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1872.
Samstag den 20. April.
46.
Oberhessischer!
nzeiger.
Inthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- ungsblatt Nr. 20 enthält:
I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die militärischen Dienstverhältnisse des Großher— oglichen Gendarmerie-Cos ps betreffend.
II. Bekanntmachung Großheizoglicher Bauversiche— Aungs⸗Commission, die Aufbringung des Bedücfnisses der Fr. Landes⸗Brandversicherungs Anstalt für 1871 betreffend.
III. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen nes stemden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Groß— erzog haben allergnädigst genubt: am 20. März dem gofgerichtsracth Weber zu Darmmnadt die Erlaubniß zur
innahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät
em König von Sachsen verliehenen Ritterkreuzes des lbrechis Ordens zu ertheilen.
IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Stoßherzog haben allergnädigst gerutt: am 18. März den sofgartenarbeiter Georg Kinkel zum Hofgarten Wärter in er Großh. Hofgärtnerei Darmstadt und am 20. März en Werkstältenardeiter Martin Kröh aus Darmstadi zum Oagenwärter bei der Main-Neckat⸗Eisenbahn zu ernennen; en 26. März dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Schweitzer eis Hering, im Kreise Dieburg, die katholische Schulstelle luselbst zu übertragen; den von dem Herrn Grasen zu Kolms Rödelheim auf die katholische Schulstelle zu Wick⸗ sadt, im Kreise Friedberg, präsentirten Schulamtsaspi⸗ nien Michael Ruppert gus Seckmauern, im Kreise eustadt, für diese Stelle zu bestäugen; am 27. März Um Schulamitsaspiranten Adam Berg aus Brombach. im ineise Lindensels, die katholische Schulstelle zu Lützel⸗ Wiebelsvach, im Kreise Neustadt, zu übernagen; am 2. April un von dem katholischen Pfarrer und dem Gemeinderath zu Rockenberg auf die erste katholische Schulstelle zu Rocken⸗ ug, im Keeise Friedberg, präsentürten Schullehrer an der 1 kathol. Schulstelle zu Astheim, im Kreise Groß-Gerau, cob Faustmann für diese Stelle zu bestäligen.
V. Charactererihetlungen. Seine Könsgliche Hoheit er Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. März um Fayenccosen⸗Fabrikanten Wilhelm Nicolay zu Darm— abt den Character als„Hofosen-Fabrikant“, am 4. April
m Steiumetzmeister Emil Wagner zu Darmstadt den aracter als„Hossteinmetz“ zu verleihen.
VI. Concustenzeröffnungen. Erledigt ist: die zweite hang. Schulstelle zu Reinbeim, im Kreise Dieburg, mit inem jährlichen Gehalt von 348 fl. 30 ke.; die evang. schulstelle zu Olfen, im Kteise Erbach, mit einem jährl. ehalt von 400 fl.; dem Herrn Grasen zu Erbach— fürstenau steht das Präsentationstecht zu dieser Stelle u; die 2. Siadiknaben-Freischulstelle zu Darmstadt mit inmem anfänglichen Gehalle von 700 fl.; die katholische e chulstelle zu Wimpfen a. B., im Kreise Wimpfen, mit emem Gehalt von 446 fl. 11 k.; die evang. Schulstelle zu Ober⸗Hiltersklingen, im Kreise Erbach, mit einem Ge— bilt von 300 fl.; das Präsentationsrecht dazu sieht dem gerrn Grasen zu Erbach Fürstenau zu; die 1. evang. Echulstelle zu Wallerstädten, im Kreise Groß-Gerau, mit enem Gehalt von 318 fl. 41 ke.; die 1. evang. Schul⸗ sülle zu Westhofen, im Kreise Worws, mit einem jährl. (ahalt von 330 fl.; die evang. Schulstelle zu Götzenhaln, iu Kreise Offenbach, mit einem jährl. Gehalt von 300 fl.; dan Hru. Fürsten zu Isenkurg⸗Birstein steht das Präsen⸗ llionsrecht für diese Stelle zu; die evang. Schulstelle zu etisaasen, im Kreise Grünberg, mit einem jährl. Gehalt dan 300 fl.
VII. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der Hroßherzog haben allergnädigst geruht: am 4. April den nung. Pfarrer zu Obvornhofen, im Dekanate Hungen, D. Johannes Marbach, auf sein Nachsuchen aus dem Denste der evang. Kirche des Großherzogthums zu entlassen.
VIII. Suerbesälle. Gestorben sind: am 20. März der weisbauausseher Härter zu Darmstadt, am 4. März der un. Schullehrer an der 2. evang. Schule zu Hungen, eis Nidda, Ludwig Klein.
Darmstadt. Der„Frft. Pr.“ wird von er geschrieben: Unsere Kirchen verfassungsange— tgenheit, welche seither etwas langsam vom Platze zuückt ist, geht, wie wir aus zuverlässiger Quelle annehmen, nunmehr rascherer Entwicklung ent— gen. Das Haupthinderniß ihrer Förderung war Verzögerung einer Anzahl von Kirchenvor— tanbswahlen nicht allein von Seiten lutherisch— athodoxer Geistlichen, sondern auch solcher Ge— winden, in denen Reklamationen gegen Gewählte urkamen, wodurch es theilweise nöthig wurde, so—
gar zum dritten Mal den Wahlact vorzunehmen. Da die kirchlichen Behörden, wie wir hören, mit Energie gegen jene Geistlichen vorschreiten werden, oder bereits vorgeschritten sind, und die bezeich- neten Wahlen in Aussicht stehen, so wird die Einberufung der Dekanatssynoden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die nöthigen Vorbe— reitungen dazu sind getroffen. Was die perso— nellen Verhältnisse in unserem Oberkonsistorium anbelangt, so erfahren wir, daß die mit der Superintendentur der Provinz Starkenburg ver— bundene Stelle des um seine Pensionirung einge— kommenen Prälaten Zimmermann in diesem Colleg vor der Hand nicht besetzt, die Prälatur aber einem im Lande allgemein geachteten höheren Geist— lichen gemäßigter Richtung übertragen werden wird.
— Der Substitut des Ober- Staatsanwalts bei dem Hofgericht der Provinz Oberhessen Ernst Wolff wurde zum Staatsanwalt bei dem Be— zirksstrafgericht Gießen und der Landgerichtsassessor bei dem Landgerichte Offenbach Emil Zimmer- mann zum Substituten des Ober-Staatsanwalts bei dem Hofgericht der Provinz Oberhessen ernannt.
— Nach einer von der deutschen Central— Commission für die Wiener Weltausstellung er folgten Mittheilung ist eine Verlängerung des Anmelde- Termins für die Betheiligung bis zum 30. d. M. bewilligt worden. Es können hier- nach Anmeldungen, welche der Commission bis zum 30. April zugehen, noch berücksichtigt werden.
— Die Verhandlungen wegen Umwandlung der hiesigen Realschule in eine sogenannte Real— schule erster Ordnung sind soweit vorgeschritten, daß die zu treffende Reorganisation voraussichtlich bei Beginn des nächsten Schuljahres, im Herbst, ins Leben treten kann..
— Wie der„Frankf. Ztg.“ von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, ist der frühere hess. Ober- finanzrath Fabricius, jetzt Preuß. Geh. Ober- finaazrath und Referent im Finanzministerium, zum Provinzial-Steuer- Director für Elsaß mit dem Wohnsitze in Straßburg ernannt worden.
Berlin, 17. April. Im Reichstag kommt heute zur Berathung der Antrag Elben's, be— treffend die künftige Verhinderung des gleichzeitigen Tagens des Reichstages und der Landtage mit einem Amendement Hoverbeck's auf Feststellung be— stimmter Anfangstermine für die ordentlichen Reichs- tagssessionen. Der baperische Minister Fäustle rechtfertigte das Verfahren der bayerischen Regie- rung, welche den besten Willen habe, jede Colli- sion zu vermeiden. Die Spuren des Partikularismus seien aber nicht abzuschütteln, wie Staub von den Füßen. Fürst Bismarck erklärte sich mit dem Antrage im Prinzipe, und wenn derselbe nicht zwingenden Characters sein solle, einverstanden. Rücksicht auf die Bundesregierungen zu nehmen, welche gern jede Collision vermeideten, sei dennoch unumgänglich nothwendig. Der Parlamentarismus müsse seinerseits veraltete Grundsätze in Betreff der Beschlußfähigkeit und der Pausen zwischen verschiedenen Lesungen aufgeben. Die Frage, den Zusammentritt des Reichstags in bestimmter Weise zu reguliren, sei zu überlegen, eventuell zu be- jahen; aber erst müsse man die darauf bezüg lichen Wünsche des Reichstags und des Landes kennen. Er werde diesen Wünschen gerne entsprechen und der Kaiser denselben seine Genehmigung gewiß nicht versagen. Nach weiteren Zusatzanträgen Kleist's und Löwe's bittet Fürst Bismarck wieder- holt um Präcistrung der Wünsche des Reichstags.
Der Antrag Lasker's, alle Anträge an die Ge— schäftsordnungs- Commission zu verweisen, wird einstimmig angenommen. Es folgte hierauf die Berathung über den Antrag Schulze's, betreffend die privatrechtliche Stellung der Vereine. Der Antrag Schulze's wird nach längerer Debatte einer Commission von 14 Mitgliedern überwiesen.
— 18. April. Reichstagssitzung. Nachdem die Wahl Forchhammer's(Kiel) für gültig er⸗ klärt worden, findet die erste Berathung des Mili⸗— tärstrafgesetz- Entwurfes statt. Bundescommissär Friedberg characterisirt die Hauptgesichtspunkte des Gesetzes und hob namentlich hervor, daß man das Militärrecht möglichst, soweit es die militärische Disciplin zuließ, dem bürgerlichen Rechte assimi⸗ liren wollte. Die Regierung werde sich allenfall⸗ sigen Verbesserungen ves Gesetzes nicht geradezu widersetzen, bitte aber neben dem rechtlichen, auch den militärischen Gesichtspunkt im Auge zu be— halten. Das Gesetz beseitige den großen Uebel— stand der Verschiedenheit der Militär-Strafgesetze Deutschlands und werde der deutschen Armee er— neut das Gefühl der Zusammengehörigkeit geben. Nachdem in der hierauf folgenden Generaldis⸗ cussion Lasker, Schwacze und Meper(Thorn) das Wort genommen, wird die Vorlage an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen.
— Der„Staats- Anzeiger“ enthält die Er- nennung des Geheimen Ober-Regierungsrathes Dr. Heinrich Achenbach zum Unterstaatssecretär und Director des Cultus-Ministeriums.
— Der erwartete Hirtenbrief des preußischen Episcopats ist erschienen. Derselbe konstatirt, daß die Bischöfe eine gemeinschaftliche Erklärung an das preußische Staatsministerium gerichtet und demselben ihre Ueberzeugung ausgesprochen,„daß durch das neue Gesetz wesentliche und unveräußer⸗ liche Rechte der Kirche verletzt seien und dem Staate sowohl als der Kirche große Gefahren und Nachtheile bereitet würden.“ Trotz der be— klagten Verletzung der Kirche erklären die Bischöse, sie würden im Interesse der Kirche und des katho⸗ lischen Volkes ihre Hand von der Schule nicht zurückziehen, in so ferne und so lange es denselben nicht unmöglich gemacht werde. Es solgen dann Mahnungen und Anordnungen für die Geistlichkeit.
— Die trotz früherer Widerlegung wiederholt auftretende Nachricht, daß die französische Regie- rung deutsche Kriegsgefangene zum Eintreten in die in Algier stehende Fremdenlegion gezwungen habe, und daß viele dieser Legionäre sich noch in Algier befänden, ist, wie sich durch sorgfältige deutscherseits angestellte Nachforschungen heraus- gestellt hat, völlig grundlos. Allerdings dienen viele Deutsche in der gedachten Truppe, aber die- selben sind weder direct noch indirect durch die französische Regierung, sondern lediglich durch Mangel an Erwerb und ähnliche Verhaͤltnisse be- wogen worden, sich für die Legion anwerben zu lassen. Da viele dieser Leute den Wunsch ausge- sprochen haben, so bald als möglich aus der Legion auszuscheiden, so hat sich die Regierung bereit erklärt, dahin gehende Gesuche, die diplo— matisch befürwortet werden, zu gewähren, falls die Kosten der Rückkehr von Marseille aus bis in die deutsche Heimath sicher gestellt worden sind. Dies ist geschehen, und darauf hin ist bereits eine Reihe von Entlassungen aus der Legion erfolgt und weitere stehen in Aussicht.
— Nach der„Mittelrh. Ztg.“ beabsichtigt der Reichstag, die Berathung des Postvertrags mit


