sämmtlichen Petitionen dem Reichskanzler mit dem] tikel des Vertrags an die Commission zurückzw ver Ersuchen zu überweisen, die verbündeten Regie⸗ weisen, wird einstimmig verworfen, der Vertrag rungen zu veranlassen, sich über die gesetzliche hierauf angenommen. 5 i Einführung gemeinsamer Grundsätze zu verstän⸗— Vor einigen Tagen ist in Bordeaux ein digen, welche eine vollständige Trennung von afrikanischer König gelandet. Derselbe nennt sich Staat und Kirche, sowie von Kirche und Schule Ranalalalulu und will Paris und London be⸗ herbeizuführen geeignet sind. ö suchen. Der Hauptzweck seiner Reise soll der sein, — Dem Vernehmen nach, wird Fürst Bis- der englischen und französischen Regierung Auf⸗ marck nur die Pfingstferien in Varzin zubringen, klärungen über die schlechte Behandlung zu geben, dann hierher zur Theilnahme an den Arbeiten deren Opfer einige Missionare in seinem Reiche des Reichstages zurückkehren und erst Anfangs waren. Der afrikanische König ist von einem Juni einen längeren Urlaub antreten. zahlreichen Gefolge begleitet. In demselben be⸗ — Nach dritter Lesung im deutschen Reichs findet sich sein erster Mirister, ein Eunuch, um tage und endlicher Genehmigung der französischen seine Frauen zu überwachen, mehrere Großwürden⸗ Nationalversammlung tritt der deutsch⸗französische träger und ein Koch, der zugleich Opferpriester ist. Postvertrag mit dem 15. d. M. in Kraft. Das] Wie es heißt, wird Ranalalalulu von Thiers Porto für Briefe beträgt danach künftig 3 Sgr. empfangen werden. oder 9 Kr., für unfrankirte 5 Sgr. oder 18 Kr. Spanien. Madrid. Amtliche Telegramme auf je 10 Gramme, für Drucksachen auf je aus Navarra melden, daß die einzige noch existi⸗ 50 Gramme/ Sgr. oder 3 Kr., für Waaren- rende Bande, die von Carasa, durch General proben bis 50 Gramme 3 Sgr. oder 9 Kr., für] Morionez verfolgt wird. je weitere 50 Gramme/ Sar. oder 3. Kr. Türkei. Aus Konstantinopel wird der mehr, für Werthbriefe(bis 2700 Thlr. zulässig)] Wiener„Presse“ mit Bezug auf die Judenhetze wird außer dem Porto noch eine Recomman- unterm 12. d. gemeldet: Die Urheber der Juden⸗ dationsgebühr von 2 Sgr. oder 7 Kr. und eine hetzen in Smyrna sind in Ketten hierher gebracht Werihgebühr von 1 Sgr. oder 3½ Kr. für je] worden. Die Regierung will das strengste Bei⸗ 20 Thlr. Werth erhoben. spiel statuiren. Der Sultan sagte:„In meinem Wiesbaden. Französische Blätter melden, Reiche gibt es nicht mehr Christen, Mahomedaner der Exkaiser Napoleon werde nach dem Rathes und Juden mit verschiedenen Rechten, sondern seines Ltibarztes Dr. Conneau diesen Sommer Staatsbürger mit gleichen Rechten.“ Diese Aeuße⸗ die Bäder von Wiesbaden gebrauchen. Die Ex- rung ist auf ungetheilte Sympathie gestoßen. kaiserin werde ihn begleiten. Leipzig. Der Handelstag beschloß, daß die
XX Bad Nauheim. Viele Leser dieses Blattes wird die Nachricht erfreuen, daß dem durch die Anlage
kleinsten Banknoten, welche zur Ausgabe gelangen, unseres herrlichen Parkes auch dahier rühmlichst bekannten
nicht unter den Betrag von 100 Mark herab- Kunsigäriner Heinrich Sies mayer zu Bockenheim gehen dürfen und daß das Staatspapiergeld all- in Anerkennung der Verdienste, welche derselve sich um 1 575— abgeschafft werden müsse. die Beförderung des Gartenbaues erworben hat“, Seilens g ganz des SN ee e Angelegenheiten in Berlin der Titel„Garten⸗Inspector' verliehen worden ist. . Ausland 5 Frankfurt. Verschiedene Blänter bringen folgende Oesterreich. Wien. Der bekannte Dichter Miuheuung: Daß noch in unserer Zeit und inmitten und Schriftsteler Moriz Hartmann ist am civilisirier Gegenden auch Menschenhandel vorkommt, zeigt 13. d. dahier gestorber. ee 5 1 8 ee 5 bir 2 2 2 2 edige, in de ern stehende arie Oest aus Treis an Frankreich. Paris. Früheren Nachrichten der Lumda mit ihrem 18 monallichen een einem entgegen hat sich Bazaine erst am 14. d. M. in klästigen und hüdschen Kinde, hierhergekommen. Auf früher Morgenstunde in dem ihm angewiesenen einer Bank vor dem Gallus thor sitzend, redete sie eine Hause der Avenue de Picardie zu Versailles als elegant gekleidete fremde Dame im Alter von etwa 30 Jahren,
1. die sich für die kinderlose Ehefrau eines Eisenbahnbeamten Gefangener gestellt. In seiner Begleitung be- n Gießen ausgab, aufs leuiseligste an, und kaufte ir
fanden sich seine beiden Adjutanten, die Oberst- das Kind zu sieben Gulden ab. Sie verpflichtete sich lieutenants Magnan und Villette, welchen gestattet dabei, für die Unterhaltung und Erziehung des armen
en i auch weiter mit dem Mar all zu Wesens Sorge zu tragen und der Mutter eine monatliche ar e SN ae Unterstützung zu übersenden. Noch einmal, einige Tage
a 1 5 später, kamen beide auf dem Götheplatz zusammen; das — Die Ratisicationen des deutsch-französischen Kind war da beteils neu gekleidet. Seitdem ist doll ber Postvertrags wurden am 15. d. M. zwischen dem fremden Dame, die nie in Gießen domicilirte, sowie von Grafen Arnim und dem Minister des Aus wär⸗ dem Kinde jede Spur verloren gegangen, indem insbe⸗
g 8 sondere auch die zugesagten Geldunterstützungen niemals ee eee arsgetauscht. Der Vertrag bei der Mutter, die üdrigens der Vahadundage huldigen *.
5 N 5 soll, eingetroffen sind. Die Polizei ist dermalen eiftig be⸗ Versailles, 14. Mai. Nationalversamm- schäftigt, den Verbleib des verkauften Kindes zu ermitteln. lung. Haentjens brachte einen Gesetzentwurf ein,
der en e e wird gemeldet, daß dort an 3 i* verschiedenen Orten am 15. d. Morgens 8 Uhr 40 Min. e eee 1 80 11 ein 4 Secunden anhaltender, ziemlich heftiger Erdstoß mi! er apitula N 5 ng starkem Rollen in der Richtung von Westen nach Osten Capitulation von Paris betraut wird. Die Ver- verspurt wurde. f
sammlung erklärte mit großer Majorität die n Neustadt a. d. H. Das dahier bestebende Fest⸗
i; 1 3„Comité hat nunmehr die Einladung zu einem Erinne⸗ lichkeit. Es folgte die Berathung über den Post rungs- und Dankesfeste auf der Maxburg(Hambacher
vertrag mit Deulschland. Derselbe wird ven Rouber] Schloß) auf den 27. Mai d. J. erlassen. Die Einladung befürwortet. Ein Antrag Ravinel's, mehrere Ar- schließt: Unsere Berge liegen noch da in uralter Schöne;
die Natur hat sich schon festlich geschmückt, die patriotischen Männer und Frauen aus allen Gauen Deulschlands zu empfangen; ein Glas edlen Pfälzer Weines, von beulschen Frauen und Jungfrauen kredenzt, soll den Festgenossen nicht fehlen, und deuische, fröhliche Pfälzer Herzen werden sie willkommen heißen!.
Eingesandt.
Friedberg. In der am 10. d. stattgehabten Ver⸗ sammlung der Polizeidiener der Gemeinden des Kreises Friedberg wurde über die wegen Verbesserung der Gehalts verhälinisse einzuleitenden Schritte berathen. Die Anwesen⸗ den hielten es für das Zweckmäßige, gemeinsam bei Großh. Kreisamte zu bitten: die Vorstände der Gemeinden des Kreises zu bewegen, die Gehaltsverhältnisse der Polizeidiener etwa in der Art zu reguliren und aufzubessern, daß 1) die unter 100 fl. fixirten Gehalte auf diese Summe erhöht würden; 2) eine Gehaltszulage um ein Fünstheil der (regulirten) Gehalte gewährt werde. Zugleich soll die Verwendung Großh. Kreisamts dahin nachgesucht werden, daß in denjenigen Gemeinden, in welchen zur Zeit noch die Einrichtung der Anschaffung der Uniformen durch die Gemeinden besteht, für die Folge statt dessen Vergütung der Uniformekosten in Geld und Anschaffung der Unisormen durch die Polizeidiener selver bewilligt werde.— Die Gründe, welche für die Gewährung der schon durch die Zeitwerhältnisse gerechtfertigten Anliegen der Polizeidiener sprechen und die in der Versammlung auch hervorgehoben wurden, sind so einleuchtend, daß es sich wohl erwarten läßt, die Regierungsbehörde wie die Gemeindevorstände werden hier— wo Abhilfe nothwendig— dieselbe nicht versagen.
Erwiederung.
A Friedberg. In einem„Eingesandt“(Nr. 55 d. Bl.) sind bei Gelegenheit der Erwähnung der öffent⸗ lichen Prüsungen an den hiesigen Stadischulen die Be⸗ soldungsverhältnisse der Lehrer an diesen Schulen zur Sprache gebracht worden, und würde hiergegen nichts ein⸗ zuwenden sein, wenn aus der gegebenen Darstellung nichl der Schluß gezogen werden könnte, als ob in Bezug auf Verbesserung dieser Verhältmisse hier gar nichts geschäbe oder geschehen sei. Der Herr Einsender hätte sich die Mühe geben sollen, hierüber„an maßgebender Stelle“ Erkundigungen einzuzieben, und er würde erfahren haben, daß seit dem Jahre 1862, wo die Gehalte der sämmtlichen hiesigen Lehrer zusammen 7807 fl. 40 ke. beirugen, die⸗ selben inzwischen bis auf 12781 fl. 40 ke. gestiegen sind und außerdem eine weilere Aufbesserung der Volksschul⸗ lehrergehalte zur Vorsehung ins nächstjährige Gemeinde⸗ Budget in Aussicht genommen ist. In Erwägung dieser Thatsachen wird jedem Unbefangenen überlassen werden können, zu deurtheilen, ob die Schreibweise des Herrn Einsenders und die Unterstellungen desselben gerechtfertigt erscheinen.
D. Frankfurt a. M., den 16. Mai 1872. Auf nach und nach eintreffende bessere Wiener Notirungen, sowie durch Deckungskäufe der Speculanten besserte sich im gestrigen Abendverkehr die Stimmung wieder und war auch beute ziemlich fest, wenngleich das Geschäft auf speculativem
Gebiet ziemlich still blieb. Lomvarden besonders blieben
vernachlässigt, ebenso Nationalbank. Für Staatsbahn herrschte gute Tendenz, die auch durch die bedeutende Mindereingahme von 145000 fl. nicht beeinträchtigt wurde, Auch Creditactien erfreuten sich reger Kauflust. Hinsichllich der sogen. Nebenpapiere wandte sich die Börse beute mil Vorliebe wieder einmal den österr. Bahnen zu. die durch⸗ gängig Käufer fanden und ihre Course aufbesserten, wie namentlich Elisabeih, Donau⸗Drau, Buschterader, Alsölb! und sogar Rudolf, die ee am wenigsten verdienen und deren Cours im Verhältniß zur Rentabilität der Ba hu offenbar zu hoch ist. Auch für alte bayr. Ostbahn waren heute Käufer vorhanden. Banken im Allgemeinen weniger lebhaft, Einzelne dagegen, wie Oesterr. Deutsche, Franl⸗ surler Wechslerbank Würtlemb. Notenbank, beliebt. Staal papiere sind fortwährend ein gesuchter Artikel, vorzüglitz süddeutsche. Oesterr. Renten fest und ziemlich lebhast⸗ 60er Loose eine Kleinigkeit billiger, Raab⸗Grazer dagegem gefragl.— Amerikanische Ster Staaten-Bonds wurden beute mehrfach für Privalrechnung gekauft.
* Braunkohlen- Verkauf.
1352 Auf dem Dorn⸗Assenbeimer und Wölfersdeimer Bergwerk wird der Verkauf neu geformter Klötze zum Preise von 14 kl. vro Ceniner von heute ab eröffnet.
Von der biesizen Grube können bis jetzt nur Preßklötze zu 15 kr. pro Ceniner, von Ende nächster Woche ab jedoch auch gewöhnliche Klötze zu 14 kt. pro Ceniner bezogen werdeg.
Beftellungen auf Holzkohlen, deren Preis zu 15 kr. pro Centner feftgesetzt ift, find möglichst bald direkt an uns zu richten und werden dieselben thunlichste Berücksichtigung finden; doch kann wegen des beschränkten Vorratbs eine Garantie dafür nicht übernommen werden. 5 Grube Weckes helm den 15. Mat 1872. Fürstliche Bergverwaltung.
5 Kröber.
Die Leipziger Feuer⸗Versicherungs⸗Anstalt — gegründet im Jahre 1819— 982 empfiehlt zum Abschluß von Versicherungen gegen Brand, Blitzschlag, nothwendiges Aus- räumen 1d. auf Mobiliar, Waaren, Maschinen, Vieb, Ernteerzeugnisse ꝛc. zu billigen, festen Sätzen unter ihren anerkannt vortheilhaften, liberalen Bedingungen. Die Anstalt hat keine Expertise mehr nöthig. Agent für Niederwöllstadt und Umgegend
A. David Wittwe.
Claceé-Handschube
sowie Rauhleder- und Pil-d'Ecosse-Handschube 61 billiast tei K. Friedrich neben der Poft.
Süße Orangen!
Wilh. Fertsch.
8 1 2 a U 39G Leehhrlings⸗Gesuch. 1233 Ein mit tüchtigen Vorkenntnissen(aus ein Realschule) veisehener junger Mensch von guter Fam ili! kann bet dem Unterzeichneten die Handlung erlernen.— Eintritt zu Anfang Juni d. J.
With. Fertsch.
1219 bei
Jrischen Schweineschmal;
1340 unter Garansie für Reinbett und Güle empfiehl billigst Friedr. Hilbrecht Wittwe
am Bahnhof.


