffen sämmtlicher thüringischer Fürsten feststebe.
— Nach den bisher getroffenen Dispositionen wird Prinz Friedrich Karl am 22. d. in Metz eintressen und bis zum 26. dort verweilen.
— Die Preis-Reduction der Eisenbahn⸗Billete soll nach dem Antrag der Kasseler Conferenz er- folgen. Der Einführungstermin ist unbestimmt, keinesfalls vor Neujahr.
— Der„ZReichsanzeiger“ erklärt die Nachricht von der deabsichtigten Stiftung des neuen deutschen Ordens anläßlich der westpreußischen Jubiläums- feier als jeder thatsächlichen Begründung entbehrend. Derselbe veröffentlicht ferner die Concessionsurkunde, betreffend den Bau und Betrieb einer Eisenbahn von Frankfurt durch das Lorsbacher Thal nach Kronberg, sowie einer Eisenbahn Mainz⸗Wiesbaden, an die hessische Ludwigs⸗Eisenbahn⸗Gesellschaft.
— Die Einführung der neuen Reichetele- graphenmarken erfolgt am 1. November d. J.
— Der Cultusminister hat, der„Elbf. Ztg.“ zufolge, vor Ausarbeitung des Etats-Entwurfes für sein Ministerium die Entscheidung getroffen, daß fortan an allen preußischen Universitäten
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