e Deutsches Reich.
Därustadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 29 enthält: 2 WN
1. Bekanntmachung Großh. Commission für Post⸗
— 18. Juni. Reichstag. Der Präsident
theilte eln Schreiben des Reichskanzlers mit, wo⸗ nach der Bundesrath dem Antrag Denzin, be⸗ treffend das Reichstagsgebäude, beitritt und in
Angelegenheiten, die Besorgung von Postsendungen an die Commission die Herren Freiherr v. Perglas,
Ada im Ortes oder Land⸗Bestellbezirke der Aufgabe⸗ Postanstall betreffend. 9
i g berselben, die Gorkesponbenz mit] ha N. 1 Ir Aiannm machung berse* 98 3 wa ledigung des Luyemburger Eisenbahnvertrages für die 5 III. Bekanntmachung derselben, die bande vn fee die Anberaumung einer zweien Sitzung zu welches den 17 am 24. Juni 1849 im Schloß beabsichtigen. 1 betr. die Dienstzeit der Freiwilligen des neunten
Armertorps, wurde Seitens der Regierung erklärt, Truppen unter General Hirschfeld gefallenen Rhein ⸗
Spanien betreffend.
Frankreich betreffend. 0
IV. Bekanntmachung derselben, die Personenpost zwischen Schlitz und Fulda, resp. Lauterbach und Schlitz betreffend. Von dem 1. Juni d. J. ab sind unter Auf⸗
Sscatsminister v. Bülow und Dre Krüger gewählt Brenner nach Italien zurück. 24* 1
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1. Der Präsident erklärte sodann, behufs Er⸗
Zu der Jaterpellation Seelig's,
hebung der Personenpost zwischen Schlitz und Fulda und daß sie erst durch den Interpellanten Kenntniß
der täglich zweimaligen Personenpost zwischen Lauterbach und Schlitz, täglich dreimalige Personenvosten zwischen Schlitz und der Eisenbahnstation Salzschlirf eingerichtet worden. a ö
des Sachvechalts bekommen und das Kriegs mintsterfum sofort Gegenordre erlassen habe. Da ⸗ rauf wurde der Etat pro 1873, sowie der Nach
Ww. Bekanntmachung Großh. Kreisamtis Beuaheimt, trags Etat pro 1872 in dritter Berathung mit die für das Jahr 1872 zur Besteilung der Comumal, einigen unwesentlichen Aenderungen erledigt. Der bedürfnisse in der Kreisstadt Bensheim vorgesehenen Um⸗ Reichstag überwies ferner eine Petition, betreffend
lagen betreffend.
den Ersatz von Flurschäden auf Grund des Kriegs⸗
Darmstadt. Am 6. d. M. wurden die Ober- leistungsgesetzes dem Reichskanzler zur Berücksich⸗ rechnungs⸗Probatoren erster Klasse bei der zweiten szigung und genehmigte alsdann ins zweiter Lesung
Abtheilung der Justificatur der Oberrechnungs-
nach den Commissionsanträgen mit unwesentlichen
kammer Wilhelm Garnier und Heinrich Sch arch Amendements die Stemannsordnung, sowie, gleich ⸗ zu Oberrechnungs Repisosen bei der genannten falls in der Commissionsfassung, das Gesetz, be⸗ Jubefratur- Abteilung eragnntz der Obermechnungk⸗ treffend die Verpflichtung peufscher, Kauffahrtei⸗
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Probalor erster Klasse bei det ersten Ablbeflung schiffe zun Mitnahme hülfsbedürftiger Seeleute.
der, Justisicatur der Oberrechnungskammer Heinrich
In seiner zweiten Sitzung ertheilte det Reichßtag
Becker wurde an die zweite Abtheilung der Justi⸗ der Gesetzesvorlage betreffs der Uebernabme der
ficatur versetzt; die Oberrechnungs⸗Probatoren zweiter Klasse bei der zweiten Abtheilung der
Wilhelm⸗Luxemburger Eisenbahn, nachdem Bundes ⸗ commissär Herzog das Gesuch, die für die Aus⸗
Justificatur der Oberrechnungs Kammer Ludwig führung des Vertrages erforderlichen Geldmittel Adam Friedtich, Ferdinand Schar mann, porschußweise zu bewilligen, mündlich wiederholt
Caspar Henkel, Heinrich Wagner, Ludwig Wambold würden zu Oberrechnungs ⸗Proba⸗ toren erster Klasse bei der genannten Justisicatur- Abtheilung ernannt; die Finanzaspiranten Johann Georg Betz aus Darmstadt, Karl Hermann Vögel aus Darmstadt, Johann Christian Becker aus Gladenbach, Ludwig Wilhelm Petry aus Darm- stadt, Ludwig Winter aus Darmstadt, Heinrich Friedrich Wilhelm Weber aus Darmstadt und Georg Spiegel aus Michelstadt wurden zu Oberrechnungs⸗Probatoren zweiter Klasse bei det
rechnungskammer ernannt.
Friedberg, 19. Juni. S. K. Hoheit der, Großherzog begab sich heute zur Inspicirang der Eskadronen des Garde-Dragoner-Regiments nach Butzbach und nach Gießen zur Inspection des II. Infanterie⸗Regiments.
Berlin, 17. Juni. Der Reichstag genehmigte das Gesetz über die französische Kriegsentschädigung in endgilliger Abstimmung nach den„Beschlüssen der dritten Lesung und trat sodann in die zweite Berathung der Regierungsvorlage, betreffend die Aufenthaltsbeschränkung für die Jesuiten, mit den Abänderungsanträgen der liberalen und conserva · tiven Parteien und die Resolution Völck's über die Einfühcung der obligatorischen Civilehe, und die Ordnung der Civilstandsregister ein. Bis jetz: sprachen Meyer, Dernburg und Hörmann für die Regierungsvorlage mit den beantragten Abände⸗ rungen, Aretin gegen das Gesetz überhaupt, Gerstner (Fortschrittepartei) gegen die Jesuiten, aber auch gegen die Regierungsvorlage und deren Amen⸗ dung, welche nur die katholischen, nicht auch die protestantischen Jesuiten treffe. Die gesetzliche libe— rale Regelung des Unterrichtswesens und die Ein⸗ führung der bürgerlichen Ehe sei die schärfste Wasse gegen die Jesuiten. Der bayerische Mi: nister Dr. Fäustle hob Aretin gegenüber hervor, daß nur das Vereins- und Niederlassungs recht zu den bayerischen Reservatrechten gehöre, ersteres von der Vorlage nicht berührt wied und die Frage in Betreff der in Bayern niederlassungs berechtigten Redemptoristen durch den Bundesrath zu erledigen ist. Nachdem noch die Abgeordneten Niegolewsfi, Bebel, Ballestrem gegen, Kardorff, Löwe, Gneist für die Regierungsvorlage mit den Abänderungs⸗ anträgen gesprochen hatten, wurden dit§§. 1 und 2. der durch. die. Anträge der conservativen und liberalen Partei abgeänderten Vorlage in namenk⸗ licher Abstimmung mit 183 gegen 101 Stimme,
— Die„Spener'sche Zeitung“ besorgt eine
schwere Erschütterung der Industriewelt durch die drohende Arbeitseinstellung der Maschinenbauer, welche achtstündige Arbeitszeit und Lohnerhöhung fordern. Die Fabrikbesitzer sind zusammengetreten und haben beschlossen, bei einem partiellen Strike dor erfolgtet Verständigung die Arbeiter sämmt⸗ auf Osnabrück, und es waren die dort einge⸗ licher Fabriken gleichzeitig zu entlassen. ö
gezogen werden. An der Spitze des Fest⸗Comitt's steht auch der Abg. von Bunsen. al München. Der Kronpriaz von. Italien, welcher am 15. d. morgens von Frankfurt a. M. hier eintraf, kehrte Abends 11 Uhr 4
Kirchheinbelgnden A 16. d. f. diz seiefliche Enthüllung des Denkmals stalt,
garten dahier im Kampfe für die Durchführung der deuischen Reichsverfassung gegen die preußischen
hessen durch Beiträge aus Rheinhessen und der Pfalz errichtet worden ist. Von Mainz hatten sich etwa 500 Theilnehmer und einige Gesangvereine eingefunden. Das Denkmal, am Eingang unseres Friedhofes aufgestellt, ist eine Zierde desselben, Auf einem vom hiesigen Bildbauer Schuler ausge ⸗ führten Sockel erhebt sich eine Colossalstatue der „Germania“, modellirt von Professor Schieß in Wiesbaden, Bronce Guß von A. Kastner in Berlin. Mit der Rechten den Lorbeer reichend, stützt sie sich mit der Linkem auf den Schild. Das Ganze macht einen harmonischen Eindruck, die Wirkung der gut aufgefaßten und ausgeführten Figur ist sehr bedeutend.
Stuttgart. Justizminister Mittnacht, am 16. d. von Berlin zurückgekehrt, hatte am 17.. Vormittags eine Audienz beim Könige, woran ein Ministerrath sich anschloß. Gegenstand der Be⸗ rathung in diesem sollen die muthmaßlichen Be⸗ schlüsse des Reichstags über das Jesuitengesetz, sowie den würtembetzischen Landtag gewesen sein,
hatte, in erster and zweiter Lesung ohne Debatte dessen Nichtefnbetufung während der Sommer“ seine Genehmigung. a ö
monate beschlosfene Sache ist!t Heidelberg. Da der geschäftssührende Aus⸗ schuß des deutschen Protestantenvereins mit der endgültigen Bestimmung des Orts, wo der dieß jährige deutsche Protestantentag abgehalten werden soll, nicht länger zögern konnte, hat er sich am 13. d. darüber schlüssig gemacht. Die Wahl fiel
tretenen akuten kirchlichen Verbältnisse mit ein Be⸗
. a 25 85— Die am 17. Juni abgehaltene Versamm- weggrund zu diesem Entschluß⸗ zweiten Abtheilung der Justifitatur ee Ober- lung der hiesigen Besitzer der Maschinenbau⸗ An⸗ 1 f
stalten lehnte die bekannte Forderung der Maschinen⸗ bau⸗Atbeiter ab und beschloß die Einleitung einer
Untersuchung bei dem etwaigen Ausbruche des
ö Ausland. f Schweiz Genf, 17. Juni. Die zweite Sitzung des Schiedsgerichts wurde um 2 Uhr
Strikes, ob ein Strike gerechtfertigt sei, sowie die eröffnet und un 3 Uhr geschlossen, Die Schieds,
Verweigerung von Arbeit für diejenigen Arbeiter,
welche sich an dem Strike betheiligt haben.
richter blieben bis 4 Uhr zu einer Privatsitzung zusammen. Das Tribunal hat sich bis zum Mitt⸗
Breslau. Der Cultus minister hat den, mit woch vertagt. Ueber das Resultat der Verhand⸗ dem größeren Kirchenbann belegten Religionslehrer lungen ist absolut nichts bekannt geworden. 1
und Privatrocenten Weber in Breslau zum außerordentlichen Professer ernannt. 115
Frankreich Paris. Die„Franz Corresp.“ schreibt: Man meldet uns soeben über den Inhalt,
Danzig. Auf der hiesigen Kriegswerft werden der am 14. d. hier eingetroffenen Berliner, An:⸗
die Schiffs⸗Neubauten mit großem Eifer betrieben.
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wort auf die Proposttionen Thiers', betreffend die
Die Panzer⸗Corvetie„Hansa“ und die Glattdeck. Räumung des Landesgebiets, folgendes Nähere: Corvette„Louise“ werden noch in diesem Herbst Deutschland erklärt sich bereit, auf nachstehende den Stapel verlassen; ihnen sollen im Sommer Modalitäten einzugehen: Zahlung einer Milliarde nächsten. Jahres die ebenfalls im Bau begriffenen im Laufe des Jahres 1872, einer zweiten im Glattdeck⸗ Corvetten„Freya“ und„Thusnelda“ Jahre 1873 und einer dritten im Jahre 1874;
folgen.
Räumung zweier Departements nach Zahlung der
Ems. Ueber die Enthüllung des Denkmals ersten, zweier nach Zahlung der zweiten und der des Freiherrn vom Stein auf der Burg Nassau beiden letzten nach Zahlung der dritten Milliarde. erfährt man jetzt näher, daß dit Feier am Sonn- Die Antwort des Berliner Cabinets soll überdies abend den 6. Juli d. J, erfolgen soll und Seine in einer sehr verständlichen Weise den„Wunsch“ Majestät der Kaiser derselben beiwohnen wird. aussprechen, die gesammte Regelung dieses Arrange⸗ Der Präsident des Reichstages Dr. Simson wird ments von der gegenwärtigen Regierung von Frank die Eythüllungsfeier leiten und das Denkmal dem reich durchgeführt zu sehen, hinzufügend, daß es communalständischen Verbande, welcher mit seiner auch nur aus Sympathte für Thiers und aus Erhaltung betraut if. übergeben. Dagegen wird Vertrauen in sein. Gouvernement das bedeutsame die eigentliche Festrede vor dem enthüllten Denkmal Zugeständniß einer den Ratenzahlungen entsprechen⸗ der Professor Heinrich von Spbel halten. Auch den succesiven Räumung gemacht habe.
Proftssor von Treitschke wirv der Feler anwohnen.
— Das„Journal offiziell“ zeigt die Abfahrt
Die Zahl der gelädenen Personen kann sich wegen der„Guerrière“ von Brest mit 680 Deportixten des beschtänkten Raumes nur auf 150 belaufen. an; das Schiff sei zuvor untersucht und voll Seitens des Comité's sind von fürstlichen Per- kommen tauglich befunden worden. Nan;
sonen nur die Mitglieder der königlichen Familie
— Die Generalsynode der reformirten Kirchen
und speciell der Prinz Adalbert, dessen Mutter die von Frankreich beschloß am 13. d. mit 61 gegen verewigte Prinzessin Wilhelm von Pteußen, wie 47 Stimmen solgende von der orthodoxen Partei
bekannt, eine nahe stehende Freundin Stein's war belheiligt.
„eingebrachte Tagesordnung:„In Erppägung, daß
In Erinnerung an die freunsschaft⸗ die gegenwärtige Synode nach den Vorschriften
lichen Beziehungen des unvergeßlichen Staats- der Gesetze und Decrete, welche für die reformirte manns zu der Prinzessin Louise von, Radziwill] Kirche von Frankreich seit ihrer Wiederherstellung
endlich auch§. 3 mit einem unerheblichen Amende⸗ ment angenommen. f
soll ferner auch ein Mitglied dieser Familie hinzu- I maßgebend sind, einberufen worden und zusammen“


