durfen Der Herr Correspondent wird dagegen setnerseits mit mir übereinstimmen, wenn ich sage, daß ebensowenig die Interessen der zahlreichen und nicht nur für die Stadt, sondern für das ganze Land sehr wichtigen Anstalten, welche Fried- berg in seiner Mitte beherbergt, ein Gegenstand leichtfertiger Behandlung werden dürfen. Wir beide aber, der Herr Correspondent des W. B. und ich, haben nun die Erfahrung gemacht, daß diese wichtigen Interessen zuweilen höchst leichtfertig behandelt werden. Der Herr„,- Correspondent des W. B. hat in Nr 18 desselben Blattes die Behauptung des Einsenders aus Oberbessen, welcher sich im Frankfurter Journal hat hören lassen, „lächerlich“ gefunden und dessen Vorschläge„un— klug“ und„unbedacht“ genannt. Gut, ich unter schreibe dieses Urtheil. Allein die Erfahrung, welche der Herr Correspondent an der im Frankfurter
Journal enthaltenen Einsendung gemacht hat, babe Herr„* Correspondent eine Form,
ich vorher schon hundertfach gemacht. Ich habe es bäufig genug erlebt, daß man über die in der
Stadt vorhandenen Anstalten, mit denen doch die nischen Uebertreibung? Der Erfolg spricht für Interessen der Stadt sehr vielfältig und sehr innig mich. Der
derknüpft find, mündlich und
Bildung einer eigenen Ueberzeugung. nit wahrem Unwillen gesehen, wie das Publikum, welches der Sache ferner steht, auf solche Weise on Unberufenen förmlich mißhandelt worden ist. Nun kam jene Einsendung im Frankfurter Journal, über welche der Herr Correspondent des W. B. ehr richtig und verständig geurtheilt hat. ehr der Herr Correspondent mit iber diese Einsendung das Rechte o unbedeutend die letztere auch var, sie bat doch in vielen Kreisen Eindruck ge- nacht, sie hat hier und da geradezu gezündet.
Da erschien mir es einfach als Pflicht, dagegen
in Zeitungen geur- frage“ hat die Aufmerksamkeit dee biesigen Be⸗ theilt hat mit bodenloser Leichtfertigkeit, ohne alle völkerung in hohem Grade erweckt, Sachkenntniß, selbst ohne allt Bemühung um die geregte Frage ist auf's eiftigste discutirt worden. Ich habe In den weitesten Kreisen ist das Bewußtsein wach—
spielen. Dazu sind die unberufenen Kritiker und leicht— fertigen Projectemacher der Lächerlichkeit preis- So gegeben worden. seinem Urtheil Motto's und trotz der beigefügten, dem Baustpl auch getroffen hat, und der Ornamentik des Artikels angep in jeder Hinsicht dactionsbemerkung manche Leser die Absicht des
welch schwer wiegende Interessen es sich bei der angeregten Frage handle, wie mit diesen wichtigen Interessen leichtfertig gespielt werde, welch ein gze— fährliches Spiel dieses sei. Diese Tendenz liegt dem von mir veröffentlichten Artikel zu Grunde. Nichts hat mir ferner gelegen als Neigung zu „schaaler Spaßmacherei“. Wenn der Herr Corre— spondent des W. B. mir eine solche Neigung imputirt, so irrt er von der Wahrheit weit ab. Um aber meine sehr ernst gemeinte Absicht zu erreichen, mußte ich dem Artikel eine soche Fassung geben,
mir's sehr ernstlich. In der Sache aber sind wir beide, der Herr Correspondent des W. B. und ich, einig. Ich mache ihm daher einen wohlge⸗ meinten Vorschlag. Möge er in den ihm zugäng⸗ lichen Kreisen auf seine Art für eben das wirken, wofür ich in meiner Manier zu wirken versucht habe. Möge er sich darum ernstlich bemühen, daß ein unberufenes Kritistren, ein Urtheilen ohne
Kenntniß der Tbatsachen, ein leichtsinniges Projecte-
machen, ein frivoles Hetzen beschädigter Leute auf fremdes Eigentbum künftighin unterbleibt. Er
welche geeignet war, auf das Publikum Eindruck zu machen, die öffentliche Aufmerksamkeit auf dit bebandelte Frage hinzulenken. Oarum bin ich auf den Gedanken des Gegners eingegangen, ich babe die Consequenzen dieses Gedankens bis zum handgreiflichen Unstun hin entwickelt und mit leicht durchsichtigen Scheingründen belegt. Weiß der die besser ge— eignet wäre, die öffentliche Aufmerksamkeit zu er— regen als die von mir gebrauchte Form der iro—
„Beitrag zur Lösung der Garnisone— 9 3 9
und die an—
gerufen worden, daß es sich hier um sehr ernste Intertssen bandle, die sehr leicht geschädigt werden konnen, und daß es Unrecht sei, mit Feuer zu
Wenn trotz des vorangestellten
wird sich dadurch ein unbestreitbares Verdienst er-
werben. Sollten ihm diese Zeilen dazu eine kleine Auregung gegeben haben,— und ich beffe das—, so will ich mich darüber herzlich freuen und will gerne über den Schluß des Artikels wegsehen, über die Worte„schaale Spaßmacherei“,„unnütze Veröffentlichungen“,„weder dem Vortheil noch dem Rufe förderlich“, so wenig auch dergleichen Wendungen meinem Geschmack und meiner Vor stellung von publicistischen Verkehreformen ent- sprechen*). Der Verfasser des „Beitrags zur Lösung der Garnisonsfrage“. *) Vorstehendem haben wit nur beizufügen, daß der Correspondent des Welterauer Boten, wie derselbe aus Erfahrung weiß, aus den ihm bekannten Gründen irgend eine Antwort von uns nicht zu erwarten hat. Die Art und Weise, wie derselbe als journalistischer Anstandslebrer zum öfteren schon der Redaction dieses Blattes mit an⸗ maßlichen„ Hofmeistereien“ in wohlgefälligster Selbsi⸗ überbeb ung Eins glaubte versetzen zu müssen, verdiente aslerdings einmal eine möͤglichst verständliche und ange⸗ messene Abserugung. Wir siteiten indeß mit ihm nicht, am alletwenigsten üder seine uns so freigtebig dedicirten -bosmeisterlichen? Zurechtweisungen, welche iter gesuchten
aßten Re⸗
Verfassers mißderstanden haben, was hat das ge- schadet?— Indessen der Herr Correspondent des W. B. nimmt an der Form des Artekels Anstoß.
und kindlich bosbaften Krakeelerei wegen immerhin schon recht vielen Spaß uns gemacht haben. Deßbald möge sich der Cotrespondent in seinen liebgewordenen Passtonen uns gegenüder nur nicht Zwang und Entsagung auferlegen und möglichst ungenirt in dem gewohnten Tone selbst⸗ bewußter und überle jener Gelebrsamkeit fort bofmeistern.
Gn 1 a 2 152 8 a„ Unsererseits ist ibm die— Freiheit, von welcher er be⸗ . 24880 e, nit allem Ernste aufzutreten, es den Bewohnern Ich will mit ihm darüber nicht rechten. Mir reits ausgiebigen Gebrauch macht, aalen iu⸗ zieser Stadt zum Bewußtsein zu bringen, um gilt es lediglich um die Sache, und um diese gilt gestanden. Die Red.
abel Verstei gerungs- Anzei ge. ie Unterzeichneten empfehlen sich zur Besorgung aller
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